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Herr Singh, der indische Pizzabäcker aus Mügeln, hat kapiert, wie deutsche Medien funktionieren. Nach dem bewährten Kurnaz-Prinzip „klotzen statt kleckern“ erhöht er die Zahl der Angreifer in der sagenumwobenen Nacht der „Ausländerhatz“ jetzt von 50 auf stolze 200. Der Kölner Express übernimt die neue Zahl ohne weitere Prüfung.

Viele objektive Indizien weisen darauf hin, dass in der fraglichen Nacht die acht Inder einer in etwa gleich großen Anzahl von Deutschen gegenüber stand. Immerhin gab es auch vier verletzte Deutsche, einer davon mit gefährlichen Stichwunden in der Leistengegend.

Von Anfang an wurden die bei solchen Vorfällen auf Volksfesten unausweichlichen 50 Zuschauer den Angreifern zugerechnet. Aus der Schlägerei, die sich auf einem Raum von 30 Metern zwischen Festzelt und Pizzeria abspielte, wurde eine Ausländerhatz durchs ganze Dorf.

Herr Singh, von dem es zunächst hieß, er habe die bedrängten Landsleute und zwei diese schützenden Polizisten durch einen Nebeneingang in die zur Tatzeit geschlossene Pizzeria eingelassen, trat mit einem spektakulären Veilchen als erster vor die Kameras und wurde über Nacht zum Medienstar.

Aber das Interesse von Medien an solchen Kronzeugen erlischt schnell, wenn die Sensation erstmal ausgeschlachtet ist. Um Medienstar zu bleiben, muss man schon nachlegen. Und vor allem das erzählen, was Journalisten hören wollen. Herr Singh zeigt im Interview mit dem Kölner Express, dass er das schnell gelernt hat.

Während er in ersten Äußerungen noch selbst die Position des Mügelner Bürgermeisters vertrat, es habe dort bisher nie Probleme mit Rechtsextremisten oder Ausländerfeindlichkeit gegeben, kann er jetzt nicht mehr verstehen, wie der Bürgermeister so etwas behaupten könne.

Denn inzwischen sind aus den 50 Schaulustigen stolze 200 Schläger geworden, die auf den 30 Metern zur Pizzeria auf die Inder einschlugen und traten. Über ihn allein schon seien 20 Täter hergefallen, als er auf dem Boden lag. Wie er, der vermutlich als einziger den Schlüssel zur Pizzeria hatte, den Landsleuten die Türe öffnen konnte, ja überhaupt aus dieser misslichen Lage die Pizzeria erreichen konnte, weiß er nun auch nicht mehr. Gott selbst habe eingegriffen und ihn gerettet.

Jetzt habe er Angst nach Mügeln zurückzukehren und wohnt im Nachbardorf. Trotzdem will er Deutschland nicht verlassen. Nach Indien schon garnicht. Herr Singh ist nämlich auch unzufrieden mit der geringen Aufmerksamkeit, die ihm der indische Botschafter beim Krankenbesuch schenkte. Dann doch lieber Deutschland, wo wenigstens Journalisten Schlange stehen, um immer beeindruckendere Berichte von der Müngelner Ausländerhatz entgegen zu nehmen. Ohne respektlose Fragen zu stellen. Darf´s ein bisschen mehr sein?

Ich lebe seit siebzehn Jahren in Deutschland. Ich bin hier angestellt, habe hier immer hart gearbeitet. Ich habe die Sprache gelernt und hatte niemals ernsthafte Probleme hier. Ich war bis zu unserer Trennung im April mit einer Deutschen verheiratet. Ich fühle mich hier zu Hause. Und daran werden ein paar schlechte Menschen nichts ändern. Was soll ich in Indien? Meine Heimat ist Deutschland. Und das wird auch so bleiben.

Fühlen Sie sich nach dem Vorfall denn hier noch sicher?
In Mügeln nicht. Ich verstehe auch nicht, was der Bürgermeister dort erzählt. Er sagt, es gebe keine rechte Szene in seiner Stadt. Aber wo kamen die 200 Schläger denn her? Auch dass der indische Botschafter kurz aus Berlin kommt, meine Hand schüttelt und ,,Hallo“ sagt, hilft mir nicht. Jetzt habe ich die Probleme. Nicht, wenn es zu spät ist.

Man darf gespannt sein, wenn es zum Prozess kommt. Abgesehen von der anzunehmenden Voreingenommenheit jedes verfügbaren Richters nach der massiven Vorverurteilung durch die Presse, ist ein Hauptzeuge, der seine Darstellung der Ereignisse schon im Vorfeld so oft änderte und offenbar den Wünschen der Medien anpasste, normalerweise wertlos für die Wahrheitsfindung. Vorausgesetzt, Wahrheitsfindung wäre überhaupt erwünscht.

e-Mail an den Kölner Express

Chronik der Ereignisse bei Bild.de

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93 KOMMENTARE

  1. Ich selbst wurde von Skinheads schon ordentlich durchgemöbelt, die Auseinandersetzung war sicher nicht weniger brutal als die in Mügeln, schließlich waren ein Freund und ich kurzzeitig bewusstlos. Daraus so ein Theater zu machen wäre uns im Traum nicht eingefallen, also entweder bin ich ein übermaßen knallharter Bursche oder diese Ausländer sind schreckliche Jammerlappen. Ich tendiere ja mehr zum ersten Fall 😀

  2. Es ist enttäuschend, dass PI abzudriften droht in eine Ecke, in der Ihr mich als Leser definitiv verloren haben werdet.
    Es kann nicht sein, dass Ihr ernsthaft – so bigott auch immer Roths und andere mit zweierlei Maß messen – diesen Vorfall von Naziterror in Deutschland dazu nutzt, um auf die Unterschiede in der Berichterstattung über Gewalttaten aufmerksam zu machen. Die erhöhte Alarmbereitschaft bei Gewalttaten mit rechtem Hintergrund begrüßen ich und andere sicher auch. Sie steht in keinem Zusammenhang mit der sicherlich zu kritisierenden Nachlässigkeit gegenüber Gewalt und Faschismus von Ausländern.
    Ich sage ganz klar, dass ich es schätze hier Informationen zu bekommen, die auf die Bedrohung unserer Gesellschaft durch islamischen Faschismus hinweisen, welche fast überall verschwiegen werden. Aber ich sage genauso deutlich, dass jede Form von Gewalt mit rechtem Hintergrund zu Recht scharf verurteilt werden muss. Wenn dabei Menschen, die anderswo Terror und Faschismus – wie Trittin bei der Hisbollah – tolerieren, auf den Zug mit aufspringen, macht das die grundsätzlich richtige und wichtige Kritik an den Rechten im Osten nicht verkehrt.
    Bitte bleibt auf der dünnen Linie zwischen den Fronten, die Euch so ungeheuer auszeichnet. Ihr habt eine Verantwortung, weil Ihr Euch der Probleme bewusst sein.

    Alles Gute.

  3. Über ihn allein schon seien 20 Täter hergefallen, als er auf dem Boden lag.

    Wie viel Menschen können denn rein geometrisch um einen anderen herumstehen? Sechs bis acht, wenn alle die Arme eng am Körper halten und sich nicht bewegen? Und so lange hat das Ganze wohl nicht gedauert, dass sie sich schnell genug „abwechseln“ konnten?

  4. Den linken Medien scheinen die immer näher rückenden Anti-Islam-Einschläge derart zuzusetzen, daß sie sich hungrig auf eine dünne Story stürzen wie ein ausgehungerter Frosch auf Papierschnitzel. Das werte ich als gutes Zeichen.

    Prinzip der doppelten Quantifzierung:
    http://de.wikipedia.org/wiki/Instinkttheorie

  5. Tja, Simon, ich gehe mal davon, daß Du die „falsche Hautfarbe“ hast, um ein Gewese aus der Sache hättest machen können.

    Und was die 200 „Schläger“ angeht, so kann man sich doch unter Schock schon mal in der Anzahl irren. Da werden dann halt nur ein Viertel der Meute wahrgenommen. 😉

    Ich tippe ja mal, daß diese Angelegenheit ähnlich gelagert ist wie bei Ermyas M. Aber warten wir´s ab.

  6. @#3: die gefahr von rechtsextremismus, da, wo sie gegeben ist, nehmen wir bei pi durchaus ernst und weisen auch in beiträgen darauf hin. das heißt aber nicht, dass wir uns unter dem vorwand des kampfes gegen rechtsextremismus, der im übrigen nur dann stattfindet, wenn dieser von deutschen ausgeht, für dumm verkaufen lassen.
    wenn in mediendarstellungen wie im fall mügeln so offensichtlich die wahrheit entstellt wird, und die verbogenen tatsachen einheitlich von allen massenmedien ungeprüft übernommen werden, ist es die aufgabe von kritischen blogs, auf unstimmigkeiten und widersprüche hinzuweisen. wenn wir dazu schweigen würden, wären wir so unglaubwürdig wie die kommerziellen journalisten.

  7. Vorfälle, die normalerweise nicht einmal in der Lokalzeitung stünden, werden plötzlich zu Themen von nationaler Bedeutung. Jeder besoffene oder bekiffte Randalierer schreit „Nazi“, wenn er ausländischer Herkunft ist und in Streit mit einem Deutschen gerät. Der Deutsche brüllt „Ausländer raus“, sieht er einen, der nicht so aussieht, wie er selber. Deutsche untereinander können sich mit „Ausländerfeind“ und „Ausländerfreund“ gegenseitig beschimpfen. Und schon fühlen sich alle als Akteure der Weltinnenpolitik.
    Schlimmer als alle diese frustrierten, haltlosen, gewaltbereiten jungen Männer ohne Schulabschluss sind in meinen Augen die schreibenden sich schlauer dünkenden Voluntäre und Jungreporter mit Abitur.
    Mögen sich die sich gegenseitig verprügelnden Unterschichtler doch mal verbünden und mit den auf sie alle herabblickenden Mittelschichtlern der schreibenden und belehrenden Zünfte auf ihre Art diskutieren.

  8. @ franzhaupt #3

    Es kann nicht sein, dass Ihr ernsthaft – so bigott auch immer Roths und andere mit zweierlei Maß messen – diesen Vorfall von Naziterror in Deutschland dazu nutzt, um auf die Unterschiede in der Berichterstattung über Gewalttaten aufmerksam zu machen.

    ich denke, dass du schon von den medien „vereinnahmt“ bist. ich halte den vorfall in mügeln nicht für „naziterror“ sondern für eine bierzelt-schlägerei, von der man ja noch nicht einmal weiss, WER sie begonnen hat.

    zufälligerweise hat es dieses mal inder „erwischt“, sonst werden auf den dörfern bei solchen gelegenheiten des öfteren ganz einfach nur die jungs aus dem nachbardorf vermöbelt, weil sie zu oft, zu lange und/oder zu eng mit den dorfschönheiten getanzt haben und der alkoholkonsum tut sein übriges dazu.

    man sollte also jetzt nicht gleich die nazikeule schwingen, auch wenn irgendjemand aus der menge (!) „ausländer raus“ oder „sch…-inder“ gebrüllt hat. in bayern hätten die einheimischen die anderen mit „saupreissn“ tituliert, um ihre missachtung auszudrücken. wäre das dann auch eine nazi-aktion gewesen?

  9. @#3:
    Ich verstehe und teile Deine Sorge – wenigstens teilweise. Durch absurde Übertreibungen tut man der Sache aber keinen Dienst.

    Auch ist mMn nicht „Alarmbereitschaft“ der Bevölkerung angesagt, sondern in erster Linie der Polizei:
    Es kann nicht sein, daß Eigentum, Leib und Leben von Personen angegriffen werden, und sich die Polizei daneben in „Deeskalation“ übt – ganz gleich, wer die Angreifer sind.
    Schließlich sind Polizisten bewaffnet und haben sogar ein „Gewaltmonopol“, was nur durch den Schutz der Bevölkerung zu rechtfertigen ist. Nur, wenn nichtmal die Vorgänge von Mügeln zur Abgabe von Warnschüssen bzw. wenn diese nichts bewirken zu gezielten Schüsen auf die Beine der Angreifer führen, was denn dann?

    Ich glaube nicht, daß man aus jeder Wirtshausschlägerei gleich einen Fall für die Bundesanwaltschaft machen müßte, wenn die Polizei der Aufgabe, für die sie bezahlt wird auch nachkäme.

  10. @ #3 franzhaupt

    Die erhöhte Alarmbereitschaft bei Gewalttaten mit rechtem Hintergrund begrüßen ich und andere sicher auch. Sie steht in keinem Zusammenhang mit der sicherlich zu kritisierenden Nachlässigkeit gegenüber Gewalt und Faschismus von Ausländern.

    Wir sind uns hier wohl alle sehr bewusst, dass nach dem Islam und seinen Unterstützern die Rechtsradikalen unsere größten Feinde sind. Neben der Tatsache, dass ihre Untaten einfach ekelhaft sind, schaden sie uns dadurch, dass ihre Vergehen instrumentalisiert werden, indem die Gutmenschen sagen, wir hätten kein Recht, uns gegen egal welche Ausländer zu wehren, solange solche Sachen in Deutschland stattfinden. Und gegen diese Ausschlachtung der Vorfälle zu ganz anderen Zwecken wehre ich mich! Die Gutmenschen versuchen jedes Mal, alle Deutschen zu verunglimpfen und in Verantwortung zu nehmen, selbst wenn sie aus 800 km Entfernung „nur zugesehen haben“.

    Solche Vorfälle stehen sehr wohl in einem Zusammenhang mit der „Nachlässigkeit gegenüber Gewalt und Faschismus von Ausländern“, weil nach jedem solchen Ereignis alle wie gelähmt sind und sich kein Wort mehr zu sagen trauen, das falsch ausgelegt werden könnte.

  11. Jetzt ist auch klar, woher die Verletzungen der vier Deutschen stammen.

    Wenn sich 200 Schläger auf einem Platz von 30-50m auf acht Opfer stürzen, MUSS es ja Selbstverletzungen und solche durch „Friendly Fire“ (Lach…) geben.

    Ein Wunder, dass da niemand totgetrampelt wurde…

  12. Die Sache stinkt zum Himmel. Warum sagt niemand zu diesem Singh: „Sie sind ein Lügner und Verleumder“ und zeigt ihn an? Entzieht ihm seine Aufenthaltserlaubnis und weist ihn endlich aus …

  13. OT: Erster Präsident aus religiösem Lager

    Beim dritten Anlauf hat es geklappt: Als zehnter Nachfolger des türkischen Staatsgründers Atatürk zieht nun der bisherige Außenminister Abdullah Gül in den Präsidentenpalast von Ankara ein. Gül ist der erste Religiöse an der Spitze des säkular geprägten Landes.

    Als Europäer verlange ich den sofortigen Abbruch der EU Beitrittsverhandlungen mit der Türkei. Ich will einfach keinen islamofaschistischen Staat in der EU haben …

  14. #3 franzhaupt (28. Aug 2007 16:10)

    Ok, bei einem gebe ich dir Recht,dass Rechteschläger schlimm sind, ich denke du hast hier was falsch verstanden nämlich ,dass PI das hier nur druckt zur selbstverdeidigung oder wer hat jetzt behauptet es war 200 und nicht 50 Leute?Sowas ist ne Frechheit.
    Mein Leserbrief ist schon raus an:

    http://www2.express.de/mailversand_xp/mail_tool.php?mailing_nr=10

    Desweiteren habe ich soeben die Leipziger-rundschau darüber informiert und um Richtigstellung gebeten!!!Wil langsam wird unsere Presse ja unverschämt

  15. Normalerweise ermittelt in solchen Fällen die Polizei und kommt dann auch zu einem abschliessenden Ergebnis.

    Normalerweise wartet man ab, was der Ergebnisbericht aussagt.

    Normalerweise!

    Und im Fall Mügeln?

    Dieser Fall ist kein normaler Fall.

    Wird dieser Fall aufgeklärt?

  16. @ #11, V8BigBlock

    (Ironie ON)

    Aber in Bayern hätten die Leute in diesem Falle wenigstens „Saupreiss’n, indische!“gebrüllt….

    (Ironie OFF)

  17. #19 karlmartell

    Die Presse hat für uns den Fall doch längst geklärt!

    Ganz so wie sie den Fall „Ermyas M“ oder den Fall „Sebitz“ geklärt hat.

    Ein Hoch auf die Weisheit der Presse.

  18. @franzhaupt
    Hier relativiert nur einer, und das sind gewisse Gutmenschen.
    Solche halt, die bei Mügeln – vor irgendeiner Sachaufklärung- sofort Naziterror schreien, aber zu ins Koma geprügelten Schwarzen oder schwerst verletzten Polizisten schweigen, da es sich ja bei den Tätern um „Südländer“ handelt. Da haben sich die Opfer halt die falschen Täter ausgesucht, doppelt Pech gehabt.
    Solange sich solche üblen Heuchler als Moralapostel generieren und auch noch öffentlich generieren können, ist hier was faul…
    Weiß nicht, ob Du dazu gehörst, dass musst Du mit Dir selbst ausmachen…

  19. Die abgebildeten Inder sehen eher nicht schwächlich aus, über gegen eine Übermacht von 50 bis 250 rechten Schlägern konnten sie sich natürlich nicht durchsetzen. 🙁

  20. Also ich aus Untertupfingen, bin ja auch nicht darüber froh wenn Obertupfinger auf unserer Kirchweih unsere Mädels antatschen, ältere Mit-Untertupfinger stossen und schubsen und dann mit Messern und abgeschlagenen Flaschen auf uns los gehen.

    Dann schmeissen wir die Obertupfinger aus dem Zelt und jagen sie die 30 meter bis zur Dorfgrenze…

    Wir schreien ihnen dann auch immer „Obertupfinger raus!“ hinterher…

    Verdammte Obertupfinger….

  21. Der indische Pizzabäcker sollte baldigst aus der Stadt geekelt werden wie seinerzeit die Apothekerin aus Sebnitz.
    Der Mann, der den Begriff „Schweinejournalismus“ prägte, hatte ja sooo recht!

  22. Der Typ muss doch behaupten, dass ihn 200 Leute angegriffen haben. Wie will er denn sonst rechtfertigen, dass er ordentlich was aufs Fressbrett bekommen hat.

    Und wer weiß… Vielleicht kommt am Ende ja raus, dass die Inder mit der Randale angefangen haben und die Dorfjugend sich einfach mal gewehrt hat. Leider würden wir es in diesem Fall nur von PI erfahren.

    Auf dem Bild machen die Luschen ja schon wieder ordentlich auf dicke Hose. Das ist das typische Bild in Berlin Neukölln.

  23. „Sorry, wer mich angreift, darf (sollte ich bewaffnet sein) auch damit rechnen, dass er was abbekommt.“

    Oh, toll ein Augenzeuge! Oder woher weißt du so genau, wer wann wen angegriffen hat…

  24. @27
    Warten wir doch einfach ab, was die Polizei und Staatsanwalt dort ermitteln.

    Nach Sebnitz und nach Ermyas M. sollte man eigentlich mit pauschalen Vorverurteilungen wie „ausländerfeindlicher Hintergrund“ vorsichtig geworden sein …

  25. #27

    Fassen wir kurz zusammen:

    1. Zeugen berichten über sexuelle Belästigung (betatschen) von jungen Mädchen durch Inder.
    2. Zeugen berichten über ein „schubsen“ älterer Gäste.
    3. Zeugen berichten darüber das die Inder gewarnt wurden sein sollen:“Ihr verschwindet jetzt sofort, in 5 Minunten seid ihr weg oder es passiert was!“
    daraufhin…
    4.Zeugen berichten über darüber das die Inder Messer gezükt haben und abgeschlagene
    Bierflaschen als Waffen benutzt haben.
    5. Dann flogen die kaputten Bierflaschen gegen die Deutschen.
    6. Die Inder werden aus dem Zelt geworfen. Deutsche werden durch Flaschen und Messer verletzt.
    7. Die angebliche Hetzjagd ging ca 30m vom Zelt zur Pizzeria.
    8. Dieangebliche eingeschlagene Scheibe und eingetrettene Tür sind vollkommen heil.. haben keinen Kratzer, dadurch sind auch keine Angreiffer durch diese Tür eingedrungen.
    9. Die Polizei spricht von maximal 10-12 an der Tat Beteiligten, nicht von 50 oder 200

  26. #32

    „Ja klar, 8 indische Schläger mischen ein Volksfest auf “

    Ich weiß nicht, was du unter „aufmischen“ verstehst, aber genauso wie es offenbar möglich war, dass das unschuldige Opfer Ermyas M. seine rassistischen Täter vor ihrer rassistisch-nazistischen Tat anpöbelte und tätlich angriff, so ist es auch möglich, dass die Opfer-Inder keineswegs Unschuldslämmer in dieser Sache waren, sondern womöglich durchaus selbst Streit gesucht und schließlich auch gefunden haben.

  27. ein verbales abrutschen vermag ich nicht zu erkennen, wenn wir den gesunden menschenverstand mal einschalten. dass 8 inder, die von 200 nazis durchs dorf gehetzt werden bei dieser gelegenheit noch 4 verfolger z.t. schwer zu verletzen in der lage sind, ist immerhin bemerkenswert. immerhin fällt das auch der polizei auf, die mittlerweile auch gegen die inder ermittelt.
    pi wird sich auch in zukunft nicht an denkverbote halten, wenn deutschland aufgefordert ist, ohne prüfung von tatsachen und entgegen offensichtlichen widersprüchen in verlogene betroffenheitschöre einzustimmen, um nicht von der nazikeule getroffen zu werden.
    wir befürchten nämlich, dass solche pauschalverurteilungen ganzer ortschaften wie sebnitz oder mügeln die betroffenen, die besser wissen, was wirklich war, es aber vorziehen, zu schweigen, erst recht den braunen rattenfängern in die arme treiben, denen sie eh schon zugeschlagen werden. der effekt, dass unzutreffend des rechtsextremismus bezichtigte auch die echten argumente gegen die extremisten als ähnliche lügen empfinden, wie sie sie am eigenen leib erfahren haben, wird von der propaganda der rechtsradikalen ganz bewusst und mit erfolg ausgenutzt. sehen sie sich mal die wahlergebnisse in der sächsischen schweiz an.

  28. #3 franzhaupt (28. Aug 2007 16:10)

    Ich sehe hier auch eine diskrepanz.

    Man muss ja nicht 1:1 mit PI einverstanden sein.
    Und man darf, so denke ich, auch nein zu Beiträgen sagen.

    „News gegen den Mainstream“ –kann auch missbraucht werden. Dann wird plötzlich die Minderheit zu einer Art Mainstream oder umgekehrt.

    Die Frage ist: Wollen wir Themen aufgreifen, die auch über die eigene Idee der News gegen den Mainstream hinaus geht oder nicht.

    Ich meine, es schadet nicht, auch über den Tellerrand hinaus zu schauen.

    Die Frage ist: Bin ich gegen etwas, wenn ich für etwas bin? Oder bin ich für etwas, wenn ich gegen etwas bin?

    So einfach ist das oft nicht zu beantworten.

  29. @ eymannwoistmeinacc
    Ja klar, 8 indische Schläger mischen ein Volksfest auf …

    so sicher nicht. deswegen glauben wir auch eher, dass sie eben nicht mit 200 sondern mit einer kleinen gruppe in streit geraten sind und nicht mit einer solidarisierung weiterer bürger gerechnet haben könnten. schließlich hat herr singh ja anfangs immer betont, die täter kämen nicht aus dem dorf, er habe sie nie gesehen und in mügeln hätte es noch nie probleme mit rechten gegeben.
    vielleicht ist der solidarisierungseffekt, wenn überhaupt, erst eingetreten, als ein deutscher abgestochen wurde? aber wer würde das in der jetzigen stimmungslage noch öffentlich erzählen, wenn es so gewesen wäre?

  30. @ fensterzu

    Es mag zwar, wenn man gg. den Islam Widerstand leisten möchte, durchaus opportun sein, eine Kollaboration zwischen so genannten Rechtsradikalen und Moslems zu unterstellen, allein ich glaube ehrlich gesagt nicht, dass dies so zutrifft.

    Gerade die NPD, die übrigens in wirtschaftspolitischer Hinsicht keinesfalls rechtsradikal ist, sondern dezidiert linke Thesen vertritt, agitiert m.E. durchaus gegen die Islamisierung und Überfremdung Deutschlands.

    (Wenn aus den Reihen der NPD biweilen Sympathie für den iranischen Präsidenten artikuliert wird, resultiert dies aus gewissen antisemitischen Motiven heraus oder ist der Gegnerschaft zu der „amerikanischen“ One-World-Ideolgie geschuldet. Eine Islamisierung Deutschland möchte die NPD aber bestimmt nicht. Kann ich mir nicht vorstellen …)

    Insoweit ergibt sich durchaus – auch wenn das hier keiner zugeben möchte – eine gewisse Interessenkonvergenz zwischen NPD und Islam-Gegnern.

    Statt in das Geheul der Wölfe der Gutmenschen einzustimmen und die NPD (die ja gerne auch in einen Topf mit den an sich konservativen Republikanern geworfen werden) zu verteufeln, sollte sich m.E. doch der Focus auf den Widerstand gegen den Islam richten. Die Islamsierung ist doch die Gefahr Nr. 1 – wenn es angesichts der demographischen Wucht der Geschehnisse nicht sowieso zu spät ist.

    Die Gefahr, wieder einen Hitler-Staat zu bekommen, ist doch realistischerweise fast auszuschließen.

    Also: Solange es noch geht, sollten wir unsere ganze Energie für den Kampf gegen die Islamisierung verwenden.

  31. #3 franzhaupt (28. Aug 2007 16:10)

    diesen Vorfall von Naziterror

    Gewalttaten mit rechtem Hintergrund

    jede Form von Gewalt mit rechtem Hintergrund

    richtige und wichtige Kritik an den Rechten

    PC-indoktrinierte Blödmenschen erkennt man ganz einfach daran, daß sie auf dem linken Auge blind sind.

    Groteske, dummdreiste Unterstellung, daß im PI Gewalt begrüßt, verharmlost oder dramatisiert wird, je nachdem ob sie von „links“ oder „rechts“ kommt.

    Das ist die Spezialität allein Deiner Gesinnungsgenossen, fränzchen. Und genau das wird hier mit vollem Recht beanstandet.

  32. 200 Schläger !? Das müsste ja schon die Einwohnerzahl Mügelns sein, oder ? Hat der Bürgermeister etwa auch mitgeprügelt ?

  33. Hallo PI, spinnt ihr jetzt?

    „Vorausgesetzt, Wahrheitsfindung wäre überhaupt erwünscht.“

    Das war noch nie so (in solchen Fällen) und wird auch nie so sein.

  34. @ 40 cusanus

    Es mag zwar, wenn man gg. den Islam Widerstand leisten möchte, durchaus opportun sein, eine Kollaboration zwischen so genannten Rechtsradikalen und Moslems zu unterstellen,

    Das wollte ich gar nicht sagen mit meinem Kommentar. Ich wollte darauf hinaus, dass die Gutmenschen jede echte oder fragliche Gewalttat gegen Ausländer dazu benutzen, alle kritischen Äußerungen über Einwanderer zu unterdrücken, mit dem Argument, damit bereite man den Boden für rechtsradikale Gewalttaten. Und darauf, dass sich nach jedem solchen Vorfall jeder überlegt, was er sagen darf, ohne gleich hochgezogene Augenbrauen zu riskieren und den Vorwurf, damit heiße man Gewalt gut.

  35. Ach Äpfelchen, was steht denn in Bezug auf diese Nacht wirklich fest? Fast alles ist noch höchst spekulativ…

    Und wenn einer der Betroffenen plötzlich die Zahl seiner „Feinde“ auf das 4fache erhöht, dann ist das nicht seltsam? Also ich mußte irgendwie auch sofort an Herrn Kurnaz denken.

    “Vorausgesetzt, Wahrheitsfindung wäre überhaupt erwünscht.”

    Wie gesagt, vieles ist noch unklar. Aber wetten? Sollte sich tatsächlich abzeichnen, daß die Inder (z.B. durch Beifügen von Stichwunden) den Streit ausgelöst (oder auch nur provoziert) haben wird das Medieninteresse *schlagartig* nachlassen.

    Wie bei Sebnitz, wie beim Potsdamer Äthiopier. Aber es bleibt immer etwas hängen, braunes Sebnitz, brauner Osten… ist ja auch nicht völlig falsch, aber die wirklichen gewaltbereiten Rechtsextremisten werden durch falsche Medienberichterstattung in unglaublichem Maße bei ihren Rattenfängereien unterstützt.

  36. @ 44 Greifswalder:

    Ich schon, und das sind nur 3 Beispiele.

    Was haben Sie denn für Erkenntnisse, die ihre Sicht stützen? Ich würde vorschlagen, dass Sie sich bei den Behörden als Zeuge zur Verfügung stellen.

  37. @ Fensterzu

    Sorry, ich hatte aus Deinem ersten Satz fälschlicherweise den SChluss gezogen, Du meintest, Rechtsradikale würden die Moslems unterstützen.

    Mea culpa …

    Danke für Deine Klarstellung.

  38. #45 Fensterzu

    Je mehr sich das in diese Richtung entwickelt, desto mehr muß man davon spechen, daß unser System sich einer Theokratie angleicht.

    Deshalb ist es nicht nur richtig, sondern auch absolut notwendig, Ausländergewalt und rechtsradikale Gewalt im Zusammenhang zu sehen. Was im Osten Deutschlands geschieht hat Auswirkung auf den Westen und umgekehrt. Man kann es nicht trennen.

  39. Das wird von den systematischen Verharmlosern doch alles kleingeredet, damit niemand die Wahrheit erfährt, nämlich dass 2000 Neonazis in SS-Uniformen die Inder die ganze Nacht lang durchs Dorf geprügelt haben unter Absingen des Horst-Wessel-Liedes. Das war auch das einzige Ziel des Dorffestes, die Inder in die Falle zu locken, damit sie dann von den faschistischen Einwohnern gemeinsam massakriert werden können!

  40. alle, die die rechtsextreme hetzjagd auf ausländer in mügeln zu verharmlosen und runter zu spielen versuchen, nennt henryk m. broder in seinem artikel auf spiegel-online wirklichkeitsverweigerer – recht hat er!

  41. @ #55 schwerchef

    alle, die die rechtsextreme hetzjagd auf ausländer in mügeln zu verharmlosen

    Dumm nur die Abwesenheit von Rechtsextremen bei dieser 30 Meter Hetzjagt. Soviel zum Thema Wirklichkeitsverweigerung.

  42. #3 franzhaupt
    Leider begehst Du einen Denkfehler, indem Du wenn Deutsche sich bei Auseinandersetzungen mit Ausländern prügeln gleich von Naziterror sprichst. Mit Deinen Totschlagargumenten trägst Du auch die Verantwortung für die Zustände in Deutschland.

  43. Ich kopiere mal einen Ausschnitt aus meinem früheren für PI verfassten Beitrag „Ja, aber…“ – Relativierungen von Ausländerkriminalität:

    Vorgetäuschter und echter Rassismus

    Wie vorschnell und unkritisch Medien sein können, hat der Fall Sebnitz aus dem Jahr 1997 gezeigt, der eine beispiellose Hysterie auslöste, weil ein 6-jähriger Junge angeblich von Nazis ertränkt worden sein soll, was viele Medien dazu bewog, über Rechtsradikalismus und Fremdenhass zu debattieren und den damaligen Bundeskanzler Gerhard Schröder zum „Aufstand der Anständigen“ veranlasste. Dabei gerieten jene Politiker, die nach einer Klärung des Tatbestandes vor der Verurteilung fragten, ins Visier medialer Gesinnungspolizei.

    Im Jahr 2002 wurde eine 14-Jährige in Guben/Cottbus angeblich von einem Mann festgehalten, während ihr ein anderer mit einem Messer ein Hakenkreuz in die linke Wange geritzt habe, worauf hin sich kurze Zeit später eine Menschentraube mit Lichterketten bildete, um gegen „rechts“ zu demonstrieren. Später gestand das Mädchen dann, sich diese Verletzung selbst zugefügt zu haben. Auf der letztgenannten Seite ist auch folgendes zu lesen:

    Zuletzt hatte 1994 ein ähnlicher Fall in Halle die Öffentlichkeit aufgewühlt. Damals haben Skinheads angeblich einem im Rollstuhl sitzenden Mädchen ein Hakenkreuz in die Wange geritzt. Am nächsten Tag demonstrierten 15 000 Menschen in Halle gegen rechte Gewalt. Wenig später gab das Mädchen zu, den Überfall erfunden zu haben. Kurz meldete eine 20-Jährige in Berliner, dass Skindheads sie überfallen und ihr ein Hakenkreuz auf den Bauch geritzt hätten. Auch hier stellte sich bei den Ermittlungen heraus, dass die Geschichte erfunden war.

    ———————–

    Bzgl. des Zitats des ehemaligen Bundeskanzlers Schröder wurde ich von dem Kommentator „Islamophob und grünenfeindlich“ korrigiert:


    Zum Artikel: Soweit ich mich erinnere hat nicht “Sebnitz” den Kanzler dazu veranlasst , den “Aufstand der Anständigen” auszurufen (schon allein die Idee, dass die Regierung einen Aufstand ausruft…), sondern ein Anschlag auf die Düsseldorfer Synagoge, der aller Voraussicht nach nicht von irgendwelchen “Nazis” begangen worden war, sondern von – wer hätte es gedacht – multikulturellen Mitbürgern aus dem arabischen Raum.

  44. Die Inder (oder Pakistanis?) werden jetzt versuchen das Gleiche wie Emyras M. zu erreichen (Spenden von XTEURO, Auftritt bei G. Jauch,..). Wer soll es ihnen verdenken.

    @ Feuervogel
    Freut mich, dass Du jetzt genauer hinschaust, wenn von rechter Gewalt, Hetzjagd, Naziterror o.ä, gesprochen wird.

  45. #35 gw:

    „pi wird sich auch in zukunft nicht an denkverbote halten, wenn deutschland aufgefordert ist, ohne prüfung von tatsachen und entgegen offensichtlichen widersprüchen in verlogene betroffenheitschöre einzustimmen, um nicht von der nazikeule getroffen zu werden.“

    Genau das macht PI ja auch aus.

  46. „alle, die die rechtsextreme hetzjagd auf ausländer in mügeln zu verharmlosen und runter zu spielen versuchen, nennt henryk m. broder in seinem artikel auf spiegel-online wirklichkeitsverweigerer – recht hat er!“

    Nun ja, wenn der zugereiste Volkspädagoge Broder im alleinigen Besitz der „Wirklichkeit“ ist, muss wohl jeder, der seinen (in diesem Falle absoluten Mainstream-)Positionen nicht zustimmt, ein „Realitätsverweigerer“ sein. Kratzt mich wenig.

  47. @ #57 Feuervogel

    ja, ein sehr sehr unglücklicher Artikel von Broder. […]
    Der Realitätsverweigerer, der für ein paar Pointen seine journalistische Sorgfaltspflicht verletzt, ist wohl er.

    Ähnlich habe ich in einem anderen Beitrag jemandem geantwortet, der wissen wollte, was denn an Broders Artikel schlecht sein soll:

    „Das ist Feuilleton, zeigen, wie toll man schreiben und argumentieren kann, wie viel man weiß – aber nicht ein Stück mehr.“

    http://www.politicallyincorrect.de/2007/08/juraprofessor-dr-paul-stelkens-zum-koelner-moscheebau/#comment-95630

  48. @ Feuervogel
    Nein, ich habe wirklich keine Ahnung, wie dieser Fall gelagert ist. Allerdings kann man es den Indern nicht verdenken, wenn Sie Einadungen von Jauch, Interviews und Spenden ablehnen würden.

  49. #51 Feuervogel:


    Ich bin unangenehm berührt, wenn Henryk M. Broder im Spiegel online sich über den “Zeitgeist” abfaselt und dabei ein prächtiger Repräsentant desselben wird.

    Ich finde, dass Henryk M. Broder zuweilen völlig überbewertet wird. Es mag sein, dass er hin und wieder lichte Momente hat und kluge Dinge sagt, aber nur weil Broder kein Islam-Freund ist, macht ihn das nicht zu einem politisch inkorrekten Typ, zumal er bisweilen Äußerungen anderer ungeprüft übernimmt und wiedergibt.

  50. 200 .. so so. Morgen 400 .. übermorgen dann die ganze Welt. Sei´s drum.
    Jetzt lassen wir mal die Polizei ihre Arbeit machen. Die haben eh schon an jedem Fuß einen Politiker kleben, der aus dem Vorkommnis ein paar Wählerstimmen herausschlagen will. Aber eine Frage sollte man sich schon stellen. Da finden Hüben wie Drüben Volkfeste m Veranstaltungen Konzerte ..was auch immer .. statt, und beim kleinsten Anlass explodiert die Stimmung. Die ganze Sache kippt und es fliegen die Fäuste .. oder mehr. Na das müsste doch eigentlich für das Millionenheer unserer überbezahlten völlig unterbeschäftigten Soziologen das ideale Betätigungsfeld sein. Warum? Einfacher kann man eine Frage nicht stellen. Wird doch in jeder Folge der Sesamstraße gesungen. Oder .. WO. Wo liegt der Siedepunkt einer Gesellschaft, Wo platzt das Faß. oder Wie lange … kann man die Mehrheit zum Narren halten, an der Nase herumführen, schröpfen, ausbeuten und mit der Schweinsblase des Narren beuteln? Was bringt 200 Leute (wenn es denn 200 waren) urplötzlich dazu aufzuspringen und jemanden über die Straße zu prügeln ? Das sind doch sonst die Leute, die völlig ohne jeden Gemeinschaftssinn an allem und jedem vorbei sehen. Denen es nicht auffällt, wenn Oma X seit 38 Monaten im Stockwerk darüber tot vor dem Fernseher sitzt. Denen nicht auffällt, das Kinder in der Nachbarwohnung und Heulen und Zähneklappern einen Hungertod sterben .. oder gleich tot geschlagen werden. Die wegsehen wenn eine Frau in der S-Bahn vergewaltigt wird .. im Sitz 2 Meter entfernt. Und die stehen plötzlich ALLE auf, rollen die Ärmel hoch und dreschen los. Was ist dann da los ? Da muss doch irgend etwas mächtig in Bewegung sein. Am Trinkwasser kann’s kaum liegen, und halluzinogene Substanzen waren sicher auch nicht in der Bratwurst. Also … liebe Soziologen, Gesellschaftsforscher etc etc .. unsere ganze Kavalkade hochbezahlter, extrem qualifizierter Wissenschaftler. Wo liegt da der Hund begraben. Was bitte schön bringt die Leute so zum Ausrasten. Funktioniert die 58 Jahre lang praktizierte Ultraweiswäsche der Political Correctness nicht mehr ? Schlägt das Jetzt ins Gegenteil um. Wo man sich früher gegen Nichts wehrte, beserken bald Alle und Jeder gegen Alles und Jeden, ohne Ansehen der Sache und Person. Egal ob Freund oder Feind …. Hauptsache Gegner ? Hauptsache es knallt ganz fürchterlich. Ist das so eine Art Übersprungreaktion, wie beim Huhn, das im Verteilungskampf zu kurz gekommen ist, und jetzt nach imaginären Körnern pickt. Glaube es wird Zeit, das ganz schnell raus zu finden. Denn wenn die Lawine erst mal losgetreten ist, gibt’s kein Halten mehr. Und wie eine ganze Gesellschaft in Schieflage aussieht, dafür gibt die Geschichte der Weimarer Republik beredtes Zeugnis.

  51. das Rezept funktioniert. Das nutzt sogar die Polizei, wenn sie Verstärkung braucht und keine bekommt. Dann gilt: Bube, Dame, König, Adolf
    Hat da nicht einer Heil Hitler gerufen? die Hand mit ausgestrecktem Arm gehoben? einen kahlen Schädel und Stiefel an? Ausländer raus gerufen?
    etc etc. Man gibt das durch und schon rollen sie an, SEK, Einsatzkommandos, Naziabwehr, immer schön mit den Sudeleden aus den Medien garniert.
    Und schon rollt die Story vom Abgrund an Rechtsextremismus. Der Fisch beginnt am Kopf zu stinken, es sind die Politstrizzis, die Becks und Co Kg, die als Scharfmacher in die ideologische Tröte pusten.
    Von Verantwortungsbewußtsein keine Spur, benebelt vom Haß aufs Volk von dem man schmarotzt.
    In einem Rechtsstaat müssen zuerst korrekt die Tatsachen ermittelt werden, dann die strafrechtliche Relevanz geprüft und ggfs in einem ordentlichen Verfahren strafrechtliche Konsequenzen gezogen werden. Ob die handelnden Schwachköpfe linke oder rechte Parolen krähen spielt dabei keine Rolle. Aber, wie gesagt, das gilt eben nur für den Rechtsstaat und folglich nicht mehr für die BRD.

  52. @ Anti Steiniger Inc

    Sehr guter Kommentar!

    Du hast recht: Es darf einfach nicht sein, dass der Deutsche in irgendeiner Form gegen den Fremden Widerstand leistet.

    Nein, wir haben uns demutsvoll unserem Schicksal zu beugen …

    Und wenn die Ausländer provozieren, dann müssen wir uns als Deutsche gefälligst zurückziehen und ggf. Beleidigungen erdulden.

    Das wird den (deutschen) Kindern ja auch schon ganz früh im Kindergarten und in der Grundschule beigebracht. Nach dem Motto: Der Klügere gibt nach …

    So kommt es auch, dass deutsche Schüler regelmäßig den Kürzeren auf Schulhofauseinandersetzungen ziehen.

    Wenn wir doch schon so weit sind, dann kann es doch wohl wirklich nicht sein, dass sich in einem kleinen Ort namens Mügeln noch Widerstand regt. Wie rückständig und unanständig … (Achtung Satire).

    Wenn die Inder obsiegt hätten, wäre es natürlich kein Problem gewesen …

    Dann wäre es eine Bierzeltschlägerei gewesen.

    Ich könnte kotzen …. (sorry, aber irgendwann gehen einem die Worte aus, um dieses abgekartete Treiben noch einigermaßen salchlich zu kommentieren)

  53. A propos Einwanderungsgesetze …

    Mit welchem Recht leben diese Inder überhaupt hier. Aus welchem Grund können Inder hier Asyl erhalten.

    Oder über welches „Ticket“ sind die hier einreist.

    Die sehen nicht aus wie Programmier-Genies.

    Aber solche Fragen werden ja gar nicht gestellt. Die sind eben hier … und beziehen hier im Zweifel Sozialhilfe, verbunden mit einer luxuriösen Gesundheitsversorgung. Und wir bezahlen das …

    Wir leben wirklich in Absurdistan …

  54. @cusanus:

    Leider darf man das aber nicht einmal hier aussprechen: Mein Beitrag wurde soeben wegzensiert!

    Die ungeschminkte Wahrheit auszusprechen und folgerichtige Schlüsse zu ziehen ist wohl zu PI für PI?

    Oder ist Solidarität mit den Bürgern von Mügeln – die nun unter einer beispiellosen Hetzkampagne leiden müssen – unerwünscht?

  55. @ #4 franzhaupt schreibt:
    » … ich sage genauso deutlich, dass jede Form von Gewalt mit rechtem Hintergrund zu Recht scharf verurteilt werden muss. «

    So, sagt du das. Ich sage, daß ich JEDE Form von Gewaltkriminalität „zu Recht scharf“ verurteile.
    Sag‘ uns doch ‚mal, wie hoch der rechtsextremistisch motivierte Anteil an der ZUNEHMENDEN Gewaltkriminalität in Deutschland ist. 1,5%? 0,5%? DAS ist das Problem: Eskalierende Gewaltkriminalität, insb. gegen „deutschstämmge“ Jugendliche und Kinder. google: PKS (Polizeil. Kriminalstatistik).

    Was ist hiermit?: 11 (elf) verletzte Deutsche AbiturientInnen. Motiv: Rassistisch-Krimineller Deutschenhaß.

    >b> „Wir schlachten Euch Deutschen Schweine ab!!“

    Ganz vergessen, wa?

    AKTUELL:

    http://www.general-anzeiger-bonn.de/index.php?k=news&itemid=10490&detailid=349353

    » Polizei meldet elf verletzte Schüler nach Vor-Abiturfeier
    – Mehr Straftaten von jugendlichen Ausländern «

  56. #3 franzhaupt

    Ich glaube, die allermeisten hier, insbesondere von der Reaktion, soweit ich sie einzuschätzen vermag, sind sich darüber im Klaren, dass es sich bei Mügeln um einen ausländerfeindlichen Gewaltexzess gehandelt haben KÖNNTE. Das ist schlimm genug. Auch dass die soziokulturelle Verwahrlosung der jüngeren genuin deutschen Bevölkerungsanteilen in den ehemaligen DDR-Gebieten fortgeschrittener ist, als im Westen, lässt sich kaum abstreiten.

    Aber was auch mich irritiert, ist die kein Einhalten, Reflektieren, Zweifel erlaubende Hysterie, die für sich genommen etwas hexenjagdartiges hat. McCarthy lässt grüßen.

    Diese Hysterie wird von Politikern und Medien vorsätzlich geschürt, weil sie für diese sehr nützlich ist. Und der stinknormale deutsche Weltenbürger, dem bei jeder vermeintlich genommenen Vorfahrt ein Scheiss-T… entweicht, wenn es sich zufälligerweise um einen solchen gehandelt haben sollte, stimmt wohlgefällig ein.

    In diesem Klima wird bald jede noch so nüchterne und sachliche Kritik an durch Einwanderungsgruppen bedingte Probleme im Allgemeinen und am Islam im Besonderen tabuisiert, unter den Generalverdacht des volksverhetzenden Rassismus gestellt sein – und auch so geahndet werden. Hierin sehe ich den schlimmsten Aspekt dieser Diskussion.

  57. PC-Medien: Papierkorb oder Headline?

    » Drogen- oder Nazi-Szene? Mann aus Ghana niedergeprügelt

    Braunschweig (ddp). Ein 49 Jahre alter Mann aus Ghana ist in Braunschweig von zwei Männern zusammengeschlagen worden. Wie die Polizei mitteilt, ist ein fremdenfeindlicher Hintergrund nicht auszuschließen. Die Polizei war zunächst von einem Vorfall innerhalb der Drogenszene ausgegangen. «In diese Richtung ermitteln wir auch weiterhin. Alle drei Beteiligten sind in der Drogenszene aktiv. Aber wir wollen nichts anbrennen lassen», sagte ein Polizeisprecher auf Anfrage. Deshalb habe man auch den Staatsschutz eingeschaltet. … «

    http://e110.de

  58. Keine Zeile wert.
    Deutscher wird von einer Gruppe von Palästinensern bedroht und verfolgt.

    Vor ein paar Jahren demonstrierten hunderte von Palästinensern in Bremen. Sie riefen Parolen wie: „Tot Israel“ und „Sharon Kindermörder“.

    Ich sah wohl sehr angewidert bei diesen Sprüchen aus. Daraufhin sprach mich ein Palästinenser an und fragte, ob ich für den Kindermörder Sharon sei.

    Als ich ihm antwortete, dass ich eine andere Meinung vertrete und mich gut erinnere, dass sein Präsident Herr Arafat Kinder tötete (Schule von Ma`alot) etc. sagte er zu mir: „Adolf geh nach Hause“.

    Dann kamen noch ein paar von seinen Landsleuten und wollten mich verprügeln.

    Einer stellte seine Krücken, an denen er sich vorher krampfhaft festhielt an eine Häuserwand und wollte zum fröhlichen Keulen ausholen.

    (Vielleicht hatte ich ihn ja auch von seinem Leiden geheilt)!

    Ich konnte mich in einen Aldi Markt retten und rief die Polizei. Doch diese sagte mir, ich solle mich an den ersten Polizisten wenden, den ich sehe.

    Doch ich sah keine Polizei.

    Erst nach einer ganzen Weile konnte ich mich zu einem Kamerateam der Polizei retten.

    Man begleitete mich aus dem brodelnden Kessel heraus, sagte mir aber auch „was sollen wir denn machen, wir können nichts tun und wenn wir etwas unternehmen wird die Situation eskalieren“.

    Zum Schluss wies mich einer der Polizisten auf das Grundgesetz hin und meinte, wir haben ja Meinungsfreiheit!

    Ach ja, die Demo wurde unterstützt von Gewerkschaften, SPD, Grüne kirchliche Gruppen etc. etc.

    Peter Böttcher

  59. @ Anti Steiniger Inc.

    Leider wird einfach von vielen nicht erkannt, dass wir uns schon mitten in einem Bürgerkrieg befinden, der freilich noch größtenteils gewaltlos geführt wird.

    Andererseit werden das die Restdeutschen an deutschen Hauptschulen wohl so nicht bestätigen können. Aber das sind halt Hauptschüler … (alles Satire)

    Und noch können die Eliten ja noch ihre Kinder auf Schulen schicken, die mehrheitlich von Deutschen besucht werden …

    Bald werden aber auch die Mittelschichten keine Möglichkeit mehr haben, vor den Moslems zu fliehen …

    Die Hauptwaffe in dem Bürgerkrieg ist freilich der weibliche Unterleib. Es wir eben nicht erkannt das die Reproduktionsrate eine effektive Waffe ist (siehe auch Palästina etc.)

    Wenn die sich in ihren Ländern vermehren würden wie die Hasen wäre das ja nicht so schlimm. Aber die sind ja mitten unter uns und majorisieren uns.

    Die entscheidende Frage muss doch sein: Wie bekommen wir die wieder hier raus?

    Ansonsten sind wir hier bald alle verloren, ehe die meisten begriffen haben, dass wir uns überhaupt im Krieg befinden …

  60. @Feuervogel:

    Wenn die Augenzeugenberichte stimmen, war die Abfolge so:

    1. Die Inder haben einige junge Frauen sexuell belästigt (-> Straftat Nr. 1)
    2. Ein alter Mann wurde von ihnen heumgestoßen
    3. Die belästigten Mädchen beschweren sich bei ihren Freunden, die die Inder zur Rede stellen.
    4. Die Inder gehen sofort mit Messern und abgebrochenen Flaschen auf diese los (-> Straftat Nr. 2)
    5. Weitere Gäste solidarisieren sich mit den Angegriffenen und gehen auf die Inder los.

    Vielleicht habe ich damit ein bisschen dick aufgetragen, Punkt Nr. 5 als Zivilcourage zu bezeichnen – das ist halt mein Stil – aber:

    Von „doitschen“ etc. habe ich überhaupt nichts geschrieben.

    Spare dir bitte künftig solche billigen Diffamierungsversuche.

    @All:

    Meinen zensierten Kommentar habe ich archiviert. Falls sich also jemand nach dieser Unterstellung selbst davon überzeugen will, dass ich nichts verwerfliches zum besten gegeben habe, stelle ich ihn auf Wunsch in einem anderen Blog nochmal ein.

  61. @ Anti Steiniger Inc.

    So habe ich Deinen Kommentar auch in Erinnerung.

    Auch das Wort Zivilcourage halte ich hier durchaus für nicht unangebracht.

    Es kommt selten genug vor, dass sich Deutsche gegen eine Gruppe von Ausländern wehren, von denen Agression ausgeht.

    (Natürlich können wir über den genauen Hergang hier nur spekulieren)

  62. #81 Anti Steiniger Inc.

    Ich habe einen Bekannten gefragt, der in dieser Gegend aufgewachsen ist (70er). Damals war es genauso: wenn einer aus dem einen Dorf den Mädchen aus dem anderen Dorf zu nahe gekommen ist, hat es irgendwann eine zünftige Prügelei gegeben und danach war es wieder gut. Das erscheint mir wesentlich wahrscheinlicher als das „200 Neonazis veranstalten Hetzjagd auf 8 Inder“.

  63. Mal nebenbei: Es waren Deutsche, die in Mügeln die Polizei beschimpft und mit Sachen beworfen haben…
    Ich bin als Autochthoner 😉 selbst mal verfolgt worden. Man ist da nicht zu klarer Wahrnehmung und Denken fähig.
    Aber bleibt kritisch PI, ist schon ok. Schade nur, dass es braunes Gesocks im Kommentarbereich anzieht wie ein alpha das omega. Das schneidet in euer eigenes Bein.

  64. Sooooo,

    ich hab die Schnauze für heute voll: Sarkozy umgefallen, Demo verboten – über Mügeln mach ich mir Gedanken, wenn die Ermittlungen irgendwas ergeben haben (spätestens dann, wenn die MSM da nicht mehr drüber berichten, weiß ich, in welche Richtung die Erkenntnisse gehen…)

    Gute Nacht euch allen!

  65. Der FOCUS in dieser Woche (Nr. 35) schreibt ganz nett auf Seite 34:

    „Der Mügelner Gewaltausbruch zählt nach allem, was die Ermittler bisher zusammengepuzzelt haben, eher zur Kategorie Ermyas M. Nahezu alle Politiker gingen 2006 von einem rechtsradikalen Akt aus, als der aus Äthiopien stammende Mann in Potsdam zusammengeschlagen wurde. Später stellte sich heraus, dass Ermyas M. selbst nicht unbeteiligt war; die zwei angeklagten Deutschen wurden freigesprochen.“

    Weiter erklärte einer der Ermittler gegenüber FOCUS: „Die ganze Sache könnte einen etwas anderen Verlauf nehmen.“

  66. #27 Apfelkomplott

    Heh, Du scheiß Nazi, willst Du mit Deiner Aussage:

    „Ja, wirklich schlimm, dass keiner über die wirklichen Opfer berichtet! Sorry, wer mich angreift, darf (sollte ich bewaffnet sein) auch damit rechnen, dass er was abbekommt.“

    die Gewalt der Müggeler gegen die Inder rechtfertigen?

    *VorsichtIronie*

    🙂

    Könnte es nicht sein, dass ein Müggeler von den Indern angegriffen wurde, und deshalb die schweren Verletzungen am Unterleib hat? Vielleicht sind die Müggeler genauso drauf wie Du, und haben deshalb die Inder so zugerichtet.

    Du kannst echt froh sein, dass Du mit Deiner Einstellung noch nie von Ausländern angegriffen wodern bist, denn sonst wärst Du auch ein Nazi und würdest eventuell sogar mit dem Hubschrauber nach Kalsruher gebracht werden. Zudem würde Deine Heimatstadt durch die Medienlandschaft mit den Städten Hoyerswerda, Sebnitz, Potsdam, Mügeln, etc gezogen

  67. Zudem würde Deine Heimatstadt gemeinsam mit den Städten Hoyerswerda, Sebnitz, Potsdam, Mügeln, etc durch die Medienlandschaft gezogen

  68. @ #86 Feuervogel :

    zu 1):

    Wie aber kam es zu dieser Gewaltorgie? Von der Tanzfläche des Festzelts muss die Raserei ihren Lauf genommen haben – doch wer hier wen provoziert, angerempelt, angegriffen hat, darüber kursieren in Mügeln verschiedene Versionen. Manche wollen alles mit eigenen Augen gesehen haben, manche wissen alles ganz genau[ genau wie die Spiegelredaktion; Anm. pippin] und dann doch wieder nur vom Hörensagen.
    Eine 36-jährige Mitarbeiterin der Pizzeria Picobello hatte SPIEGEL ONLINE erzählt, wie sie mit den Indern getanzt habe. Vielleicht habe es einigen nicht gepasst, dass eine Deutsche mit Ausländern tanzt, vermutete sie. Per E-Mail meldete sich bei SPIEGEL ONLINE eine weitere Frau, auch sie sein nach eigenen Worten eine Augenzeugin. Bei ihr klingt das Ganze so: Einer der Inder sei „einem jungen Mädchen gegenüber aufdringlich“ geworden, berichtet sie, „und ihr Freund verteidigte ihre Ehre“. Was das bedeutet, schreibt sie nicht
    [ das können Spiegelredakteure schließlich auch nicht wissen; Anm. pippin], wohl aber: „Auch in Indien wird die Ehre ganz groß geschrieben.“

    Quelle: http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,501490,00.html

  69. @Feuervogel:

    Momentan steht nur noch dieser Bericht zur Verfügung:
    Polizei prüft Ermittlungen gegen Inder in Mügeln

    Die Quelle zu den Vorfällen auf der Tanzfläche (Begrapschen etc.) kann ich nicht mehr finden. Soll vermutlich unter den Teppich gekehrt werden…

    Bei Bild ist allerdings von einem Mann die Rede, der begrapscht worden sein soll, weil er mit einem Mann getanzt hat:
    Fall Mügeln: Das Protokoll der Prügelnacht

    P.S.: Hast du meinen gelöschten Kommentar „gemeldet“?

  70. @Albatros:

    Mal nebenbei: Es waren Deutsche, die in Mügeln die Polizei beschimpft und mit Sachen beworfen haben…

    …sagt wer?

    Schade nur, dass es braunes Gesocks im Kommentarbereich anzieht wie ein alpha das omega

    Ich finde nicht, dass hier allzu oft Kommentare von Rechtsextremen abgegeben werden. Selbst damals, als noch keine Anmeldung notwendig war, hielt sich das sehr im Rahmen.

    Vermutlich bist du einfach noch nicht lange genug hier dabei, um das beurteilen zu können.

  71. @ Feuervogel u.a.

    Was ich von Henryk Broder kenne ist ausnahmslos kenntnisreicher, exzellenter, mutiger Journalismus. Befreiender Klartext statt verlogener PC.

    In besagtem Artikel hat er sich allerdings vergriffen. Das sehe ich auch so. – Nun ja, ein Ausrutscher, eine Fehleinschätzung kann jedem mal passieren.

    Der Artikel bleibt trotz verfehlter Grundtendenz insgesamt lesenswert.

    http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/0,1518,502425,00.html

    Unser viel bejubelter neuer Freund Ralph Giordano dagegen war ein überzeugter Kommunist, ergebener Stalinist und ein mediokrer Poet dazu. Wengleich Giordano in puncto Islam und Moscheebau Ehrenfeld unsere Zustimmung findet, traue ich ihm weitaus weniger über den Weg als Broder. Giordano hat sich von seiner sozialistischen Vergangenheit nie überzeugend distanziert. Schimpft immer noch auf Pro Köln, obwohl gegen diesen Verein nichts weiter als haltlose Spekulationen vorgebracht werden – derselbe üble Stil mit dem die Linke pauschal alles diffamiert, was nicht strikt auf sozialistischer Linie liegt – auch PI.

    Was, wenn Giordano bei nächster Gelegenheit gegen PI genauso dämlich auskeilt wie gegen Pro Köln?

    Broder, da bin ich mir sicher, würde das niemals tun.

  72. „““Die Inder haben angefangen“, sagt Nils Zahsowk, 20, Vorsitzender des Mügelner Jugendclubs. Er spricht von „Hieb- und Stichwaffen“, mit denen die Inder auf die Gäste los gegangen seien. Nein, dabei war er nicht, aber gehört hat er es. Er kam erst an den Ort des Geschehens, als der Mob schon vor der Pizzeria stand. Da habe sich die Gewalt plötzlich gegen die Polizei gerichtet – „und jeder war dabei“.““
    http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,501490,00.html

    EIn recht ausgewogener Artikel übrigens, der sich der Berichtsproblematik wohl bewusst zu sein scheint.

  73. „Trotzdem“ will Herr Singh also Deutschland nicht verlassen. Im Gegenteil, hat man inzwischen erfahren, er will seine indische Ehefrau nachholen, nachdem er von der deutschen geschieden ist. Wie kann er nur einen so gefährlichen, fremdenfeindlichen und rechtsradikalen Sumpf wie Deutschland, den die Mediengeier pizzamampfend in seiner Pizzeria derzeit in trauter Einigkeit wieder konstruieren, seiner Frau überhaupt zumuten??? erst recht seinen sicherlich geplanten Kindern?
    Sogar einer Polizeisprecherin fällt auf, dass sich die Inder jetzt in der Opferrolle sehen. „Sie haben uns herumsitzen lassen wie die Hunde“, haben sie sich medienwirksam beklagt. Was offenbar genausowenig der Wahrheit entspricht, wie die auf wundersame Weise angewachsene Zahl der Angreifer von 50 auf 200.

    http://www.welt.de/welt_print/article1130543/In_Muegeln_werden_Beschwerden_gegen_die_Polizei_laut.html

    Sebnitz / Potsdam mit dem Fall E. Mulugeta /Mügeln kann man inzwischen in eine Reihe stellen.

    Alle diese Fälle haben hauptsächlich linken Parteien und Gruppierungen zur Propaganda gedient, zur Selbstprofilierung, zur Ablenkung von eigenem Fehlverhalten und zu neuen Forderungen nach mehr Fördermitteln „gegen rechts“, woran sich dann linksextremistische Gruppen bedienen können.

    Mügeln hat 5 zusätzliche Millionen gebracht.
    Gratulation!

  74. Broder bringt immer wieder solche Dinger. Er kann Deutschland einfach nicht leiden. Man muss keine Gut-Böse-, Schwarz-Weiß- und Freund-Feind-Einteilung haben, aber einen „Verbündeten“ in ihm zu sehen, würde ich persönlich für völlig verfehlt halten. Er ist einer der Sorte Bevölkerungsaustauschbejubler, die es eiskalt erwischt hat, als sie erkennen mussten, dass es offenbar etwas noch Schlimmeres gibt als die Deutschen. Tja.

  75. @ #98 Feuervogel

    Ralph Giordano:
    “Aus einem Irrtum heraus, nämlich aus dem Irrtum, dass die Feinde meiner Feinde auch meine Freunde sein müssten. Ich warne die jungen Leute, das ist ein Trugschluss.”

    Genau davor sollten wir uns hier auch hüten, ob die vermeintlichen Freunde nun Giordano oder Broder oder xxx heißen. Sie müssen ja auch gar nicht unsere Freunde sein, sie können einzelne Sachen sagen, die für uns gut sind, aber deswegen müssen wir uns doch niemandem an den Hals werfen. Mir fällt dazu immer die Türkei ein, die der Nato sehr wichtig gegen die UdSSR war – und jetzt haben wir den Dreck!

  76. wer broder kennt, weiß, dass er sich in dem neuen spiegel-artikel seiner argumentativen linie treu geblieben ist. wenn ich mir hier so einige kommentare durchlese, weiß ich, wen er mit „wirklichkeitsverweigerer“ meint. kein wunder, dass er nicht mehr auf PI verlinkt!

  77. @schwerchef

    Vorstellungen davon „wie es in Deutschland läuft“ haben bei jedem Einzelnen nun mal ne gewisse Trägheit, bei manchen mehr, bei manchen weniger…

    Manche scheinen wenig wahrzunehmen, dass auch viele Teile des Mainstreams grad gehörig umdenken.

  78. @schwerblöd:

    Wenn es wirklich so ablief:

    “Es gebe Zeugenaussagen, wonach sie die Schlägerei angefangen und Menschen mit Flaschen oder Messern verletzt hätten. Auch das Nachrichtenmagazin Focus (München) schreibt unter Berufung auf Polizeikreise, möglicherweise werde „der Fall Mügeln einen etwas anderen Verlauf als bisher nehmen“. So habe es Zeugenaussagen zufolge zunächst einen Streit zwischen einem Deutschen und den Indern gegeben. Diese hätten ihn immer wieder angerempelt, weil er mit einem Mann tanzte. Nach Verlassen des Zeltes sei er von den Indern verprügelt worden. Daran habe sich die Massenschlägerei entzündet, die mit der Flucht der Inder in die nicht weit entfernte Pizzeria endete.”

    dann war es eindeutig ein homophober Übergriff, gegen den die anderen Festzeltbesucher einschritten. Und dann sollte n einige etwas zurückrudern, auch Herr Broder. Alles andere ist eine ziemliche Ohrfeige für die 90% Mügelner, die nicht NPD wählen!

  79. Das Problem ist halt echt, dass bisher kein deutscher Beteiligter eine medienwirksame Aussage gemacht hat. Bisher habe ich nur von indischen Aussagen etwas mitbekommen, die in den Medien als zweifelsfrei gehandhabt werden. Wenn ich mal spekulieren darf, waren an dem Abend viele Leute schon einigermaßen gut dabei. Und die Inder auch. Und die haben sich dann möglicherweise daneben benommen und haben Contra gekriegt. Daraufhin hat sich halt etwas mehr entwickelt. Es war ja auch schon von „Anbaggern“ von irgendwelchen Mädels durch die Inder die Rede. Da auf einem Dorf die Jugend miest etwas enger verbunden ist, wundert mich eine Prügelei gar nicht. Ich denke, die Inder wollten nur mal zusehen, dass ihnen nicht der schwarze Peter zugeschoben wird. Deshalb auch diese auffällige Täterzahlerhöhung. Gewalt ist immer scheiße. Und wenn man eine solche Situation noch im Griff hat, sollte man vielleicht eher die Polizei rufen. Wenn das mit der Glasstecherei stimmt, dann hab ich kein Herz mehr für die 8 Inder. Dann wäre das überall so gelaufen. Gerade, wenn die Beteiligten schon einen drin haben.
    Eigentlich halte ich den Vorfall kaum für erwähnenswert (wäre er nicht so präsent in den Medien), weil das jedes Wochenende in jeder Stadt 10 mal passiert.

  80. Nun legt also Spiegel-online nach. Und fordert den Kopf des Bürgermeisters…

    Es wird Zeit für Mails an den Bürgermeister: Sein Interview – so scheint mir – ist voll OK.

  81. Aus der Berliner Zeitung:
    Ein Tritt, ein Ruf, und der Hass brach los
    Was geschah wirklich auf dem Stadtfest von Mügeln? Ein Funke genügte. Und aus den Indern, die man kannte, wurden die Inder, die man jagte

    VON FRANK NORDHAUSEN

    VON FRANK NORDHAUSEN

    MÜGELN. Am Dienstag ist Markttag in Mügeln, zehn Tage sind seit dem Ereignis auf dem Stadtfest vergangen, das als Hetzjagd im Gedächtnis bleiben wird. Es ist morgens um acht, die Händler bauen ihre Stände auf. Erstmals sind auch die Inder wieder gekommen. Kulvir Singh und seine drei Freunde hängen ihre Ware auf: karierte Hosen für alte Damen, Stonewashed-Jeans für Mädchen, Camouflage-Hosen für rechte Jungs. Kulvir Singh versteckt sein blutunterlaufenes Auge hinter einer verspiegelten Brille. Er sagt: „Was sollen wir machen, wir müssen ja arbeiten. Das ist unser Leben.“

    Um diese Zeit sind in Mügeln vor allem ältere Menschen auf den Beinen, und man kann den Eindruck gewinnen, dass sie die Rückkehr der ausländischen Händler mit Scham zur Kenntnis nehmen. Sie nähern sich dem Stand, laufen gesenkten Kopfes und starren Blicks vorbei. Als könnten sie den Indern nicht ins Gesicht schauen. Als störten diese den allgemeinen Wunsch, dass „endlich wieder Ruhe ist“. Oder, wie es ein Mügelner am Sonntag ausdrückte, als ein Radiosender zu einem Fest auf das alte Schloss rief: „Man weiß doch noch gar nicht, ob es wirklich eine Hetzjagd auf Inder gegeben hat. Aber es hat eine Hetzjagd der Medien auf uns gegeben!“

    Nun sind die Opfer also zurückgekommen und mit ihnen die Erinnerung an die Nacht zum 19. August. „Wenn sie sich ruhig verhalten, können sie ja von mir aus bleiben“, sagt Jenny Naumann, die Pächterin der Gaststätte „Räuberkeller“. Sie hat einen Artikel aus der rechten Zeitung Junge Freiheit an ein Fenster geklebt. Darin ist von einer inszenierten Kampagne der Linken gegen Mügeln und von „Vorverurteilung“ die Rede.

    Ein alter behinderter Mann schiebt mit einer Gehhilfe am Marktstand vorbei, stoppt und nimmt einen der Inder für einen Moment in den Arm. Eine seltene Geste. „Einige Deutsche haben uns gesagt, sie halten zu uns“, sagt Kulvir Singh. Und er sagt, dass Mügeln der Ort war, in den sie am liebsten zum Markt gekommen sind. „Weil die Leute hier immer so nett waren“. Warum die Mügelner sich dann plötzlich ganz anders verhielten, das kann Singh sich nur so erklären: „Es gibt überall gute und böse Menschen.“

    Auch die Polizei hat zehn Tage nach dem Stadtfest kein wirklich klares Bild, obwohl mehr als achtzig Zeugen vernommen wurden. „Es ist ein Puzzle, das wir mühsam zusammensetzen müssen“, sagt Ilka Peter, die Sprecherin der Polizeidirektion Westsachsen aus Leipzig, wo eine 26-köpfige Sonderkommission an der Aufklärung arbeitet. Das Problem der Ermittler ist: Fast alle Zeugen sind parteiisch.

    Im Festzelt und davor feierten junge Deutsche aus Mügeln und Umgebung. Sie haben so viele verschiedene Versionen der Schlägerei zu Protokoll gegeben, dass ein Polizist nur sagt: „Die Wahrscheinlichkeit richtet sich nach dem Grad der Besoffenheit.“ Da ist die Rede von einem älteren Mann, den die Inder auf der Tanzfläche angepöbelt haben sollen, von Dorfschönheiten, die sie „angegrapscht“ hätten, von Rempeleien. Und viele Versionen schließen sich gegenseitig aus. Auf der anderen Seite stärken sich die Inder mit ihren Aussagen gegenseitig den Rücken.

    Aber es gibt zwei Personen, die mittlerweile als Hauptzeugen gelten, weil sie zwischen den Gruppen stehen. Das sind die beiden deutschen Angestellten des indischen Wirts der „Pizzeria Picobello“, in die sich seine Landsleute in der Nacht flüchteten. Der 35-jährige Pizza-Ausfahrer Mario S. und die 37-jährige Kellnerin Susann Meyer. Auf die Frage, wer die Schlägerei angefangen habe, druckst Mario S. ein wenig herum. Dann sagt er: „Ich muss zugeben, es waren die Unsrigen. Die Deutschen.“

    Er weiß, dass man ihn wegen seiner Aussagen in Mügeln für einen Nestbeschmutzer hält. Genau wie Susann Meyer, eine fröhliche Frau mit langen rotblonden Haaren. Sie sagt: „Es ist keine Frage, wie es los ging. Wir standen ja daneben.“

    Susann Meyer war mit Mario S. und ihrem Chef Amarjit Singh in der Pizzeria, als die sechs Markthändler am 18. August abends gegen neun vorbei kamen. Sie tranken ein paar Bier und wollten sich dann ein wenig die Füße vertreten. Sie gingen zum Stadtfest. Dann sagte auch Susann Meyer zu Mario S.: „Komm, wir gehen mal zum Zelt.“

    Im Festzelt stellte Mario S. fest, dass „alle ganz schön besoffen waren“ – mehr als 150 Jugendliche. Die Inder tanzten im Kreis direkt vor der Bühne. Eine Band spielte Gassenhauer wie „Über sieben Brücken musst du gehn“. Dreißig bis vierzig junge Leute tanzten. „Susi und ich haben dann mitgetanzt, und zwar mit den Indern im Kreis“, erzählt Mario S. „Beim Tanzen hat man auch mal jemand geschubst, aber es war nie böse gemeint.“ Kein Inder habe ein Mädchen angefasst.

    Inzwischen war es halb eins. Plötzlich sah Mario S., wie ein junger Deutscher den Inder Rajendar Singh absichtlich trat. Wenig später kam ein anderer Junge zu ihm und warnte ihn: „Mario, ihr müsst verschwinden, es gibt Stunk!“ Andere Zeugen sagen, vielen Jugendlichen im Zelt habe es nicht gefallen, dass die Inder mit der deutschen Kellnerin tanzten. Mario S. warnte seinen Chef, und der sagte den übrigen Indern: „Lasst uns gehen! Sofort!“ Doch als sie hinaustraten, seien sie auf eine große Gruppe anderer Deutscher getroffen, die unmittelbar angefangen hätten, auf sie einzuprügeln.

    „Mario stellte sich schützend vor einen Inder, da wurde er von hinten ins Kreuz getreten“, erzählt Susann Meyer. Ihr selbst zischte einer zu: „Ausländerschlampe!“ Es war, sagt sie, „eine ganze Front“, die plötzlich gegen sie stand. Mario S. hat sich die Gesichter angeschaut. „Einige waren aus Mügeln. Andere kannte ich nicht, andere kannte ich aus dem Fliegerhorst in Oschatz.“ Das Lokal „Fliegerhorst“ gilt als Neonazitreffpunkt.

    Die Inder, die auch etwas angetrunken waren, verteidigten sich mit Fäusten, als plötzlich ein fast zwei Meter großer deutscher Junge, der 17-jährige Marco T., aus dem Zelt ins Freie trat. Marco T. – derjenige, der zuvor den Inder auf der Tanzfläche getreten hatte. Er löste nun die Eskalation der Gewalt aus. „Marco kam heraus, zog aus der Tasche sein Pfefferspray und sprühte es den Indern ins Gesicht“, sagt Susann Meyer. Die Kellnerin kann bis heute nicht verstehen, warum der Junge das tat. „Er ist ein Stammkunde bei uns in der Pizzeria, eigentlich ein netter Kerl.“

    Marco T. ist der älteste von fünf Kindern einer alleinerziehenden Sozialhilfeempfängerin. Er hat die Hauptschule nicht geschafft. Marco T. wurde inzwischen mehrfach von der Polizei vernommen, die gegen ihn wegen Landfriedensbruchs ermittelt. Der große Junge ist oft am Marktplatz zu treffen. Er redet langsam, als suche er nach Wörtern. Er sagt: „Die Inder haben mich angerempelt, da habe ich zurückgeboxt. Dann haben sie mich ins Gesicht geschlagen. Deshalb habe ich das Pfefferspray benutzt.“

    Er hat wohl weder gewollt noch geahnt, was er anrichtete. In jenem Moment muss einem der Inder ein Wort entfahren sein, das sich viele Deutsche in Mügeln gemerkt haben: „You German losers“ – „ihr deutschen Verlierer“.

    Minuten später, gegen 0:35 Uhr, lagen zwei Menschen am Boden in ihrem Blut. Susann Meyer sah, wie die Inder attackiert wurden, wie einer von ihnen taumelte und vor der Apotheke am Markt blutüberströmt zusammenbrach. „Ich habe mit dem Handy einen Krankenwagen gerufen und versucht, Erste Hilfe zu leisten.“ Etwa gleichzeitig war ein zweiter Mann zusammengebrochen – der 21-jährige Dachdeckersohn Ronny K. Er saß auf dem Boden vor der Volksbank und blutete am Hals. Blitzschnell verbreitete sich das Gerücht: „Die Ausländer haben einen von uns abgestochen!“

    Zu diesem Zeitpunkt flogen bereits Flaschen. Eine traf Kulvir Singh am Ohr, er ging zu Boden und war für einen Moment bewusstlos. „Als ich aufwachte, schleiften mich meine Freunde zur Pizzeria, und hinter uns war der Mob“, sagt er.

    Amarjit Singh, der Pizzeria-Besitzer erinnert sich so an die Situation: „Wir waren fünf Inder, die zur Pizzeria rannten und in den nebenliegenden Hauseingang gingen. Ich habe es gerade noch geschafft, die Tür zu schließen.“ Die Tür öffnete ein Inder, der nicht mit zum Fest gekommen war. Amarjit Singh hörte Leute gegen die Tür treten und erste Rufe: „Ausländer raus!“ Er hatte noch nie etwas Ähnliches erlebt. „Es war so viel Hass in ihnen drin. Sie wollten uns totschlagen. Das hätte ich in Deutschland nie für möglich gehalten.“

    Das war um 0:45 Uhr. Es war die Zeit, als auch Mario S. mit schmerzendem Rücken zur Pizzeria zurückkehrte. Er beobachtete, wie eine Gruppe von „Glatzen“ mit einem Stahlgitter die Tür einschlug. Susann Meyer stand auch vor der Pizzeria. „Alle blökten wie die Blöden“, sagt sie. Die etwa dreißigköpfige Menge rief: „Türkenschweine raus! Ihr nehmt uns die Arbeit weg!“ Und: „Hier regiert der nationale Widerstand!“

    In der Pizzeria alarmierte derweil Amarjit Singh die Polizei. Plötzlich klingelte ein Handy. Es war Kuldip Singh, den die anderen seit ihrer Flucht vom Marktplatz vermissten. „Hilfe! Helft mir!“ sagte er. Kuldip Singh hatte wegen des Pfeffersprays die Orientierung verloren. Statt zur Pizzeria war er in die Breitscheidstraße gerannt, die ebenfalls auf den Marktplatz führt. Ein Mob von etwa zwanzig bis dreißig Männern, so schildert es ein Augenzeuge, habe ihn dort verfolgt. „Das war wirklich eine Hetzjagd“, sagt der Zeuge. Kuldip Singh war nicht schnell genug, nach hundert Metern erwischten ihn seine Verfolger und prügelten ihn blutig. Dann ließen sie für einen Moment von ihm ab, es gelang dem Inder, sich nahe dem Hintereingang der Pizzeria zu verstecken. „Wir haben ihn dann hereingeholt“, berichtet Amarjit Singh. Gerade noch rechtzeitig.

    Minuten später führte jemand den Mob durch die Holztür in den Hof der Pizzeria. Die Meute trat die Hintertür und ein Fenster ein. Direkt dahinter kauerten die Inder im Toilettenflur. „Es gab einen Knall, wir bekamen Todesangst“, sagt Amarjit Singh.

    Als es zwischenzeitlich am Vordereingang etwas ruhiger wurde, konnten Susann Meyer und Mario S. zu den Indern in die Pizzeria gelangen. Die Kellnerin sagt: „Wir haben Stammkunden unter den Angreifern gesehen.“ Auch ein Polizist war mittlerweile in die Pizzeria vorgedrungen, der Polizeihauptmeister Andreas Reinhardt. Die Inder hockten immer noch im Flur. „Ich habe ihnen Mut gemacht“, sagt Andreas Reinhardt. „Aber kaum hatten wir etwas geredet, als jemand hinten die Tür einschlug.“ Sofort ging Reinhardt dorthin, leuchtete mit seiner Taschenlampe ins Freie und rief mit lauter Stimme: „Achtung, Polizei!“ Es war 1:05 Uhr. Die Menge wich zurück und zertrümmerte mit Pflastersteinen den Renault-Lieferwagen der Pizzeria.

    Fünfzig Minuten später kamen 69 Bereitschaftspolizisten, die ursprünglich das Stadtfest im zwanzig Kilometer entfernten Leisnig gegen Rechtsradikale schützen sollten. Sie wurden mit Bierflaschen und Holzbänken beworfen, setzten Tränengas ein und brauchten mehr als eine Stunde, um die Straßen zu räumen.

    Gegen drei Uhr am Morgen war Ruhe in Mügeln. Vierzehn Menschen wurden zum Teil schwer verletzt, darunter drei Polizeibeamte und sieben Inder.

    Inzwischen hat die Leipziger Sonderkommission mindestens sieben Tatverdächtige ermittelt – unter ihnen Ronny K., der an diesem Abend verletzt wurde und Jörg R., ein anderer Deutscher, der ebenfalls eine Schnittwunde erlitt. Beide wollen sich zu den Ereignissen nicht äußern.

    Der 21-jährige Dachdeckerlehrling Ronny K. behauptet, die Inder hätten ihn mit einer zerschlagenen Flasche am Hals verwundet. Doch seine Mutter sagt: „Ronny hat gar nicht gesehen, was dort los war. Er hat neben dem Zelt gefeiert und wollte zum Klo, als ihn die Flasche traf. Er weiß nicht, wer sie geworfen hat – Inder oder Deutsche.“

    Jörg R., 23 Jahre alt, mittelgroß und schlank, galt früher als Schläger. Seit zwei Jahren arbeitet er in einer Fertighausfirma in Wurzen. Sein Vorarbeiter sagt, Jörg habe sich gebessert. „Er ist nicht mehr so aggressiv wie früher, sondern ein ganz normaler Junge geworden.“ Jörg R. behauptete, ein Inder habe ihn von hinten am Oberschenkel verletzt, er erlitt eine Schnittwunde. Die Inder sagen, sie hätten keine Flaschen oder Messer in der Hand gehabt. Und der Vorarbeiter von Jörg R. sagt nun: „Er ist ja auch schon verletzt gewesen, bevor die ganze Rangelei los ging.“ Nur – von wem? Der Mann schüttelt den Kopf. Dann sagt er, seine Kollegen wollten dem Pizzeria-Besitzer nun das Haus renovieren, „um ihm zu zeigen, dass wir hier nicht ausländerfeindlich sind.“

    Kulvir Singh und seine Kollegen auf dem Markt in Mügeln haben ihren Stand an diesem Dienstag früher abgeräumt als sonst. „Weil so wenige kaufen“, sagt Singh. Und dann sagt er noch, Deutschland sei so schön, er habe so gern hier gelebt. Es klingt wie die Beschwörung eines verlorenen Traums.
    Berliner Zeitung, 30.08.2007

  82. Wenn in einem Neuköllner U- Bahnhof sechs arabische Jugendliche einen Deutschen bewusstlos prügeln (entspricht etwa dem Zahlenverhältnis 50 :8 von Mügeln) stürzt sich die Presse da nicht drauf. Wenn Ermyas M im Suff eine Prügelei mit zwei Proleten anfängt, werden Lichterkettendemos angezettelt, Claudia flennt in die Kameras und weiß besser als jeder Jurist, der den fall später aufrollt, dass es sich um eine rechtsextreme Tat handelt, obwohl es derselbe Tatbestand ist wie bei jeder Bierzeltschlägerei in Bayern.
    Wenn in Hamburg St Georg die Inzuchtgeschädigten Schwulenklatschen spielen, findet das kaum Eingang in die Medien, solche Stories verkaufen sich nur gut, wenn ein Deutscher der Täter ist, nicht, wenn er Opfer ist.
    Wenn in Lichtenberg in der Weitlingstraße ein Dönerimbiss schließt, weil sich der Besitzer nicht mehr sicher fühlt, wird mein Viertel in den Zeitungen durch den Dreck gezogen- wenn in Neukölln ein Metzger schließt, weil er es gewagt hat, Schweinefleisch zu verkaufen,und deswegen bedroht wird, interesiert das kein Schwein.
    Ich finde diese Art von Berichterstattung populistisch und lehne es ab, Geld für eine Gutmenschenzeitung auszugeben

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