Geld stinkt bekanntlich nicht. Da nimmt man, was man kriegen kann, und wirft alle moralischen Bedenken über Bord, sofern man solche überhaupt hatte. Außerdem ist Anbiederung an den Islam sowieso en vogue, und so macht man leichten Herzens auch Geschäfte in einem Land, dessen Präsident Israel von der Landkarte tilgen will. Die Wiener Brauerei Ottakringer wird demnächst in der Nähe von Teheran eine Braustätte errichten und dann auch dort das halale Bier „Null Komma Josef“ herstellen.

Ottakringer lässt künftig die Marke „Null Komma Josef“ auch im Iran brauen. Die Ottakringer-Partner errichten dazu nahe Teheran für 25 Mio. Euro eine Brauerei. Die jährliche Kapazität der neuen Braustätte, in der ausschließlich das alkoholfreie „Null Komma Josef“ gebraut wird, beträgt 600.000 Hektoliter – was dem aktuellen Ottakringer Gesamtausstoß entspricht. Das teilte Ottakringer am Dienstag mit.

Der Lizenzvertrag, den die Ottakringer Brauerei mit ihrem Partner, der iranischen Familienunternehmen „Kilos Food Industries“, abgeschlossen hat, sieht vor, dass im Iran nach dem klassischen „Null Komma Josef“-Rezept gebraut wird, allerdings erweitert um die Frucht-Mischungen Zitrone, Himbeere und Apfel.

Vertrieben und beworben werde das alkoholfreie Bier unter „Null Komma Josef“. Ottakringer werde seine iranischen Partner sowohl beim Brauen als auch beim Marketing mit Know-how unterstützen.

Ob der Name „Josef“ aber wirklich halal ist, das wird die Zukunft zeigen.

» kundenservice@ottakringer.at an Mag. Siegfried Menz (Vorstandsvors. v. Ottakringer)

(Spürnase: Daniel B.)

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27 KOMMENTARE

  1. Die Aufregung kann ich hier nicht nachvollziehen. Ist doch in Ordnung, wenn die alkfreies Bier trinken wollen (oder sollen) und meinetwegen können die das dann auch als halamdudila bezeichnen.

  2. Es gibt auch in Teheran Bier. Dieses wird in der Türkei gebraut und dann unter großen Gefahren ins Land der Mullahs geschmuggelt.

    Da dieses Gesöff teuflisch schäußlich schmeckt, kann man die Absicht der Öschis auch als praktizierte Nächstenliebe interpretieren oder als besonders infamen Versuch, strenggläubige Moslems auf den Biergeschmack zu bringen, in der Hoffnung, daß sie irgendwann einmal auch ein richtiges Bier trinken werden.


    Das Kopftuch ist das Hakenkreuz der Moslems.

  3. … mmmh, Bierfreunde sollten sich wohl mit den mohammedanischen Spiesevorschriften anfreunden, denn dann würde wohl Gewähr dafür getragen werden, daß wenigstens ein Reinheitsgebot eingehalten wird:

    Hopfen und Malz, Allah erhalt’s

    na denn, Prost! 😉

  4. @SagIDô

    Das ist ja die Investion der Partner von Ottakringer und nicht eine Investition von O. selbst.

  5. Ein Iraner sagte mir einmal, dass innerhalb der Wohnung gerne mal Alkohol getrunken wird und sogar der eine oder andere Mullah ganz gut am Biergeschäft verdient.

    Im Prinzip müsste man den Iran nur entchomeiniserien, das Land ist kein Vergleich zum Rest der mohammedanischen Welt, es ist eher Teil des Westens!

  6. Ein Iraner sagte mir einmal, dass innerhalb der Wohnung gerne mal Alkohol getrunken wird und sogar der eine oder andere Mullah ganz gut am Biergeschäft verdient.

    Im Prinzip müsste man den Iran nur entchomeiniserien, das Land ist kein Vergleich zum Rest der mohammedanischen Welt, es ist eher Teil des Westens!

  7. genau, die omv ist so gesehen ein fragwürdiger vorreiter. die möglichkeiten dadurch ein derartiges unrechtsregime mit investitionen zu unterstützen oder dadurch eventuell eine internen umschwung zu fördern vermag ich nicht einzuschätzen.

  8. „Iran nur entchomeiniserien, das Land ist kein Vergleich zum Rest der mohammedanischen Welt, es ist eher Teil des Westens!“

    Militärisch befreien?
    In die EU aufnehmen?
    Gut zu reden?

  9. Der Iran ist schon seit jeher Teil der westlichen Hemisphäre und tief verwurzelt in der Kultur des Abendlandes. Es wäre nur allzu logisch, dieses urwestliche Land auch in unsere Gemeinschaft mit einzubeziehen.

    /Claudia Fatima Roth

    Mal im Ernst, ich versteh den Artikel und die Aufmerksamkeit dahinter nicht:

    In TEHERAN darf eine europäische Brauerei selbstverständlich halal Bier brauen und verkaufen, ohne dass das überhaupt der Rede wert wäre.

    Genauso wie ich von McDonalds in KABUL ohne Naserümpfen einen halal BigMäc und Mecca statt Coca Cola akzeptieren würde.

    Zuhause dürfen Mohammedaner, Moslems, Muslime und Islamisten machen was sie wollen. Und selbstverständlich auch jede beliebige Regel für nationale und internationale Konzerne aufstellen, die ihnen und ihrem mittelalterlichen Weltbild angemessen erscheint.

    Aufregung gibt’s von mir nur, wenn das in BERLIN und LONDON passiert 🙂

  10. halal bier? ich dachte, auch alkoholfreies bier hat einen (geringen) alkoholanteil…?

  11. Gut, daß das Bier alkoholfrei ist, ansonsten könnte es bald öfters wie bei diesem norwegischen Iraner enden.

  12. Islamologen werben für Halal-Produkte

    „Halal“ nennt man im Islam Produkte, die Muslimen erlaubt sind – im Gegensatz zu „haram“, dem Verbotenen. In Deutschland gibt es inzwischen eine eigene Internet-Seite, die Muslime darüber aufklärt, was halal ist und was nicht. Dort erfahren wir, dass Pilz-Aroma mit Schweine-Gelatine hergestellt werden kann und dass Tomatenketchup möglicherweise Spuren von Gin, Weinbrand, Sherry oder Cognac enthalten kann. Schlimmer noch: Im Käsefondue könnten Spuren von Weisswein oder Kirschwasser sein (Quelle: http://www.halal.de ). Nach und nach werden immer mehr in Deutschland erhältliche Lebensmittel mit Unterstützung der Islamologen darauf geprüft, ob sie für Muslime „halal“ sind. So werden etwa Haribo-Gummibärchen getestet. Der Druck auf die Hersteller von Lebensmitteln dürfte so wachsen, Islam-konforme Produkte anzubieten.

    http://www.akte-islam.de/3

  13. solange sie das im iran machen ist mir das eher egal. der islam im iran ist wirklich nicht mein problem. mein problem ist der islam in der zivilisierten welt …

  14. es ist wichtig was die Menschen aus dem alkfreie im Iran machen:
    1- Zucker rein
    2- Deckel halb zu, weil sonst hört der Nachbar was da gebraut wird.
    3- in der Sonne stehen lassen
    4- Fertig ist das normale Bier.
    ich kenne Leute, die vorher mit Alkohol nit zu tun haben wollten, seit islamische Regime trinken Sie es.

  15. Geld stinkt bekanntlich nicht. Da nimmt man, was man kriegen kann, und wirft alle moralischen Bedenken über Bord

    spare me, PI

    Ich weiss nicht ob ihr es schon bemerkt habt, bei euch auf der Seite laufen Werbebanner durch, moeglicherweise bekommt ihr sogar Geld dafuer. Das ist antisemitisches Blutgeld. Unter anderem wird da fuer Epson Produkte geworben, eine Firma, die sich nicht zu Schade ist, nur fuer die Kohle Geschaefte im Iran zu machen, dabei weiss jeder, was die Mullahs auf den Epson Druckern fuer wiederliche Schriftstuecke ausdrucken.

    Wer im Glashaus sitzt soll nicht mit Steinen werfen.

    PS: Auch Vegetarier, Gentechnikgegner und andere Leute mit ideologisch/religioes motiviertem Essverhalten freuen sich ueber Kennzeichnung (Koscher, Halal, Bio, Genmaisfrei, Rechtsdrehend, Dynamisch, Fair Gehandelt, Freilaufend, Freischwimmend, nach Reinheitsgebot, usw), und Nahrungsmittelvielfalt.

  16. Klaro, absolut in Odrnung, wenn die nahe Teheran eine Brauerei bauen. Gibt viele solcher Fälle – eine andere Firme stellt ein Zementmischwerk hin, die nächste verkauft eine Maschine, die Plastiktüten produziert usw.

    Problem dabei – ein strukturelles:
    Wir liefern hier keine Ware hin in Form eines Verbrauchgutes, wir liefern dasjenige hin, was es ermöglicht die Ware gleich selbst herzustellen – nämlich: Technologie und Fertigungsaanlagen.
    Wer hat sich eigentlich darüber gewundert, dass mit einem mal die Mullahbande Atomanlagen baut – ja vielleicht sogar A-Bomben herstellt? Wer fragt sich, woher die die Technologie und die Maschinen haben um Trägerraketen herzustellen?
    Nun, von uns – genau so funktioniert das:
    a.) Unsere theoretisches und praktische Wissen ist nicht von Allah denen vermittelt worden und auch nie in ihrer Kultur entstanden –> nein, das ist frei Haus an unseren Unis denen geschenkt bzw. für Brosamen vermittelt worden.
    b.) Unsere Technik in Form von Fertigungsanlagen – die sind nie dort hergestellt worden – WIR liefern die Infrastruturellen Bestandteile, die Nötig sind, um auf uns Bomben werfen zu können.

    Eine Brauerei macht nichts – doch, die Brauerei ist nicht einfach „nur“ ein Zuber, sondern eine High-Tech-Anlage – und ist nun samt dem Wissen über funktionsweise und samt ausgebildeten ortsansässigen facharbeitern nun in der Hand der „Friedensanhänger“. Warzum ist es nicht möglich, dass nach dem Iran Bier, das in Österreich hergestellt wird, zu liefern? Zu teuer? Nur im Moment – sobald die das haben stellen die ihr eigenes Bier her, die Firma bekommt eine Zeitlang eine Beteiligung und irgendwann pfeifen die auf unser Bier ohne sich gross an den Kosten zur Entwicklung der Technischen und Lebensmittelkundlichen Technologien und Infrastrukturellen Voraussetzungen beteiligt zu haben.
    Für kurzfristige kleine Gewinne (auch wenn sie in Milliardenhöhe sich befinden sollten) werden die Grundlagen unserer Technischen Kultur denen in den Rachen gestopft, um ihnen die Möglichkeit zu geben von uns unabhängig zu sein und , schlimmer, diese von unseren Vorfahren und uns entwickelten Techniken gegen uns zu wenden.
    Das Problem ist also: wir verkaufen nicht Bier – das getrunken wird und dann weck ist – dorthin, sondern dasjenige, was es ermöglicht bier unabhängig von uns immer zur Verfügung zu haben – die Brauerei.
    Sobald sie diese haben sind sie unabhängig von uns – und enteignet ist solch eine Brauerei schnell, wenn es darauf ankommt – denn die ist dann in deren „Rechts- und Machtbereich“ und nicht mehr in unserem.

  17. Wir liefern hier keine Ware hin in Form eines Verbrauchgutes, wir liefern dasjenige hin, was es ermöglicht die Ware gleich selbst herzustellen

    Aber das ist doch das Evangelium der ganz besonders guten und klugen Menschen, der „Entwicklungshilfe“-Spruch schlechthin:

    „Gib einem Mann einen Fisch und er wird satt für einen Tag. Lehre ihn fischen und er wird satt für immer.“

    Das lässt sich schön umformulieren in:

    „Gib einem Mann einen Kasten Bier und er wird besoffen für einen Tag. Lehre ihn brauen und er wird besoffen für immer.“

    Achja und wer glaubt, dass man von alkoholfeiem Bier nicht besoffen wird, der irrt ein bisschen. Ich habe leider keinen Link dazu, aber ich weiß aus ziemlich vertrauenswürdiger Quelle (eine Vorlesung eines Professors für organische Chemie an einer renommierten deutschen Uni), dass es in Saudi-Arabien massenweise homegrown-Experimente mit alkoholfreiem Bier (für den Geschmack) und Brotbackhefe (für den Dullo) gibt. Das wird in Persien nicht wesentlich anders laufen. Ok. Sei’s ihnen von Herzen gegönnt. Wenn ich in einem islamischen Land leben müsste, hätte ich auch das Bedürfnis, mich zu besaufen.

    Man kann’s aber noch anders umformulieren:

    „Gib einem Mann eine Bombe und er terrorisiert die Ungläubigen für einen Tag. Lehre ihn Bomben bauen und er wird die Ungläubigen für immer terrorisieren.“

    Es lebe die „Entwicklungshilfe“!

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