auf dem Poster der jungen Demonstranten steht: Mit dem Kopftuch verschleiern wir unseren Kopf, nicht unser Gehirn”Da will man sich etwas ablenken, liest den Sportteil. Normalerweise ein Garant für Entspannung und unpolitische Minuten. Nicht so dieses mal. Bei einem Bericht über Handball wurden wir über den Streit um ein Stück Stoff aufmerksam. Sensibilisiert wussten wir sofort, um welches ‘Stück Stoff’ es geht: das Kopftuch.

Die moslemische Spielerin Iman Kashke wurde vom Spiel ausgeschlossen, weil sie dieses Stück Stoff trug. Ihre Trainerin, Angela Streich, findet die Entscheidung „unmöglich“.

Der Schiedsrichter habe kein Feingefühl gezeigt und Iman vor den Kopf gestoßen. Sie hätten sich lange überlegt, welche Kopfbedeckung ihre Spielerin tragen könne.

„Im Grunde genommen ist das wie ein Stirnband, nur dass es am Wirbel auch geschlossen ist“, sagt sie. Das Band habe keine Klammern und lasse den Hals frei. „Es gibt absolut keinen Grund, dass sie nicht mitspielen darf.“

Ist es nur einfache dhimmihafte Dummheit oder steckt da mehr dahinter? Im Grunde genommen?

Der Schiedsrichter wurde ausgebuht, der Deutsche Handballverband muss jetzt Regeln zum Spielen mit oder ohne Kopftuch erlassen. In der Westdeutschen Zeitung (WZ) fanden wir mehr:

Ohne die Kopfbedeckung will Kashke nicht spielen. Umstritten bei der Diskussion ist, ob von dem Stück Stoff eine Verletzungsgefahr ausgeht. Im Regelwerk findet sich kein eindeutiges Verbot von Kopfbedeckungen wie sie Kashke trägt. Inzwischen beschäftigt der Fall die Internationale Handball-Föderation (IHF). Laut Hans Thomas, Schiedsrichterwart des Deutschen Handball Bundes (DHB), will die IHF am morgigen Freitag eine Entscheidung verkünden. Die IHF-Schiedsrichterkommission mit dem amerikanischen Vorsitzenden und einem Kommissionsmitglied aus Deutschland haben dann möglicherweise über einen Präzedenzfall im internationalen Handball entschieden.

Iman Kashke ist 15 Jahre alt.

PS: Auf dem Poster der jungen Demonstranten steht: „Mit dem Kopftuch verschleiern wir unseren Kopf, nicht unser Gehirn!“
Und dazu gibt es von uns keinen Kommentar.

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