taz_200.jpgDie taz, Deutschlands Zentralorgan für die Verbreitung selbst erfundener Weltuntergangs- Meldungen erschreckt ihre Leser heute mit einer Katastrophe in eigener Sache. Es droht der Untergang Nordrheinwestfalens. Aber weil NRW sein muss, müssen bis zum 30. Juni mindestens 500 neue taz-Abos verkauft sein. Der Großalarm klingt wie der Tagesbefehl einer Drückerkolonne. Die Existenz NRW´s hängt sicher nicht an 500 zusätzlichen taz-Abos. Aber wenn sie zum Quartalsende rangeschafft werden, können die Anzeigen im nächsten teurer verkauft werden.

Ganz so sehr ins Detail wollen die Genossen des sozialistischen Zeitungskollektivs aber lieber nicht gehen. Stattdessen opfern sie der Erhöhung der Anzeigenpreise in der heutigen Ausgabe ihre komplette Titelseite. Neben dem Logo passen da nur noch die Themenankündigungen „zeitgemäße Jugendweihe“ und „Abschied von Christiansen“ drauf. Und natürlich eine Anzeige über allerlei Campingbedarf. Und um diese geht es, und nicht um eine kritische Stimme in NRW, die die taz schon lange nicht mehr ist.

Kommerzielle Zeitungen wie die taz leben von der Zahl ihrer Abonnenten. Nicht wegen den Abogebühren. Die sind wegen des Versandaufwandes sogar wirtschaftlich nachteiliger als der Verkauf am Zeitungsstand. Aber Verkaufserlöse spielen bei heutigen Zeitungen ohnehin keine Rolle. Geld verdient wird durch den Verkauf der Anzeigen. Und die Anzeigenpreise richten sich nach Kategorien, die anhand der zu Stichtagen nachgewiesenen sicheren Leser, also der bestehenden Abonnentenzahl, festgelegt werden. Der Erhalt der Preisklasse oder der Aufstieg in die nächst höhere kann dabei an wenigen Abos hängen, um die erforderlichen Zahlen nachzuweisen.

Nur das ist der Grund für massive Werbung einschliesslich Freiabos und anderer Angebote, die regelmäßig in der Nähe bestimmter Termine Leser locken sollen. Ein Wirtschaftsmagazin bot neulich ein Dankeschön von 100 Euro in bar an, falls man für zwei Jahre Abonnent wurde. Das entsprach exakt dem Preis des Abos für diese Zeit.

Der Chefredakteur einer unverhohlen kommerziellen Zeitschrift, der deshalb offen sprechen kann, erklärte uns das kürzlich so: Es kann sich durchaus lohnen, ein paar tausend Euro an Abonenten zu verschenken, wenn man dafür ein paar Millionen an Anzeigegebühren durch die nächst höhere Kategorie zurückbekommt. Er macht übrigens eine uns bis dahin unbekannte Fachzeitschrift im Heimwerkerbereich.

Als Deutschlands größter politischer Blog mit ständig wachsender Leserschaft geben wir den notleidenden kommerziellen Kollegen der taz natürlich gerne einen Rat:

Nach unseren Erfahrungen ist die Wahrheit über Themen, die andere gerne verschweigen ein totsicherer Wachstumsmarkt. Liebe Genossen taz-Schreiber, versucht es einfach mal mit gut und wahrheitsgemäß recherchierten Artikeln, dann klappt´s auch mit den Abonnenten. Dass die nicht so dumm sind, wie Ihr sie verkaufen wollt, haben sie euch erst dieser Tage in die Leserbriefe geschrieben. Da ging sogar Deutschlands Sozialpädagogen der Hut hoch, über einen beschönigenden Islambeitrag von Daniel Bax. Zitat aus den insgesamt lesenswerten Meinungsbekundungen der taz-Leser, auf die uns unser Leser „Dionysos“ aufmerksam machte:

Erstmal ein bißchen über den Islam informieren, wäre sicher besser, als kecke „aufklärerische“ Artikel zu schreiben.

Das finden wir auch. Wenn taz-Autoren nicht nur bei PI mitlesen, um uns als rechtsradikale Rassisten zu verleumden, wobei sie regelmäßig auch noch eine beachtliche Zahl von Lesern an uns abgeben, sondern sich bequemen, Argumente zu prüfen und endlich sogar einzusehen, dann wird das vielleicht auch nochmal was mit der Anzeigenknete.

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17 KOMMENTARE

  1. Was würde ich drum geben das einer kommt und mir versucht die Links-Bravo aufzuschwatzen. Ich hätte sicher mehr Spass als mit den Zeugen Jehovas. 😉

  2. „Nach unseren Erfahrungen ist die Wahrheit über Themen, die andere gerne verschweigen ein totsicherer Wachstumsmarkt.“

    Und was ist mit den Stammlesern? Die gehen dann. 🙂

  3. Als ehem. Marketing- und Vertriebsleiter in einem Zeitungsverlag muß ich die obigen Aussagen doch ein wenig zurechtrücken. Abonnements sind natürlich doch deutlich lukrativer als der Einzelverkauf am Kiosk. Beim Einzelverkauf bleiben 60% bei Logistik, Groß- und Einzelhandel hängen, wodurch der Verlag nur 40% des Verkaufspreises einnimmt. Beim Abovertrieb nimmt der Verleger alles ein abzüglich des subventionierten Portos von ca. 30 Cent/Exemplar (ist Gewichts- und Erscheinungsabhängig). Generell richtig ist jedoch auch, das bei überregionalen Zeitungen in der Regel die Anzeigenerlöse die Zeitungsverkaufsverlöse leicht übertreffen. Bei der taz und anderen kleinen Publikationen dürfte dieses jedoch anders sein. Ich schätze, das nur 20-25% der gesamten Einnahmen aus Anzeigenverkäufen kommt. Aber es geht halt auch um politischen Einfluß und um die Senkung der Stückkosten.

  4. Nein die taz muss nicht sein, diese Pleitegeier sind nicht ohne Grund da wo sie stehen. Vorallem aber aufgrund des Quatsches welcher dort erscheint.
    siehe auch:

  5. Wir wollen hoffen dass die Misere der TAZ symbolisch für den Gesamtzustand unserer antifantischen Menschenverbesserer ist.

    Einfach verschwinden, sang- und klanglos.

    Es wäre ein echter Segen für dieses Land.

  6. „Aber weil NRW sein muss, müssen bis zum 30. Juni mindestens 500 neue TAZ-Abos verkauft sein.“

    Na, da hätte man mit dieser Meldung doch bis zum 30. Juni, 23:55 Uhr warten können.

  7. Die TAZ-Redakteure würden wohl bei einem Nürnberg-II mit auf der Bank sitzen, außer, die TAZ ginge vorher rechtzeitig Pleite…..

  8. Hm… Wieso geht bei mir der Link zu den „Meinungsbekundungen der TAZ-Leser“ nicht? Weder mit Firefox noch mit Opera…

  9. Der Tipp an die taz ist schlecht.
    Die taz lebt von dummen Leuten die die wahrheit gar nicht lesen wollen und lieber in einer Traumwelt leben.

  10. TsTsTs,
    finden sich denn keine 500 Gutmenschen, die ein Abo abschließen wollen?
    Es gibt noch Hoffnung in diesem Land 🙂

  11. …wäre nicht schlecht, wenn es pleitemässig
    endlich mal ein Blatt erwischen würde, das
    im Kanon mit allen anderen Blätter auch,
    durch Vernebelung, Verschleierungen und erwachsenenpädagogisierte Berichterstattung immer mehr Kunden verärgert. Irgendwann erwischt es einen dann , wenn sich nichts ändert. Und zwar : weil man nicht unendlich lange und viele Fehler machen kann, ohne dass eine Korrektur eintritt. Und wenn es die taz als erste erwischen würde, – tja, warum nicht ? Wäre für alle anderen nebeldeutesche Blätter und Medien auch mal ein schönes Zeichen , dass
    die linksmedialen Gesetzte einem gerne verdrängtem Phänomen wie „Realität“ doch hin und wieder ausgesetzt sind und von ihr geprüft werden.

  12. Das wäre doch ein interessantes Unternehmen: Ihr macht euer Angebot kostenspflichtig und schaut dann einmal, wie viele euer Leser euch treu bleiben.
    Und dann bin ich auf eure weiteren Tipps für die taz gespannt.

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