Die pakistanische Tourismusministerin Nilofar Bakhtiar fürchtet um ihr Leben, seit ein Bild von ihr durch die Presse ging, wie sie spontan ihren Fallschirmlehrer umarmte. Zugunsten pakistanischer Erdbebenopfer hatte sie einen Sprung absolviert. Geistliche der Roten Moschee in Islamabad, Vertreter des für Frieden und Toleranz bekannten Islam, bezichtigten Nilofar Bakhtiar einer schweren Sünde.

Die „Gelehrten“ forderten neben der Entlassung und Entschuldigung gleich auch noch die Bestrafung der Ministerin.

Die spontane Umarmung ihres französischen Fallschirmlehrers hat die pakistanische Tourismusministerin in massive Bedrängnis gebracht. Geistliche der Roten Moschee in Islamabad bezichtigten Nilofar Bakhtiar einer schweren Sünde, und seitdem fürchtet sie um ihr Leben, wie die pakistanische Nachrichtenagentur APP am Sonntag berichtete. Bakhtiar hatte in Frankreich erfolgreich einen Fallschirmsprung zu Gunsten pakistanischer Erdbebenopfer absolviert. Anschließend ging ein Bild durch die Medien, auf dem sie ihren Ausbildner umarmt.

Bakhtiar schilderte am Samstag einem Parlamentsausschuss ihre Furcht vor einem Attentat. Sie habe deshalb ihren persönlichen Schutz verstärkt. Laut APP verwies sie auf die Ermordung der Sozialministerin der Provinz Punjab, Zil-e-Huma Usman. Sie wurde im Februar von einem Mann mit der Begründung erschossen, Frauen sollten keine hohen Staatsämter bekleiden. Der Angreifer wurde inzwischen zum Tode verurteilt.

Die Geistlichen der Islamabader Moschee forderten die Entlassung von Bakhtiar als Ministerin und riefen ihre Familie auf, sie zu bestrafen. Außerdem müsse man sie dazu zwingen, sich öffentlich zu entschuldigen.

Frau Bakhtiar sollte sich keine Sorgen machen: Islam heißt Frieden!

(Spürnasen: Bonovox und Yvonne S.)

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91 KOMMENTARE

  1. Ach was Bestrafung die kommt bestimmt mit Steinigung da von. Und die letzten paar werden ihr sicher noch auf Bewährung erlassen.

  2. Islam ist die Befriedigung der eigenen absurden Moralvorstellungen.
    Er sorgt also für den Frieden von Menschen mit abstruser Ethik.

    Vielleicht ist ja das mit Islam ist Frieden gemeint?

  3. Den Fallschirmspringerlehrer sofort nach Pakistan ausliefern!!! Unerträglich, dass der mit der Beihilfe zu so einem verabscheuungswürdigen Verbrechen durchkommt!!!

    Der Islam ist sooo krank…………..

  4. @ Petersen

    Naja, die Pakistan Tourismus Webseite ist ja immerhin besser als der Web-Dreck aus Palästina, wo sie wohl jetzt endlich geschnallt haben, daß man Musik ins Internet stellen kann. Schlechte Musik, schlechte Aufnahme und die Webseite ist immer noch Ober-Scheiße. Take a look: http://www.visit-palestine.com/

  5. Was hätten die Muselmanen wohl mit ihr gemacht, wenn sie in Russland einen kommunistischen Bruderkuß hätte geben müssen. Bin Laden Terrorkommando Aktion?

  6. p.s.: Heute habe ich wirklich einmal wieder gesehen, wie dumm Deutsche sein können. Ich habe einmal die Referrer zu Euch verfolgt und habe heute dadurch gelernt, daß PI ein linkes Medium ist: http://www.npd-goettingen.de/Deutschland/Linker_Widerstand_gegen_Muselmanisierung.html

    Entweder hat der NPD Göttingen ein Imam direkt ins Gehirn geschissen oder „Mein Kampf“ macht genauso blöd wie der Koran. Ist aber eigentlich eine Ehre für PI von denen so klassifiziert zu werden.

  7. Ich denke diese Islamisten, Musels und auch die NPDler sind eigentlich alles nur Mitläufer. Sie haben niemals die Zeit aufgebracht, den Koran zu lesen oder die schlecht geschriebenen Psychoprobleme eines Adolf Hitler und sich selbst damit auseinanderzusetzen. Wer das nämlich wirklich selbst gelesen hat; von Hitlers langweiligem Satzbau und seinen Vaterproblemem, seinem Frankreichhass bis zu Mohammeds Agressionen und Höllenwünschen, der weiss, daß man solchen Lehren nicht folgen darf.

  8. @ #8 Will
    Habe da auch mal hingeschaut.

    „Weltnetzseite“
    – irgendwie witzig, dieses Vermeidungsverhalten.

    – „… die sich überwiegend mit dem Thema Muselmanisierung … in der brd beschäftigt – wo wir voll zustimmen können – sich aber ansonsten offen zu USrael bekennt – was uns im Traum nicht einfiele.“
    Das ist dann nicht mehr witzig, und ein guter Grund, diese Leute hier auf PI zu vermeiden, auch wenn das manchmal Löschen bedeutet.
    Insofern wirklich schön, von dort aus als links wahrgenommen zu werden.

  9. Was haben eigentlich die Geistlichen für die Erdbebenopfer getan? Sicher gebetet. Hätte sich die Frau Tourismusministerin mal auch aufs Beten beschränkt. Aber nein, sie denkt(!) wirklich, mit materiellen Dingen könnte sie helfen. War das Erdbeben nicht eine Strafe Allahs, für die Sünden der Gläubigen und Ungläubigen? Na also. Wer versucht, Allah auszutricksen, hat schlimme Strafe verdient.

  10. Warum ist überhaupt eine Frau Ministerin? Sowas darf nicht geduldet werden! Wehret den Sünden!

  11. Da geht eine Meldung durch die Medien: die sog. „Rote Moschee“ (in Karachi) wird duch islamischen Radikalismus auffällig, schafft Probleme in Pakistan, auch mit der Ministerin. So weit, so bekannt. Nur, was wird aus so einer Meldung bei PI? Auch da gibts nichts Neues: man nehme die „Rote Moschee“, setze diese gleich Islam, vergesse bitte niemals die alte Leier „Islam bedeutet Frieden“, und fertig ist das Urteil. Irgedeinem klugen Kommentator fällt schließlich auf, wie es denn überhaupt möglich sei, dass eine Frau dort Ministerin wird, ohne sich des Widerspruchs zu der Meldung/Kommentaren bewusst zu werden. Natürlich vergisst der Kommentator auch zu sagen, dass Pakistan schon im letzten Jahrhundert über mehrere Jahre eine Ministerpräsidentin hatte (Frau Bhutto), als noch Deutschland davon träumte und Frankreich noch immer träumt. Aber egal, Hauptsache, die Propaganda kann auf niedrigstem Niveau stabilisiert werden. Meine 1. Aufforderung ist: selbst bei Propaganda sollte sich besser informiert werden. Nichts ist langweiliger/tödlicher als permanente Fehlinformationen/Urteile. Fehleinschätzungen eines potentiellen Gegners führt bekanntlich zu herben Verlusten. Meine 2. Aufforderung geht dahin, doch den offensichtlichen Riss in den islamischen Gesellschaften zu dokumentieren, und diesen für unsere Ziele politisch nutzbar zu machen. Diese Schwarz-Weißmalerei führt zu nichts. Sie sagt nur etwas über das persönliche Verhältnis der Schreiber zu ihrem „gefühlten“ Islam aus, jedoch nichts zu der politischen Problematik, und schon garnichts zur Lösung dieses Problems. Das mag ja für das schreibende Individuum befriedigend sein, an der bestehenden Situation wird es nichts ändern.

  12. Lt. http://www.noth.net/r1_filbinger.htm, so eine irres Zeug muß man da lesen:

    „Ein Studium (und die Zulassung zu Prüfungen) wäre ohne Mitgliedschaft für Filbinger und viele andere kaum möglich gewesen. Sicher, Filbinger hätte Bäcker oder Müller werden können, dann wäre er vielleicht um das Organisationsproblem herumgekommen. Aber er wollte Jurist werden, gerade seine Gegner müssten das verstehen, “

    „Aber er wollte Jurist werden“ und geht dafür über Leichen? Wer das Unrecht des Naziregimes erkannt hatte (was ja von Filbinger behauptet wird) und dann seine eigene Karriere (statt Bäcker zu werden) höher setzt, das halte ich für den Gipfel der Infamie. Das ist nicht nur ein Mitläufer, sondern ein Mörder.

  13. Wahr-Sager
    „denn ich lehne den Islam generell ab.“

    Klar, bis zum nächsten „Befehlsnotstand“, der dann besteht, wenn Du Bäcker statt Richter werden mußt.

  14. @ wahr-sager: Politisch inkorrekt ist nur, was Deine Meinung ist, das habe ich schon öfter gemerkt. Damit kann ich leben.

    @1571: Meine Großeltern waren auch nicht in der NSDAP und haben dafür Nachteile in Kauf genommen. Diesen Scheiß vom Mitmachenmüssen, keine Wahl gehabt haben usw. kann ich nicht mehr hören!

  15. #52 Beate:

    Das gleiche sehe ich bei dir. Offenbar brauchst du ein großes Publikum, um deine Ansichten zu vertreten. Vermutlich setzt du dieses innerhalb dieses Blogs mit „politischer Inkorrektheit“ gleich.

    Ihr Besserwisser hättet es natürlich anders gemacht – ganz klar!

  16. #1571:

    So was bescheuertes habe ich selten gelesen. Du willst Filbinger zum Vorwurf machen, dass er Jurist werden wollte? Hätte er als Bäcker oder Müller mehr Einfluss haben können? Wenn Filbinger ein Mörder war, warum war ihm dann das Schicksal von Möbus oder Forstmeier nicht schnuppe?
    Hirn einschalten und dann erst schreiben!

  17. „Im Übrigen habe ich in #46 schon argumentiert, dass ein anderer (vergeblich) versuchte, Gröger zu retten. “

    Der Verteidiger! Mannomann, Wahr-Sager, Du bist vielleicht ein Witzbold. Ich vermute, der Verteidiger ist gleich darauf verhaftet und an die Front geschickt worden.

    @Beate: Diese Leute, die keine Standhaftigkeit aufbringen, um für ihre Werte einzustehen, darin ist auch Weimar zugrunde gegangen. Leute, die behaupten, daß sie doch, indem sie mitmachten, so viel mehr Gutes tun konnten. (wo ist der Speikübel?)
    Mir ist nicht ein Fall eines Richters bekannt, der verhaftet und ins KZ gekommen wäre, oder überhaupt Nachteile erlitten hat, weil er sich dem Regime gegenüber unbotmäßig verhalten hatte. Die richterliche Unabhängigkeit galt nämlich auch in der Nazizeit. Deshalb wurden die bedeutenden Regimegegner ja auch von einem von den Nazis eingesetzten Sondergericht (Volksgerichtshof) verurteilt.

    @Wahrsager: Solltest schon mal üben und Deinen Arsch in den Himmel recken.

  18. @ Wahr-Sager

    Könnte es sein, daß Leute wie du innerlich genau wissen, daß sie sich auch sofort mit jedem Regime arrangieren würden, wenn es denn sein müßte? Gleichzeitig unterstellt man anderen – das ist ein menschliches Verhalten – genauso zu denken wie man selbst. Wenn es dich in deinem Nationalstolz beruhigt: Dieses Mitläufer-Verhalten ist nicht auf Deutschland beschränkt, gibt es auch heute in totalitären Staaten.

    Ich kann jedenfalls auch nicht mit Gewißheit sagen, wie ich mich verhalten hätte. Das verbietet mir aber nicht, mir eine Meinung über Filbinger zu bilden. Jedenfalls werde ich nicht aus „Protest“ radikalen Parteien meine Stimme geben. Und du?

  19. #1571:

    Du Superheld wärst natürlich aufgestanden, hättest „Scheiß Nazis!“ gerufen und denen ins Gesicht gespuckt. Ne, is klar!
    Man, hättest du doch nur zu der Zeit gelebt, dann wärst du bestimmt ein ganz tapferer Widerstandskämpfer gewesen, der die Macht gehabt hätte, alle vor dem Tod zu retten.
    Vielleicht findest du hier ja Anhänger, die sich ein Bild von dir an die Wand hängen und dich anbeten?
    So, und nun ab in den Antifa-Club und weiterhin Jagd auf pöse Nazis machen. Und nicht vergessen: Das sind auch die, die eine islamophobe (und somit fremdenfeindliche) Einstellung haben, Moscheebauten ablehnen und Türken und Araber aufgrund deren erhöhter Gewaltbereitschaft am liebsten ausweisen wollen.

  20. #1571:

    „Mir ist nicht ein Fall eines Richters bekannt, der verhaftet und ins KZ gekommen wäre, oder überhaupt Nachteile erlitten hat, weil er sich dem Regime gegenüber unbotmäßig verhalten hatte.“

    LOL You made my day! Welche Richter aus der Nazi-Zeit außer Filbinger sind dir denn noch bekannt? Bei deinem Kenntnisstand. Aber Hauptsache, mal kräftig empören, hm? Claudia lässt grüßen.

  21. #56:

    Nein, könnte nicht sein. Und wieso *müsste* es sein? Was willst du mit deiner bösen Unterstellung bezwecken? Ist es üblich, dass Leute wie du versuchen, Andersdenkende in eine bestimmte Ecke zu drängen, weil ihnen deren Ansichten nicht genehm sind?
    Du bist selbst Mitläufer mit deiner anti-deutschen Einstellung und merkst es offenbar nicht mal. Dabei passt du dich dieser Thematik bezüglich bequem einer Mehrheit an und scheinst gar nicht daran interessiert zu sein, die Wahrheit zu ergründen. Und gerade bei dem Begriff „Wahrheit“ scheinen „Antifaschisten“ Pickel zu bekommen, weil sie es damit nicht so genau nehmen.

    Wer verbietet dir denn eine Meinungsbildung über Filbinger? Immerhin hast du nicht so ein großes Maul und meinst, dass du es besser gemacht hättest. In unserer Wohlstandsgesellschaft ist es einfach, zu sagen „Diese Verbrecher“, „Diese Scheiß-Nazis“, aber Filbinger war nun mal kein Freisler oder Mengele.
    Wie ich schon schrieb, würde ich – wenn überhaupt – den Republikanern meine Stimme geben, falls Ulfkottes Partei nicht zur Wahl antritt. Oder würdest du weiterhin eine der etablierten Parteien wählen, die dazu beitragen, dass unser Land immer mehr islamisiert wird?

  22. „Du Superheld wärst natürlich aufgestanden, hättest „Scheiß Nazis!“ gerufen und denen ins Gesicht gespuckt.“

    Nein, so dumm wäre ich sicher nicht gewesen und welchen Mut ich sonst aufgebracht hätte, da bin ich mir nicht sicher.

    Aber, typisch, Du hast gar nicht verstanden, worum es geht: Es geht nicht darum, daß Filbinger nicht aktiver Widerstandskämpfer war.

    Es geht darum, daß Filbinger sich mit dem System arrangiert und es aktiv unterstützt hat, weil er Nachteile für sein berufliches Fortkommen vermeiden wollte und dafür über Leichen ging. Er wollte eben nicht Bäcker werden, wie es so schön auf seiner Verteidigungswebseite heißt.

    „Welche Richter aus der Nazi-Zeit außer Filbinger sind dir denn noch bekannt?“

    Das die richterliche Unabhängigkeit von den Nazis dadurch umgangen wurde, daß vielfach Sondergerichte eingesetzt wurden, ist Dir sicher bekannt. Warum wohl? Weil die Nazis sicher waren, jederzeit den notwendigen Druck auf Richter ausüben zu können? Meinst Du im übrigen nicht, daß solche Fälle nach dem Krieg bekannt geworden wären, gerade weil die Richterschaft bemüht war, sich von den Vorwürfen einer Unrechtsjustiz reinzuwaschen? Schließlich hat auch die Recherche im Internet nichts dazu ergeben.

    Du verlangst von mir Fakten und stellst gleichzeitig selber völlig unsubstantiierte Behauptungen von einer Art Befehlsnotstand auf, daß für Filbinger Lebensgefahr bestanden hätte, wenn er die Todesurteile nicht gesprochen hätte (aus dem Grunde habe ich eine Deiner Fragen übrigens persifliert – haste wohl nich kapiert).

    „So, und nun ab in den Antifa-Club und weiterhin Jagd auf pöse Nazis machen. …“

    Wie war das noch mit „Trotzreaktion“? Haste keine Argumente mehr und Dein Wahrsagen eingestellt?

  23. @ Beate

    Da Du Oettinger politisch korrekt unterstellst, er habe Filbinger zum Widerstandskämpfer stilisiert, wäre ein Blick in die PI-Präambel vielleicht hilfreich und danach vielleicht ersteinmal die Originalaussage Oettingers lesen.

    PI :
    „Die politische Mitte und der politische Konservatismus brechen derzeit überall zusammen. Trotz des Ausgangs des kalten Krieges verzeichnen wir seltsamerweise einen Linksrutsch statt einer Verschiebung nach rechts. Die Ideologie der Bolschewisten ist gescheitert, aber schon nimmt eine neue Art von Utopisten deren Platz ein, die politisch Korrekten. Sie übernehmen die Extremposition im politischen Spektrum, die bisher von den Bolschewisten besetzt war. Die politisch Korrekten gehen genau gleich vor wie früher die Kommunisten. Sie steuern die Linke – Sozialisten und Sozialdemokraten – und setzen so ihr Programm durch. Sie sind in der Tat eine grosse Bedrohung für unsere Demokratien und unsere Grundrechte. Unglücklicherweise besitzt unsere heutige Welt keine Kraft mehr. Als die Sowjetunion noch existierte, war die Bedrohung sichtbar. Und diese Bedrohung mobilisierte Widerstandskräfte in den westlichen Gesellschaften. Heute gibt es keinen Widerstand. Es ist fast wie bei Aids, wir haben kein Abwehrsystem mehr. Die Menschen sind apathisch. Sie haben alle Hoffnung aufgegeben und schauen solchen Eingriffen in ihre Grundrechte verzweifelt zu. Aber sie nehmen die «political correctness» nicht als eine schwere Bedrohung wahr. Es ist eine vordringliche Aufgabe, die «political correctness» als eine schwere Bedrohung unserer Freiheit zu entlarven und Kräfte dagegen zu mobilisieren.“

    Diesem und nur diesem Zweck dient dieser Blog!

    Stefan Herre

  24. #60 1571:

    Wie, das wäre Dummheit gewesen? Was wäre denn keine Dummheit gewesen? Wenn Filbinger sich geweigert hätte, das Todesurteil zu vollstrecken? Du meinst, diese Verweigerung hätte Gröger das Leben gerettet?

    Es geht darum, dass Leute wie du ohne nähere Sachkenntnis, sondern nur aufgrund von oberflächlichen Informationen oder gar Meinungen aus den Medien, politisch korrekt eine Vorverurteilung betreiben, anstatt sich auch mit Quellen auseinanderzusetzen, die deine Ansichten vielleicht nicht in der gewünschten Weise wiedergeben.
    Dass sich Filbinger mit dem System arrangiert hatte, beweisen tapfere „Antifaschisten“ wie du, die selbstverständlich so gehandelt hätten wie die Geschwister Scholl (die übrigens weder „Scheiß Nazis!“ ausgerufen noch ihnen ins Gesicht spuckten).

    Nun, war Filbinger jetzt in einem Sondergericht oder Standgericht? Oder gar in gar keinem von beiden? Ich zitiere diesbezüglich wieder von schon erwähnter Quelle:

    „Vielen, die sich in die Diskussion um Filbinger einmischen, scheint der Unterschied zwischen Anklagevertreter und vorsitzendem Richter beim Militärgericht nicht klar zu sein. Nun, die Anklagevertreter waren so etwas ähnliches wie Staatsanwälte, waren aber gegenüber dem Gerichtsherrn – dem dazu bestimmten militärischen Befehlshaber – weisungsgebunden, hatten seine Vorgaben zu befolgen. Ein und derselbe Richter konnte in einem Verfahren zum Anklagevertreter bestimmt sein, in einem anderen zum vorsitzenden Richter, der also in der Hauptverhandlung den Ankläger und den Verteidiger zu hören und alle Fakten abzuwägen, Zeugen zu befragen und dann ein Urteil zu sprechen hatte. Diesem ‚erkennenden‘ Richter waren zwei militärische Beisitzer zugeordnet. In der Funktion als Ankläger dagegen konnte niemand Urteile sprechen, auch nicht Filbinger. Doch war der Ankläger Untersuchungsführer, leitete die Vorermittlungen und konnte hier in gewissen Grenzen Weichen stellen. Und diese Weichen wurden in der Praxis der Militärjustitz nicht selten in für den Angeklagten vorteilhafte Weise gestellt.“

    Natürlich verlange ich von dir Fakten, wenn du hier Behauptungen aufstellst, weil du davon überzeugt bist. Meine Behauptungen sind nicht „völlig unsubstantiiert“ – ganz im Gegensatz zu deinen, wenn du schreibst, dass Filbinger die Macht gehabt hätte, statt des Todesurteils eine Freiheitsstrafe zu verhängen.
    Welche Frage bitteschön soll ich nicht kapiert haben, weil ich sie vielleicht nicht in der von dir gewünschten Art und Weise beantwortet habe?

    Ach, weißt du, irgendwann ist ein Punkt erreicht, ab dem sich Argumente einfach nicht mehr lohnen, weil der Diskussionspartner auf ein Niveau abgerutscht ist, bei dem es nur noch darauf ankommt, den DiskussionsGEGNER zu diffamieren oder zu diskreditieren. Und warum sollte es mir verwehrt sein, auf die gleiche Art und Weise zu antworten?
    Und entweder scheinst du eine partielle Sehschwäche zu haben oder wirklich nicht zu wissen, dass ein „Wahrsager“ ein Synonym für „Hellseher“ ist und sich auf paranormale Aktivitäten bezieht. Ich schreibe mich allerdings mit Bindestrich – der Nick soll ausdrücken, dass ich daran interessiert bin, die Wahrheit zu ergründen und mit bestem Gewissen das, was ich an Informationen zusammengetragen habe, auch wiedergebe.

  25. >> Oder würdest du weiterhin eine der etablierten Parteien wählen?

    Selbstverständlich. Ich würde wohl schweren Herzens meine Stimme der Union geben, und auch Oettinger würde ich wählen, obwohl ich seine Aussage für daneben halte. Auf die linke Kampagne falle ich nämlich trotzdem nicht herein. Alles andere ist ein Geschenk für SPD/Grüne/PDS. Es gäbe zwar einige Alternativen, aber die sind leider ohnehin chancenlos. Und von den Republikanern (von der NPD spreche ich erst gar nicht) sind bezüglich der Islamisierung keine ernsthaften und realistischen, bezüglich sonstigen wichtigen Themen kontraproduktive „Lösungen“ zu sehen. Das ist noch freundlich ausgedrückt. Sollte die Ulfkotte-Partei zu einer Alternative werden, könnte natürlich auch sie meine Stimme bekommen.

    Und noch einmal: Es waren viele kleine Mitläufer wie Filbinger, die mit das Regime am Laufen hielten. Es macht keinen Sinn, das bestreiten zu wollen. Eigentlich sollte damit und mit Oettingers jüngster begrüßenswerter Erklärung auch erst mal genug zu diesem Thema gesagt sein.

  26. Natürlich hatte Filbinger eine Wahl!

    Du hast es auf den Punkt gebracht, Beate, worum es im Kern geht. Danke. Man hat immer eine Wahl. Selbst dann, wenn die eine Wahl das berufliche Fortkommen und die andere den Tod bedeutet. In diesem Fall ist die Wahl zwar extrem, aber man hat die Wahl dennoch. Nicht in die NSdAP einzutreten, bedeutete jedoch nur manchmal etwas Diskrimierung oder finanzielle Nachteile – aber nicht den Tod oder sonstwas Schlimmes.

    Man hat immer die Wahl.

    Man kann später erkennen, dass man falsch gewählt hat und wenn man das so ausdrückt, ist das in Ordnung. Aber die Vorstellung, man hätte keine Wahl gehabt, führt in eine fatale Denkweise.

    Für einen 14-jährigen Araber in Berlin ist es auch keine leichte Wahl, sich einer Bandenmitgliedschaft zu entziehen. Aber er HAT die Wahl und wenn er sie falsch trifft, ist sogar so ein junger Mensch dafür verantwortlich. Er hatte die Wahl. Und Filbinger und Konsorten hatten die auch!

    Welche Wahl hat denn Claudia Roth, über die immer so schön gehetzt wird? Gegen die grüne Ideologie verstoßen und rausfliegen, was finanzielle Nachteile bringt.

    Und Beates Beispiel mit den Steinigern ist absolut korrekt. Als kleine Kinder in Koranschulen indoktriniert, in einer Gesellschaft, in der man ehrgeizige Ziele nur verwirklichen kann, wenn man islamkonform ist: Welche Wahl hatte ein Mullah?

    Weniger als Filbinger. Schließlich musste letzterer nicht Angst haben, in die Hölle zu kommen! Gar nichts, nada wär ihm geschehen, wenn er nicht in die NSdAP eingetreten wäre.

    Dass man immer die Wahl hat, ist gerade bei der Islamkritik elementar. Wer der Meinung ist, es gäbe Situationen, wo man sie nicht hat, handelt inkonsequent, wenn er Terroristen, Steiniger und Hassprediger verurteilt.

    „Man hat die Wahl“ ist das reife und freie Menschenbild, das wir verteidigen, wenn wir uns gegen den Islam aussprechen. Das Gegenteil ist nichts anderes als:

    DHIMMITUM (egal ob gegenüber dem Islam oder dem Nationalsozialismus)

  27. #64 Mir:

    Genau das ist ja das Problem: Wenn jeder denkt, dass andere Parteien völlig chancenlos sind, dann bleiben sie auch chancenlos. Was die Republikaner betrifft, würde ich die ja nicht wählen, weil ich der Ansicht bin, dass sie produktive Lösungen anbieten, sondern weil sie insgesamt das kleinere Übel im Vergleich zu den anderen Parteien darstellen.

    Es macht keinen Sinn, Filbinger aus falsch verstandenem Gerechtigkeitsempfinden zum Nazi zu machen. Mitläufer war er insofern, als dass er sicherlich nicht mit den Geschwistern Scholl zu vergleichen war, die Flugblätter ausdruckten und verteilten. Dennoch hat Filbinger Menschen gerettet. Diesen Umstand zu negieren und sich einzig darauf zu konzentrieren, dass er nicht alle Menschen gerettet hat, die lt. Ansicht einiger hier von ihm hätten gerettet werden können, zeugt von Naivität, Besserwisserei und/oder einem moralischen Überlegenheitsgefühl.

  28. @Wahr-Sager

    „den DiskussionsGEGNER zu diffamieren oder zu diskreditieren.“

    Das schreibst ausgerechnet Du. Das ist schon lustig.

    Filbinger hat sich in den letzten Kriegsmonaten, als jedem, der einigermaßen bei Verstand war, klar geworden war, wohin die Sache lief und es eine Inflation von Widerstandstaten gab, in zwei Fällen als Lebensretter aufgeführt. Gut, das sollte man ihm trotz allem anrechnen, obwohl Filbinger sicher zu denen gehören wollte, die sich bereits startklar machten für die Zeit nach dem Faschismus und es kann ihn nicht davon entlasten, daß er um seiner Kariere willen, dem Regime jahrelang treu zu Diensten gewesen ist.

  29. @ #41 Wahr-Sager
    „Bei der Gelegenheit kannst du mir sicherlich auch sagen, inwiefern jemand, der den Zug nach Auschwitz fuhr oder den Gashahn aufdrehte, vergleichbar ist mit einem Marinerichter, der gar nicht die Macht hatte, über das Leben anderer zu entscheiden. Oder sollte ich irgendwas übersehen haben bei meiner Argumentation?“
    Allerdings: Wenn KZ-Aufseher X den Gashahn nicht aufgedreht hätte (genauer: die Zyklon-B-Dose nicht in aller Vorsicht unter Anlegen einer Schutzmaske geöffnet hätte und den Inhalt in den Raum mit den Eingepferchten mit schreienden Kindern im Arm geleert hätte), hätte es Aufseher Y getan. Hätte Soldat X die Juden, die gerade selbst den Graben ausheben mussten -wohl wissend, was sie dann erwartet- nicht mit dem MG hineingemäht, hätte es Soldat Y getan. Und hätte die Degussa nicht Zyklon B in treuer völkischer Pflichterfüllung hergestellt…

    Wieso verkaufe ich eigentlich nicht die Drogen an die Schulkinder? So bliebe das Geld wenigstens im Lande, anstatt an irgendwelche fremden Drogenkartelle zu gehen. Und wenn ich es nicht verkaufe, bekommen sie diese – und das kann ernsthaft niemand bestreiten – garantiert woanders!

    @ #44 wieder Wahr-Sager
    „Da trifft es sich doch gut, dass du hier Gleichgesinnte findest…“
    Ach wo, Gleichgesinnte. Alles auch arme Irre, gell? Deiner Meinung nach jedenfalls, und du sagst ja die Wahrheit. Schon weil du ja im Gegensatz zu Ungläubigen im Besitz endgültiger Wahrheiten bist. Wieso fühlst du dich dann in diesem falschen Forum so wohl?

    Interessant übrigens, dich ausgerechnet hier wiederzutreffen. Was gibt braun + violett noch? Schlimmbraun? Aber wie schon gesagt (das hast du da offensichtlich nicht kapiert): auch bei strammen Nazis, die es schließlich auch in der Wehrmacht gab, stand „Gott mit uns“ auf der Koppel. Insofern eine erprobte Allianz….

    @ #41 und noch einmal Wahr-Sager
    „Ihr Besserwisser hättet es natürlich anders gemacht – ganz klar!“
    ETLICHE haben es damals anders gemacht. Und ich hoffe – bete zu Gott kann ich ja nicht sagen – , dass ich damals zu denen gehört hätte, statt zu Filbinger + Co. Aber vielleicht verteidigen ja gerade die vehement diese „Befehlsempfänger“, die sich in der Richtung nicht so sicher sind.

    @ mich selbst:
    „Micha, warum bist du so blöd, die wieder auf Diskussionen mit dem Typen einzulassen?“
    „Das möchte ich auch mal wissen! Ich lasse es jetzt auch.“

  30. @ 69 Micha
    @ mich selbst:
    „Micha, warum bist du so blöd, die wieder auf Diskussionen mit dem Typen einzulassen?“
    Wow, seit Tagen bewundere ich Deine Ausdauer.

  31. #69 Micha:

    „@ mich selbst:
    ‚Micha, warum bist du so blöd, die wieder auf Diskussionen mit dem Typen einzulassen?‘
    ‚Das möchte ich auch mal wissen! Ich lasse es jetzt auch.‘

    Jetzt führt der arme Hardcore-Atheist auch noch Selbstgespräche.

    Wie viele ETLICHE haben es denn anders gemacht? Und WAS haben sie anders/besser gemacht?
    Du bist doch einer jener Dumpfbacken, die Hitlers Ideologie mit dem Christentum gleichsetzen und hast die Diskussion diesbezüglich abgebrochen, weil du argumentativ nicht mehr weiter wusstest, so dass es generell sinnlos ist, sich mit dir auseinanderzusetzen. Du brauchst Publikum, das dir zunickt – ein typischer Mitläufer. Das genaue Gegenteil zu aufrechten Menschen wie die Geschwister Scholl, die noch überzeugt waren von dem, wofür sie einstanden.

    Hast du sonst noch irgendwelches Gelaber parat?

  32. @Micha:

    Hat Filbinger in irgendeiner Weise mit dem Tod von Juden zu tun gehabt? Oder wolltest du wieder mal auf die Kacke hauen und darstellen, was für ein toller Hecht DU doch bist?

    Ah, ich sehe, dass dein Kollege „Bad Religion“ auch wieder hier ist. Viel Spaß noch bei der gegenseitigen Beweihräucherung!

  33. #68 1571:

    Interessant, was du als lustig empfindest. Du scheinst einen sehr ausgefallenen Humor zu haben. Aber schön, wenn man sich mit seiner Ansicht in bester (heuchlerischer) Gesellschaft befindet, nicht wahr? Auch Oettinger hat ja jetzt auf Druck seine Rede zurückgenommen, und eine kirchliche Veranstaltung wurde abgeblasen. Was tut man nicht alles, um seine Ansichten nicht mehr verteidigen zu müssen?

    Bist du dir sicher, dass Filbinger nur in zwei Fällen als Lebensretter tätig war? Und welche Toten soll er außer Gröger sonst noch auf dem Gewissen haben? Schon mal daran gedacht, dass Filbinger vielleicht gerade deswegen Richter gewesen ist, weil er nur auf diese Weise helfen konnte und er es womöglich auch wollte?

  34. Aus http://www.national-zeitung.de/Artikel_07/NZ17_X.html (in Hinblick auf diese Quelle ist zu bedenken, dass offensichtlich sonst keine andere Mainstream-Publikation ein Interesse daran hatte, Forstmeier zu Wort kommen zu lassen. Also bitte nicht empören deswegen.):

    National-Zeitung: Was hat Dr. Filbinger konkret unternommen, um Ihnen zu helfen?

    Forstmeier: Dr. Filbinger sagte mir, dass wegen des Umfangs und der Schwere der Belastung ein Todesurteil nicht zu verhindern sei. In den Akten waren mehrere Punkte rot unterstrichen, die nach der Rechtsprechung des Oberkriegsgerichtsrates jeweils zu einem Todesurteil hätten führen können. Ich hatte zum Beispiel als Kompaniechef verboten, bei öffentlichen Anlässen das Horst-Wessel-Lied zu singen. Auch den Hitler-Gruß hatte ich untersagt. Ich war kein Nationalsozialist, sondern deutscher Patriot.

    Filbinger sah nur den Weg, durch geeignete Maßnahmen soviel Zeit wie möglich zu gewinnen. Voraussetzung sei, dass ich ihm qualifizierte Zeugen nennen könne, die auch in schwierigster Situation nicht versagen würden. Ich war mir ganz sicher, diese Zeugen benennen zu können. Aber die Zeugenaussagen alleine hätten zu meiner Rettung nicht ausgereicht. Da kam Dr. Filbinger auf einen genialen Gedanken: „Können Sie völlig ausschließen“, fragte er die Denunzianten, „dass Ihr Kompaniechef Sie lediglich auf ihre politische Standfestigkeit prüfen wollte?“ Die beiden Feldwebel waren offenbar auf eine solche Reaktion nicht gefasst. Also diktierte Dr. Filbinger ins Protokoll: „Ich kann natürlich nicht ausschließen, dass unser Kompaniechef Forstmeier seine Äußerungen nur machte, um unsere Standfestigkeit zu prüfen.“ Diese Aussage wurde von den beiden Denunzianten unterschrieben. Damit war der Sache die entscheidende Wende gegeben.

    Darüber hinaus hat Dr. Filbinger die Akten nach Nordfrankreich an die Standorte verschiedener Zeugen geschickt, um Zeit zu gewinnen. Das gelang, erst fünf Monate später fand die Hauptverhandlung gegen mich statt, und die Kriegslage war so, dass jeder mit einem baldigen Ende rechnete.

  35. Gysi war übrigens während seiner Zeit in der DDR Gegner der SED-Diktatur. Hätte er die Genossen von der STASI nicht informiert, hätte es ein anderer gemacht. Vielleicht wären dann unsere Helden der Novemberrevolution, Gauck, Eppelmann, Birthler, Lengsfeld, jetzt tot?

  36. Bei wem sich Oettinger nach Roths Ansicht wofür entschuldigen soll, wird nicht berichtet. Wie überhaupt die Kritik zwar laut und empört erschallt, aber niemand von den Kritikern sagt, in welchem Punkt eigentlich Oettinger gelogen habe, welche Aussage in seiner Rede denn dreist sei, wo er denn die Geschichte geklittert habe.

    Sie sagen das nicht, jedenfalls nicht konkret und mit Belegen, weil es diese Punkte nicht gibt.

    Dafür, daß Filbinger Nationalsozialist war, ist bisher kein einziger Beleg vorgewiesen worden. Niemand hat bekundet, daß er sich antisemitisch oder sonstwie als Nazi geäußert habe, daß er diesen Unrechtsstaat gepriesen, daß er seine Ideologie bejaht hätte. Wohl aber gibt es starke Hinweise darauf, daß er ein Gegner der Nazis war.

    Der deutlichste ist, daß zwei der Widerständler des 20. Juli, Dr. Karl Sack und Berthold Schenk Graf von Stauffenberg, ihn – man kann das bei Günther Gillessen nachlesen – ohne sein Wissen dem Stadtkommandanten von Berlin, Paul von Hase, einer zentralen Figur des Widerstands, für ein Amt nach dem Sturz der Nazis empfohlen haben. Und zwar mit der Aussage, auf Filbingers „antinationalsozialistische Grundsatztreue und Loyalität“ könne man sich jederzeit verlassen.

    Ebensowenig gibt es historische Belege gegen das, was Oettinger über Filbingers Tätigkeit als Marinestabsrichter gesagt hat. (Es sei denn, man glaubt Rolf Hochhuth, was man freilich nicht empfehlen kann). Wer die Details erfahren möchte, dem empfehle ich nochmals nachdrücklich die Arbeit von Günther Gillessen.

    (Quelle: http://zettelsraum.blogspot.com/search/label/Hans%20Filbinger)

  37. Herrlich wars draußen in der Sonne! Hier gings ja derweil hoch her! Danke an alle, die hier für das Recht eingetreten sind, dass ich eine andere Meinung haben darf, als manche sie mir hier aufzwingen wollen :-))

  38. @ #79
    Hi Beate, dann hast du ja wenigstens mal eine akzeptable Art der Bräunung erlebt. Hier im Thread gab’s solange eher die andere Sorte…

    @ viele, viele ## von Wahr-Sager

    „Hast du sonst noch irgendwelches Gelaber parat?“

    Ja, habe ich. Ungefähr das gleiche wie im Thread “ USA: Auf Reinheitsbällen …“.
    Auch hier wirst du wieder mal heftig ausfallend, hast dich nun auch noch bezüglich eines weiteren Themas als Fanatiker ausreichend geoutet, und auch hier werde ich jetzt die Diskussionen mit dir einstellen.

  39. Viele Leute hier, aber auch Prominente wie Henryk M. Broder, berufen sich auf den Schriftsteller Ralf Hochhuth, für den Filbinger ein sadistischer Nazi war.
    Interessant ist das, was man über Hochhuth in dem Artikel „Der Fall Hochhuths und der Süddeutschen Zeitung
    – Journalismus am Abgrund“ liest: http://www.noth.net/r2_hochhuth_sueddeutsche%20zeitung.htm

    Die Wahrheit ist offenbar doch nicht so einfach, wie (hier) so viele glauben.

  40. Viele Leute hier, aber auch Prominente wie Henryk M. Broder, berufen sich auf den Schriftsteller Ralf Hochhuth, für den Filbinger ein sadistischer Nazi war.
    Interessant ist das, was man über Hochhuth in dem Artikel „Der Fall Hochhuths und der Süddeutschen Zeitung
    – Journalismus am Abgrund“ liest: http://www.noth.net/r2_hochhuth_sueddeutsche%20zeitung.htm

    Die Wahrheit ist offenbar doch nicht so einfach, wie (hier) so viele glauben.

  41. #80 Micha:
    Wo werde ich denn ausfallend? Ich antworte immer angemessen, es kommt immer auf das Niveau meines Gegenübers an, das seltsamerweise schnell emotional wird. Sollte dies womöglich an fehlenden Argumenten liegen? *pfeif*

    @D.N. Reb:
    Nette Polemik, nur leider am Thema vorbei. Auch für dich gilt die Empfehlung, sich mal mit der erwähnten Site von Harald Noth zu befassen.

    @Beate:
    Dir will hier niemand eine Meinung aufzwingen. Das tust du schon selbst.

  42. Ach, noch was, Micha. Nicht jeder, der nicht deiner Meinung ist, ist „braun“. Das darfst du auch deinen Antifa-Kollegen mitteilen.

  43. Wahr-Sager hat hier einige sehr anfechtbare Argumente vorgetragen (u. a. Entschuldigung für Filbinger: Hätte nicht er … dann hätte halt ein anderer …), aber er scheint sich auch eingehender als viele andere mit dem Thema befasst zu haben. Deswegen muss er nicht automatisch recht haben. Ich kann auch den Wert seiner Quellen (wie tendenziös?) nicht beurteilen; dazu müsste ich sie alle nachlesen, wozu mir die Sache jedoch letztlich nicht wichtig genug ist. Jedenfalls: Man muss Wahr-Sager zugestehen, dass er eine nicht immer gut verteidigte (s.o.), aber doch eine relativ gut befestigte Position hat. Meine „Anti-Oettinger“-Parteinahme jedenfalls hat sich nach Lektüre dieses Threads in eine eher neutrale Position verwandelt, weil eine fundierte Meinungbildung gründlichere Hintergrundinformationen erfordert, als ich sie in diesem Fall besitze oder mir anzueignen bereit bin.
    Davon abgesehen scheint es sich bei dieser Auseinandersetzung um eine typische Stellvertreterschlacht rechts/konservativ vs.links zu handeln. Dahinter steckt wohl einiges an Ideologie.

  44. @Wahr-Sager
    Rolf Hochhuth, der interessiert mich in dieser Sache überhaupt nicht. Ich bin bei allem, was von seiner Seite kommt, sehr skeptisch.

    Du übertreibst aber auch zwecks Irreführung, denn daß Filbinger ein sadistischer Nazi gewesen sein soll, habe ich nicht (und auch sonst niemand) behauptet. Er war aber auch kein Regimegegner, wie Oettinger behauptet. Filbinger hatte sich arrangiert, da ihm seine Karriere wichtiger war als eine Gegnerschaft zum Regime mit negativen Konsequenzen zu bezahlen. Daß er sich nur deshalb arrangierte, um das System zu bekämpfen, dafür gibt es keinerlei Anhaltspunkte. Vielmehr ging es ihm um sein berufliches Fortkommen. Damit unterschied er sich nicht wesentlich von der Mehrheit der Deutschen, die entweder überzeugt waren oder die Diktatur hinnahmen. Filbinger hat erst dann mit persönlichem Widerstand begonnen, als er wußte, daß der Krieg verlorengehen würde. Das rechtfertigt nicht die Bewertung daß er Gegner des Nationalsozialismus gewesen sei.

  45. Wahr-Sager hat hier einige sehr anfechtbare Argumente vorgetragen (u. a. Entschuldigung für Filbinger: Hätte nicht er … dann hätte halt ein anderer …), aber er scheint sich auch eingehender als viele andere mit dem Thema befasst zu haben. Deswegen muss er nicht automatisch recht haben. Ich kann auch den Wert seiner Quellen (wie tendenziös?) nicht beurteilen; dazu müsste ich sie alle nachlesen, wozu mir die Sache jedoch letztlich nicht wichtig genug ist. Jedenfalls: Man muss Wahr-Sager zugestehen, dass er eine nicht immer gut verteidigte (s.o.), aber doch eine relativ gut befestigte Position hat. Meine „Anti-Oettinger“-Parteinahme jedenfalls hat sich nach Lektüre dieses Threads in eine eher neutrale Position verwandelt, weil eine fundierte Meinungbildung gründlichere Hintergrundinformationen erfordert, als ich sie in diesem Fall besitze oder mir anzueignen bereit bin.
    Davon abgesehen scheint es sich bei dieser Auseinandersetzung um eine typische Stellvertreterschlacht rechts/konservativ vs.links zu handeln. Dahinter steckt wohl einiges an Ideologie.

  46. Thema postfach, emails:
    könnte es sein, daß es im Pf noch Unterpostfächer gibt für spam und unbekannt?
    Ist bei mir bei webde so.
    Diese Unterteilungen zählen auch zum Volumen.

    Abgesehen davon kann man sich i.A. vom Postfach ne Weiterleitung machen und kann dann alles auf ein Pf mit größerem Volumen weiterleiten, ohne seine eingeführte Adresse wechseln zu müssen, z.B. hat glaub gmail oder googlemail oder wie es heißt 2 GB.

  47. #90 Israel_Hands:

    Ich habe Filbinger keineswegs entschuldigt, denn dies würde bedeuten, dass ich ihn für schuldig hielte. Auch muss ich nicht automatisch recht haben, weil ich mich eingehender als viele andere mit dem Thema befasst habe – selbstverständlich gilt das aber auch für andere.
    Was den Wert meiner Quellen betrifft, möchte ich dich an Henryk M. Broder erinnern, der – du weißt es sicherlich – selbst Jude ist, was aber nicht automatisch für ihn spricht, wenn ich auf ein Radio-Interview mit ihm verweise, worauf mich „feuervogel“ hingewiesen hat: http://www.henryk-broder.de/r2/content/audio/audio/freitagskommentar-2007-04-13.mp3
    Die Gedanken, die sich Broder in diesem Interview lt. „feuervogel“ gemacht hat, entspringen im Original dem Schriftsteller Rolf Hochhuth – Broder hat sie nur wiedergekäut. Hochhuth ist aber kein unbeschriebenes Blatt, so dass dies ein Beweis dafür ist, wie unkritisch Broder gegenüber dem Fall Oettinger argumentiert.
    Es geht bei dieser Auseinandersetzung um mehr als um eine typische Stellvertreterschlacht rechts/konservativ vs. links, sondern um Wahrheit. Und die Findung dieser besteht eben nicht darin, ungeprüft Äußerungen von Broder, Hochhuth oder Medien wie dem SPIEGEL zu übernehmen – und schon gar nicht darin, Leute, die daran interessiert sind, die Wahrheit zu erkunden, als „Braune“ zu bezeichnen.

  48. @1571:

    Es war aber Hochhuth (auf den sich übrigens auch „feuervogel“ mit seiner Argumentation beruft), der behauptet hat, die Gröger-Akte im Bundesarchiv gefunden zu haben. Darauf basiert ja auch die Annahme, dass Filbinger Gröger mit zwölf Gewehren erschießen ließ.
    Auf http://www.faz.net/s/RubFC06D389EE76479E9E76425072B196C3/Doc~E7586BAE07353489C96B19581036F78D8~ATpl~Ecommon~Scontent.html ist hierzu zu lesen, dass es Hochhuth keine Erwägung wert ist, weshalb die Gewahrsamsmacht ihm die Waffen ausgehändigt haben soll.
    Und du hast selbst geschrieben, dass Filbinger über Leichen ging – wenn du dich nicht auf den Fall Gröger bezogen hast, worauf dann?

    Unterstell mir bitte keine Dinge, die ich nicht gesagt habe. Die Aussage, Filbinger sei ein sadistischer Nazi gewesen, geht auf Rolf Hochhuth zurück, was ich auch klar geäußert habe: „Viele Leute hier, aber auch Prominente wie Henryk M. Broder, berufen sich auf den Schriftsteller Ralf Hochhuth, für den Filbinger ein sadistischer Nazi war.“
    Es gibt sehr wohl Anhaltspunkte, dass Filbinger ein Regimegegner war. So heißt es in einem Artikel von Günther Gillessen (http://www.mitteleuropa.de/filbinger01.htm):

    „Zwei der 1945 ermordeten Verschwörer, beides Militärjuristen, nämlich der Chef des Heeresgerichtswesens, Karl Sack, und der Völkerrechtsreferent im Oberkommando der Marine, Berthold Graf von Stauffenberg, ein Bruder des Attentäters vom 20. Juli, hatten den Marinestabsrichter Filbinger ohne dessen Wissen dem Stadtkommandanten von Berlin, Paul von Hase, für eine Verwendung nach gelungenem Putsch empfohlen mit der Bemerkung, auf Filbingers ‚antinationalsozialistische Grundsatztreue und Loyalität‘ könne man sich jederzeit verlassen.“

    Wo hast du die Annahme her, dass es Filbinger nur um sein berufliches Fortkommen ging? Spricht nicht sein Einsatz für Möbus und Forstheimer dagegen? Ob Filbinger wusste, dass der Krieg verlorengehen würde, ist irrelevant, denn indem er sich in Hinblick auf die genannten Personen großer Gefahr aussetzte, kann er wohl kaum davon ausgegangen sein, mit einem blauen Auge davonzukommen.

  49. Ein interessanter Kommentar zu Hochhuth („Hochhuth kommt vor dem Fall!“) in der FAZ (http://www.faz.net/s/Rub61EAD5BEA1EE41CF8EC898B14B05D8D6/Doc~E7586BAE07353489C96B19581036F78D8~ATpl~Ecommon~Skomlist~Ak~E66422.html):

    „Nein, in die vorgängige Diskussion mische ich mich nicht ein – sie ist auserzählt. Das Trauerspiel um eine aus dem Zusammenhang gerissene und verrissene Trauerrede, die wohl gedacht war, Öttinger zu kompromittieren, ist entsetzlich. Was der Redenschreiber des MP da verpatzt hat und warum Öttinger das so abgelesen hat – ich weiss es nicht – es war fehl am Platze. So weit – dass sich nun aber alle auf den MP stürzen, vor allem die unwichtigen Politclowns aus der zweiten Reihe – Vogt, Kuhn, Roth und sonstiges geistiges Bodenpersonal – das ist widerlich! Hochhuths Selbstinszenierung ist gekennzeichnet von wenig Intellekt und viel Ursprünglichkeit – mehr hatte er nie zu bieten. Linkes Gewäsch, ohne Pointe – nach der er zwar stets und erfolglos auf der Jagd ist. Herrn Filbingers Nazi – Vergangenheit kam zum Vorschein, nachdem er ein erfolgreicher MP gewesen ist – mich dünkt, da ist wohl viel Neid der Auslöser gewesen, und vor allem Kalkül. Die Linke wollte in der Agonie des 68-er-Tums nochmal zeigen, was sie kann. Bewiesen hat sie ihre Überflüssigkeit, weil eigentlich ausser den Neidern niemand wirklich wollte, dass er geht. Sozen können nur so und spielen dann immer den Nazi -Knüppel. Ob sie wohl bald den Stasi- Knüppel schwingen?“

  50. Filbinger hat mehr Leute nicht zum Tode verurteilt als er zum Tode verurteilt hat. Deshalb ist er so etwas wie Oskar Schindler. Bravo!

    Hätten wir nur mehr Militärrichter wie ihn gehabt, dann wären mehr Deserteure nicht hingerichtet worden als hingerichtete worden sind.

    Und wenn jeder ein Filbinger gewesen wäre, hätte es gar keinen faschistischen Staat gegeben.

    Man stelle sich nur mal vor, Hitler, Himmler usw. wären alle wie Filbinger gewesen, die Welt wäre das Paradies.

    Aber gute Menschen werden eben oft verkannt, so wie dieser Jesus aus Nazareth. Oder heilige Hans.

  51. @D.N. Reb:

    Sicher, ein D.N. Reb hätte natürlich ALLE Menschen gerettet – nicht nur Deserteure, sondern auch Juden!

    D.N. Reb ist ein Held, wie er im Buche steht! Ohne Fehl und Tadel, einfach perfekt.

    Jedem hätte er ohne Furcht die Stirn geboten, sich in furchtsame Situationen begeben und ein Attentat auf Hitler verübt.

    D.N. Reb wäre Bäcker oder Müller geworden und hätte so viele Menschen wie möglich für sich arbeiten lassen, um sie vor den Nazis zu schützen.

    Die Welt voller D.N. Rebs – und es gäbe kein Leid mehr. D.N. Reb kennt die Wahrheit!

  52. Sag mal D.N. Reb, wie willst du eigentlich die Schuld eines Menschen feststellen? Reichen dir schon einige Aussagen von zwielichten Zeugen, dass du aufgrunddessen ein Urteil abgibst, oder was für Bedingungen müssen erfüllt sein, um alle Zweifel zu beseitigen?

  53. Filbinger ging über Leichen, weil er die Unrechtmäßigkeit des Regimes erkannt haben will und sich dennoch zu seinem Diener machte.

    Dafür gibt es kaum eine Rechtfertigung. Jedenfalls reicht es dafür nicht aus, ein paar Menschen geholfen zu haben, als es mit dem Regime zu Ende ging.

    „Ob Filbinger wusste, dass der Krieg verlorengehen würde, ist irrelevant, “

    Da bin ich ganz anderer Meinung. Wenn sich jemand erst dann auf die Tugenden besinnt, wenn ihm das Wasser bis zum Hals steht, begrüße ich das zwar. Ihn deshalb aber als Gegner des Regimes zu bezeichnen, erweckt den Eindruck als hätte er sich nicht arrangiert und von Anfang an gegen das System gearbeitet.

  54. Du hast dich schon mal mit Filbingers Aussage blamiert. Wie oft willst du es noch mit anderen Dingen machen?

  55. Du hast dich schon mal mit Filbingers Aussage blamiert. Wie oft willst du es noch mit anderen Dingen machen?

  56. Über welche Leichen ging Filbinger denn? Inwiefern hat es ihm was gebracht? Nicht sehr überzeugend.

    Wofür reicht es nicht aus, ein paar Menschen geholfen zu haben? Haben die Geschwister Scholl irgendwelchen Menschen geholfen? Sind sie deswegen zu verurteilen?

    Wie kommst du darauf, dass Filbinger erst Gegner des Regimes wurde, als ihm das Wasser bis zum Hals stand? Und warum haben zwei der Widerständler des 20. Juli, Dr. Karl Sack und Berthold Schenk Graf von Stauffenberg, Filbinger ohne sein Wissen dem Stadtkommandanten von Berlin, Paul von Hase, einer zentralen Figur des Widerstands, für ein Amt nach dem Sturz der Nazis empfohlen? Und zwar mit der Aussage, auf Filbingers „antinationalsozialistische Grundsatztreue und Loyalität“ könne man sich jederzeit verlassen? Nachzulesen auf: http://www.mitteleuropa.de/filbinger01.htm

    – man kann das bei Günther Gillessen nachlesen –

  57. Ich muss sagen: Je mehr ich über den Fall Filbinger lese, desto mehr bin ich davon überzeugt, dass er einer Verleumdungskampagne zum Opfer gefallen ist.
    So sind auf http://zettelsraum.blogspot.com/2007/04/zettels-meckerecke-filbinger-hochhuth.html und http://zettelsraum.blogspot.com/search/label/HVA interessante Details zu finden, die man in den Mainstream-Medien vergeblich sucht.

    „Wer heute noch den absolut rehabilitierten Dr. Filbinger angreift, entlarvt sich als Mittäter der Stasi.“

  58. Noch was zur Fahnenflucht bzgl. Gröger:

    Im Deutschen Reich war die Fahnenflucht in den §§ 69 bis 79 Militärstrafgesetzbuch vom 20. Juni 1872 geregelt. Die Fahnenflucht definierte sich in §69 MilStGB genauso wie heute als eine unerlaubte Entfernung in der Absicht sich dem Wehrdienst dauerhaft zu entziehen. Der Versuch war auch strafbar. Die Strafandrohung war äußerst feingliedrig. Der Strafrahmen lag grundsätzlich von einem bis zu fünf Jahren Gefängnis, im Wiederholungsfall von 5 Jahren bis zu 10 Jahren Zuchthaus. Die Fahnenflucht im Feld wurde mit Gefängnis von fünf bis zu zehn Jahren bestraft; im Rückfall, wenn die frühere Fahnenflucht nicht im Feld begangen wurde, mit Zuchthaus nicht unter fünf Jahren, andernfalls mit Todesstrafe. Hatten mehrere Soldaten eine Fahnenflucht in Mittäterschaft begangen, so wurde die Freiheitsstrafe um ein Jahr bis zu fünf Jahren erhöht. Wurde die Handlung im Feld begangen, so trat statt des Gefängnisses Zuchthaus von gleicher Dauer, gegen den Rädelsführer und gegen den Anstifter Todesstrafe ein.

    Quelle: Wikipedia

  59. @#107 Wahr-Sager

    Du hast es immer noch nicht kapiert, dass das NAZI-Reich weder das deutsche Kaiserreich oder die Weimarer Republik war! Und wer Staatsbeamter im NAZI-Reich war, war automatisch Mittäter. Du verteidigst hier hartnäckig einen NAZI und machst ihn zum NAZI Gegner. Damit wertest Du die ab, die tatsächlich gegen das Hitlerregime waren. Du solltest Dich in „Lügenbold“ umbenennen.

  60. @#100 Wahr-Sager

    „Sag mal D.N. Reb, wie willst du eigentlich die Schuld eines Menschen feststellen? Reichen dir schon einige Aussagen von zwielichten Zeugen, dass du aufgrunddessen ein Urteil abgibst, oder was für Bedingungen müssen erfüllt sein, um alle Zweifel zu beseitigen?“

    Deine Frage überrascht mich überhaupt nicht, zeugt sie doch von Deinem sehr beschränkten Verstande.

    Wenn jemand Marinerichter in einer Zeit ist, in der die deutsche Wehrmacht mehrere Länder überrannt hat und durch ihre Präsenz für die Ermordung und Ausplünderung dieser Länder sorgt und im „Reich“ die Ausrottung der Juden sicherstellt,

    dann sorgt jedes Urteil das ein Marinerichter fällt, durch das abschreckende Beispiel dafür, dass die Wehrmacht weiter im Sinne der NAZIs funktioniert.

    Und jetzt hör auf zu flennen: „Er hat doch nur Urteile unterschrieben, er hat doch nur an Prozessen mitgewirkt, was hätte er denn machen sollen?“

    Genauso haben anschliessend Millionen herumgeflennt, die eigentlich alle Gegner Hitlers waren aber den Job nun mal machen mussten, sonst hätte ihn ein anderer gemacht.

    Du bist wirklich ein trauriges Würstchen.

  61. #108 D.N. Reb:

    Du bist nicht lernfähig, da die Bestrafung von Deserteuren nichts mit Nazis zu tun hatte, weil sie nämlich schon vor Errichtung des 3. Reiches stattfand.
    Die Bestrafung der Fahnenflucht ergab sich nicht aus einem NS-Gesetz; dort wo sie erfolgte, geschah sie auf Grund des Militär-Strafgesetzbuches von 1874, das bis zum Ende des 2. Weltkrieges in Kraft war.
    Du beschuldigst hier einen Unschuldigen, der verleumdet wird und Menschen rettete (!), als Nazi und reihst dich somit in die Riege der „Antifaschisten“ ein, die hysterisch hyperventilierend um sich schlagen und nicht willens sind, zu differenzieren. Ginge es nach deiner Definition von Nazi, wären auch Genscher, Scheel und Schiller Nazis gewesen. Alle FAKTEN sprechen gegen dich – you lose.

  62. #109 D.N. Reb:

    Als jemand, der die Lüge zu Wahrheit umdichtet, verwundert es mich nicht, dass dich meine Frage nicht überrascht. Schließlich kannst du alles so auslegen, wie es dir in deine Argumentation passt. Je mehr Fakten dir an den Kopf geworfen werden, desto wilder schlägst du um dich – in der Hoffnung, davon nichts mitzubekommen.

    Deine Phantasie geht mit dir durch. Was für Drogen nimmst du? Im Frühjahr 1945 rettete die Marine 2,5 Millionen Flüchtlinge aus Schlesien, Pommern, Ost- und Westpreußen über die Ostsee nach Schleswig-Holstein, denen die Rote Armee den Fluchtweg über Land durch ihren Vorstoß an die Weichselmündung abgeschnitten hatte. Weitere 1,5 Millionen Menschen blieben zurück und erlitten ein furchtbares Schicksal: Sie erfroren bei 20 – 25 ° Kälte oder kamen durch den Beschuss der Roten Armee um. Das sind für dich natürlich die Guten, hm?

    Was hat das Urteil eines Marinerichters damit zu tun, dass die Wehrmacht *im Sinne der Nazis* funktioniert? Du bist von einer fixen Idee besessen. Ich mache mir ernsthaft Sorgen um dich. Nicht, dass sich das zu einer Manie entwickelt.

    Nun sag schon, du Held: An wessen Tod soll Filbinger noch mal Schuld sein?

    Wenn man deine selbstgerechten und hirnverbrannten geistigen Ergüsse liest, ist das in der Tat traurig. Psssst, unter uns: Die Geschwister Scholl waren in der Hitlerjugend. Diese Nazis! Die hätten doch vorher wissen müssen, was Nazis für pöse Pupen sind!

  63. @#111 Wahr-Sager

    Du weisst doch gar nicht, was die Wahrheit ist.

    „Im Frühjahr 1945 rettete die Marine 2,5 Millionen Flüchtlinge aus Schlesien, Pommern, Ost- und Westpreußen über die Ostsee nach Schleswig-Holstein, denen die Rote Armee den Fluchtweg über Land durch ihren Vorstoß an die Weichselmündung abgeschnitten hatte.“

    Frag Dich mal, warum die fliehen mussten? War es ein Tsunami, ein Erdbeben, die Erderwärmung?

    Klar musste das jetzt von Dir kommen, Preisen der Kriegsmarine als gigantische Seenotrettungskreuzerflotille.

    Damit gehörst Du eindeutig zu den „Wir mussten ja den Krieg beginnen, wir wollten es nicht, der Churchill hat uns dazu gezwungen“-Herumjammerer. Zu den „Wir Deutschen sind die grössten Opfer des zweiten Weltkrieges-der Hitler hat uns alle betrogen“ Schluchzer.

    Wenn ich vorher noch Zweifel an der Motivation Deiner Filbinger/Oettinger-Verteidigung hatte, nun nicht mehr.

    Du passt so richtig in den Mainstream, wonach immer die Täter die Opfer oder Rettungskräfte sind. Die Deutschen im zweiten Weltkrieg- Opfer, Marinerichter-Opfer, Eichmann-Opfer, Hitler-Opfer. Die, die sich der Aufgabe entziehen wollten, andere umzubringen und desertierten – Täter. Stauffenberg und Konsorten – Verräter, die der Front in den Rücken gefallen sind. Rüpelali – Opfer, die Gesellschaft und die Umstände sind schuld. Palis – Opfer, Israel ist schuld….

    Damit bist Du für mich Geschichte.

  64. @ 112 D.N.Reb: ich verstehe sehr gut, warum Du es nötig hast, ständig die „Ant-Nazimonstranz“ vor Dir herzutragen: wer einen körperbehinderten Menschen als „Holpergang Baba“ tituliert, braucht einen Persilschein. Diese Methode stammt aus der übelsten Nazi-Klamottenkiste.

  65. Das hast du gut gesagt, D.N. Reb. Wie schade für die Relativierer, daß ihr neuer Held Oettinger inzwischen auch erkannt hat, daß Filbinger ein Mitläufer und jedenfalls kein Gegner war.

    Und sieh mal einer an:

    NSDAP-Mitgliedsantrag von Filbinger aufgetaucht.

    Damit dürfte wohl eine Geschichte der Verteidiger und Relativierer, daß er ja gar nicht NSDAP-Mitglied gewesen sei, als Fehlinformation (oder sollte man sagen: Lüge) erledigt sein. Geschichte läßt sich eben nicht beliebig verdrehen.

  66. @#113 rational

    Holpergang Baba ist körperbehindert?

    Holpergang Baba bezieht sich, wenn ich es verwende, auf seine „Einen Schritt vorwärts, Zwei zurück-Strategie“ im Umgang mit den Feinden der freiheitlich demokratischen Grundordnung.

    Los, preise seine Listigkeit und seine Voraussicht und dass unter der weisen Führung der CDU/CSU alles gut wird. Und dann erkläre mir die Schönheit der Theorie, dass Schweinefleischverzehr schwul macht.

  67. @ 115 D.N.Reb: ist mir neu, dass „ein Schritt vor, zwei zurück“ auf deutsch mit holpern bezeichnet wird, vielleicht DDR-Deutsch?
    „Feinde der freiheitlich demokratischen Grundordnung“ – könntest Du das etwas präzisieren, es gibt recht viele davon. Welche meinst Du denn genauer?
    „Schönheit einer Theorie“? Was ist das denn bloß? Kenne ich nicht. Da ich kein Moslem bin, kann ich Dir da garnichts erklären, habe auch nicht die Absicht, mich mit irgendwelchen hirnrissigen Hypothesen auseinanderzu setzen, geschweige denn, 1 Minute Zeit darüber zu verschwenden.

  68. @ 117 D.N.Reb: ziemlich laue Ausrede. Wie Du Dich nennst ist völlig schnuppe, nur, wie Du etwas anderes nennst, eben nicht, es sei denn, Du führst Selbstgespräche, da ist es wiederum egal. Warum nimmst Du hier teil? Um den anderen Teilnehmern Deinen Wortschatz zu erklären? „Blau ist, wenn ich das schreibe nicht das was ihr euch darunter vorstellt sondern ätsch! rot“?
    Fazit: Du lügst hier schlicht und schamlos.

  69. #112 D.N. Reb:

    Ausgerechnet jemand, der ein Zitat aus dem Zusammenhang reißt und ignoriert, dass Todesurteile schon vor der Hitler-Zeit Bestandteil eines Gerichts waren und auf Deserteure angewandt wurden, nimmt das Wort Wahrheit in den Mund. Was für ein erbärmlicher Heuchler du doch bist.

    Den Mainstream stellst DU dar. Oder um es mal mit anderen Worten eines Kommentators in Kewils Blog auszudrücken: „Schade, daß die allwissenden Helden des Widerstandes immer erst drei Generationen zu spät auf die Welt kommen. Mit den heutigen Bessermenschen wäre uns bestimmt einiges erspart geblieben.“ Es ist absolut nicht Mainstream, Filbinger bzw. Oettinger zu verteidigen – ganz im Gegenteil. Dein Geheule diesbezüglich kannst du dir also sparen.

    Filbinger war kein Täter, auch wenn du noch so sehr Gift und Galle spuckst. Das, was es an Informationen über den Fall Filbinger gibt, spricht nicht gegen ihn in seiner Rolle als Marinerichter, sondern für ihn. Wen hat er denn nun umgebracht, Dumpfbacke? Und wer hat behauptet, dass Stauffenberg der Front in den Rücken gefallen sind? Und was hat das mit „Rüpelali“ zu tun? Sinds die Drogen, die dich so verwirrt machen?

    Ich bin für dich Geschichte? Von mir aus. Mit hysterischen Schreihälsen, die sogar Claudia Roth noch übertrumpfen, diskutiere ich ohnehin nicht gern.

    @Mir:

    Auch für dich zitiere ich der Bequemlichkeit halber Äußerungen des eben erwähnten Kommentators: „Ich halte NSDAP-Mitglied Hans-Dietrich Genscher jedenfalls nicht für einen Nazi, ebensowenig wie Walter Scheel, Karl Schiller oder eine ganze Reihe der Widerstandskämpfer vom 20.Juli, die ebenfalls Parteimitglieder waren. Aber mit ausreichendem inquisitorischem Eifer, fehlender Sachkenntnis und nicht vorhandenem Einfühlungsvermögen wird man das natürlich anders sehen.

    Bloß gut, daß die meisten NSDAP-Mitglieder schon tot sind. Sonst käme womöglich noch einer von den Bessermenschen auf den Gedanken, die alle ins KZ zu stecken.“

    Ok, Filbinger war NSDAP-Mitglied, so what? Hans-Dietrich Genscher, Walter Scheel, Karl Carstens, Kurt Georg Kiesinger, Gerhard Schröder waren ebenfalls NSDAP-Mitglieder. Sind diese deswegen nun auch alle automatisch Verbrecher?

    „Einem erheblichen Teil der Schreihälse hier geht’s nicht um Filbinger oder die NSDAP, sondern darum, daß eine elitäre grün/rote/homo- Clique den Anspruch aufrecht erhalten will, zu bestimmen, was in Deutschland moralisch gut und deswegen richtig ist. Es gibt begründete Zweifel an der Schuld von Filbinger.
    Was um alles in der Welt treibt die militanten Toleranzprediger dazu, einen Beschuldigten die Unschuldsvermutung abzusprechen …“

    Für euch gilt offensichtlich der Leitsatz „Im Zweifel für den Kläger“.

  70. @#120 Wahr-Sager

    Ich will ja wirklich nicht den Schröder verteidigen, aber dieses demagogische Bürschlein kann nicht Mitglied der NSDAP gewesen sein, da erst im April ’44 geboren.

  71. #122:

    Ups, habe ihn mit einem anderen Gerhard Schröder (auch CDU) verwechselt.
    Genscher war aber bei der NSDAP.

  72. Filbinger war ein typischer Mitläufer mit ein paar spät entdeckten Skrupeln. Er war nicht von Anfang an ein Gegner des Regimes, sondern hat sich erst dann mit einigen Bemühungen für Regimegegner hervorgetan, als ihm klar wurde, daß der Krieg verloren ging. Darin war er nicht einzigartig, sondern das haben viele Mitläufer getan, die erkannt hatten, was die Stunde geschlagen hatte.

    Filbinger hat sich dem Regime angedient und es unterstützt. 1937 (kurz nach der Aufnahmesperre) hat er einen Aufnahmeantrag in die NSDAP gestellt. Das macht keiner, der ein Regimegegner ist. Oder er arbeitet von vornherein dagegegen. Das hat selbst Filbinger nicht behauptet.

    Filbinger unterscheidet sich nicht von Millionen Mitläufern.

  73. @Wahr-Sager
    Man kann nicht mit dem Teufel wegen der eigenen Karriere paktieren und sich als sein Gegner bezeichnen.
    Das Recht hat nur jemand, der zum Schein paktiert und tatsächlich von Anfang an den Teufel bekämpft.

  74. #124 1571:

    Nun, *mittlerweile* ist ein Foto-Beweis aufgetaucht, dass Filbinger 1937 in die NSDAP eingetreten ist. Die Frage ist jetzt: warum.

    Wenn er – wie du behauptest – sich erst mit einigen Bemühungen für Regimegegner hervorgetan hat, als ihm klar wurde, dass der Krieg verloren ging, warum gibt es dann nicht weitere Fälle, die davon zeugen, dass sich Filbinger vor seinem Wissen darum *nicht* entsprechend bemüht hat und als Todesrichter aufgetreten ist?

    Auch Hans Scholl war übrigens 1932 während seiner Gymnasialzeit in Ulm Anhänger NSDAP. Er nahm auch 1936 am Reichsparteitag der NSDAP teil, bevor er 1942 die ersten vier Flugblätter der „Weißen Rose“ verteilte (Quelle: http://www.dhm.de/lemo/html/biografien/SchollHans/index.html).
    Auf http://www.weisse-rose-lebensbilder.de/5.html ist zu lesen, dass Sophie Scholl sich erst im Jahr 1938 von der NSDAP entfremdet hat.

    Nach den aktuellen Erkenntnissen war Filbinger wohl ein Mitläufer, auch wenn das letzte Wort hierzu sicherlich noch nicht gesprochen ist. Er kann sich ja auch nur zum Schein auf die NSDAP eingelassen haben.

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