In der Braunschweiger Uni-Zeitung (BUZe) erscheint aktuell ein Beitrag, der die Situation der emanzipierten Muslima eindrucksvoll beleuchtet: Die Konvertitin, die sich selbst als gleichberechtigte Partnerin ihres moslemischen Besitzers Ehemannes bezeichnet, bekommt von diesem ein Interviewverbot zum Thema Kopftuch verordnet, weil sie (27 Jahre alt) zu unreif sei, sich zu diesem Thema zu äußern.

Unsere Interviewpartnerin, die selbst Kopftuch trägt und mit einem Muslim verheiratet ist, beschrieb sich im Gespräch als emanzipiert und gleichberechtigt. Eine Abschrift des Interviews wurde von ihr autorisiert. Kurz darauf jedoch zog sie die Freigabe aus fadenscheinigen Gründen zurück. Das Interview dürfe in keiner Form erscheinen. Sie ließ sich davon auch nicht abbringen, als wir uns bereit erklärten, heikle Passagen abzuschwächen oder auch wegzulassen. Stattdessen erreichte unseren Mitarbeiter ein Anruf des Ehemanns der Interviewten. Er wolle nicht, dass sein Name, den schließlich auch seine Frau trage, mit solchen Äußerungen in Verbindung gebracht wird. Zudem sei seine 27-jährige Frau zu unreif, um sich in einem Interview öffentlich zum Islam zu äußern. Er forderte, sämtliche Aufzeichnungen zu vernichten und schriftlich zu bestätigen, dass das Interview in keinem Fall erscheint. Dieser Anruf, so der Mann wörtlich, könne „ruhig als Drohung“ aufgefasst werden.

Muslimmarktbetreiber Yavuz Özoguz zeigte sich kürzlich erstaunt darüber, dass mehr Frauen als Männer zum Islam konvertieren. Wir teilen seine Verwunderung.

(Spürnase: David Harnasch)

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