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So demonstriert man in Brüssel

brus_425.jpgMit Genehmigung des Brüsseler Bürgermeisters Freddy Thielemans zog gestern ein Zug von 200 Verschwörungstheoretikern (Foto) quer durch Brüssel. Thielemans leicht reizbare muslimische Wähler zeigten sich tolerant und griffen die Demo nicht an. Keineswegs selbstverständlich, denn beim genauen Hinsehen wurde ja nichts weniger behauptet, als dass sie am 11. September 2001 einer Operation von amerikanischen und israelischen Geheimdiensten auf den Straßen tanzend Beifall gezollt hätten.

Die Verschwörungstheorien, bereits am Tag des Verbrechens auf rechtsextremistischen Internetseiten verbreitet, wurden, nachdem der erste Schreck überwunden war, bereitwillig von Linksextremisten übernommen. Sechs Jahre später prägen sie am Tag des Gedenkens für die Opfer das Programm öffentlich-rechtlicher Fernsehsender in Deutschland, ohne dass deswegen eine Moderatorin oder gar ein Programmverantwortlicher gekündigt würde.

brus_200.jpgDas Rezept der Erleuchteten für die Wiederherstellung des Weltfriedens ist bestechend einfach. Ein internationales Tribunal (vielleicht unter Vorsitz des Iran???) stelle die Schuld von George W. Bush an der „Sprengung“ des World Trade Centers fest, der Westen entschuldigt sich bei den Muslimen für die falsche Verdächtigung und die unschuldigen Taliban können sich wieder die Zeit mit friedfertigen Steinigungen vertreiben. Außerdem möchte man noch das Geld abschaffen. Eine Forderung, der man umso leichter zustimmen kann, je weniger man davon hat.

Gedenken an Opfer weiterhin verboten

Die Veranstalter der morgigen Demonstration zum Gedenken an die Opfer der Terroranschläge und gegen die Islamisierung Europas bestehen trotz des aus Rücksicht auf die Gefühle seiner muslimischen Wählerschaft von Thielemans ausgesprochenen Verbotes weiterhin auf ihr Recht der freien Meinungsäußerung und werden dies morgen um 12 Uhr auf dem Place du Luxembourg in Brüssel ausüben. Nach neuesten Meldungen befinden sich die Organisatoren bereits in Brüssel und werden am heutigen Nachmittag im Büro des Bürgermeisters vorsprechen, um eine Petition zu übergeben.

Da wir nach wie vor wegen eines fehlenden Gerichtsbeschlusses davon ausgehen, dass das Verbot rechtskräftig ist, müssen wir darauf hinweisen, dass die Teilnahme an der Demonstration strafbar ist, sofern sich die Polizei nicht kurzfristig zu einer „stillschweigenden Duldung“ entschließt. Nach deutschem Versammlungsgesetz ist auch der Aufruf zur Teilnahme strafbar. Wir bitten dies bei der Kommentierung zu beachten, um uns das Löschen entsprechnder Beiträge zu ersparen.

Absolut legal ist es selbstverständlich, als Besucher nach Brüssel zu kommen und sich ein eigenes Bild von den Vorgängen zu machen, zu diskutieren und zu berichten. Polizeilichen Anweisungen sollte man Folge leisten. Auf der Internetseite der SIOE als Veranstalter sind bereits Telefonnummern veröffentlicht, unter denen man ab Dienstag morgen Informationen und gegebenenfalls auch Rechtshilfe erhalten kann.