Der evangelische Bischof Huber stellt öffentlich eine Frage, die bisher nur die Mitglieder der Bürgerinitiative „Interessengemeinschaft Pankow-Heinersdorfer Bürger e.V. (ipahb) stellten, und für die sie immer wieder mit dem Prädikat „rechtsradikal“ belegt werden: Wozu und für wen braucht Heinersdorf eine Moschee?

Der evangelische Bischof Wolfgang Huber hat sich in den Streit um die geplante Moschee im Ortsteil Pankow-Heinersdorf eingeschaltet. Die Ahmadiyya-Gemeinde, die die Moschee baut, müsse erklären, warum sie den Standort gewählt habe, forderte Huber. Angehörige der Glaubensrichtung gebe es in dem Ortsteil nicht. Seitens der Gemeinde fehlten wichtige Informationen, „auf die man sich verlassen kann“, meinte Bischof Huber weiter. …

Wir würden uns wünschen, dass diese Frage häufiger aufgeworfen würde – vor allem von Kirchenvertretern.

Leserbriefe zur Moschee aus der Berliner Morgenpost

Die lange umstrittene Moschee wird nun also gebaut. Die berechtigten und nachvollziehbaren Bedenken und Ängste der Anwohner wurden nicht respektiert. Warum ist das so? Weil immer noch die Einstellung vorherrscht, dass alles Fremde gut für uns ist und dahinter eigene Interessen zurück zu stehen haben. In Deutschland zu äußern: „Ich lehne Deutschland ab, ich hasse Deutschland“, ist kein Problem, niemand regt sich darüber auf. Aber zu sagen, ich lehne eine fremde Kultur ab, ist nicht erlaubt, es ist höchstgefährlich und endet in der Regel mit einer öffentlichen „Hinrichtung“. Was wurde nicht alles den friedlichen Heinersdorfer Bürgern angehängt? Sofort wird von einer rassistischen und rechtsradikalen Gesinnung ausgegangen. Dazu kommen dann die üblichen Gutmenschen, die mit wohlfeilen Worten die Notwendigkeit und Vorteile des Fremden unter das Volk bringen, und die übliche Heuchelei der islamischen Vertreter, wie tolerant und friedlich sie doch seien. In diesem Gebräu ist etwas gewachsen und wächst weiter, für das wir und besonders unsere Kinder und Enkel noch einen hohen Preis zahlen werden. Warum nur dürfen wir nicht verhindern, was uns offensichtlich schadet? Ist der Islam für Deutschland wirklich eine Bereicherung? Die legitime Frage muss doch gestellt werden dürfen. Jede Nation, die ihre Selbstachtung noch nicht verloren hat, darf und muss sich diese Fragen stellen und beantworten.

Peter Reimann, Prenzlauer Berg

Die Grundsteinlegung der Moschee in Heinersdorf hat die Wertigkeit der Frau im Islam, für alle sichtbar, zu Tage gebracht: Die Frauen mussten in einem gesonderten Zelt, getrennt von den Männern, die Zeremonie erleben. Wo blieben da der Aufschrei und die Aktivitäten von Grünen und PDS, die doch sonst immer – richtigerweise – für die Rechte und Gleichstellung von Frauen und Mädchen kämpfen? Hier haben sich beide Parteien Lügen gestraft.

Rüdiger Priese, Pankow

Ich stimme denjenigen vollkommen zu, die den Islam als eine, wenn nicht sogar die Bedrohung unserer freiheitlich-demokratischen Grundordnung einschätzen und daher den Moschee-Neubau in Pankow ablehnen. Denn diejenigen, die das tun, haben die Zeichen der Zeit und die Strategie des Islam erkannt: Es geht um die Zerstörung unserer Gesellschaft in einer Art Marsch durch die Institutionen. Nur geschieht er in anderer Weise, nämlich immer mehr Kinder islamischen Glaubens mit deutscher Staatsbürgerschaft zu zeugen (während wir Deutschen immer weniger haben und auch unsere Werte nicht mehr ernst nehmen), immer mehr Moscheen zu errichten – auch dort, wo keine Angehörigen islamischen Glaubens leben. Und wer Toleranz von uns gegenüber dem Islam – und also auch dem Bau weiterer Moscheen gegenüber – hier in unserem Lande fordert, der sollte ebenso vehement Toleranz gegenüber den Christen in den islamischen Ländern einfordern.

Bernhard Mellert, Berlin

(Spürnase: Hojojutsu)

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35 KOMMENTARE

  1. Ich habe an die EKD – als lutherischer Theologe – schon im letzten Jahr einen ähnlichen Brief geschrieben wie die oben zitierten Personen.

    Bis heute habe ich noch keine Antwort bekommen.

    Bei Bischof Huber weiß man nie, wo sein Fähnchen weht. Einmal zu konziliant den islamischen „Gesprächspartnern“ gegenüber, dann wieder (zu Recht) mahnend, was die Einforderung christlich-abendländischer Werte in unserem Europa und unserem Heimatland Deutschland (man traut sich`s kaum noch auszusprechen) betrifft.

    Eigentlich weiß man bei ihm – und manchen katholischen Repräsentanten – nie so richtig, woran man ist, bzw. ob sie für das Evangelium einstehen.

    Hüh und Hott eben.

    Ich glaube aber dennoch, in den letzten Wochen und Monaten ein gewisses Umdenken feststellen zu können.

    Unser christliches Fundament trägt uns im Moment nicht stark, weil viele Menschen säkularisiert, selbstsüchtig und hedonisiert sind; aber vielleicht bringt gerade diese Entwicklung, mit der wir jetzt konfrontiert sind, uns dazu, neu über unseren Glauben und unsere Wurzeln nachzudenken.

    Hoffentlich trügt mich meine Einschätzung nicht.

  2. >> Ich stimme denjenigen vollkommen zu, die den Islam als eine, wenn nicht sogar die Bedrohung unserer freiheitlich-demokratischen Grundordnung einschätzen und daher den Moschee-Neubau in Pankow ablehnen.

    Dieser Leserbrief kam durch die politisch korrekte Zensur und wurde in einer deutschen Tageszeitung veröffentlicht? Wahrlich, es geschehen noch Zeichen und Wunder. Man muß ja wohl schon mit so kleinen Symbolen der Vernunft zufrieden sein.

  3. Eines nicht all zu fernen Tages werden Leute eine Parole ausgeben:

    KillThemAll

    KTA

    Und ich weiss jetzt ehrlich nicht, wer sie zuerst ausrufen wird: Der Hodscha oder der „native german“….

  4. @PI

    „Bischof Huber: Für wen braucht in Heinersdorf eine Moschee?“

    Hallo PI, hier ist das „in“ in der Überschrift zu viel! 🙂

  5. Eine gute Frage.

    Wie auch schon die Frage des Papstes (aus dem Zitat): „Was hat der Islam außer Schlechtem und Inhumanem Neues gebracht?“

    Unsere Religiösen stellen manchmal schon die richtigen Fragen. Mehr erwarte ich noch nicht mal von ihnen.

    Niemand beantwortet die Fragen – das ist das Problem.

    Also: Für wen braucht Heinersdorf eine Moschee?

  6. …also ich finde, dass der Dialog der
    Kulturen doch ganz anständig verläuft…
    http://img368.imageshack.us/img368/2615/bielefeld1jw7.gif
    …und überhaupt, was mischt sich die Kirche da plötzlich ein…Das riecht doch schon fast nach Pastoren-Ticken in dunklen Strassenecken…Wenn der so weitermacht, werden von ihm körperliche Fertigkeiten eines Pater Browns gefordert…

  7. Nun, Heinersdorf braucht keine Moschee. Die Frage ist falsch gestellt. Es gibt Muslime, die eine Moschee brauchen und sie finanzieren können und in Heinersdorf einen Standort gefunden haben, der ihnen geeignet erscheint. So what?

    Die Argumentation, dass in diesem Ortsteil keine Gemeindeangehörigen leben finde ich sehr schwach. Da kann der Bischof Huber aber froh sein, daß der Berliner Dom schon seit über 100 Jahren steht. Denn der ist eine Personalgemeinde, und die meisten der 400 Gemeindeangehörigen wohnen nicht im Umfeld dieser Kirche. Genauso sieht es beim Französischen Dom am Gendarmenmarkt aus.

    Evangelisch-freikirchliche Gemeinden sind grundsätzlich Personalgemeinden d.h. die Gemeindeangehörigen wohnen zum großen Teil irgendwo in Berlin.

    Und was Synagogen betrifft, so kann man auch nur bei den orthodoxen sagen, daß die Beter im Umfeld wohnen. Müssen wir jetzt die Synagoge Oranienburger Straße dicht machen? In deren Umfeld wohnt nämlich kaum ein Jude, sondern die Betergemeinschaft kommt aus der ganzen Stadt. Da könen wir Juden ja direkt froh sein, daß uns aufgrund der deutschen Vergangenheit keiner an den Karren fährt, wenn wieder eine neue Synagoge eröffnet wird. In den letzten acht Jahren sind in Berlin drei neue Synagogen eröffnet worden. Und die meisten der regelmässigen Gottesdienstbesucher wohnen nicht fußläufig zu diesen Synagogen.

    Warum also das Gezicke bei den Muslimen?

    Wenn es Zweifel an der Verfassungstreue oder ähnlichen Fragen gibt, dann sollte man das klären, aber nicht indirekt über die Standortfrage verhandeln.

    Übrigens gibt es auch bei orthodoxen Juden und bei manchen bibeltreuen Christen Formen der Geschlechtertrennung im sozialen Miteinander in den Gemeinden.

  8. „Die Ahmadiyya-Gemeinde, die die Moschee baut, müsse erklären, warum sie den Standort gewählt habe, forderte Huber. Angehörige der Glaubensrichtung gebe es in dem Ortsteil nicht.“ – Noch nicht. Aber die Ahmadiyya plant für die Zukunft. Die Sekte glaubt, dass ihre Spielart des Islam eines Tages die Welt beherrschen werde. Und die demographische Entwicklung sieht günstig aus, gerade in den Großstädten. Die Heinersdorfer Moschee wird die Schule der Ahmadis, die morgen geboren werden.

  9. Warum also das Gezicke bei den Muslimen?

    Weil es ein Unterschied ist, ob eine ansässige Religionsgemeinschaft ein Gebetshaus baut oder ob eine Eroberungsarmee einen Stützpunkt baut, von dem aus sie sich ausbreitet.

    Wenn es Zweifel an der Verfassungstreue oder ähnlichen Fragen gibt, …

    Da gibt es keine Zweifel. Der Islam ist zweifelsfrei nicht mit unserer Verfassung vereinbar.

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