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Zweifel an der menschgemachten Klimaerwärmung verboten

heidi_cullen.jpgIn Sachen menschgemachte Klimakatastrophe ist wissenschaftliches Arbeiten und unabhängiges Denken zunehmend verboten. Junge Journalisten und Wissenschaftler, die den Klimakonsens anzweifeln, haben kaum Aufstiegschancen und für „Klimaleugner“ gibt es mittlerweile eine „schwarze Liste“. Heidi Cullen (Foto), Klima-Expertin des amerikanischen Weather Channel, forderte unlängst, dass man Meteorologen, die an der Rolle des Menschen bei der globalen Erwärmung zweifeln, die berufliche Zulassung entziehen solle.

Dirk Maxeiner hat in der Weltwoche einen hochinteressanten Artikel zu dieser unheilvollen Gleichschaltung der Gehirne verfasst.

Gleichschaltung des Wissens

Wissenschaftler, die an der Rolle des Menschen bei der globalen Erwärmung zweifeln, werden neuerdings als «Klimaleugner» abgekanzelt. Die Temperaturbehörde der Uno gebärdet sich als eine Art Wissensministerium.

Heidi Cullen ist die Klima-Expertin des amerikanischen «Weather Channel». Sie machte unlängst mit einer Forderung von sich reden: Meteorologen, die an der Rolle des Menschen bei der globalen Erwärmung zweifeln, solle die berufliche Zulassung entzogen werden. Letzte Woche war die attraktive Fernsehfrau dann bei der bekannten amerikanischen CNN-Fernsehshow «Larry King Live» zu Gast. Thema: «Could global warming kill us?» «Die Wissenschaft ist sehr solide», warf sie in die Diskussionsrunde ein. Ebenfalls im Studio war Richard S. Lindzen, Meteorologie-Professor am Massachussetts Institute of Technologie (MIT). Der vollbärtige Gelehrte gehört zu jenen Personen, die Heidi Cullen gerne mit einem Berufsverbot belegen würde: Lindzen findet, die Rolle des Kohlendioxid bei der Erwärmung der Erde werde weit überschätzt. Der Mann hat erstklassige wissenschaftliche Meriten und kann es sich erlauben, cool zu bleiben. Zuckersüss antwortete er: «Heidi sagt, die Wissenschaft sei solide, und ich kann sie gar nicht kritisieren, weil sie nämlich nie sagt, welche Wissenschaft sie eigentlich meint.» Er traf damit den Kern der gegenwärtigen Debatte. Es geht meist gar nicht um einzelne wissenschaftliche Fragen, sondern um ein allumspannendes Weltbild, für das ein angeblicher «Konsens» in Anspruch genommen wird.

«Wissenschaftsferner» Bericht

«Hoffentlich ist jetzt auch der letzte Zweifler überzeugt», ist auch im deutschsprachigen Raum einer der in den Medien am häufigsten formulierten Sätze, wenn es um den jüngsten Klimabericht des Uno-Klimagremiums (IPCC) geht. Es gibt offenbar ein starkes Bedürfnis nach totalem Konsens. Wobei sich zwei Fragen aufdrängen: Warum müssen die letzten Zweifler überhaupt überzeugt werden? Und vor allem: Wovon sollen sie überzeugt werden? Der IPCC-Bericht eignet sich eher nicht für die Festlegung endgültiger Gewissheiten. So wird für die Entwicklung der Globaltemperatur in den nächsten hundert Jahren eine Spanne von plus 1,1 Grad bis 6,4 Grad angegeben. Soll man nun von 1,1 Grad überzeugt sein, von 6,4 oder irgendwo dazwischen? Dass die Erde wärmer geworden ist, bezweifelt niemand. Das IPCC ist ferner der Meinung, dass Kohlendioxid daran den grössten Anteil hat. Die Unsicherheit in dieser Frage wird mit höchstens noch zehn Prozent eingeschätzt. Warum sollten also nicht auch zehn Prozent Zweifler erlaubt sein?

Das IPCC wurde 1988 nicht als Wahrheitsministerium gegründet, sondern als eine Organisation, die den weltweiten wissenschaftlichen Sachverstand in Sachen Klima bündeln soll. Es geht darum, die Forschungsergebnisse in der Literatur zu sammeln und für Politiker aufzubereiten. Den grössten Einfluss auf die Meinungsbildung hat die kurze Zusammenfassung «Summary for policymakers». Sie basiert auf den Arbeiten von 2500 Wissenschaftlern, wird aber Wort für Wort von hunderten Regierungsvertretern abgesegnet und verändert. Der Entstehungsprozess der «Summary for policymakers» ist im Grunde wissenschaftsfern. Auch ist die Auswahl der beteiligten Regierungsvertreter nicht unabhängig. Aber die Politik will es so.

Debatte nicht erwünscht

Das Wissen der Menschheit ist heute auf sehr viele Köpfe verteilt. Ein Problem nicht nur für die Politik, sondern auch für grosse Unternehmen. Doch während man dort im modernen Wissensmanagement mit gutem Grund auf den Wettbewerb der vielen Köpfe setzt und ihn stimuliert, verfolgt die Politik eine Kultur des Konsenses und des kleinsten gemeinsamen Nenners. Es geht auch um Absicherung: Falls sich eine Prognose in Zukunft als Irrtum herausstellt, kann man sich zumindest auf den seinerzeitigen wissenschaftlichen Sachstand berufen. Und das kann man eigentlich schon seit dem IPCC-Bericht 2001, der bereits in starken Worten den menschlichen Einfluss auf das Klima betonte. Im Grunde hat das Gremium seine Mission erfüllt.

Doch wie immer bei solchen Institutionen und Verfahren beginnen sie ein Eigenleben. Der IPCC-Vorsitzende Rajendra Pachauri spricht inzwischen wie der Chef einer Aktivisten-Gruppe, der die Öffentlichkeit «schockieren» möchte. Der Übergang von der wissenschaftlichen Beratung zur politischen pressure group ist fliessend. Die deutschen Klimaforscher Hans Joachim Schellnhuber und Stefan Rahmstorf, beide bewährte IPCC-Kader und tätig für das Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung, betrachten den Klimawandel als «Feuertaufe für die im Entstehen begriffene Weltgesellschaft». In einem Buch hegen sie sehr genaue Vorstellungen: «Im Grunde müssten sämtliche Planungsmassnahmen zu Raumordnung, Stadtentwicklung, Küstenschutz und Landschaftspflege unter einen obligatorischen Klimavorbehalt gestellt und durch geeignete Anhörungsverfahren zukunftsfähig gestaltet werden.»

Dissidente Meinungen sind, wann immer es um die Rettung der Welt geht, nie sehr willkommen. Der abgelöste Uno-Generalsekretär Kofi Annan sagte: «Die wenigen Skeptiker, die immer noch versuchen, Zweifel zu säen, sollten als das angesehen werden, was sie sind: aus dem Tritt, ohne Argumente und von gestern.» Und so geschieht plötzlich etwas, wofür der IPCC-Konsens eher nicht gedacht war: Er wird missbraucht, um die weitere wissenschaftliche Debatte abzuwürgen. Aus dem Konsens soll die Wahrheit werden. Wissen dient nicht mehr zur Findung des politischen Willens, sondern politischer Wille wird als Wissen inszeniert. Und dies funktioniert nur, wenn die Lufthoheit über das Thema monopolisiert werden kann. Eine Grundlage der Wissenschaft heisst aber: Alles darf kritisiert und angezweifelt werden. Wissen muss revidierbar bleiben. Der Zweifel ist das methodische Prinzip der gesamten modernen Naturwissenschaft. Und doch wird immer offener versucht, nicht auf der Konsenslinie des IPCC befindliche Gruppen und Wissenschaftler einzuschüchtern.

Der israelische Astrophysiker Nir Shaviv von der Universität in Jerusalem und Jan Veizer, der an den Universitäten in Bochum und Ottawa forscht, können ein Lied davon singen. Veizer wird von der Royal Society of Canada als einer der «kreativsten, innovativsten und produktivsten Geowissenschaftler der Welt» gerühmt und hat den hochdotierten Leibniz-Preis der deutschen Forschungsgemeinschaft zugesprochen bekommen. Veizer und Shaviv veröffentlichten in der Zeitschrift der Geological Society of America eine Studie, in der sie der kosmischen Strahlung eine grosse Rolle bei der Erderwärmung zuschreiben. Das wurde als Angriff auf die Bedeutung des anthropogenen Treibhauseffektes empfunden. Stefan Rahmstorf und 13 weitere prominente Klimaforscher, darunter der Schweizer Thomas Stocker, versandten eilig eine Pressemitteilung, in der sie die wissenschaftliche Integrität der Kollegen anzweifelten und ihre Untersuchung als «fragwürdig» und «unhaltbar» schmähten. «Ihr Schreiben beweist, dass sie nur in eine Kurzmeldung und nicht einmal die ganze Studie gelesen hatten», erinnert sich Shaviv an das merkwürdige wissenschaftliche Verfahren.

Zweifler zensurieren sich selbst

Der kurze Prozess für Zweifler kommt in Mode. Für Menschen mit dissidenter Meinung bemüht man inzwischen den Ausdruck «Leugner» – eine bewusste Anspielung auf Holocaust-Leugner. In der amerikanischen Zeitschrift Grist wurden für sie Verfahren «im Stil der Nürnberger Prozesse» gefordert. In der deutschen Tageszeitung berichtet ein Redaktor anerkennend von einer schwarzen «Liste mit 31 Namen», die unter deutschen Klimaforschern kursiere. Die Wissenschaftler der deutschen Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe, die im Regierungsauftrag den Entwurf des IPCC-Berichtes begutachteten und zu teilweise kritischen Einschätzungen kamen, wurden von der Tageszeitung deshalb der «amtlichen Lüge» bezichtigt. In Kalifornien wurde der Staatsanwalt in Marsch gesetzt, um herauszufinden, ob Richard Lindzen womöglich Kontakt mit der Autoindustrie habe. In England forderte die Royal Society ultimativ den Ölkonzern Exxon auf, keine Gelder mehr für Gruppen und Wissenschaftler zur Verfügung zu stellen, die Zweifel am herrschenden Klimadogma haben. Auch der Klimaforscher Stefan Rahmstorf bezichtigt Skeptiker der Nähe zu Wirtschaftsunternehmen (ausgerechnet in einer Publikation, die von der Münchner Rückversicherung finanziert wurde). Der deutsche Klimaforscher Hans von Storch, der fest von der globalen Erwärmung durch den Menschen überzeugt ist, wundert sich: «Wissenschaftler verfallen in einen Eifer, der geradezu an die Ära McCarthy erinnert.»

Wie überall gibt es unter den abweichenden Stimmen auch Spinner und Sektierer. Es gibt sicherlich auch von Interessen geleitete Auftragsforschung. Für den Sensationsjournalismus ist der Angriff auf die Person und die Präsentation von Schuldigen in jedem Fall höchst willkommen: So lässt sich das Klimathema skandalisieren. «Alle Skandale weisen totalitäre Züge auf», so der Kommunikationswissenschaftler Hans Mathias Kepplinger. «Sie zielen auf die Gleichschaltung aller, weil die öffentliche Abweichung einiger den Machtanspruch der Skandalisierer und ihrer Anhänger in Frage stellen würde.» Man habe es mit einer «demokratischen Variante von Schauprozessen» zu tun. Die Soziologen Sheldon Ungar und Dennis Bray beschreiben in einer Studie («Silencing Science») wie in kontroversen Diskussionen irgendwann der Punkt erreicht wird, an dem unter Wissenschaftlern und Journalisten ein Prozess des «self-silencing» einsetzt. In einer Umfrage unter 530 Klimaforschern in 27 Ländern, die Bray zusammen mit von Storch durchführte, war jeder Zehnte absolut überzeugt, dass der Klimawandel auf den Menschen zurückzuführen ist, und weitere 46 Prozent tendierten zu dieser Meinung. Beim Rest gab es mehr oder weniger starke Zweifel. Allerdings dürfte kaum einer davon bereit sein, diese auch öffentlich zu artikulieren. So kommt eine Spirale in Gang. Der 34-jährige Astrophysiker Nir Shaviv sagt: «Für junge Wissenschaftler, die noch für ihre Karriere kämpfen müssen, ist es viel schwerer, sich zu etablieren und einen Job zu finden, wenn sie gegen den Strom schwimmen.»

Zweifel am IPCC-Konsens wurden diesmal von unerwarteter Seite geschürt. So nennt der Bericht für den Anstieg des Meeresspiegels in den nächsten 100 Jahren eine Spanne von 18 bis 59 Zentimetern. Hans-Joachim Schellnhuber, nicht nur dem IPCC-Establishment, sondern auch der deutschen Bundeskanzlerin Angela Merkel als Klimaschutzbeauftragter eng verbunden, warnte die Öffentlichkeit stattdessen vor einem Anstieg um satte zwei Meter. Sein Institutskollege Stefan Rahmstorf, einer der Leitautoren des IPCC, assistierte mit einer neuen Studie in der Zeitschrift Science, der zufolge der Meeresspiegel entschieden schneller ansteigen könnte als dort niedergeschrieben. Die Meldung wurde exakt in die Abschlusswoche der Formulierung des Weltklimaberichtes platziert. Zweifel sind also erlaubt, allerdings nur, wenn es schlimmer kommen könnte.

» PI: BILD, Bush und die Klimawandel-Hysterie

(Spürnase: Michael L.)




Pflüger fordert „Willkommenskultur“ für moslemische Migranten

Nur noch als „völlig durchgeknallt“ kann man die jüngste Forderung des Berliner CDU-Fraktionschefs Friedbert Pflüger (Foto) nach einer „neuen Willkommenskultur gegenüber muslimischen Migranten“ charakterisieren. In einem verzweifelten Versuch, die linken und grünen Gutis als Noch-Besser-Mensch zu überholen, erklärt er uns, dass uns die moslemischen Zuwanderer mit „viel Unternehmergeist und Intelligenz“ bereichern und man nicht immer nur die Probleme mit der Migration sehen solle.

Der Berliner CDU-Fraktionschef Friedbert Pflüger hat eine neue „Willkommenskultur“ gegenüber muslimischen Migranten gefordert. Das Thema Zuwanderung dürfe nicht nur mit Problemen in Verbindung gebracht werden. „Migranten bringen viel Unternehmergeist und Intelligenz mit nach Deutschland“, sagte Pflüger am Donnerstagabend in der Konrad- Adenauer-Stiftung und erinnerte an die Arbeitsplätze, die beispielsweise durch mittelständische türkische Unternehmer geschaffen wurden. Außerdem sei es an der Zeit, die deutsche Staatsbürgerschaft nicht mehr ethnisch zu verstehen.

In der Diskussionsrunde zum Auftakt der internationalen Konferenz „Muslime als Staatsbürger“ forderte Pflüger das Erlernen der deutschen Sprache als Grundlage des gemeinsamen Zusammenlebens.

Zugleich bekräftigte Pflüger, dass er den Bau einer Moschee der Ahmadiyya-Gemeinde in Pankow ablehne. „Ich bin nicht gegen Moscheen in Berlin, aber diese Gemeinde ist eine Sekte, deren Mitglieder mit dem Stadtteil nichts zu tun haben“, sagte Pflüger.

In dem Punkt muss Pflüger noch an sich arbeiten. Was fällt ihm denn ein, die Ahmadiyya-Gemeinde nur als Problem zu betrachten? Aber ansonsten schwimmt er schon prima im selben Fahrwasser mit rot-grün, oder merkt noch jemand einen Unterschied?

Die ehemalige Integrationsbeauftragte der rot-grünen Bundesregierung, Marieluise Beck, beklagte die „irrationalen Ängste“ in der Bevölkerung mit Blick auf die Zuwanderung gerade von Muslimen.

Kein Wunder, dass die Hauptstadt-CDU mit solchen Führungsfiguren in die Bedeutungslosigkeit verschwunden ist.

» an Friedbert Pflüger

(Spürnase: spital8katz)




„Dialogpartner“ El-Zayat doch ein Muslimbruder?

ibrahim_el_zayat.jpgGegen den von der Bundeszentrale für politische Bildung (bpb) als „Integrationsexperte“ benannten Vorsitzenden der extremistischen Islamischen Gemeinschaft in Deutschland, Ibrahim El-Zayat (Foto), wird derzeit in Abwesenheit vor einem Kairoer Militärtribunal verhandelt. Ihm wird vorgeworfen, der radikal-islamistischen Muslimbruderschaft anzugehören und in Geldwäscheaktionen verwickelt zu sein. El-Zayet gehörte zu denen, die sich an der Klageflut gegen Udo Ulfkottes Buch „Der Krieg in unseren Städten“ beteiligten.

Ägyptische Sicherheitsbehörden verdächtigen den Präsidenten der Islamischen Gemeinschaft in Deutschland e.V. (IGD), Ibrahim El-Zayat, in Geldwäscheaktionen der radikal-islamistischen Muslimbruderschaft verwickelt zu sein. Ein Kairoer Militärtribunal soll nun in Abwesenheit gegen den deutschen Staatsbürger ein Urteil fällen. Darüber berichtet der in Wetzlar ansässige gemeinnützige christlich-jüdische Verein Pax Europa e.V. unter Berufung auf entsprechende jüngste Veröffentlichungen der Muslimbruderschaft in Kairo. Nach diesen Angaben nennt die Muslimbruderschaft den Namen von al-Zayat in Zusammenhang mit mehreren Dutzend ihrer Mitglieder, denen ägyptische Sicherheitsbehörden Geldwäsche und/oder Terrorunterstützung vorwerfen. Ibrahim El-Zayat, dessen Vorfahren aus Ägypten stammen, hatte in der Vergangenheit vor deutschen Gerichten stets bestritten, der Muslimbruderschaft anzugehören. Nun bezeichnet die Kairoer Muslimbruderschaft Ibrahim Farouk El-Zayat auf ihrer Homepage selbst ausdrücklich als Mitglied. Die Bundeszentrale für Politische Bildung hatte El-Zayat, der in deutschen Medien als Ansprechpartner für Islamfragen gilt und in vielen islamischen Organisationen tätig ist, in der Vergangenheit als „Experten für Integrationsfragen“ empfohlen.

Dr. Udo Ulfkotte, der Vorsitzende von Pax Europa, kündigte gegenüber dpa an, wegen des Verdachts von Falschaussagen vor deutschen Gerichten Strafanzeige gegen den IGD-Präsidenten Ibrahim al-Zayat zu stellen. Die IGD war über den Zentralrat der Muslime auch bei Schäubles Islamkonferenz in Berlin vertreten…

» Gudrun Eussner: Wen Sabine Christiansen in ihre Talkshow einlädt
» Bürgerbewegungen: Millionen für den Terror?
» PI: Der unglaubliche Fall Udo Ulfkotte




Österreichs Jugend: Kein Interesse an Multikulti

Zum ersten Mal wurden österreichische Jugendliche zwischen elf und 18 Jahren befragt, wie sie ihr multikulturelles Miteinander mit gleichaltrigen Türkischstämmigen erleben. Herausgekommen ist, dass man wenig miteinander zu schaffen hat und auch keinen Wert darauf legt. Die gleichgültige Toleranz des Anders-Seins endet allerdings da, owo es um die Gleichstellung der Frau geht. Knapp 80% der Befragten sehen hier Defizite und beweisen damit erheblich mehr gesunden Menschenverstand als ihre erwachsenen Zeitgenossen.

Gleichgültiges Nebeneinander statt Multi-Kulti: Österreichische Jugendliche haben kaum Kontakt mit gleichaltrigen Türken und wissen wenig über deren Alltag und Kultur. Gleichzeitig tolerieren sie das „Anders-Sein“ der türkischen Jugend, solange sie dadurch westliche Werte wie individuelle Freiheit und Gleichberechtigung nicht angegriffen sehen. Das ist, knapp zusammengefasst, das Ergebnis der neuen „elf/18“-Jugendstudie, die das Wiener Institut für Jugendkulturforschung durchgeführt hat. (…)

Vor allem die große Bedeutung, die Religion im Leben der türkischen Jugendlichen hat, wird von den befragten 11- bis 18-Jährigen als „anders“ empfunden. (siehe Grafik). Sechs von zehn Befragten finden, dass die jungen Türken eine andere Einstellung zur Gleichberechtigung der Frau haben. Unterschiede orten viele auch in den Wertvorstellungen und im Kleidungsstil.

Mit diesem „Anders-Sein“ haben die meisten kein Problem. Die Toleranz endet jedoch dort, wo es um die Rolle der Frau geht: 77,9 % jener, die die türkische Einstellung als „anders“ empfinden, fordern, dass junge Türken ihre Einstellung zur Gleichberechtigung der Frau an die westlichen Werte anpassen sollten. „Das ist ein verblüffendes Ergebnis, dass sich die Jugendlichen so klar positionieren“, sagt Großegger. Und zwar quer durch die Bank: Ob Mädchen oder Bub, Lehrling oder AHS-Schüler, aus einem kleinen Ort oder einer großen Stadt: Der Stellenwert der Frau in der Gesellschaft hat für alle Jugendlichen großen Symbolwert. „Da geht es um Grundwerte der westlichen Gesellschaft wie individuelle Freiheit, die die Jugendlichen angegriffen sehen“.

Rund die Hälfte der Jugendlichen fordert außerdem, dass die jungen Türken eine liberalere Einstellung zur Sexualität annehmen, etwa im Bereich der sexuellen Selbstbestimmung der Frau. Zwei Drittel der Befragten finden, dass die türkischen Jugendlichen auch ihre Umgangsformen anpassen sollten. So empfinden viele lautes Gehabe türkischer Gruppen als unpassend. (…)

Clemens H. meint: Eine interessante Studie, die endlich mal klar stellt: Niemand will Multi-Kulti. In Deutschland würde sie bestimmt noch ausgeprägter ausfallen.

(Spürnase: Clemens H.)




Biosprit: Mehr Fluch als Segen

Biosprit hat ein gutes Image. Er wird aus nachwachsenden Rohstoffen hergestellt, der Anbau boomt und die Nachfrage steigt. Wer ihn nicht will, hat auch keine Chance, denn gutmenschliche Klimaschützer haben längst die Zwangsbeimischung beschlossen. Biodiesel soll uns unabhängiger von fossilen Brennstoffen machen und die für die Herstellung benötigten Pflanzen sollen nebenbei den „Klimakiller“ Kohlendioxid einfangen. Anders gesagt: Biokraftstoff soll uns ein rundherum gutes Gewissen verschaffen.

Warum das nicht so ist, erklärt der Direktor für Handel und Landwirtschaft bei der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) in Paris, Stefan Tangermann im Zeit-Interview.

DIE ZEIT: Herr Tangermann, die Herstellung von Biosprit boomt. Kraftstoff vom Acker gilt als klimafreundlich und als sinnvolle Alternative angesichts der wachsenden Risiken der Energieversorgung. Sind die Hoffnungen berechtigt?

Stefan Tangermann: Ich kann verstehen, dass vor allem in den reichen Ländern solche Hoffnungen keimen. Allerdings dürfen wir doch, auch wenn es um die Sicherung der Energieversorgung geht, die wirtschaftliche Logik nicht ganz vergessen. In vielen Ländern der Welt, in der EU und weitgehend auch in den USA, ist Kraftstoff aus landwirtschaftlichen Produkten nach wie vor deutlich teurer als solcher aus Erdöl.

ZEIT: Warum wird Biosprit trotzdem gefordert und gefördert?

Tangermann: Nach meinem Eindruck stehen drei Motive dahinter. Erstens der Glaube, Biosprit sei gut für die Umwelt. Zweitens die Hoffnung, der Kraftstoff vom Acker könne die Abhängigkeit von Ölimporten aus unsicheren Ländern mindern. Und drittens natürlich die Möglichkeit, den Landwirten etwas Gutes zu tun.

ZEIT: Sind Biokraftstoffe trotzdem ein probates Mittel gegen die Erderwärmung?

Tangermann: Nicht in dem Maße, wie viele glauben. Es wird nämlich gerne vergessen, dass für die landwirtschaftliche Produktion eine Menge fossiler Energie verwendet wird, für die Herstellung von Dünger und Pflanzenschutzmitteln zum Beispiel. Hinzu kommt die Energie zur Weiterverarbeitung der landwirtschaftlichen Rohstoffe. Unterm Strich werden in Europa oft rund 80 Prozent der gewonnenen Bioenergie vorher in Form fossiler Energie investiert. Diese Bilanz ist mehr als ernüchternd. (…)

ZEIT: Dafür kann in den tropischen Ländern der Regenwald ein Opfer der Spritproduktion werden.

Tangermann: Ausgeschlossen ist das nicht. Unsere Analysen zeigen, dass in Brasilien tatsächlich die Agrarproduktion den Regenwald weiter zu verdrängen droht. Allerdings ist der Zuckerrohranbau für Biosprit weniger bedrohlich als die wachsende Sojaproduktion, die mit unserem Fleischkonsum zusammenhängt.

ZEIT: In Mexiko sind die Tortillapreise gestiegen, was mit der Maisnachfrage amerikanischer Ethanolproduzenten zu tun haben soll. Treibt der Biosprit-Boom den Preis des Grundnahrungsmittels?

Tangermann: Zweifellos. Indem wir landwirtschaftliche Rohstoffe indirekt in die Tanks unserer Autos füllen, haben es die Menschen, die ohnehin arm dran sind, schwerer, ihre Nahrungsmittel zu kaufen. Die Situation in Mexiko, wo jetzt heftige Demonstrationen stattfinden, ist entstanden, weil in den USA mehr Mais gekauft wird, um Biosprit zu produzieren.

ZEIT: Je mehr Ethanol und Biodiesel produziert werden…

Tangermann: …desto unerfreulicher werden die Begleiterscheinungen. Wenn mehr landwirtschaftliche Rohstoffe nicht in die Nahrungsmittel-, sondern in die Energieherstellung geschleust werden, treibt das die Preise. Mehr Mais im Tank bedeutet mehr Hungernde in den Entwicklungsländern. (…)

ZEIT: Indirekt sagen Sie, Biosprit sei eher Fluch als Segen

Tangermann: Jedenfalls der, der aus landwirtschaftlichen Rohstoffen gewonnen wird, die auch die Grundlage von Nahrungsmitteln sind. Diesen Biosprit zu subventionieren oder den Verbrauchern aufzuzwingen halte ich für einen Irrweg. Als sinnvoller könnte sich eines Tages erweisen, was Fachleute Biokraftstoff der zweiten Generation nennen. Er wird aus landwirtschaftlichen Abfallprodukten gewonnen – und ist in zehn Jahren konkurrenzfähig. Vielleicht.

Unsere Spürnase meint: Ist das nicht „herrlich“? Während andere immer weniger zu Essen haben, können sich die Jünger der Church of Global Warming ein gutes Gewissen kaufen.

(Spürnase: Freewheelin )




Serap Cileli fordert härtere Kopftuch-Regeln in Deutschland

Die WDR-Sendung „Frau TV“ beschäftigte sich am 7. Februar in kritischerweise mit dem Tragen des Kopftuches in Deutschland. In der Sendung kommt auch die Schriftstellerin und Kämpferin gegen ein Tolerieren von Menschenrechtsverletzungen im Islam, Serap Cileli, zu Wort, die noch einmal betont, dass das Kopftuch kein religiöses, sondern ein politisches Symbol ist.

Das Klima in Deutschland, so Cileli, habe sich in den letzten Jahren verschärft. Dies werde unter anderem dadurch deutlich, dass immer mehr Migrantinnen – vor allem bei öffentlichen Veranstaltungen – mit Kopftuch erscheinen und auch sogar Kinder dazu genötigt werden, in der Schule ein Kopftuch zu tragen. „Die Lehrkräfte sollten dieser Entwicklung mutig entgegentreten“, so Cileli, und die Politiker sollten alles dafür tun, dass das Kopftuch, das 1979 mit der Khomeni-Revolution als politische Waffe nach Europa importiert wurde, sowohl für Lehrerinnen als auch für Schülerinnen verboten wird. „Wir brauchen härtere Regeln im Umgang mit dem Kopftuch.“

Hier das Video der WDR-Sendung:

» PI: Santanchè: „Hinter dem Kopftuch steckt eine totalitäre Ideologie“