Bei der Sondersitzung des Ortsbeirates 7 zur geplanten Moschee in Frankfurt-Hausen am 18.9.2007 hat das erfolgreiche Fernhalten von Rechtsradikalen und die sichtbare Mehrheit der Moscheegegner im mit etwa 400 Leuten rappelvollen Saal Linkspartei und Co. schwer schockiert. Mangels erhoffter nazistischer Ausfälle schlägt jetzt die Frankfurter Rundschau, lokales Leib- und Magenblatt der Gutmedien, wutentbrannt auf alles, was die Moschee an diesem Standort in Frage stellt, ein.

Natürlich verliert die FR auch kein Wort zum schwachen Auftritt des Integrationsbeauftragten Diallo von den Grünen. Der sprach, wenn es um die Moschee ging, gerne von „wir“, spaltete damit eher, grenzte aus und unterstellte damit allen Moscheegegnern implizit, es ginge ihnen auch gegen ihn und alle anderen Ausländer. Dabei fochten ihn auch Stellungnahmen gegen die Moschee, wenn sie von anderen Migranten kamen oder von anderen religiösen Minderheiten wie der russisch-orthodoxen und koptischen Gemeinde, in deren unmittelbarer Nachbarschaft diese Moschee gebaut werden soll, in seinem Wir-Gefühl nicht an.

Über die Bedeutung von Sätzen wie „wir nehmen Ihre Sorgen sehr ernst“, bei gleichzeitiger Verlautbarung, dass der Bau seitens des Magistrats, auch gegen die Mehrheit im Ortsbeirat, eh schon feststeht und politisch gewünscht ist und wir hier nur netterweise mal unsere Meinung sagen dürfen, kann man auch nur rätseln.

In einem weiteren FR-Artikel findet sich der Satz:

Von der Moschee fühlt sie sich nicht bedroht: „Eher von den christlichen Fundamentalisten und Sekten, die es am Industriehof und in der Praunheimer Landstraße gibt – mit teils sehr fragwürdigem Gedankengut.“

Hier wird, kaum versteckt, versucht, die russisch-orthodoxe und koptisch-orthodoxe Kirche, die zukünftig in der unmittelbaren Nachbarschaft der Moschee leben müssten, gleich mit zu diffamieren.

Die Reaktionen zeigen, dass der plumpe Rassismus-, Rechtsradikalismus-, oder mindestens Fremdenfeindlichkeits-Nasenring, an dem die Bevölkerung argumentativ durch die Manege geführt werden soll, so leicht nicht mehr funktioniert. Es ist das Erschrecken darüber, dass es mittlerweile mehrheitlich Moscheegegner gibt, bei denen man keinerlei Sympathie für Nazis oder ähnliches Gezücht finden kann.

Hier ein Video vom Hessenfernsehen (Hessenschau vom 19.9.2007, 19:30 Uhr) mit einer nicht ganz so tendenziösen Berichterstattung. Darin kommt auch Herr Kaymakci, der Generalsekretär des Moscheevereins zu Wort.

Und hier noch ein Termin für alle, die am 1. Oktober Zeit haben: Haus am Dom und die FR laden ein zur Diskussion.

(Gastbeitrag von Andreas C.)

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