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Holzweg Resozialisierungsprogramme

In der Schweiz haben sich Wissenschaftler kritisch mit der gutmenschlichen 68er „Haben Sie heute schon Ihr Kind gelobt?“-Pädagogik auseinandergesetzt, die davon ausgeht, dass hinter jedem Straftäter ein gestörtes soziales Umfeld steht. Schuld am eigenen Versagen sind nach dieser Weltanschauung immer die anderen: Die Familie, die Schule, die Gesellschaft, der Staat … Folge: Je schlimmer die Taten, desto mehr müssen wir dem Täter sagen, dass wir ihn trotzdem lieb haben. Ein Irrweg!

Die Studie räumt gründlich auf mit dem Vorurteil, dass Kriminelle Opfer schwieriger Lebensumstände seien und eben einfach nur keine Chance hatten, weil ihre Eltern arm waren und die Gesellschaft sie ausgegrenzt hat. Diese Grundauffassung führte und führt auch weiter dazu, dass Täter nicht bestraft, sondern sogar noch belohnt werden. Wir haben sie ja lieb und wollen sie in unsere Gesellschaft integrieren. Resozialisierung heißt das Zauberwort, das dazu führt, jugendliche Gewalttäter mit Erlebniscamps und Freizeitgestaltung zu verwöhnen, während bei unauffälligen Jugendlichen immer mehr gespart wird. Werden sie dadurch bessere Menschen? Keine Spur sagen Zürcher Wissenschaftler um den Psychiater Frank Urbaniok:

Die Forscher kommen zum Schluss, dass Sexual- und Gewaltverbrecher ihre kriminelle Laufbahn nicht deshalb beginnen, weil sie gesellschaftlich ausgegrenzt sind. So sind Programme, die jugendliche Straftäter mit einer Ausbildung auf den richtigen Weg zurückführen wollen, zwar gut gemeint – aber wirkungslos. «Wenn man einen Psychopathen eine Schreinerlehre machen lässt, hat man nachher nicht einen Psychopathen weniger, sondern einen Psychopathen mit Schreinerlehre», sagt Jérôme Endrass, Leitender Psychologe der Forschungsabteilung im Psychiatrisch-Psychologischen Dienst des Justizvollzugs Zürich.

«Die Idee, dass die Täter resozialisiert werden müssen, ist grundlegend falsch. Sie sind ja schon sozialisiert. Was sie brauchen, ist eine massgeschneiderte Therapie, die nur eines zum Ziel hat: Rückfälligkeit verhindern.»

– Die Täter sind nicht schlechter gebildet als der Rest der Bevölkerung. Sowohl bei den Schweizern als auch bei den Ausländern ist das Ausbildungsniveau dem der Durchschnittsbevölkerung ähnlich.

– Drei Viertel der Täter stammten aus intakten Mutter-Vater-Kind-Familien. Nur jeder zehnte wuchs in einem Heim auf.

– Täter, die während ihres Gefängnisaufenthalts eine Ausbildung absolviert haben, werden nicht weniger häufig rückfällig als andere Häftlinge. (…)

– Von den Tätern, bei denen als Jugendliche bereits eine Erziehungsmassnahme angeordnet wor den war, wurden neun von zehn rückfällig. 38 Prozent sogar mit einem Gewalt- oder Sexualdelikt.

Die Wissenschaftler haben auch analysiert, wie hoch die Rückfallquote bei jugendlichen Straftätern war, die zwischen 1974 und 1986 in der Arbeitserziehungsanstalt Uitikon untergebracht waren. Insgesamt 71 Prozent der Jugendlichen wurden mittlerweile wieder straffällig, 33 Prozent mit einem Sexual- oder Gewaltverbrechen.

Die Wissenschaftler propagieren als Psychater den Weg der Therapie – nun ja… Das würde im Umkehrschluss bedeuten, dass Kriminelle krank sind und durch die richtige Therapie geheilt werden können. Eine Ansicht, die auch in die Irre führen wird und hier nicht geteilt wird.

(Spürnase: BUVSB)