War´s von Anfang an geplant, haben die Mullahs kalte Füße bekommen, ging es um den Austausch des iranischen Diplomaten in US-Gewahrsam oder war der Giftzwerg einfach besoffen? Heute Nachmittag hat der iranische Präsident Mahmud Ahmadinejad (Foto) seine 15 britischen Geiseln nach einer peinlichen Medienshow in die Osterferien entlassen. Das Ende der Geschichte ist so nebulös wie ihr Anfang, und wird es wohl auch bleiben. Großbritannien habe nicht den Mut gehabt, eine Grenzverletzung zuzugeben, schwadronierte der kleine Mann mit dem grossen Mundwerk eine Stunde lang vor der versammelten Weltpresse, bis er endlich bekanntgab, „den Briten zu verzeihen und die Geiseln freizulassen“.

Ganz so kann es nicht gewesen sein. Tony Blair sprach erst gestern von „kritischen 48 Stunden“, was mehr nach Drohung klang als nach Einknicken, und auch die überraschend eindeutige Entscheidung der Europäer, sich diesmal mit den eigenen Verbündeten solidarisch zu zeigen, mag nicht im Kalkül der Kidnapper gewesen sein. Ebensowenig die Durchsetzung weiterer UN-Sanktionen, trotz der iranischen Drohung, die Soldaten vor Gericht zu stellen.

Vermutlich gab es aber auch von Seiten der iranischen Mullahs Ärger. Den alten Männern mit den langen Bärten geht es in erster Linie darum, die Macht im Steinigerstaat nicht fahrlässig zu verspielen. Der Kamikazekurs des extremistischen Präsidenten passt da nicht ins Konzept, denn durch die zunehmende Isolation des Landes liegt die Wirtschaft am Boden, und im Volk, das Ahmadinedjad auch wegen seiner sozialen Versprechen gewählt hat, gärt es seit langem. Gehalten wird der Präsident aber nach wie vor von der ungebildeten und verarmten Unterschicht, die zu grossen Teilen, wie ihr Anführer, messianistischen Sekten anhängt, die auf die Rückkehr des Mahdi unter apokalyptischen Zuständen setzen, und die bereits Khomeini erfolglos bekämpfte, da sie die selbst für einen islamischen Gottestaat notwendige Stabilität immer wieder störten.

Wie auch immer, nach der Pressekonferenz gab es Orden für die Kidnapper und eine Party für die Geiseln, die sich artig beim unrasierten Zwerg bedankten. Dort gelang uns auch der obige Schnapsschuss. Die Briten hatte man sogar in feine graue Anzüge nach der neuesten Teheraner Mode gesteckt. Morgen mittag sollen sie in England eintreffen, wenn sie bis dahin wieder nüchtern sind.

» Lizas Welt: Der Propagandhi

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29 KOMMENTARE

  1. Im Iran gibt es einen Wunsch, der lautet: Möge dein Schatten nicht wenig werden!

    Dieser armselige Mensch hat bald gar keinen Schatten mehr, und der Mahdi für das Teheraner Tubchaneh ist er erst recht nicht.

  2. Auch der Spiegel hat eindeutig die Heuchelei des Irans und seines Führers erkannt:
    http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,475749,00.html
    http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,475785,00.html

    Abzuwarten bleibt, wie sich die 15 Soldaten in der Öffentlichkeit, soweit ihnen das gestattet wird, äußern werden. Es dürfte sicher interessant werden, zu hören wie es zu ihren Geständnissen gekommen war.

    Ich freue mich für die Gefangenen dass sie wieder in ihre Heimat dürfen; und vor allem dass sie mit ihren Familien das Osterfest begehen können!

  3. @ Starclimber

    Die Ex-Geiseln werden zuallererst ihre Instruktionen erhalten. Und die werden lauten, daß sie nichts sagen dürfen außer: Wir wurden gut behandelt, wir wissen nicht genau, in wessen Gewässern wir uns befanden, vielen Dank an unsere Regierung. Das war’s. Ist wahrscheinlich sogar Teil des Deals zwischen GB und Iran.

    Selbst wenn die Iraner Folter angewendet oder damit gedroht hätten, würde es eher nicht an die Öffentlichkeit gelangen. Das ist eben der Unterschied: Während gefangene Islamisten bei uns alles sagen müssen, um uns schlecht dastehen zu lassen, dürfen unsere Leute ihre Erfahrungen nicht an die große Glocke hängen, weil wir (in dem Fall die Briten) Angst vor weiterer Konfrontation haben. Nur die Islamisten nicht beleidigen, dann hassen sie uns vielleicht weniger. Aber das kennen wir ja.

  4. Es muß heißen: das Teheraner Tophaneh, das Waffenarsenal und die Waffenschmiede. Es liegt im Süden der Stadt, und da wohnen arme Leute.

  5. Vermutlich hat Chamenei dem Ahmadinedschad den Hosenboden stramm gezogen – und wenn man jemanden an den Eiern hat, dann quieken auch kleine Schattenwerfer!

  6. Gut** ist das die 14+1 (Mann/Frau) frei sind.

    Das AchMADdische Kasperletheater ist das weniger** gewesen.

    Er (also Achmad) hätte sich heute am besten gleich noch selber einen Orden verleihen können, irgendwie hat das noch gefehlt.
    Was den plötzlichen scheinbaren „Sinneswandel“ angeht gehe ich auch davon aus das Toni Blair dem Achmad schon mal deutlichst gesagt hat was er zu erwarten hätte und wie ich schon sagte sein Shock and Awe Video war mit Sicherheit der Donald RUMSfeld directors cut und nicht die „normalsterblichen“ Version von CNN.

    Auch bin ich nach wie vor der Überzeugung das Gaddafis „Sinneswandel“ ebenfalls eine Menge damit zu tun hat.

    Die grossen „Führer“ wissen doch ganz genau wie die US-Airforce,Army,Navy usw. denen die jeweilige Hütte Zusammenballern kann wenn es notwendig werden sollte.

    Das ist leider letztendlich auch das einzige was unsere Breiten (noch) vor einem militärischen Angriff schützt.
    Wie lange noch ?, ist die Frage…..

    ca

  7. Jedenfalls hat Achmachmirdenjihad den Westen vorgeführt und seine westlichen Groupies sind glücklich über seine Grosszügigkeit, denn wo die Marineangehörigen so eifrig gestanden haben, da müssen sie doch Verbrechen begangen haben. Nicht?

  8. Der Zwerg fällt um, na und?
    An der Atombombe wird trotzdem munter weitergebastelt.

  9. Persönlich ärgert mich das sich die Pfeife noch als generöser Friedensheld darstellen konnte.

    Es war ein unwürdige Schauspiel.

  10. Die grossen „Führer“ wissen doch ganz genau wie die US-Airforce,Army,Navy usw. denen die jeweilige Hütte Zusammenballern kann wenn es notwendig werden sollte.
    Hoffentlich!
    Aber mann muss auch bedenken dass die Russen den Iranern Anti-Carrier-missles (SS-N22 Sunburn) und Superkavitationstorpedos verkauft haben.
    Damit könnten die Iraner wenn sie glück haben ein großteil der amerikaischen Flotte auf den Grund des Meeres schicken.
    Ist wahrscheinlich die Rache der Russen dafür, dass die Amis damals den Mudschahedin Stingerraketen verkauft haben…

  11. Man kann denke ich festhalten dass dieser Ahmadinedingsbums und seine Mullahs durch das britische Abenteuer auf der weltpolitischen Bühne weitere Sympathiepunkte eingebüßt haben.

    Sogar Oberstabsgutmensch Prantl und die Terrorversteher bei der TAZ müssten das Spiel dieses Pöbelpersers durchschauen, aber ich benutze hier ganz bewusst den Konjunktiv.

    Was da hinter den Kulissen geschwätzt wurde, wir werden es wohl nie erfahren aber ich vermute genau das war der Grund für Mahmouds plötzlichen Sinneswandel.

  12. Eins muß man den Islamisten jedenfalls immer wieder lassen: Sie verstehen was von PR und vor allem davon, unsere eigenen Errungenschaften (freie Presse, Demokratie = die Bedeutung der öffentlichen Meinung, unsere Achtung vor dem menschlichen Leben und unsere Friedfertigkeit) gegen uns zu verwenden. So sehr man diese Verbrecher hassen muß, clever sind sie jedenfalls.

  13. Und ich widerspreche dir, PCPrisoner: Das war ganz klar ein Punktsieg für Teheran, auch wenn wir den genauen Deal vielleicht nicht erfahren werden.

  14. Vor 25 Jahren im April 1982 wurden die Briten auch herausgefordert, als die Argentinier die Falklands besetzten, um von inneren Unruhen abzulenken. Sie hatten nur nicht bedacht, dass es Thatcher ernst war, die Inseln zurückzuerobern (auch, um von inneren Spannungen abzulenken!).

    Neulich, als der Deutsche Angler aus iranischer Haft freigelassen wurde, hiess es im Radio oberdiplomatisch: „Der Fall hätte die deutsch-iranischen Wirtschaftsbeziehungen belastet“, was wohl soviel heißt, wie: Die Deutschen hatten wohl ein paar Trümpfe in der Hand!

    Und ich vermute, der Fall lag jetzt ähnlich, denn die EU trat als ein entschlossener fester Block auf, unter deutscher EU-Ratspräsidentschaft, das hatte Adolfdimandschad wohl unterschätzt!

    Wären die Europäer auch im Fall des Karikaturenstreits so aufgetreten und wären Dänemark zur Seite gesprungen…

  15. das brit manöver ist an lächerlichkeit nicht zu überbieten.
    einen weiteren illegalen angriffskrieg loszutreten versuchen mit einer so kläglichen false-flag OP ist einfach peinlich. Ein Hoch auf Herrn Dr Ahmadindjad, den überlgenen Taktiker in diesem Spiel gegen die USraelischen Aggressoren.
    Faustrecht darf sich NIEMALS durchsetzen!!

  16. Ich habe Respekt vor den ein oder zwei unter den britischen Geiseln, die auf den Abschiedsfotos nicht lächeln.

  17. @Mir:

    ich denke wie Du. Der Krieg zwischen Islam und Westen ist bislang ein rein psychologischer Krieg. Und in diesem steht’s bereits ca. 100:0 für den Islam. Wenn die Europäer vor allem nicht bald lernen, daß man auch mal beißen muß (ja selbst mit dem Bellen haben sie mittlerweile Probleme), dann wird der Islam Europa praktisch kampflos übernehmen.

  18. #7

    schon klar ich weis das übliche „es muss ja was dran sein“ naja und „Erfolgreich“ isses ja schon 2/3 sind gegen Abwehrraketen wobei ich wetten würde das von denen keine 5% Wissen was Abwehrraketen eigentlich sind is aber sich egal denn, es sind ja „amerikanische“.

    Was da hinter den Kulissen geschwätzt wurde, wir werden es wohl nie erfahren aber ich vermute genau das war der Grund für Mahmouds plötzlichen Sinneswandel.

    Och ich denke das war schon Klartext… 20.03.2003 und so …

    an die anderen LOGO war es eine Achmad Propagandaschow was auch sonst ???

    ca

  19. @ #16

    hast du einen clown gefrühstückt oder war das jetzt satire und ich hab’s nicht verstanden???

  20. Die neue Christenverfolgung

    Muslime behaupten gern von sich, Opfer zu sein: Opfer angeblicher Islamophobie, Opfer eines angeblich drohenden Genozids an Muslimen. Immer wieder behaupten Muslime auch öffentlich, sie seien die „neuen Juden“. Es soll Menschen geben, die das glauben. Es gibt allerdings auch Statistiken, die eine andere Perspektive vermitteln: Weltweit wird keine andere Glaubensgruppe so stark verfolgt und unterdrückt wie Christen. Etwa 175.000 Christen werden Jahr für Jahr allein wegen ihres Glaubens getötet. Die Christenverfolgung hat darüber hinaus viele Gesichter: Sie reicht vom Zwang, auf offener Straße keine Bibel zu tragen, über die Vergewaltigung durch einen Andersgläubigen bis zum Mord durch radikale Muslime oder (ehemalige) Kommunisten. Mehr als 200 Millionen Christen auf der Welt werden von Andersgläubigen derzeit bedroht. (Quelle: Die Presse ) Zu den bedrohten Christen gehören etwa jene im Libanon (Quelle: Telegraph April 2007 und Washington Times ). Der Libanon ist eines von vielen typischen Beispielen dafür, welche Zukunft eine multikulturelle offene Gesellschaft hat, wenn Muslime vor dem Hintergrund der demographischen Entwicklung die Vorherrschaft über Nicht-Muslime beanspruchen.
    http://www.akte-islam.de/3.html

  21. Ich sehe hier in keiner Art und Weise irgendeinen britischen „Erfolg“ noch ein Einknicken des iranischen Diktators in dieser Sache, eher das Gegenteil ist der Fall. Ahmadinedschad verhält sich ganz wie sein geistiger Bruder und offensichtliches Vorbild Adolf Hitler.
    Dem zweiten Weltkrieg ging eine Politik der Nadelstiche und Tests voraus, inwieweit der Westen dem Naziregime Paroli bieten würde.
    Ich erinnere da nur an die folgenlosen Begebenheiten wie den Einmarsch in das entmilitarisierte Rheinland, den Bruch des Flottenabkommens und des Versailler Vertrages, den Anschluss Österreichs oder des Sudetenlandes sowie, basierend auf der nationalsozialistischen Ideologie,der Massenmord an Juden und Gegnern des Systems.
    Ahmadinedschad geht ganz ähnlich vor, indem er sich über bindende Beschlüsse der UNO hinwegsetzt, sein Atomprogramm mit dem Ziel der Bombe unbeirrt fortsetzt, sich mehr oder weniger offen militärisch im Irak engagiert (wie damals die Legion Condor in Spanien)oder wie im Fall der Geiselnahme Völkerrecht und Genfer Konvention unbekümmert mißachtet.
    Das sichert natürlich -wie damals- die Machtbasis im Inneren und verstärkt den Respekt der Anrainerstaaten, erst recht, wenn dem Westen so klar und brutal seine Grenzen/Schwächen aufgezeigt werden.
    Die Signalwirkung für eine nur ansatzweise vorhandene Widerstandsbewegung im iranischen Unrechtsstaat ist natürlich verheerend.
    Beiden Dikatatoren gemeinsam ist der unbändige Haß auf das Judentum, der ja auch ein wesentlicher Bestandteil beider menschenverachtenden Ideologien und für jeden, der es lesen und BEGREIFEN will, sogar schriftlich niedergelegt ist -siehe „mein Kampf“ und der „Koran“.
    Fast jeder Diktator hat seine Ziele ganz offen und ungeniert verkündet und die Welt hat jedesmal bestürzt reagiert, wenn diese dann auch realisiert wurden.
    Hitler und sein iranischer Erbe meinten/meinen in der Tat, was sie sagen, auch wenn des den Chamberlains, Roths und Konsorten damals wie heute nicht passt.
    Insofern trifft damals wie heute diese Leute ein erhebliches Maß an moralischer Mitschuld an jedem unschuldigem Opfer dieser Regimes.
    Es waren, damals wie heute, leider immer nur wenige Menschen, die sich diesen Verbrechern entgegengestellt haben.
    Und langsam muss man sich wirklich fragen..wo gibt es heute noch einen Georg Elser oder die Geschwister Scholl?
    Ich fürchte, wir werden eines nicht mehr so fernen Tages wieder den hohen Preis für die gleiche Untätigkeit wie damals zahlem müssen.

  22. Guten Morgen!

    Ahmadinedschad ist eben ein unberechenbarer Clown, der immer mehr Kredit in der eigenen Bevölkerung verspielt.

    Man kann nur hoffen, dass dieser Despot und Unmensch nicht eines Tages einen groben Fehler begeht und die Situation im Nahen Osten eskalieren lässt.

    MfG Bariloche

  23. Man sollte aber trotzdem aufpassen, dass man die Amis und die Briten nicht zu sehr lobt. Sonst könnte man in der nächsten Zeit vielleicht überrascht werden.

  24. @AD
    Stimme dir zu, man sollte diesen Kriminellen nicht unterschätzen. Er nimmt Geiseln und läßt sie wieder frei. Die Freilassung vor Ostern wird ihm auch noch als großzügige Geste ausgelegt und sein Verhalten als innenpolitische Schwäche. Eher das Gegenteil ist der Fall. Während er agiert, wird in Brüssel debattiert. Erneut hat er Europa vorgeführt, die Einigkeit ist in Krisenzeiten keinen Pfifferling wert.

  25. Der iranische Präsident hat die ganze Welt getäuscht.
    Ich habe sehr viele Leserbriefe gelesen, in denen er als „Mann des Friedens“ gefeiert wurde.
    Dieser Mann ist nicht nur sehr gefährlich, er ist auch sehr intelligent und ein Blender.
    Ein böses Erwachen steht uns bald bevor.

  26. Ja, Geschick und Taktik der Islamisten sind wirklich beeindruckend. Mal sehen, was als nächstes kommt.

  27. #28 Mir [TypeKey Profile Page] (05.04.07 14:48)

    Ja, Geschick und Taktik der Islamisten sind wirklich beeindruckend. Mal sehen, was als nächstes kommt.

    Frage: Machst Du jetzt einen -pc- Unterschied ich meine wegen Islamisten und islamos oder musels ???

    Nur mal so frag.

    ca

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