bundeswehr.gifWer bislang noch nicht wusste, warum sich die Bundeswehr bei ihren Auslandseinsätzen nicht an Bodenoffensiven beteiligt, sondern die „Drecksarbeit“ lieber den Nato-Verbündeten überlässt, sollte sich den heutigen Artikel „Kein Deutscher Soldat muss kämpfen“ in der Neuen Zürcher einmal durchlesen. Die Antwort lautet: Die deutschen Soldaten können, im (unwahrscheinlichen) Fall eines Kampfeinsatzes Mann gegen Mann, schlicht und einfach den Befehl verweigern. Grund ist ein Urteil des Bundesverwaltungsgerichts Leipzig vor zwei Jahren, nachdem jeder Soldat jederzeit Zweifel anmelden und einen Befehl ablehnen kann.

Die NZZ berichtet (keine Satire!):

Ein deutscher Oberstleutnant, im Wehrbereichskommando München mit Nachschubfragen betraut, hat den Kriegsdienst verweigert. Als solchen betrachtet er auch seine Büroarbeit, weil er dabei den letzte Woche vom Bundestag beschlossenen Einsatz der Tornado-Kampfflugzeuge in Afghanistan vorbereiten könnte. Doch gegen die Bekämpfung der Taliban im Süden mit Hilfe deutscher Aufklärungsflugzeuge macht der Offizier verfassungsrechtliche, völkerrechtliche und strafrechtliche Vorbehalte geltend, weshalb er sich auf sein Gewissen beruft. Die Bundeswehr soll ohne ihn kämpfen. Mit dem Kriegsgericht muss der Befehlsverweigerer nicht rechnen, im Gegenteil – er kann sich auf höchstrichterliche Rechtsprechung berufen.

Vor zwei Jahren entschied das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig, dass jeder Soldat jederzeit Zweifel anmelden und einen Befehl ablehnen kann. Das Grundrecht der Gewissensfreiheit sei höher zu bewerten als die Funktionsfähigkeit der Bundeswehr. Es kommt auch nicht darauf an, ob die Gewissensnöte nachvollziehbar sind, solange der Soldat diese nur in einer halbwegs rationalen Weise äussert. Das Gericht wies vielmehr die Armee an, sie müsse den Verweigerern in Uniform eine «gewissensschonende diskriminierungsfreie Handlungsalternative bereitstellen», diese also auf einen anderen Posten versetzen. Dabei spielt auch keine Rolle, wie viele andere Soldaten sich ebenfalls auf ihr Grundrecht berufen. Ausserdem können die Soldaten ihr Gewissen nicht nur im rückwärtigen Dienst, sondern auch unmittelbar vor einem Einsatz geltend machen. Im Extremfall könnte eine Einheit, die in den Kampf geschickt werden soll, kollektiv den Befehl verweigern. Es wäre ein Akt der legalen Meuterei, streng nach den Buchstaben des Grundgesetzes. Denkt man die Konsequenzen des Urteils durch, bedeutet dies das Ende der Bundeswehr als fechtende Truppe und generell als handlungsfähiger militärischer Verband. Das Bundesverteidigungsministerium hat dennoch bisher kein Aufhebens um den weltfremden Gerichtsentscheid gemacht.

Zum einen steht die Bundeswehr trotz ihren vielen Auslandeinsätzen nirgends im Gefecht. Sie versieht in der Regel «gewissensschonende» Aufgaben in der zivil-militärischen Zusammenarbeit. Die Bundeswehr betreibt Spitäler, errichtet Brücken und schaut diskret zur Seite, wenn sie in Afghanistan auf den Anbau von Schlafmohn stösst. Der Anreiz, Befehle zu verweigern, ist daher gering. Selbst die Aufklärungsflüge der Tornado-Maschinen dienen nur dem Zweck, dass sich deutsche Einheiten nicht an den Bodenoffensiven der Nato-Verbündeten beteiligen müssen.

Ausserdem hält sich die Zahl der Soldaten in Gewissensnöten bisher im überschaubaren Rahmen. Nach einem Major, der aus seiner Gegnerschaft zum Irak-Krieg im Jahr 2003 den Befehl verweigerte und damit das Urteil des Bundesverwaltungsgerichts herbeiführte, ist der Oberstleutnant in München der zweite bekannt gewordene Fall. Der Rechtsstreit vor dem Bundesverwaltungsgericht zeigt aber, wie weitgehend die höchstrichterliche Interpretation des deutschen soldatischen Gewissens ist. Denn die Bundesrepublik gehörte 2003 gar nicht zur Invasionsstreitmacht. Der Major entwickelte nur eine Software, von der er meinte, die Bundeswehr könne sie zur Unterstützung amerikanischer Truppen einsetzen. Ausserdem verbot er seinen Untergebenen Sport und Schiessübungen, weil damit die Beteiligung der Bundesrepublik «am völkerrechtswidrigen Angriffskrieg gegen den Irak» gefördert werde. Er wurde dafür zum Hauptmann degradiert, doch die Leipziger Richter schlossen sich seiner Sicht an, wonach Leibesübungen in deutschen Kasernen einem Angriffskrieg Vorschub leisteten.

Heine: „Denk ich an Deutschland in der Nacht…“

» Arlesheimreloaded: Legale Meuterei in der deutschen Bundeswehr
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39 KOMMENTARE

  1. „… das Ende der Bundeswehr als fechtende Truppe und generell als handlungsfähiger militärischer Verband“

    Sowas lesen wir ausgerechnet in der NZZ? Der schweizer NZZ?

    Die deutschen Soldaten sind Bürger in Uniform, man gibt hierzulande nicht mehr wie zu Kaisers und zu Hitlers Zeiten seine staatsbürgerlichen Rechte am Kasernentor ab.

    Was übrigens „damals“ mancher, der dachte, er könne das tun, mit dem Leben bezahlt hat, weil er nachkrieglich als Kriegsverbrecher gehenkt wurde.

    Ich kenne die Gründe dieses Offiziers nicht, aber das grundlegende Prozedere ist völlig OK: ein Soldat meint, er müsse gegen geltende Gesetze verstossen, wenn er sich an die Befehle hielte, er meldet das an und weigert sich. Das ist kein Recht, es ist seine Pflicht.

    Anderes Verhalten zu verlangen hiesse, vom Soldaten zu verlangen, auch gegen Gesetze zu verstossen, „weil es eben so befohlen wurde“. Die deutsche Bundeswehr ist aber die Verteidigungsarmee eines Rechtsstaates, sie ist keine Söldnertruppe, die „auf Befehl“ zu allem bereit ist.
    Dadurch bleibt sie innerhalb des Auftrages „Landesverteidigung“ doch immer ein „handlungsfähiger militärischer Verband“, liebe Schweizer.

    Und denkt auch daran: hätten die Soldaten der Wehrmacht diese Rechte und diese Haltung gehabt, vielleicht wäre es nicht zum Weltkrieg gekommen; wer weiss.

  2. Unsere Gesetze und deren Auslegung durch manche Richter sind dämlich. Dämlich ist ebenso die anti-amerikanische Meinungsmache der Medien, die offenbar auch den Oberstleutnant zu einem hysterischen, dem selbständigen Denken unfähigen Mainstream-Mitläufer gemacht hat. Unsere Soldaten insgesamt zu beleidigen, davon halte ich aber nichts.

  3. Heine hat damit wirklich nichts zu tun:

    Aus derselben Quelle:

    „Ich bin in diesem langweil’gen Nest
    Ein Stündchen herumgeschlendert.
    Sah wieder preußisches Militär,
    Hat sich nicht sehr verändert.

    Es sind die grauen Mäntel noch
    Mit dem hohen, roten Kragen –
    (Das Rot bedeutet Franzosenblut,
    Sang Körner in früheren Tagen.)

    Noch immer das hölzern pedantische Volk,
    Noch immer ein rechter Winkel
    In jeder Bewegung, und im Gesicht
    Der eingefrorene Dünkel.

    Sie stelzen noch immer so steif herum,
    So kerzengerade geschniegelt,
    Als hätten sie verschluckt den Stock,
    Womit man sie einst geprügelt…“

    Eigentlich müsste Heine nun stolz sein. Staatsbürger in Uniform eben.

  4. Nachtrag: Natürlich sind nicht alle unsere Gesetze dämlich (schon gar nicht das GG), sondern nur manche.

  5. wenn einem nett passt, dann soll man einfach net zur Bundeswehr gehen! Als Berufssoldat Kohle und Leistungen kassieren und dann wenns drauf ankommt, kneifen.
    Ist ja ungefähr so als ob ich Feuerwehrmann werd, und wenns dann mal richtig brennt, nicht ins Haus zum löschen reinwollen weil einem unter umständen Balken auf den Helm fallen könnten.
    Wenn man den Beruf Soldat auswählt, dann muss man bereit sein zu töten. Das ist halt das Berufsfeld eines Soldaten/Kriegers!

    Wir sind nicht in Afghanistan um einen Angriffskrieg zu führen, sondern um die Rückkehr der Steinzeit zu verhindern
    Nie mehr!!!
    Nie wieder!!!

    Würd mich nicht wundern wenn das feige Deutschland irgendwann aus der NATO geschmissen wird!

  6. Heine hatte doch Recht !

    Der Kadavergehorsam der obrigkeitshörigen Preussen hat doch wahrlich genügend Schaden angerichtet.

    Nebenbei bemerkt: Mein Lieblingsgedicht.

  7. und:
    Ausserdem verbot er seinen Untergebenen Sport und Schiessübungen, weil damit die Beteiligung der Bundesrepublik «am völkerrechtswidrigen Angriffskrieg gegen den Irak» gefördert werde. Er wurde dafür zum Hauptmann degradiert, doch die Leipziger Richter schlossen sich seiner Sicht an, wonach Leibesübungen in deutschen Kasernen einem Angriffskrieg Vorschub leisteten.

    Immer wenn ein paar „Linke“ zu Gericht sitzen, kommt solch ein Müll raus!

    Also: Als 18 jähriger mit Abi zum Bund (das ist der Verein, der Krieg spielt!), vielleicht noch etliche Jahre Studium auf deren Kosten drangehängt, zum Offizier ernannt (Krieg gespielt), die Karriereleiter immer höher (Krieg gespielt) und dann als ranghoher Offizier mal schnell den Dienst verweigern, weil Krieg plötzlich nicht mehr nur gespielt wird.

    Ich habe deshalb auch wenig Verständnis für Unbekannter.. Wo kämen wir denn hin, wenn morgen ein Feuerwehrzug ausrückt und die Hälfte der Mannschaft meutert und zu Hause bleibt: „Es könne wohl etwas heiß werden???“

  8. die bundeswehr war mal die verfassungstreueste armee die unser land jeh hatte, doch das ist, in anbetracht zunehmender einsatzverweigerungen, ganz offensichtlich nicht mehr der fall.

  9. Keine Sorge, ich bin nicht so dumm, als dass ich nicht wüsste, worauf es JETZT ankommt, oder als dass ich gar schadenfroh wäre, was die USA etc. betrifft. Ich weiß schon, was wirklich das Problem ist, nicht wie viele Todessehnsüchtige, die aus blindem Selbsthass oder Hass auf Amerika den Islam als Heilsbringer sehen. Aber nichtsdestotrotz werde ich immer wieder, v.a. wenn ich die sehr, sehr häufigen unglaublich bescheuerten Kommentare zu Deutschland von Amerikanern und Briten (z.B. auf LittleGreenFootballs) lese, an diesen Kommentar aus der Preußischen Allgemeinen Zeitung erinnert (wie gesagt, ich bin vernünftig genug, dass ich weiß, dass innere „Streitigkeiten“ Schwachsinn wären):

    http://wochenrueckblick.blogg.de/eintrag.php?id=41
    25. November 2006 [Der Wochenrückblick]

    (Am Anfang des Textes geht’s erst noch um was anderes.)

  10. „die Leipziger Richter schlossen sich seiner Sicht an, wonach Leibesübungen in deutschen Kasernen einem Angriffskrieg Vorschub leisteten.“

    oh man wie dumm muss man sein?

  11. Aber, aber gerade wir Deutschen sollten doch Verständnis dafür haben, wenn nun ein Soldat einen Befehl nicht ausführen will…

    P.S.
    Es ist ein bisschen unfair das nun alles der BW in die Schuhe zu schieben. Jede Gesellschaft bekommt die Armee, die sie verdient

  12. @#10 Brandenburger

    Du musst das verstehen, Richter! Soldat in der Verteidigung bezieht ein vorgebohrtes Schützenloch und wartet, bis der Feind auf Schussweite herankommt.

    Soldat im Angriff muss laufen, springen, kriechen, gleiten, klettern, absitzen, aufsitzen, schwere Waffen und Munition schleppen. Das kann man nur nach Training mittels Leibesübungen.

    Konsequenterweise sollten nun auch Fitnessstudios verboten werden. Wegen Unterstützung der Vorbereitung von Angriffskriegen.

    Es gibt eben Richter, die bringen durch Unterlassung nicht nur Leute um, es gibt auch welche mit messerscharfem logischem Denken.

  13. Jaja….

    .. die Konstrukteure des „Tornados“ haben seinerzeit technische und juristische Weitsicht bewiesen, indem sie in das Kampfflugzeug zwei Sitze einbauten.

    Einen für den Piloten – und den zweiten – nein, nein, nicht für den…
    Sondern für den Anwalt seines Vertrauens!
    😉

  14. Wenn wir gerade schon bei der NZZ sind:

    Oh glückliches Helvetien:

    „SVP will Regeln für Einwanderer verschärfen

    Die SVP will Einwanderer zur Integration zwingen. Wer die Regeln missachtet, soll das Land wieder verlassen müssen: Dies ist das Ziel einer Volksinitiative mit dem Titel «Unsere Regeln gelten für alle», welche die SVP ausarbeiten wird. Werden Eingebürgerte straffällig, soll ihnen das Schweizer Bürgerrecht entzogen werden können. “

    http://www.nzz.ch/2007/03/17/il/newzzEZE4NLGN-12.html

  15. Wir werden auch noch alle unsere Jungs brauchen, wenn innerhalb unserer eigenen Grenzen die Hölle über uns hereinbricht.

    Der Preis der Freiheit ist stetige Wachsamkeit – John Philpot Curran, Irland

  16. Diese Urteil des Bundesverwaltungsgerichts wird von mir wie von anderne Juristen als krasses Fehlurteil angesehen, für das man sich schämen kann. Erschreckend, dass ausgerechnet der Wehrdienstsenat mit Richtern besetzt ist, die augenscheinlich ihre politische Vorurteile an die Stelle des Bemühens um Rechtserkenntnis setzen. Schon die groteske Länge des Urteil – ca. 10x so lang wie normale Urteile – weist darauf hin, dass es sich vor allem um ein politische Pamphlet eines oder mehrerer „engagierter“ Richter handelt. „Ira et studio“ haben wohl den Griffel geführt.

    Ähnlich unverantwortlich ist, dass der Verteidigungsminister den Schwanz einzieht und nicht außerhalb des damals entschiedenen Einzelfalls ausdrücklich einen abweichenden, richtigen Rechtsstandpunkt einnimmt (was rechtlich unproblematisch möglich wäre; das BVerfG würde wohl richtiger urteilen; außerdem lässt sich das Ganze auch auf strafrechtliche Ebene schieben).

    Man muss auch sehen, dass in beiden Fällen hinter der jeweilige Auflehnung – nach meiner Sichtweise – keine Gewissenentscheidung steht (eine solche wäre die, die zur Kriegsdienstverweigerung berechtigt), sondern eine absonderliche politische Meinung, verbunden mit einer politische gefärbten Fehlsicht des Völkerrechts (… darüber soll jetzt also jeder Soldat xy entscheiden dürfen …). Das ganze vor dem Hintergrund einer Zugehörigkeit zumindest des jetztigen Soldaten zum Verein „Darmstädter Signal“, der sich m.E. ehrlicher als „Linksradikale in der Bundeswehr“ bezeichnen sollte.

    Völlig verfehlt ist es auch, Parallelen zu Gewissenkonflikten zu ziehen, vor denen Soldaten der Wehrmacht gestanden habe. In diesem Zusammenhang ist in Hinblick auf Preußen nur daran zu erinnern, dass es gerade der Traditionskern der preußischen Armee war, das preußische Infanterieregiment 9, vormals 1. Gardergt. zu Fuß, dass die Männer des 20. Juli 1944 hervorgebracht hat.

    Wenn hier ein Wort passt zur Parallele, dann das (Verzeihung:) Karl Marx zugeschriebene, dass sich Geschichte gelegentlich als Farce wiederhole. Derb gesagt wird hier versucht, aus Scheiße (absonderliche politische Meinung, verbunden mit einer politische gefärbten Fehlsicht des Völkerrecht) Gold (Gewissensentscheidung) zu machen.

    Als lyrische Antwort auf Heine erlaube ich mir, Ewald v. Kleist heranzuziehen.

    Ode an die Preußische Armee
    Im Merz 1757

    Unüberwundnes Heer, mit dem Tod und Verderben
    In Legionen Feindes dringt,
    Um das der frohe Sieg die goldnen Flügel schwingt,
    O Heer! bereit zum Siegen oder Sterben.

    Sieh! Feinde deren Last die Hügel fast versinken
    Den Erdkreis beben macht,
    Ziehn gegen dich und drohn mit Qual und ewger Nacht;
    Das Wasser fehlt wo ihre Rosse trinken.

    Der dürre, schiele Neid treibt niederträchtge Schaaren
    Aus West und Süd ringsum heraus,
    Und Nordens Höhlen speyn, so wie des Osts, Barbaren
    Und Ungeheur, dich zu verschlingen, aus.

    Verdopple deinen Muth! Der Feinde wilde Fluthen
    Hemmt Friedrich und dein starker Arm;
    Und die Gerechtigkeit verjagt den tollen Schwarm;
    Sie blizt durch dich auf ihn, und seine Rücken bluten.

    Die Nachwelt wird auf dich, als auf ein Muster sehen;
    Den künfftgen Helden ehren dich,
    Ziehn dich den Römern vor, dem Cäsar Friederich,
    Und Böhmens Felsen sind dir ewige Tropheen.

    Nur schone, wie bisher, im Lauf von grossen Thaten
    Den Landmann, der dein Feind nicht ist!
    Hilf seiner Noth, wenn du von Not entfernet bist!
    Das Rauben überlaß den Feigen und Croaten!

    Ich seh, ich sehe schon – freut euch, o Preußens Freunde! –
    Die Tage deines Ruhms sich nahn.
    In Ungewittern ziehn die Wilden stolz heran.
    Doch Friedrich winket dir, wo sind sie nun, die Feinde?

    Du eilest ihnen nach und drückst mit schweren Eisen
    Den Tod tief ihren Schedeln ein,
    Und kehrst voll Ruhm zurück, die Deinen zu erfreun,
    Die jauchzen dich empfahn, und ihre Retter preisen.

    Auch ich, ich werde noch, – vergönn es mir, o Himmel! –
    Einher vor wenig Helden ziehn.
    Ich seh dich, stolzer Feind, den kleinen Haufen fliehn,
    Und find Ehr oder Tod im rasenden Getümmel.

  17. @#1 Unbekannter: „Die deutsche Bundeswehr ist aber die Verteidigungsarmee eines Rechtsstaates, sie ist keine Söldnertruppe, die „auf Befehl“ zu allem bereit ist.“

    Irrtum, sprach der Igel und stieg von der Drahtbürste!
    Das gilt nur für die Armee eines neutralen Staates. Die Bundesdeutschen haben sich aber für die NATO entschieden. Das heißt „Bündnispflicht und militärischer Beistand“.
    (Dieser Pflicht kommt die Bundeswehr aber ohnedies nur nach dem Motto „Wasch´ mir den Pelz, aber mach´ mich nicht nass“ nach.)
    Und seit dem „war on terror“ ist der Bündnisfall eingetreten.
    Bisher lebte man sehr bequem damit: Die Amis schützen uns vor der roten Armee, weil wir in der NATO sind. Und plötzlich ist Bündnistreue keine Einbahnstraße mehr! Na da schau an! Zu blöd, das!

    Da anzunehmen ist, daß die Herren Berufsoffiziere – um die es in diesen Urteilen ja geht – gewußt haben, daß sie sich nicht für die Betreuung eines Mädchenpensionats, sondern für eine Armee als Beruf entschieden haben, sind die Urteile völlig lächerlich und können nur mit dem krausen Rechtssystem im heutigen Deutschland begründet werden. Bei den Urteilsbegründungen mancher Richter springt einem das Messer in der Tasche auf…
    Womit wir wieder beim Thema „Richter“ wären.

    Umgekehrt hätte ich natürlich gewisses Verständnis für Befehlsverweigerer unter Wehrpflichtigen. (sonderbarerweise aber meutern nie die „airborne“ sondern immer die dem Typ „chairborne officer“ zuzurechnenden) Nach dem „Soldaten sind Mörder“ – Urteil und ähnlichen Mätzchen der political correctness wird sich keiner mehr zur höheren Ehre der FDGO totschießen lassen, vor allem wenn er weiß, daß ihm hinterher die eigenen Landsleute noch auf´s Grab pinkeln werden.
    Und da in linken Kreisen Hoch- und Landesverrat ja Heldentaten sind, darf man sich nicht wundern, wenn Urteile deutscher Gerichte dann so ausfallen, wie wir sie kennen.

  18. Hier muß mal was klargestellt werden:

    1)“…doch gegen die Bekämpfung der Taliban im Süden mit Hilfe deutscher Aufklärungsflugzeuge macht der Offizier verfassungsrechtliche, völkerrechtliche und strafrechtliche Vorbehalte geltend“
    2) „Zum einen steht die Bundeswehr trotz ihren vielen Auslandeinsätzen nirgends im Gefecht.“

    RECHT hat er, und RECHT sollte er bekommen, denn: es kann nicht angehen, daß unsere p.c. Politiker anfangen, in der ganzen Welt „Polizistchen“ zu spielen (der wahre Welt-COP ist ja der große Bruder…) ohne ein verfassungskonformes politisches Mandat und ohne Kriegserklärung: der Serbien-Einsatz und der aktuelle Afghanistan-Einsatz sind KAMPFEINSÄTZE in einem Krieg, und das sollte der Bevölkerung auch gesagt werden! (..daß diese Unsitte gerade unter einer rot-grünen Regierung erst so richtig angefangen hat, ist das Sahnehäubchen darauf!) Und das ist nur die formale Seite: vom inhaltlichen kommt dazu, daß insbesondere der absurde Afghanistan-Einsatz auf der Stelle abgebrochen werden müsste.
    Vielleicht können wir froh sein, wenn in Zukunft Soldaten, die den militärischen Unsinn begreifen, die Befehle des aus dem Ruder laufenden „Souveräns“ nicht mehr befolgen?

  19. „Er wurde dafür zum Hauptmann degradiert, doch die Leipziger Richter schlossen sich seiner Sicht an, wonach Leibesübungen in deutschen Kasernen einem Angriffskrieg Vorschub leisteten.“

    Dann müssten wir die Bundewehr sofort auflösen und sämtliche heutigen und ehemaligen Angehörigen der Bundeswehr inklusive aller heutigen und ehemaligen Verteidigungsminister/ Bundeskanzler sowie Mitarbeiter bei Kreiswehrersatzämtern zu lebenslanger Freiheitsstrafe verurteilen, weil alle ihre Handlungen einem Angriffskrieg Vorschub geleistet haben.

    Da fehlen einem glatt die Worte. Diese total inkompetenten und unfähigen Richter „richten“ (im absurdesten Sinne des Wortes!) unser Land zu Grunde!

    Das alles ist Deutschland, das alles sind wir! Es ist eine Schande! Deutschland – einig Wirrkopf-Gutmensch-Land!

    @Unbekannter (Nr.1): Mein allerherzlichstes Mitgefühl an deine Adresse. Du leidest zweifellos an irgendeiner schlimmen mentalen Krankheit – anders ist dein Kommentar nicht zu erklären. Hoffentlich können dir die Ärzte noch helfen. Wir alle wünschen dir jedenfalls gute Besserung und schnelle Genesung.

  20. #6

    Es ist einfach, aus heutiger Sicht den „Kadavergehorsam“ zu verurteilen. Eine Armee, die, wenn’s drauf ankommt, anfängt, über die Rechtmäßigkeit dieses oder jenes Befehls zu diskutieren, kann gleich einpacken. Und wer will außerdem mit Sicherheit beurteilen, ob es dem einzelnen Soldaten nun um die hehre Moral geht, oder ganz einfach um einen guten Grund, sich zu verdrücken.

  21. Das hätte sich Adolf nicht einmal in seinen kühnsten Träumen auszumahlen gewagt, dass Deutschland einmal am Hindukusch „verteidigt“ werden muss.

    Der Oberstleutnant hat völlig Recht, wenn er sich gegen die Kriegstreiberei einer gewissen Merkel stellt.

  22. Ich verstehe nicht, dass hier dieser Herr Offizier von einigen verteidigt wird.
    Wenn solche Patrioten wie er nicht „mitmachen“ wollen, steht es ihm frei um Entlassung aus Gewissens- oder sonstigen Gründen zu bitten.
    Naja, aber wohl seinen gutbezahlten bequemen „Chairborne“-Job will er wohl auch nicht aufgeben. Tja, der Mann hat wirklich Gewissenskonflikte.
    Und diese Richter haben einfach kein Gewissen!

    Deutschland scheint eins der wenigen Länder zu sein, wo ein Nichtschwimmer sich in den Job eines Bademeisters einklagen kann – mit guten Chancen.

  23. Dämlich????

    Also, dämlich ist die Bundeswehr nun wirklich nicht!

    Damen müssen nicht, sie dürfen nur auf eigenen Wunsch die Waffe in die Hand nehmen!

    Und das ist das wirklich dämliche an der Geschichte, das unsere ach so emanzipierten Weibchen keinen Zwangsdienst leisten müssen, dieser ist dämlicherweise nur unseren Jungs vorbehalten.

    Natürlich sind die Urteile dämlich!

    Da macht einer auf meine Kosten ein Studium und plötzlich fällt ihm ein, eigentlich ist er doch Pazifist und natürlich bezahlen wir ihm dann auch noch Übergangsgeld und mit seinem Studium sahnt er dann in der Wirtschaft ab!

    KOTZ, WÜRG, SPOTZ!!!

  24. „Wo kämen wir denn hin, wenn morgen ein Feuerwehrzug ausrückt und die Hälfte der Mannschaft meutert und zu Hause bleibt: „Es könne wohl etwas heiß werden???““

    Das Beispiel ist völlig daneben, ausser man geht davon aus, dass die Feuerwehr selbst entscheiden kann, ob sie zum Brand fährt oder nicht.
    Ich Wirklichkeit brennt es eben und die Feuerwehr fährt zu jedem Brand.

    Allerdings fährt die Kölner Feuerwehr auch nicht zu jedem Brand in Hamburg oder Paris.

    Der Einsatz der Tornados dient der militärischen Aufklärung. Sie machen Fotos, Radarscans, etc.pp. Wozu? Doch nicht als „Souvenirs vom Hindukush“.

    Aufklärung dient der Vorbereitung des Kampfes und es ist völlig klar, dass Aufklärung Teil des Kampfes ist, weswegen der Beschuss von „feindlichen Aufklärern“ sich auch völlig innerhalb des Völkerrechts bewegt.

    Durch den Tornadoeinsatz ändert sich die Qualität unseres Einsatzes in Afghanistan entscheidend. Bisher sind wir dort, um den Aufbau der Infrastruktur zu sichern, wir halten uns aus Kämpfen heraus und bilden Afghanen aus, die für Afghanistan kämpfen sollen.

    Durch die Tornade-Aufklärung werden wir unversehens Teil von Enduring Freedom, bisher sind wir Teil der ISAF.

    Würden die Taliban die Grenze zu Bayern überschreiten oder Thüringen unsicher machen (meinetwegen auch das Saarland), stünde die Frage ganz anders.

    Das wäre unmittelbar Landesverteidigung; es wäre nicht „Service für die USA“.

  25. „Ode an die Preußische Armee
    Im Merz 1757“

    es ist mir sehr verständlich, dass besagter Schreiber nicht als Dichter bekannt ist.

    1757 war der
    siebenjährige Krieg
    .
    In Wikipedia wird er als der „eigentliche zweite Weltkrieg“ bezeichnet, da er in der ganzen Welt stattfand. Es war wohl ein Gemetzel, das der Herr Schreiberling den zu Niederzumetzelnden als eine Art Nationalparadies verkaufen will.

    An wen erinnert mich das? Leute, die unbedingt für irgendeine „Heilige Sache“ töten und sterben wollen?
    An wen errinnert uns das?

    Aber zu Preussen:
    Wer war bis zur Abschaffung Preussens der letzte preussische Ministerpräsident?
    Was hat preussischer Militarismus mit dem Tod von zuletzt 50.000.000 Menschen zu tun?
    Und zB damit, dass vom „Deutschlandlied“ nur noch die dritte Strophe als Hymne gesungen wird, weil man sich sonst im Bewusstsein seiner Geschichte seiner Hymne schämen müsste?

    Hmm?

  26. @#25 Unbekannter

    In seiner Zeit war der Dichter wohlbekannt.

    http://tinyurl.com/2purqa

    Dass ihn heute niemand mehr kennt ist dem Zeitgeschmack geschuldet.

    Dein Vergleich macht denselben dümmlichen Fehler, wie ihn viele Terroristenversteher und linke Alternaive(!) begehen. Sie unterstellen religiöse Kriegsmotive wo keine sind, weil sie irgendwie den heiligen muslimischen Jihad rechtfertigen müssen, mit all seinen unappetitlichen Begleiterscheinungen, wie abgehackten Köpfen, Kofferbomben, Entführungen, Erpressungen und Steinigungen, der in unserer Zeit tobt.

    Gegen wen hat wohl Friedrich der II., der in dem Gedicht gepriesen wird, Krieg geführt? Gegen „Die Hohe Pforte“, wie man damals das osmanische Reich nannte? Gegen Österreich, Frankreich und Russland! Im Gegenteil, er versuchte das osmanische Reich zum Kriegseintritt gegen Österreich zu bewegen. Umsonst. Nun er hätte die Kriege gewiss nicht geführt, wenn Du und Deine Kollegen vor dem Potsdamer Schloss protestiert hätten! „Schluss mit ungerechten Angriffskriegen!“ Aber wo wart ihr Vertreter einer gerechteren Welt denn? Desertiert seid ihr, ins Hessische oder Bayrische. Lumpenpack! Während der Friedrich aus seinem brandenburgischem Flickenteppich ein Königreich gemacht hat, dass sogar noch eine grossartige Einwanderungspolitik betrieb, in dem er vom Tode bedrohte hugenottische Migranten mit Franzosenhintergrund aufnahm, die Preussen multikulturell und wirtschaftlich bereicherten.

    Übrigens war damals Krieg die Fortsetzung der Politik mit militärischen Mitteln, noch bevor Clausewitz oder Lenin das niederschrieben. Guck mal an.

    Damalige politische Entscheidungen mit heutigem Massstab zu messen, sowas fällt nur linksverschwurbelten PISA-Durchfallern ein.

    Und na klar, jetzt kommt die NAZI-Keule: Friedrich II. hat Hitler an die Macht gebracht!

    Mensch, lass Dich doch steinigen oder kriech zurück in den Mustopf aus dem Du gekommen bist.

    Im Übrigen schätzte Marx die Reichseinigung unter preussischer Führung, denn sie war ein politischer und gesellschaftlicher Fortschritt zur bisherigen Kleinstaaterei und gab dem Proletariat bessere Möglichkeiten, sich zu organisieren.

  27. @26 D.N. Reb

    Wischen Sie sich einfach den Schaum vom Mund und beruhigen Sie sich. Es wird alles wieder gut.

  28. @#27 Unbekannter

    Keine Sorge, ich bin mit der Rasur fertig.

    Noch einen dümmlichen Vergleich auf Lager zur Relativierung heutiger muslimischer Terroristen?

    Wie wäre es denn mit den Guerillaattacken der Markomannen auf das römische Heer?

  29. Die Bundeswehr ist dämlich, weil ein Richter dämliche Urteile fälltt??

    Dass hört sich ziemlich dämlich an.

  30. Dies weltfremde Urteil zeugt nur von dem hochoffiziell befürworteten und meist regierungsamtlich beförderten deutschen Pazifismus.

    An diesem pazifistischen deutschen Wesen soll neuerdings wieder die Welt genesen. Andersherum hatten wir das auch schon mal.

  31. Die heutige Bundeswehr kann auch gar nicht mehr kämpfen.
    Logistisch lachen uns andere Armeen aus, und die vielbesungene Kameradschaft bei der Bw gibt es nicht!

    So mancher dieser Chef-Arschkriecher, Mobber, Karrieristen, Radfahrer würde im Kampfeinsatz als erstes von hinten eine verplättet kriegen!

  32. Die heutige Bundeswehr kann auch gar nicht mehr kämpfen!
    Logistisch lachen uns andere Armeen aus und die vielbesungene Kameradschaft bei der Bw gibt es nicht!

    Nirgendwo wird so gemobbt wie bei diesem Haufen!

    So mancher dieser Chef-Arschkriecher, Karrieristen, Mobber, Radfahrer würde in einem Kampfeinsatz als erstes von hinten eine verplättet kriegen!

  33. Die kann schon kämpfen, sie darf nur nicht.

    Das war übrigens das Problem von Jena und Auerstedt. Jahrzehnte des Friedens hatten das Schwert Friedrich II. in eine verrostete Klinge verwandelt. Wer sich zur Bundeswehr und zum Auslandseinsatz meldet, muss damit rechnen, kämpfen und sterben zu müssen. Das muss gerade für Offiziere gelten.

  34. @31 D.N. Reb
    „Das war übrigens das Problem von Jena und Auerstedt. Jahrzehnte des Friedens hatten das Schwert Friedrich II. in eine verrostete Klinge verwandelt.“

    Zitat aus Wikipedia:
    „Die Niederlagen waren zwar bitter für die preußisch-sächsische Armee, doch sie allein führten noch nicht zu einer Katastrophe. Erst auf dem Rückzug gerieten die Truppen in ein Durcheinander, in dem keine geordnete Befehlsführung mehr möglich war. Ein großer Teil der gepressten Söldner desertierte. Während dieses Rückzugs wurden die Soldaten von den französischen Truppen rücksichtslos verfolgt und zersprengt“

    Die französische Armee war damals eine (Wehrpflicht-?)Armee, die Europa vom alten Plunder der Feudalsysteme befreien sollte. Nochmal hundert Jahre später war die Zeit dann endlich reif dafür. Dass Napoleon damals besiegt wurde, hat Europa viele Jahrzehnte der Entwicklung hin zur Demokratie gekostet.

    Wir können daraus für Afghanistan lernen:
    rein militärisch liess sich Europa damals auch nicht befreien, erst als sich in den Köpfen der Leute der Wunsch nach Änderung, nach Demokratie, nach der Republik als zukünftige Gesellschaftsform, durchsetzte, wurde das „alte, morsche“ (Scheidemann) beseitigt und „das Neue“ (Scheidemann), die Republik, möglich.

    @31 D.N. Reb
    „Wer sich zur Bundeswehr und zum Auslandseinsatz meldet, muss damit rechnen, kämpfen und sterben zu müssen. Das muss gerade für Offiziere gelten.“

    Wer sich zur Bundeswehr begibt, ist bereit für die Landesverteidigung zu kämpfen. Als Bürger, der sein Land verteidigt. Schon lange nicht mehr als Kanonenfutter für einen „Herrn“ in Berlin.

    Niemand muss damit rechnen, für anderer Länder (hier die USA) zu kämpfen, obwohl die eigene Regierung, das eigene Volk bei der Wahl 2004, und das eigene Parlament genau diese Kriegsbeteiligung nicht will.
    Ein völlig anderer Schuh ist die Aufgabe der ISAF.
    Die Ausfgabe der ISAF ist letztlich Kriegsverhinderung durch Entwicklung.

  35. @#32 Unbekannter

    Hör mal, es gibt die Wehrdienstverweigerung, es gibt Freiwilligenmeldungen zum Auslandseinsatz und es gibt Entscheidungen des Bundesverfassungsgerichts was alles verfassungskonform ist.

    Wenn Bundeswehroffiziere nicht mal die Entscheidung der Bundesverfassungsrichter akzeptieren, dann sollten sie ihren Abschied nehmen. Niemand wird gezwungen, in einer Armee zu dienen, deren Befehle er nicht ausführen kann.

    Das war in der Nationalen Volksarmee so, das wird in der Bundeswehr nicht anders sein. Und heute wird niemand mehr dafür erschossen oder kommt ins KZ oder ins Strafbatallion.

    Und was Preussen 1806 betrifft. Es war ein militärisches Problem. Die Offiziere waren überaltert, die Soldaten waren auf Parade getrimmt, das Waffenmaterial taugte nur noch zum Vorzeigen. Dass erfolgreich gekämpft werden konnte bewies York von Wartenberg, der mit seinem Jägerregiment den Elbübergang bei Altenzaun beim Rückzug sicherte, Blücher mit seinem erfolgreichen Rückzug nach Lübeck, Gneisenaus Verteidigung von Kolberg und preussisch Eylau. Die haben beweglich im Geiste gehandelt. Was Du übrigens über Napoleon schreibst ist leider unrichtig. Gut, er hat bürgerliche Freiheiten befördert und er hat das erste bürgerliche Gesetzbuch geschaffen aber er hat sich auch zum Kaiser ernannt und den Adel wieder eingeführt. Und vor die Wahl zwischen preussischen und französischen Adel gestellt, hat sich der Preusse für den eigenen Adel entschieden, der Franzose hat ihn nämlich etwas zu sehr ausgepresst, weil der Krieg ja den Krieg ernähren sollte. Nicht umsonst hat Beethoven aus Enttäuschung über Napoleon die Widmung seiner Eroica an Napoleon wieder zurückgezogen.

    Und der Krieg in Afghanistan hat nie aufgehört. Wer ins THW gehen will sollte sich dort melden. Jedenfalls nicht bei der Bundeswehr.

  36. @24 Unbekannter
    „Das Beispiel ist völlig daneben, ausser man geht davon aus, dass die Feuerwehr selbst entscheiden kann, ob sie zum Brand fährt oder nicht.
    Ich Wirklichkeit brennt es eben und die Feuerwehr fährt zu jedem Brand.
    Allerdings fährt die Kölner Feuerwehr auch nicht zu jedem Brand in Hamburg oder Paris.“

    1. Na ja, ich sag mal so, Du kannst nicht alles wissen… oder wird heute in der BW gewählt WO man hindarf???
    2. Natürlich fährt die Feuerwehr aus Kleinklickersheim nicht zu jedem Brand, aber kann es sein, dass die Frankfurter sogar mal nach Spanien müssen???
    Mit Verlaub – DEINE Vergleiche hinken.
    Wer heute einen Grund finden will, um nicht zu kämpfen, der findet IMMER einen und sollte deshalb einfach NICHT zur Bundeswehr! Basta.

  37. @35 Unbekannter
    „Wir können daraus für Afghanistan lernen:
    rein militärisch liess sich Europa damals auch nicht befreien, erst als sich in den Köpfen der Leute der Wunsch nach Änderung, nach Demokratie, nach der Republik als zukünftige Gesellschaftsform, durchsetzte, wurde das „alte, morsche“ (Scheidemann) beseitigt und „das Neue“ (Scheidemann), die Republik, möglich.“

    Es stimmt schon und du hast recht wenn du behauptest dass sich zunächst was in den Köpfen der Menschen verändern muss.
    Diese Veränderung kann allerdings nur in einer Umgebung stattfinden, in welcher freie Meinungsäußerung und freier Bildungszugang für alle gewährleistet ist.

    Afghanistan war über lange Zeit von den Taliban kontolliert, welche Frauen den Zugang zur Bildung gänzlich verwehrten und Männern nicht ermöglichten eine demokratische Ideologie zu erfahren bzw. zu verinnerlichen.

    Die BW ermöglicht mit ihrem Einsatz zumindest für einen gewissen Zeitraum allen Menschen in der Region diesen nötigen Zugang zum „Wissen der Welt“ ….. wenn sie (BW) nur lange genug vor Ort ist und die Menschen dort diese Phase der Öffnung für sich zu nutzen verstehen, dann kann auf längere Sicht diese nötige Veränderung von der du vorhin gesprochen hast auch wirklich geschehen.

    Fix ist eins: NATO-Truppen raus aus Afghanistan – Rückkehr der Taliban und mit ihnen das „finstere Mittelalter“

  38. Die Bundeswehr ist keine Armee, somdern eine Behörde, wie z.B. das Finanzamt. Die Beamten tragen zwar Waffe und Uniform, aber die Mentalität und das Verhalten ist identisch. Wenn der Beamte keine Lust hat zu arbeiten, dann arbeitet er halt nicht.

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