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Sigmar Gabriel: Klimakiller statt Umweltengel

In Zeiten der Klimahysterie und des drohenden Weltuntergangs aufgrund der Nutzung von Brennstoffen aller Art schlägt die Stunde der Scheinheiligen und Heuchler. Wie steht man als Umweltengel sauber da, auch wenn man keiner ist? Diese Frage trieb Sigmar Gabriel (Foto) um, der als Bundesumweltminister natürlich ein besonderes Glaubwürdigkeitsproblem hat, wenn sein Ministerium exakt den Spritsäufer-Fuhrpark betreibt, den er bei anderen verdammt und verurteilt. Und was macht so ein ertappter, unglaubwürdiger Doppelmoralist? Er kauft sich frei. Natürlich nicht mit seinem Geld, sondern dem der Steuerzahler.

Nicht wir sagen, Sigmar Gabriel sei ein Klimakiller. Greenpeace sagt das. Denn wenn Greenpeace CO2 quasi wie ein hochgradig tödliches Giftgas einstuft, ist logischer Weise jeder, der CO2 freisetzt, ein Klimakiller. Und ausgerechnet solch ein Klimakiller ist für den Erhalt des Klimas in der Bundesrepublik und der Welt zuständig. Gleichzeitig ist der oberste Umwelthüter auch für sein eigenes Ansehen auf dem lukrativen Pöstchen des Bundesumweltministers zuständig. Und hier entsteht der Interessenskonflikt, den unser CO2-Emissionsminister versucht auf elegante Weise vor der Öffentlichkeit zu verbergen:

Bundesumweltminister Sigmar Gabriel will beim Umweltschutz mit gutem Beispiel vorangehen: Die Regierung wolle in Zukunft Ausgleichzahlungen für Kohlendioxid-Emissionen leisten, die durch Dienstreisen aller Mitarbeiter entstehen. (11.02.2007, 11:52 Uhr)

„Am Ende wird man sagen können, die Regierung arbeitet klimaneutral“, sagte er der „Bild am Sonntag“. Sein eigenes Ministerium werde die Vorreiterrolle übernehmen. Dort werde „künftig errechnet, wie viel Kohlendioxid durch die Dienstreisen aller Mitarbeiter – ob mit Auto, Flugzeug oder Hubschrauber – entsteht“, sagte Gabriel. „Am Ende des Jahres wird dann zusammengezählt. Dann wird ermittelt, wie viel Geld in Entwicklungsländern zur Minderung von CO2-Emissionen investiert werden muss, um die durch mein Ministerium verursachte Klimabelastung auszugleichen.“

1. Ist der CO2-Ausstoß erst einmal erfolgt, ist das Klima bereits (vielleicht sogar irreparabel ? ) geschädigt.

2. Keine noch so hohe „Ausgleichszahlung“ kann das je wieder gut machen. So wenig wie man mit Geld einen Mord (siehe Greenpeace – CO2 kills) ungeschehen machen kann.

3. Warum übernimmt das Bundesumweltministerium keine Vorreiterrolle, und schränkt motorisierte Dienstreisen massiv ein ? Ist der Bundesumweltminister mit dem Umgang von Telefon, Foto-Handy, Internet und Online-Konferenzen nicht vertraut, die persönliche Präsenz überflüssig machen können ?

4. Mit wessen Geld kauft sich eigentlich Gabriel und sein Ministerium ein reines Gewissen und eine saubere Ökoweste ? „wird ermittelt, wie viel Geld in Entwicklungsländern zur Minderung von CO2-Emissionen investiert werden muss, um die durch mein Ministerium verursachte Klimabelastung auszugleichen„. Natürlich meint Gabriel damit nicht seine Privatschatulle, obwohl der Umweltschaden durch die Umwelt killende (siehe Greenpeace) Dienstreisepraxis des Gabriel-Ministeriums persönlich zu verantworten ist.

5. Warum müssen unschuldige Steuerzahler finanziell dafür büßen, was Gabriel der Umwelt antut (sie killt, gemäß Greenpeace) ?

„Ich werde vorschlagen, diese Regelung für die gesamte Bundesregierung zu übernehmen. Angela Merkel findet die Idee sehr gut und unterstützt sie“, sagte Gabriel weiter. Die Kosten für die Reform in seinem Ministerium beliefen sich seiner Einschätzung nach auf etwa 100.000 Euro. Diese Summe solle „aus dem laufenden Verwaltungsetat herausgeschnitten“ werden. Finanzminister Peer Steinbrück (SPD) habe bereits zugesagt, die rechtlichen Grundlagen zu schaffen, damit Haushaltsmittel für diesen Zweck eingesetzt werden dürfen.

co2_greenpeace.jpg6. Damit Gabriels Klimabeerdigungsministerium (sinngemäß Greenpeace) weiterhin voll funktionsfähig bleibt, dürfte der Etat des Bundesumweltministerium wohl um die Summe aufgestockt werden, die Klimakiller (=> Greenpeace) Gabriel zweckentfremdet um seine Öko-Weste rein zu halten. Dabei wäre die Lösung so einfach. Fehlen dem Ökö-Ministerium finanzielle Mittel, erfüllt es seine Funktion nicht mehr. Ein Ministerium das nicht funktioniert, braucht man nicht. Man kann es abschaffen. Das spart Steuergelder und rettet das Weltklima. Natürlich sind wir alle Klimakiller, sobald wir auch nur ein Streichholz anzünden oder ein Kaminfeuer entfachen, gemäß Greenpeace-Logik. Doch so wie von einem Papst die Einhaltung des Zölibats erwartet wird, muß man bei einem Umweltminister größtmögliche Enthaltsamkeit bei der Verwendung von Brennstoffen aller Art erwarten.

Gabriel kann jedoch mit dem Papst nicht mithalten in Puncto Glaubwürdigkeit, denn…

Auch privat will Gabriel eine Entschädigung zahlen. „Wenn ich in diesem Sommer in den Urlaub fliegen sollte, werde ich mich vorher bei www.atmosfair.de anmelden und eine Ausgleichszahlung für meine Flugkilometer zahlen“, sagte der Minister. „Das kann jeder Bürger so machen. Die Flüge sind heute ja oft so billig, dass die Ausgleichzahlung für das Klima zumutbar erscheint.“

Bei Gabriel ist schlicht kein Wille erkennbar, den Klimakollaps zu verhindern. Nicht mal auf private Flugreisen will der Mann verzichten, sondern Ablaß zahlen für seine Klimasünden, pardon, sein Klima-Killing (so sieht es Greenpeace).

a) fällt einem mit Steuergeldern satturierten Minister die klimarelevante Ablaßsumme sicher leicht, im Gegensatz zu machem Kleinverdiener
b) verlagert Gabriel die dringende Aufgabe das Weltklima zu retten schnöde auf irgend wen in der 3. Welt, der das leisten soll, worauf Gabriel offensichtlich keinen Bock hat.

Gabriels Öko-Ablaß mit zwangskassiertem Steuergeld hat zugleich Beichtcharakter. Daß die Erde zum Sauna-Planeten mutiert, ist schon lange kein Geheimnis mehr. Trotzdem fällt Gabriel erst jetzt, nach dem IPCC-Bericht ein, daß die motorisierten Dienstreisen nicht zum Image eines Umweltministers passen.

Gabriel ist hierbei kein Einzelfall, sondern Regel. Besonders die Umweltheiligen von Rot-Grün sind begeisterte Spritkarossenfahrer (Greenpeace würde sagen: Klimakiller).

Dienstwagen unter Rot-Grün immer durstiger

Berlin, 15. Februar 2005 – Der Benzindurst von Dienstfahrzeugen der Bundesregierung hat nach Informationen von SPIEGEL ONLINE unter Rot-Grün deutlich zugenommen. Laut Antwort der Regierung auf eine Kleine Anfrage des FDP-Abgeordneten Volker Wissing hat sich der durchschnittliche Spritverbrauch ihrer Autos mit Otto-Motor von 10,99 Litern pro 100 Kilometern im Jahr 1998 auf 11,84 Liter in 2004 erhöht.

Ein Grund dafür ist der Drang zu immer stärker Fahrzeugen. Lag die durchschnittliche Motorleistung von neu angeschafften PKW im Jahr 1998 noch bei etwa 120 PS (88 KW), beträgt sie nun 170 PS (123 KW). Unter den insgesamt mehr als 25.000 Fahrzeugen der bundeseigenen Flotte sind lediglich drei sogenannte Drei-Liter-Autos. „Eine Verwendungsbreite dieser Fahrzeuge innerhalb der Aufgaben der Bundesverwaltung ist nicht gegeben“, heißt es in der Antwort der Regierung.

Auch das Nachrüsten von Dieselfahrzeugen mit dem von Umweltminister Jürgen Trittin (Bündnis 90/Grüne) propagierten Partikelfilter sei wegen der „kurzen Austauschzeiten“ von Behördenfahrzeugen „im Allgemeinen nicht vorgesehen“. Insgesamt gaben die Bundesregierung und deren nachgeordnete Behörden im vergangenen Jahr mehr als 42 Millionen Euro für neue Dienstfahrzeuge aus. 1998 waren es lediglich 1,6 Millionen Euro.

Man erinnert sich auch an begeisterte, umweltbewußte Vielflieger (Klimakiller gemäß Greenpeace) wie Rezzo Schlau und Cem Özdemir, die viel zu milde lediglich an den Pranger kamen wegen Bonusmeilen für Thailand-Flüge und Paris-Sause. Köstlich auch das Gespann Trittin und Künast, die einen Dienstjet der Bundeswehr leer über den Atlantik fliegen lassen wollten, um ihnen im Amazonasgebiet das Sightseeing zu ermöglichen. Dieses Klima-Killing flog vorzeitig auf, und die Ökoheiligen beorderten den Flieger nach dem Start wieder zurück nach Deutschland.

Von den Medien haben unsere Öko-Scheinheiligen dennoch wenig zu befürchten. Dort hocken ganz überwiegend Leute die auch gern fliegen und verpönte Spritsäufer-Mobile fahren. Dankbar werden ökofromme Gutverdiener das Vorbild des Klimakillers (Definition Greenpeace) Gabriel aufnehmen, und sich ökomäßiges Wohlgefühl kaufen, aber keinesfalls auf den gewohnten climate-killing Lebensstil verzichten.

Halt – stimmt nicht ganz. Dort wo es so richtig weh tut, achtet auch Umweltminister Gabriel auf die Umwelt, und bringt persönliche, schmerzhafteste Opfer:

Ich habe mir angewöhnt, beim Fernseher und am Computer immer den Stecker zu ziehen, anstatt die Geräte auf Stand-by-Modus laufen zu lassen. Das spart viel Energie und CO2.




Mina Ahadi gründet „Zentralrat der Ex-Muslime“ in Köln

Die aus dem Iran stammende Menschenrechtsaktivistin Mina Ahadi (Foto) hat zusammen mit ca. 30 anderen früheren Muslimen in Köln einen „Zentralrat der Ex-Muslime“ gegründet. „Ich wurde zufällig in eine muslimische Familie geboren und habe mich entschieden, nicht Muslima zu sein,“ sagte Ahadi. Der Zentralrat wird von der atheistisch orientierten Giordano-Bruno-Stiftung unterstützt, die eine dezidiert religionskritische Ausrichtung vertritt. Im Islam steht auf die Abkehr vom muslimischen Glauben die Todesstrafe.

(Spürnase: Nicolas H.)




Sarkozy ergreift Partei für linkes Satiremagazin Charlie Hebdo

Wie PI berichtete, haben Moslemorganisationen in Frankreich das Satiremagazin Charlie Hebdo wegen „öffentlicher Beleidigung einer Religion“ verklagt, weil die Zeitschrift die Mohammed-Karikaturen und noch ein bisschen mehr veröffentlicht hatte. Nun formiert sich die Unterstützerszene des linken Blattes und mit dabei ist der konservative Präsidentschaftskandidat Nicolas Sarkozy. Sarkozys Solidaritätsschreiben ist mit dem Briefkopf seiner Präsidentschafts-Wahlkampagne versehen.

Sarkozy sagte, „Muslime, die sich verletzt fühlten, müssten verstehen, dass die französische Republik eine Tradition habe, zu der die Karikatur und die Kritik gehörten.“ Er sei nicht bereit, daran etwas zu ändern.

Die linke Zeitung „Liberation“ druckte am Mittwoch zum Prozessauftakt die umstrittenen Karikaturen erneut ab und öffnete ihre Seiten den Zeichnern und Autoren von „Charlie Hebdo“. Mehr als 100 Intellektuelle, Politiker und Schriftsteller unterzeichneten eine Petition. „Wenn ‚Charlie Hebdo‘ verurteilt wird und die Selbstzensur Recht wird, dann verlieren wir Frankreich als sicheren Hafen des freien Wortes“, heißt es darin.

Der zentrumsliberale Präsidentschaftskandidat Francois Bayrou und Sozialistenchef Francois Hollande werden außerdem als Zeugen im Prozess auftreten. Unerwartete Rückendeckung erhielt das Blatt vom Präsidentschaftsanwärter der Konservativen, von Innenminister Nicolas Sarkozy. Der hat zum Prozessauftakt extra einen Brief verlesen lassen. Im Namen der Freiheit könne man über alles lachen, heißt es da, und weiter: „Ich bevorzuge den Exzess der Karikatur gegenüber jeglichem Fehlen von Karikaturen!“ Das löste Ärger aus: Der nationale muslimische Dachverband kam zu einer Sondersitzung zusammen und protestierte gegen die „Politisierung“ des Prozesses.

Und der angeblich gemäßigte Rektor der Pariser Moschee, Dalil Boubakeur, beschimpft im französischen Fernsehen regelmäßig den Charlie-Hebdo-Chefredakteur heftig.

(Spürnase: Leg pat nost )




Münchner Sicherheitskonferenz: Putin wie Chruschtschow

Fast schon legendär ist die erregte Rede des früheren sowjetischen Staatschefs Nikita Sergejewitsch Chruschtschow auf der 15. UNO-Vollversammlung 1960, als er mit seinem berühmt gewordenen Hämmern seines Schuhs auf den Tisch für großes Aufsehen sorgte. Es scheint, als ob ihm der russische Präsident Wladimir Putin mit seinem gestrigen Auftritt auf der Münchner Sicherheitskonferenz nacheifern wollte.

Zwar ließ Putin seine Schuhe an, aber (als erster russischer Gast) rechnete er auf der Sicherheitskonferenz wie zu Zeiten des Kalten Krieges in harscher Form mit der Politik von US-Präsident Bush ab. In nahezu allen wichtigen Fragen nahm Putin gegensätzliche Positionen zum Westen ein. Dem amerikanischen Präsidenten warf er vor, die Welt unsicherer gemacht zu haben, das Völkerrecht zu missachten und politische Lösungen unmöglich zu machen. Die Politik der USA würde das Wettrüsten von Staaten, die nach Atomwaffen streben, anstacheln. Russland habe es außerdem satt, sich ständig Demokratie von denen predigen zu lasen, die eine monopolare Weltordnung anstrebten.

Der russische Präsident ging am Samstag auf der Sicherheitskonferenz in München unerwartet hart mit Washington ins Gericht: Die zunehmende Verachtung fundamentaler Grundsätze des Völkerrechts beschleunige das Wettrüsten, die monopolare Welt habe sich nicht bewährt. Seit dem Ende des Kalten Krieges gebe es mehr bewaffnete Konflikte und weit mehr Tote als zuvor, sagte Wladimir Putin. Der Versuch der USA, Probleme einseitig zu lösen, habe andere menschliche Tragödien ausgelöst – der Präsident spielte damit unverhohlen auf das US-Engagement im Irak an. Die Anwendung von Gewalt dürfe jedoch nur das letzte Mittel sein und könne allein von den Vereinten Nationen legitimiert werden, fügte er hinzu. Weder die Nato noch die Europäische Union könnten diese Legitimation durch eigene Beschlüsse ersetzen.

Deutliche Worte gab es auch zum Thema Energiepolitik, wo Russland sich jegliche Einmischung von außen verbat, und zum Kosovo. Die UNO strebt ja bekanntlich eine weitgehende Unabhängigkeit des Kosovo von Serbien an, ein irrsinniges Bestreben, dem Serbien verständlicherweise unmöglich zustimmen kann

Putins großer Auftritt in München war eine Art Rückmeldung Russlands als Weltmacht. Anklänge hatte es in den vergangenen Monaten wiederholt gegeben: So wurde zum Beispiel öffentlich angekündigt, dem von Washington zur „Achse des Bösen“ gezählten Iran Waffen zu liefern. Unbotmäßigen kleineren Nachbarn wie der Ukraine und Weißrussland wird zuweilen die Energiezufuhr abgeschnitten. Eine positive wirtschaftliche Entwicklung unterstützt den neuen russischen Kurs, der ausdrücklich Schluss mit der alleinigen Supermachtrolle der USA machen will. Nato-Generalsekretär Jaap de Hoop Scheffer äußerte sich offen „enttäuscht“ über die aggressiven Ausführungen Putins. Die Rede des russischen Präsidenten sei „nicht hilfreich“ gewesen. Auf Kritik Putins an der erweiterten Nato sagte der Niederländer: „Es gibt keine Nato-Erweiterung in einem aggressiven Sinn, nicht so, dass dies gegen irgend jemand gerichtet ist.“Der mögliche republikanische US-Präsidentschaftskandidat John McCain äußerte ebenfalls seine Sorge über den neuen harten russischen Kurs. Er befürchte, Moskau werde noch mehr Druck als ohnehin schon über die Energiepolitik ausüben. McCain widersprach der Ansicht Putins, die Welt sei monopolar. Im übrigen hätten die USA nicht allein den Kalten Krieg gewonnen. Es dürfe „kein Platz mehr für sinnlose Konfrontationen sein“, fügte er hinzu.

Leider aber dürfte der Aufruf der israelischen Außenministerin Zipi Livni, die internationale Staatengemeinschaft möge ihre Streitigkeiten beenden und den Iran in seinen Bestrebungen zur Entwicklung von Atomwaffen stoppen, ungestört verhallen.

Interessant sind übrigens die vielen Putin-Befürworter im Kommentar-Bereich bei Focus, die geradezu entzückt sind über dessen Abrechnung mit Bush.

(Spürnase: b. jellyfish)




Multikulti behauptet Toleranz, praktiziert aber Vernachlässigung

thomas_kielinger.jpgDer London-Korrespondent der Welt, Thomas Kielinger (Foto), hat auf Deutschlandradio in einem hervorragenden Kommentar unter erläutert, warum eine falsch verstandene Toleranz den radikalen Islamismus befördert. Die mit einer Menge Geld geförderten angeblichen Integrationsmaßnahmen sind in Wahrheit nichts anderes sind als eine Pflege der Sonderstellung von moslemischen Einwanderern, eine Zementierung ihres Andersseins.

Die Alternativgesellschaft in unserer Mitte: Falsch verstandene Toleranz hat den radikalen Islamismus mit befördert

Ein kultureller Scheideweg ist in Europa erreicht. Falsch praktizierte Toleranz, unter der Fahne des Multikulturalismus, hat dazu geführt, dass Einwanderergruppen, statt sich zu integrieren, immer stärker die Merkmale ihrer Andersartigkeit haben hervorkehren können. Sie werden als Neubürger demokratischer Staaten begrüßt, aber als Repräsentanten fremder Kulturen gehätschelt, ganz offiziell. „Vielfalt“ lautet das Stichwort, wir wollen kulturelle Vielfalt zelebrieren! Das hat den Multikulturalismus zu einer Ideologie erhoben, und deren Folgen ernten wir jetzt, Tag für Tag.

Wenn demokratische Gesellschaften es versäumen, das einigende Band ihrer Grundlagen zu betonen, wenn sie Vielfalt sagen, statt Brücken zu bauen über all diese vielfältig unterschiedlichen Gruppen hinweg, dann fördern sie geradezu das Entstehen von Parallel-, von Alternativgesellschaften. Multikulturalismus heißt ja auch: Lasst uns nicht so genau hinschauen, was da unter dem Deckmantel der Vielfalt alles entsteht, es gehört sich nicht, unsere Nase in anderer Leute Sitten zu stecken, das wäre rüde, unhöflich, unstatthaft.

Der Rechtsstaat aber steckt seine Nase allemal in unser Leben, insofern er Regeln abverlangt, die einzuhalten nötig sind, damit das friedliche Gemeinwesen zum Vorteil aller gedeihen kann. Wer demgegenüber das ideologische Argument der Multikulturalität hervorkehrt, vertritt in Wahrheit ein Sich-nicht-kümmern, ein gezieltes Hinwegsehen. Er behauptet Toleranz aber praktiziert Vernachlässigung – Vernachlässigung der Grundlagen einer mit sich und ihrer kulturellen Prägung vertrauten Gemeinschaft.

Wozu solche Gewohnheiten führen, erlebe ich hautnah in dem Land, in dem ich wohne, in Großbritannien. Hier hat die Ideologie der Vielfalt geradezu Triumphe erzielt. Steuergelder, Fördermaßnahmen wurden jahrelang gezielt in die einzelnen ethnischen Gemeinschaften gelenkt, damit diese ihre Sonderstellung pflegen konnten anstatt alle Anstrengungen darauf zu lenken, sich so schnell wie möglich in die Gastkultur zu integrieren, in der sie doch voran kommen wollen.

Da aber liegt der Has’ im Pfeffer: Wollen sie es wirklich, müssen sie es, wo so viel staatliche Sorgfalt auf ihre Vielfalt gelegt wird? Unsummen geben die britischen Kommunen allein schon für ihre Sprachdienste aus, die den Neuankömmlingen die Notwendigkeit, rasch Englisch zu lernen, abnehmen, indem sie ihnen alles zum Alltag Nötige in ihrer Heimatsprache erläutern. In dem Stadtteil Londons, in dem ich lebe, auf arabisch, armenisch, assyrisch, bengali, farsi, gujerati, hindi, punjabi, somali, tamil und urdu. Warum sollen sich diese Gruppen integrieren, wenn es ihnen leicht gemacht wird, in ihrem jeweiligen Sprachgetto zu bleiben? Wenn Frauen voll im Burka verschleiert oder im Niqab, wo man nichts als den Augenschlitz sieht, in den Straßen etwa von Birmingham gehen als sei es das pakistanische Peschawar oder das somalische Mogadischu?

Kein Wunder, dass vor allem unter moslemischen Jugendlichen das Gefühl entsteht, sie seien isoliert, gehörten nicht recht zur heimischen Gesellschaft. In Wirklichkeit sind sie Opfer einer Selbstisolierung, aus der sie sich oft nur glauben befreien zu können, indem sie ihren Hass pflegen auf die Kultur der heimischen Mehrheit. Von der sich abzuheben, wird zum Hauptziel ihrer Existenz, deren Grundlagen abzulehnen zum Credo ihrer Radikalität. Kommt dann noch eine Beschwerde hinzu wie der Krieg im Irak, glauben sie alle Argumente auf ihrer Seite zu haben, die westliche Gesellschaft nicht nur zu hassen und abzulehnen sondern sie geradezu zu bekämpfen.

Einer jüngsten Umfrage zufolge würden es 37 Prozent aller britischen Moslems im Alter zwischen 16 und 24 Jahren vorziehen, unter den Gesetzen der Scharia zu leben statt denen des Rechtsstaates. Die Scharia zum Beispiel bestraft Ehebruch mit dem Tode. Der gleiche Prozentsatz der Befragten, also mehr als ein Drittel, würde die Todesstrafe auch begrüßen für Moslems, die zu einem anderen Glauben konvertieren. Fürwahr, der Kampf der Kulturen inmitten dieser Gesellschaft ist bereits weit fortgeschritten. In dem Video-Laden in Birmingham, wo einer der neun in der vorigen Woche festgenommenen mutmaßlichen Terroristen arbeitete, fand man einen Film, der den Kampf gegen die Ungläubigen verherrlicht unter dem Motto: „Oh Allah, zerreiß sie in Stücke“.

Dass im Irak tausende unschuldiger Moslems von moslemischen Terroristen per Sprengstoffattentat in Stücke gerissen werden, geht nicht in die Köpfe der kampfbereiten jungen Islamisten. Sie leben in grundsätzlicher Feindschaft zum Westen, geschürt im Schutz einer falsch verstandenen Politik, die Vielfalt sagt aber Vernachlässigung meint, die Multikulturalität betont statt alles daran zu setzen, an der Basis des Zusammenleben zu arbeiten. Sind wir im Westen rechtzeitig aufgewacht – oder kommt das Aufwachen bereits zu spät?

Wir fürchten, das Aufwachen kommt zu spät. Inzwischen wünschen sich drei Viertel der jungen britischen Moslems verschleierte Frauen, bei den Älteren dagegen sind es „nur“ 28%. Das Problem ist, dass gerade die heranwachsende Generation die westliche Lebensweise ablehnt. So befürworten zwar 37 Prozent und damit mehr als ein Drittel junger Moslems die Einführung der Scharia, gegenüber „nur“ 17 Prozent der über 55-Jährigen.

(Spürnase: Bernd Dahlenburg)




Klimawandel: Unseriöse Horrorbilanz dient politischen Zielen

Das Thema Klimawandel gerät immer stärker zu einem hysterischen Medien- und Polithype. Längst geht es nicht mehr um Fakten, überprüfbare Zahlen, realistische Szenarien. Beispielhaft für die Einseitigkeit sind die fiktiven und manipulierenden „Schadensbilanzen“ des Klimawandels, die nur dann zu Buche schlagen, wenn sie einer Erwärmung anrechenbar sind. Eine Schadensbilanz bei „natürlichem“ Klima hingegen, wie z.B. einem Wintereinbruch, den es gemäß Treibhaustheorie bald nicht mehr gibt, wird nicht erstellt. Dabei sind die Kosten für das „natürliche, gute“ Klima sehr real und finanziell darstellbar, ganz im Gegensatz zu den Horrorbilanzen der Klimaapokalyptiker.

Zuvor eine Anmerkung:

Einen Klimawandel als a) vermeidbar, und b) grundsätzlich als Katastrophe darzustellen, zeigt bereits wie unseriös das Thema von IPCC, Politik und Medien dargestellt wird. Es gibt ganz einfach kein stabiles, statisches Klima. Veränderung ist klimatischer Normalzustand. Die unvermeidliche Klima-Normalität des Klimawandels ausschließlich als Katastrophe zu zeigen, ist das perfekte Vehikel für bestimmte Interessengruppen, sich als Weltenretter darzustellen, wenn man ihnen nur genügend Macht in die Hände gibt. Damit die Institutionalisierung umfassender, machtpolitischer Strukturen und finanzieller Interessen der Klimaapokalyptiker durchgesetzt werden kann, bedarf es einer intensiven Indoktrination der Bevölkerung. Diese findet über die Medien statt, die schon aus Geschäftsinteresse dankbar die überwiegend fiktiven Horrorszenarien der Treibhauslobbyisten aufgreifen. Denn hypothetische, demnächst stattfindende Katastrophen lassen sich medial vielleicht noch besser verkaufen als in der Realität stattfindende Ereignisse, die längst nicht an die Gruselqualitäten menschlicher Phantasie heran reichen.

Manipulativ und einseitig berichtet der staatlich kontrollierte, Volkserziehungs- und Zwangsgebührensender ARD im Leitmedium Tagesschau.

Ohne entsprechende Vorkehrungen – beispielsweise der Einführung von Hitzewarnsystemen – erwarten die Experten, dass die Zahl der Hitzetoten in Deutschland von 4500 im vergangenen Jahr auf mehr als 16.000 Tote im Jahr 2085 ansteigen wird. Die hohen Temperaturen im Sommer werden vor allem bei alten Menschen die Erkrankungen emporschnellen lassen. Wetter bedingte Krankenhauseinweisungen könnten sich der Studie zufolge versechsfachen, von derzeit 24.500 auf 150.000 Patienten im Jahr 2085. Falls die Bürger ihr Verhalten anpassten, könnten die Todesfälle jedoch vermieden werden, so Klepper.

Seltsam. In den USA bevorzugen die Alten grade das feuchtwarme Florida und die trocken-heißen Regionen im südlichen Arizona und Kalifornien als Altersruhesitz, ohne dass sie, kaum dort angekommen, in Massen sterben würden.

Worum es der Tagesschau geht, ist, den Klimawandel als apokalyptische Entwicklung im öffentlichen Bewusstsein zu verankern. Zigtausende Tote durch Klimawandel – diese Aussage bleibt im Gedächtnis hängen. Viel Text wird dafür verwendet, und nur im Schlusssatz dann relativiert. „Tote und Kranke nur wenn man sich nicht anpasst“. Warum dann diese Horrormeldung überhaupt? Und nicht: Klimawandel wird Investitionsboom auslösen bei Klimaanlagenherstellern? Betrieben von Solaranlagen, die ausnahmsweise dann Strom liefern, wenn er auch gebraucht wird. Nun – so gesehen würde sich ein Argument gegen den Klimawandel in ein Argument für den Klimawandel drehen. Diese Sichtweise ist aber nicht erwünscht.

Stattdessen wird die Irrationalität der Klima-Schadensbilanz noch gesteigert:

Wenig beachtet wurde bislang auch, wie sich der Klimawandel auf die Arbeitswelt auswirken wird. „Der größte Faktor wird die Verringerung der Leistungsfähigkeit der Menschen sein“, so Klepper. Seine Studie geht davon aus, dass die Arbeitsproduktivität jährlich um bis zu zwölf Prozent abnehmen wird. Für die Volkswirtschaft wäre das ein Verlust von bis zu zehn Milliarden Euro im Jahr.

Wie schaffen es bloß die Bewohner des ganzjährig feuchtheißen Singapur und Bangkok, unter den äquatorialen Extrembedingungen, die selbst der ärgste, prognostizierte Klimawandel nicht für unsere Region vorhersagt, wirtschaftlich so erfolgreich zu sein? Aber Hauptsache wir fürchten uns erstmal.

Nicht nur die steigenden Temperaturen an sich werden Krankheiten und Kosten verursachen. „Wir werden es auch mit der Ausbreitung von allergieauslösenden Krankheiten zu tun haben“, so Michael Hübler, Mitautor der Studie. „Aber auch von Insekten übertragene Krankheiten werden zunehmen. Zum Beispiel durch Zecken oder den Eichenprozessionsspinner, eine Raupe, dessen giftige Haare Reizungen der Haut und Atemwege hervorrufen kann.“

Wie schaffen es nur die Menschen in mediterranen Gefilden, all den klimabedingten Krankheitshorror zu überleben?

Die Kieler Studie stützt sich auf Klimadaten des Max-Planck-Instituts für Meteorologie für die Jahre 2071 bis 2100 und geht von bis zu 25 zusätzlichen Hitzetagen pro Jahr aus. Hitzetage sind Tage mit mehr als 32 Grad. Die Verteilung der zusätzlichen Hitzetage wird demnach sehr unterschiedlich sein: Plus ein Tag an den Küsten und bis zu 25 zusätzlicher Hitzetage in Tallagen in Süddeutschland, etwa am Rhein.

Schlimm – da wird glatt die kostspielige, umweltfeindliche Urlaubsreise in warme Länder überflüssig, wo man hofft, genau diese Temperaturen vorzufinden, vor denen uns die Klimaapokalyptiker warnen. Bisher waren deutsche Sommer im Regelfall verlässlich geprägt durch wochenlange nasskühle, trübe Perioden. Man erinnere sich an den August 2006, in dem ein Freibadbesuch ein fast sicheres Erkältungsrisiko bedeutet hat.

Mit solchem Medienmüll werden wir massiv überschüttet. Eine äußerst seltene Ausnahme war – ausgerechnet! – im Spiegel zu finden, der im Zusammenhang mit der Darstellung besagter, obiger „Studie“ von Panikmache spricht.

Die Experten des IfW eröffnen ihre Studie mit dem Sommer von 2003. Die Hitzekatastrophe mit europaweit 25.000 bis 35.000 Toten sei „ein deutliches Alarmsignal“ für negative gesundheitliche Folgen durch den Klimawandel. Damit aber lädt das IfW förmlich dazu ein, das Wetter mit dem Klima, also einzelne Extreme mit der langfristigen Entwicklung zu verwechseln. Denn der Sommer 2003 konnte nur deshalb allein in Deutschland 7000 Menschen töten, weil man hierzulande auf eine solche Hitzewelle nicht vorbereitet war – ebensowenig wie in Frankreich, das die meisten Toten zu beklagen hatte. Im Jahr 2071 aber wird Deutschland bereits mehr als 60 Jahre der stetigen Erwärmung hinter sich haben – und sich entsprechend angepasst haben.

Doch selbst die angeblich 7000 Hitzetoten in Deutschland im Sommer 2003 sind unseriös. Denn es handelt sich ganz überwiegend um alte Menschen mit Kreislaufbeschwerden. Jeder Altenpfleger kann bestätigen, dass es in Pflegeheimen bei Wetterumschwüngen zu „Sterbewellen“ kommt. 2003 war schon das Frühjahr ausgesprochen mild, ohne Frühjahrsstürme und starke Tiefdruckgebiete. So wurden kreislaufschwache Menschen im Gegensatz zu normalen Jahren zuerst überdurchschnittlich geschont. Die potentiell Gefährdeten nahmen folglich zu. Das angenehme Frühjahr 2003 hat vielen älteren Menschen ein verlängertes Leben geschenkt – auch so kann man es sehen. Dass sich Hitze für Kreislaufkranke belastend auswirkt, bestreitet niemand. Doch unterschlagen wird von den Medien, dass nasskaltes Wetter Erkältungskrankheiten begünstigt. Und auch hier sind alte Menschen überproportional gefährdet. Der derzeitige milde Winter wird jedoch nicht als Pluspunkt für den Klimawandel gewertet. So wie man behaupten kann, der Sommer 2003 hätte Tausende Hitzetote gefordert, kann man nun behaupten, der milde Winter bzw. der Klimawandel, hat unzähligen Menschen das Leben gerettet.

Sterben Menschen durch winterliche Kälte, hier zwei Artikel aus dem Tagesspiegel vom 23:11.1998 und der Netzeitung vom 27.11.2005, kommt niemand auf die Idee, den Klima-Nicht-Wandel dafür verantwortlich zu machen.

Vom 9. Februar 2007 aus dem Spiegel:

Der Wintereinbruch hat bereits gestern Westeuropa lahmgelegt: Die heftigen Schneefälle hatten in Großbritannien, Benelux und Teilen Deutschlands für ein Verkehrschaos gesorgt. Es gab unzählige Unfälle und Mega-Staus; Flughäfen wurden vorübergehend geschlossen. Allein in Nordrhein-Westfalen gab es gestern Abend Hunderte Autounfälle. Eine 23 Jahre alte Autofahrerin verunglückte tödlich bei Gütersloh, ein 19 Jahre alter Autofahrer starb in Detmold. Eine 21-Jährige verlor bei einem Unfall im niedersächsischen Meinersen beide Beine und schwebt noch in Lebensgefahr.

Man könnte behaupten: Würde der Klimawandel nicht durch Einsparungen fossiler Brennstoffe gebremst, wären weder diese Schadenskosten entstanden noch diese Menschen gestorben. Im umgekehrten Sinne hat nämlich Jürgen Trittin argumentiert, als New Orleans vor anderthalb Jahren von einem Hurricane heimgesucht wurde. Wenn es in milden Wintern so geringe Opferzahlen an Verkehrstoten, Knochenbrüchen wegen Glatteis (besonders für ältere Menschen ein hohes Risiko), und enorme Einsparungen an Heizkosten und Brennstoffen gibt, müsste man gemäß der Logik von Trittin dem angeblichen Klimasünder Nr. 1 auf dieser Welt, G.W. Bush, ein herzliches Dankeschön aussprechen.

Doch nichts dergleichen. Positive Effekte des Klimawandels zählen nicht, sonst fliegt die Klima-Horrorbilanz als gigantischer Schwindel auf, der in bewährter Manier einzig den Zweck erfüllen soll, die Bevölkerung zu desinformieren und ihr Angst einzujagen, um sie zu manipulieren und die angeblichen Problemlöser eines nicht existenten Problems in finanziell lukrative wie machtvolle Positionen zu hieven.

Nochmals der Spiegel mit einer klaren Schlussfolgerung, die die Tagesschau eiskalt unterschlägt:

In Deutschland aber – und das dürfte der zentrale Punkt der IfW-Untersuchung sein – werde sich unter dem Strich überhaupt nicht viel tun. „Vielmehr besteht die Chance, die negativen Folgen im Sommer soweit möglich zu vermeiden und gleichzeitig von der positiven winterlichen Wirkung zu profitieren, so dass sich insgesamt eine positive Bilanz ergibt“

Darum werden die angeblich so dramatischen Folgen des Klimawandels auf die dritte Welt verlagert.

In anderen Weltgegenden werden die Folgen aller Voraussicht nach noch weit dramatischer ausfallen. Insbesondere in der Dritten Welt dürften Naturkatastrophen künftig viele Tausend Tote mehr fordern als derzeit. Auch für die Mittelmeerländer befürchten Klimaforscher verheerende Dürren und einen starken Anstieg der Zahl von Hitze-Todesopfern.

Doch auch hier stellt sich die angekündigte Klimakatastrophe nicht als solche dar, sondern zumindest regional als segensreich.

Von Dürren besonders betroffen war in der Vergangenheit der afrikanische Kontinent, der weitgehend abhängig ist von der saisonalen Migration des tropischen Regengürtels beiderseits der Innertropischen Konvergenzzone (ITC). Die jahreszeitliche Verschiebung der ITC wiederum hängt stark von den Temperatur- und Druckverhältnissen über den benachbarten Ozeanen ab. Besonders gut untersucht sind die Ursachen der Sahel-Dürre. Hatte man ursprünglich angenommen, dass die anthropogenen Veränderungen der Landnutzung der Auslöser der Dürre in den 1970er Jahren waren, so haben Modell-Untersuchungen der jüngsten Zeit gezeigt, dass die primäre Ursache in den klimatischen Randbedingungen lag.

Andererseits ist zu berücksichtigen, dass sich nach allen Modellberechnungen die Kontinente stärker als die Ozeane erwärmen. Das würde den Temperaturgegensatz zwischen Land und Meer und damit den Monsun verstärken und der Sahelzone höhere Niederschläge bringen. Insbesondere die Temperaturen und der Luftdruck über der Sahara wurden als steuernde Mechanismen des Sahel-Niederschlags erkannt. Höhere Sahara-Temperaturen senken hiernach den Bodenluftdruck über der Sahara und verstärken den afrikanischen Monsun, der für stärkere Regenfälle im Sahel sorgt. Ausgehend von diesen Zusammenhängen hat eine Modellrechnung eine Zunahme der Sahel-Niederschläge um 25-50% bis 2080 simuliert.

Genau dieses Niederschlagsmuster fand sich in den ersten Jahrtausenden nach dem Ende der Eiszeit, als die Sahara fast durchgehend die Vegetation einer Savannenlandschaft aufwies, wie sie heute typisch ist für Ostafrika. Felszeichnungen bezeugen, dass einst Giraffen als Baumbeweider in der Zentralsahara lebten, wo heute vegetationslose Wüste herrscht. Ein Klimawandel ganz ohne menschliches Zutun. Doch wenn die Sahara wieder ergrünen würde, wäre das gemäß den Klimaapokalyptikern schlecht?

Vielmehr blenden die Vermarkter des Klimahorror positive Aspekte des Klimawandels fast konsequent aus. Was letztlich ausgebeutet wird, ist die Angst vieler Menschen vor Veränderung. Im Kontrast dazu wird suggeriert, dass es ein stabiles Klima gäbe ohne zumindest rasche Veränderungen, wenn der Mensch keinen CO2-Eintrag in die Atmosphäre leisten würde. Auch hier wird gelogen.

Blicken wir zurück in die heile Klimawelt vor der Industrialisierung:

Im Februar 1684 schrieb Richard Freebody aus Lydd (Kent) seinem Neffen: „Die Eisschollen [im Ärmelkanal] waren so mächtig, dass ich ohne Gefahr darauf klettern konnte. Von kräftigen östlichen Winden getrieben, bewegten sie sich etwa im Schritttempo der Küste entlang. Alle Schiffe waren in den Häfen blockiert“.

Sowas steckt das kalte Klimaextrem im letzten Jahrtausend ab.
Und hier ein Beispiel für warmes Wetter. Würde es heute stattfinden im Klima angeheizter Klimahysterie, würde mit Sicherheit der Weltuntergang ausgerufen:

Das Jahr 1473 gilt zusammen mit 1540 als das heißeste und trockenste des Jahrtausends. Ein regnerischer, schneeloser Winter ging in ein warmes, bei steigendem Sonnenstand zunehmend heißeres Frühjahr über. Gebannt verfolgten die Chronisten den Vorsprung der Vegetation: Anfang März, fünf Wochen zu früh, standen um Basel die Kirschbäume in Blüte. Drei Wochen zu früh verblühte Anfang Juni der Wein, kamen Anfang Juli die ersten Traubenbeeren des frühen Blauburgunders zur Reife und die Getreideernten in die Scheunen. Im August wurde ein feuriger Wein gelesen. Gnadenlos brannte die Sonne. Am 30. Juni fiel für neun lange Wochen der letzte Regen. Dürre breitete sich aus. Die Brunnen versiegten, das Vieh verschmachtete, das unreife Obst fiel zu Boden. Bäume warfen schließlich ihre Blätter ab, so dass sie aussahen wie an Weihnachten. Böhmerwald, Thüringer Wald, Schwarzwald und andere Wälder standen in Flammen. Rauch lag in der Luft. In höchster Not wurde Ende August in Frankfurt eine Prozession um Regen angesetzt. Als im Herbst das ersehnte Nass vom Himmel strömte, spross das Gras wie im Frühjahr, die Bäume belaubten sich wieder, ja manche blühten sogar ein zweites Mal.

Die Klimaapokalyptiker erwecken gezielt suggestiv den Eindruck, dass menschliches Zutun klimatische Katastrophen steigert. Wozu das „gute, natürliche“ Klima fähig ist, zeigt ein Rückblick auf die Geschichte der Sturmfluten an der Nordsee:

1287, 14. Dezember, Luciaflut, 50.000 Tote

1362, 15. bis 17. Januar, Zweite Marcellusflut (Grote Mandränke), ca. 100.000 Tote, große Landverluste, der Dollart beginnt zu entstehen, Zerstörung von Rungholt.

Obwohl der Klimawandel doch angeblich bereits so katastrophale Extremwerte angenommen hat, mit CO2-Werten, die so deutlich höher liegen sollen als in Jahrhunderttausenden, bleiben vergleichbare Katastrophen bislang aus. Ja, nicht einmal im Ansatz sind diese vorhanden. Vielleicht liegt es auch an den besseren Deichen, was dann allerdings belegt, dass man einem Klimawandel und dessen nachteiligen Auswirkungen durchaus etwas entgegensetzen kann.

Damit fiele ein Hauptargument für die panische Klimahysterie vollkommen weg. Denn die Horrorszenarien des IPCC, der Politiker und Medien, treten nur dann ein, wenn die Klimaerwärmung (sofern sie überhaupt stattfinden wird) nicht genutzt wird. Z.B. indem man „Hitzetote“ in Altenheimen durch Klimaanlagen verhindert, die umweltfreundlich dank Klimawandel mit Solarzellen betrieben werden.

Aber vielleicht rechnen die Klimaapokalyptiker in ihre Schadensbilanz auch die Installation von Solaranlagen mit ein, die ohne Klimawandel gar nicht erst sinnvoll wären. Umweltschutz als Umweltschaden bilanzieren, um damit erneut Forderungen nach Geldern für den Umweltschutz zu fordern. Anders sind fiktive Schadenssummen wie 64 Billionen Dollar, eine ohnehin vollkommen undurchsichtige Schätzung, die aber von unseren Medien in keiner Weise hinterfragt wird, nicht möglich.

Vom Nutzen der Klimaerwärmung ist jedenfalls nie die Rede. Dabei ist die Schadensbilanz des „natürlichen, guten“ Klimas beträchtlich, oder um es in der Sprache der Klimaapokalyptiker zu formulieren: Katastrophal.

Im Jahr 2004, für das tiefer gegliederte Zahlen vorliegen, wurden 15.992 schwere Unfälle durch Schnee und Eis mit verursacht, davon waren 9.444 Unfälle mit Personenschaden und 6.548 Unfälle mit schwerwiegendem Sachschaden. Damit hat sich die Zahl der Unfälle mit Verletzten oder Toten 2004/05 gegenüber 2003/04 um knapp 16 Prozent erhöht. Bei diesen Unfällen kamen 13.165 Personen zu Schaden. Mehr als drei Viertel der Verunglückten wurden leicht verletzt, jeder Fünfte erlitt schwere Verletzungen, und 210 Personen (1,6%) wurden getötet.

Es ist schlüssig, dass der Mensch dazu beiträgt, das Klima mit zu beeinflussen. Welche Anteile davon natürlich sind, ist vollkommen unerheblich, da es letztlich immer nur darum geht, sich klimatischen Bedingungen anzupassen, und sie zum eigenen Vorteil zu nutzen. Wenn wir vor etwas in der Zukunft keine Angst zu haben brauchen, dann ist es ein Klimawandel der Erwärmung. Weitaus bedrohlicher wäre eine Abkühlung. Gesellschaftspolitisch bedrohlich ist allerdings der Niedergang wissenschaftlicher Seriosität und die Instrumentalisierung der Wissenschaft für machtpolitische Zwecke mit dem immer offensichtlicheren Willen, im Namen der Planetenrettung in totalitäre Strukturen abzugleiten. Ein Indikator für diese äußerst bedenkliche Entwicklung sind die hier dargestellten, verfälschenden, manipulativen Darstellungen der Auswirkungen des Klimawandels.