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TV-Tipp: Teuflische Karikaturen, ARTE, 20.40 Uhr

Karsten KjaerAuf ARTE wird heute um 20.40 Uhr der Dokumentarfilm „Teuflische Karikaturen“ gezeigt. Filmemacher Karsten Kjaer (Foto), bekannt für seinen Hang zur Satire und für außergewöhnliche Methoden in der Berichterstattung sensibler politischer und kultureller Angelegenheiten, rollt die unsägliche Hysterisierung der islamischen Welt wegen ein paar harmlosen Mohammed-Bildchen noch ein mal auf. Der Däne sprach mit Leuten, die während des Karikaturenstreits Schlüsselrollen innehatten. Und er fragt, ob es eine Grenze für die Freiheit der Meinungen gibt und ob kulturelle Toleranz eine Einbahnstraße ist.

(Spürnase: Robert H.)




Köln: Schramma hält Hof in Ehrenfeld

kleinedeutsche_200.jpgBisher gab es von Linken (Foto) und Mächtigen nur Hohn und Spott für die Zweidrittelmehrheit der Kölner Bürger, die den Bau der Großmoschee in Ehrenfeld ablehnt. Am kommenden Samstag zwischen 11 und 13 Uhr wollen sich die Vorkämpfer der Kölner Medina, Fritz Schramma (CDU) und Jupp Wirges (SPD), den Kölner Bürgern zum Gespräch am Barthonia-Forum an der Venloer Straße in Ehrenfeld stellen.

Bisher hätten sich, so lässt der Kölner Express wissen, „Experten und solche die sich dafür halten“ geäußert. Jetzt aber sollen die Bürger zu Wort kommen. Mit „Experten, die sich dafür halten“, soweit können wir dem Express noch folgen, sind zweifellos Moscheebefürworter wie die Kölner Sozialdezernentin Marlis Bredehorst gemeint, die nach eigenen Angaben „nicht so viel vom Islam kennt“.

Aber dass die Bürger bisher geschwiegen hätten, kann man so nicht sagen. Vielmehr war es der fortgesetzte Bürgerprotest, der das Ausmauscheln geschaffener Tatsachen so empfindlich gestört hat, dass der Kölner Moscheestreit weltweite Schlagzeilen bis zur New York Times verursacht hat. Sogar der Kölner Express sah sich schon gelegentlich gezwungen, zum Thema zu berichten.

Dazu macht die SoKo Veedel von EXPRESS, Radio Köln und der Stadt am Samstag in Ehrenfeld Station. Am Barthonia-Forum können alle von 11 bis 13 Uhr mit Oberbürgermeister Fritz Schramma (CDU), Bezirksbürgermeister Jupp Wirges (SPD) und Vertretern der Fachämter diskutieren.

Die Türkisch-Islamische Union der Anstalt für Religion (Ditib) hat ihren Sitz bislang in einer ehemaligen Fabrik an der Venloer Straße. Für den Bau einer repräsentativen Moschee hat der Bauherr zwei Jahre eingeplant.

Spätestens 2010 soll der neue Kuppelbau (34,50 Meter) mit den beiden Minaretten (55 Meter) allein im Gebetsraum 2000 Gläubigen Platz bieten. Daneben sind ein Veranstaltungszentrum, Schulungsräume, Gastronomie und Flächen für den Handel geplant. Neu ist: Die Ditib hat die Tiefgarage von 110 auf inzwischen 203 Stellplätze erweitert.

Eine große politische Mehrheit im Rat unterstützt das Moschee-Projekt. Die CDU pocht aber auf Zugeständnisse der Ditib – Verzicht auf Muezzinruf und Deutsch als Predigtsprache. Das ist laut Rechtsamt aber juristisch problematisch.

Wird es Verkehrsprobleme geben? Was wird aus dem Einzelhandel auf der Venloer Straße? Darüber will die SoKo Veedel mit Ihnen reden.

Soweit die Gesprächswünsche der „SoKo Veedel“ -wer bitte ist das??? – und der Hof haltenden Stadtoberen. Nicht auszuschließen ist allerdings, dass die Kölner Bürger in der Wahl ihrer Gesprächsthemen etwas großzügiger sind, als nur über Parkplatzprobleme und den in Ehrenfeld durch die bereits vollzogene Islamisierung ohnehin vetriebenen einheimischen Einzelhandel sprechen zu wollen.

Denn schon Ralph Giordano bemerkte passend: „Nicht die Moschee, sondern der Islam ist das Problem“. In diesem Sinne bitten wir um zahlreiches Erscheinen.

(Spürnase: Hanna M.)




Israel, light and dark

telaviv.jpg Letzte Woche war ich aus privatem Interesse, aber auch um gewisse Dinge mit eigenen Augen vor Ort zu sehen und für PI zu recherchieren seit Jahren wieder in Israel. In den nächsten Tagen werde ich auf PI dazu meine Reiseberichte veröffentlichen. Der erste Beitrag führt uns von Tel Aviv (Foto) über Jaffa nach Nazareth, weiter zum See Genezareth, nach Tabgha und Kapernaum zum Berg der Seligpreisungen.

„Israel, light and dark“: Kaum ein anderes Land dieser Erde ist sooft im Zusammenhang mit Verschwörungstheorien und Kritik am politischen System in aller Munde wie Israel. Zum einen ist Israel das Land der Bibel, das Heilige Land – auf der anderen Seite der Judenstaat, ein „ehemaliges Palästina“ – Projektionsfläche für Vorurteile und Missverständnisse par excellence.

So beginnt denn unsere Reise auch bei den internationalen Vertretungen in Israel. Anders als in anderen Ländern befinden sich diese nämlich nicht in der Hauptstadt Jerusalem, sondern in Tel Aviv – würde man die internationalen Botschaften nach Jerusalem verlegen, würde man ja den Anspruch der Israelis auf Jerusalem gutheißen. Und welchen Anspruch sollte Israel schon auf die Stadt Davids haben, auf den Zion, auf den Tempelberg – der so heißt, weil dort einst der Tempel Israels stand, vor der Al Aksa und der Omar-Moschee? Keine einzige internationale Botschaft ist in Jerusalem, nicht einmal die der USA. Sie befinden sich alle in Tel Aviv.

Tel Aviv, der „Hügel des Frühlings“, ist die zweitgrößte Stadt Israels, das moderne Wirtschafts- und Handelszentrum eines pulsierenden Staates, ein Hightech-Mekka, der Hauptsitz des Mossad. Eine Stadt voller verwinkelter Gassen und futuristischer Hochhäuser, alt und neu zugleich.

Hier werden wir nach nächtlicher Ankunft von Uri abgeholt. Uri ist ein ehemaliger Offizier der israelischen Armee. Er hat selber im Sechs-Tage-Krieg im Golan gekämpft und wird uns in späteren Berichten noch mehr über seine Erlebnisse erzählen. Zunächst bringt er uns jedoch nach Jaffa.

jaffa.jpgJaffa (Jafo/Joppe) ist eine Stadt, die heute zu Tel Aviv gehört. Das alte Jaffa (besiedelt seit 3500 v. Chr.) war die Stadt, von der aus Jona, nach Tarsis, statt Ninive aufgebrochen sein soll, was ihn dann schließlich zu einem unfreiwilligen Fischabenteuer gebracht hat. Hier hat Kreuzfahrer Gottfried von Bouillon 1100 eine Befestigung gebaut. Hier haben in der jüngsten Vergangenheit die sich selbst Palästinenser nennen gelebt. Die alten Häuser sind heute großenteils abgerissen und durch stilechte Neubauten ersetzt worden. So heißt es denn auch bei uns oft über Jaffa, die Häuser seien bewusst abgerissen worden, um den arabischen Charakter der Stadt zu tilgen und die Palästinenser zu vertreiben. Was aber nirgendwo steht, ist, dass die Häuser im alten Stil wieder aufgebaut wurden, dass hier bis heute Araber leben und dass Palästinenser, die sich selber nicht als Vertriebene fühlen, in Jaffa wie im ganzen Staat Israel die gleichen Rechte und Pflichten genießen, wie andere israelische Staatsbürger auch. Auch die Israelis arabischer Herkunft haben vollen Anspruch auf die israelische Staatsbürgerschaft unter der einen Bedingung, dass sie den Staat Israel akzeptieren. Was bei uns auch nicht in den Zeitungen steht, ist, dass die Israelis sehr gern orientalisches Essen mögen und deswegen am Schabbath häufig in arabischen Restaurants zu finden sind. Dass sie sich eigentlich nur Ruhe und Frieden wünschen und die Palästinenser als gleichwertige Menschen akzeptieren. Ich habe auf meiner Reise durch Israel duzende Checkpoints durchlaufen und bin keinem einzigen begegnet, an dem ich gesehen hätte, dass Palästinenser schlecht behandelt worden wären.

Beispiel: Checkpoint Flughafen Ben Gurion Tel Aviv – ein Sicherheitsbeamter nimmt eine ganze Gruppe Palästinenser zusammen, die einen israelischen Pass haben und sagt ihnen:

„Kommt alle miteinander, ich lasse euch gleich zusammen durchgehen.“

Auf meinem Koffer fehlt ein Sicherheitsaufkleber, aber statt das ich alles aufmachen muss, bekomme ich einen Sticker mit privilegiertem Strichcode, so dass ich einfach weiter gehen kann. Eindeutig die Machenschaften eines unmenschlichen Staates, oder? Über meinen Ausflug in den Golan und die Westbank soll an anderer Stelle noch erzählt werden.

nazareth.jpgVon Jaffa aus geht die Reise weiter in Israels Norden. Ins typisch touristische Israel der christlichen Pilger auf den Spuren des Lebens Jesu: Zunächst nach Nazareth der größten Stadt in Israels Norden, dem Ort wo Jesus ausgewachsen ist – INRI (Iesus Nazarenus Rex Iudaeorum – Jesus von Nazareth, der König der Juden). Das heutige Nazareth ist eine israelische Stadt mit wenigen Juden, einigen arabischen Christen und vielen Muslimen. Dennoch muss ich bemerken, dass Nazareth nicht mehr halb so schmutzig ist, wie vor 10 Jahren, als ich die Stadt zum letzten Mal gesehen hatte. Kein Gestank mehr in den Straßen, keine Blutlachen von frisch geschlachteten Tieren auf dem arabischen Markt, keine Jungs mehr, die mich zu lynchen versuchen, weil ich mich erfreche, Fotos von der Moschee zu machen. Die Araber haben entdeckt, dass sich mit christlichen Touristen Geld machen lässt. Die arabischen Christen sind vielen muslimischen Bewohnern zwar ein Dorn im Auge, aber Touristen bringen gewisse Vorteile. Christliche Pilger besuchen Nazareth vor allem wegen der Verkündigungskirche, die angeblich an dem Ort steht, wo Maria und Josef gewohnt haben und wo Maria die Geburt ihres Sohnes verheißen wurde.

tabgha.jpgWeiter reisen wir ins Benediktinerkloster Tabgha am See Genezareth, berühmt durch das Mosaik mit Broten und Fischen in der Brotvermehrungskirche. Von dort aus nach Kapernaum (Kfahr Nahum – „Nahums Dorf“), dem Ort an dem Jesus seine erste predigt gehalten haben soll. Nicht in einer Kirche – das Christentum kam erst später – sondern in der Synagoge. Schließlich endet die Reise am ersten Tag bei der Kirche auf dem Berg der Seligpreisungen:

Matthäus 5,3-11

Selig, die arm sind vor Gott; denn ihnen gehört das Himmelreich. Selig die Trauernden; denn sie werden getröstet werden. Selig, die keine Gewalt anwenden; denn sie werden das Land erben. Selig, die hungern und dürsten nach der Gerechtigkeit; denn sie werden satt werden. Selig die Barmherzigen; denn sie werden Erbarmen finden. Selig, die ein reines Herz haben; denn sie werden Gott schauen. Selig, die Frieden stiften; denn sie werden Söhne Gottes genannt werden. Selig, die um der Gerechtigkeit willen verfolgt werden; denn ihnen gehört das Himmelreich. Selig seid ihr, wenn ihr um meinetwillen beschimpft und verfolgt und auf alle mögliche Weise verleumdet werdet.

selipreisungen.jpgJesus von Nazareth hat die Thora, das Gesetz Israels nicht aufgehoben, sondern erfüllt und in vielen Dingen sogar strenger ausgelegt als viele Lehrer vor ihm. Für viele Juden im Land Israel gehören die Christen in ihrer Gesamtheit – selbst wenn sie sich als Atheisten oder Agnostiker bezeichnen – nach wie vor zum Volk Israel. Sie wünschen sich, die Christen würden mehr zu ihrem Heiligen Land stehen und es verteidigen an der Seite Israels.




Witz des Tages über Migranten in Deutschland

„Die Forscher fanden auch Hinweise auf das Entstehen einer neuen Elite. Im intellektuell-kosmopolitischen Milieu, das sich an Werten wie Aufklärung, Toleranz und Nachhaltigkeit orientiere, stecke in Teilen das Potenzial, zu Leitgruppen in der Gesellschaft des 21. Jahrhunderts zu werden. Insgesamt sei auch die Bereitschaft zur Leistung und Anpassung unter den Migranten stärker als in der deutschen Bevölkerung ausgeprägt.“ (Quelle)

» Auch SpOn ist ganz begeistert von der Studie




Vortrag von Pierre Vogel in Lauffen abgesagt

Wappen von LauffenEs hat zwar etwas länger gedauert, bis der Bürgermeister der Stadt Lauffen am Neckar, Klaus-Peter Waldenberger, geschnallt erkannt hat, welch obskure Person am 28. Oktober einen Vortrag in seiner Stadthalle hätte halten sollen. Aber wir sind trotz Ihrer späten Einsicht und Ihres, sagen wir mal „verbesserungswürdigen“ Benehmens gegenüber unseren Lesern, nicht nachtragend. Für Ihre Entscheidung, Pierre Vogel alias Abu Hamza wieder auszuladen, gebührt Ihnen – Herr Waldenberger – unser aller Dank.

Rainer Grell vom Pax Europa Landesverband Baden-Württemberg schreibt dazu:

Der Umstand, dass die Erzdiözese München die Einladung des Islam-Konvertiten und „Hasspredigers“ (PI) Pierre Vogel alias Abu Hamza zu einem Vortrag rückgängig gemacht hatte, hat den türkischen Kulturverein Lauffen leider nicht davon abgehalten, den umstrittenen Konvertiten nach Lauffen einzuladen. Zu diesem Zweck hatte sie für den 28. Oktober die Lauffener Stadthalle gemietet.

„Pierre Vogel studierte in Deutschland Islamwissenschaften. Das reichte ihm nicht. Er ging nach Saudi-Arabien an die Universität von Mekka, dorthin, wo ein puritanischer, der wahhabitische Islam gelehrt wird. Das Sendungsbewusstsein Vogels konzentriert sich ganz auf Konversionswillige und Gleichgesinnte. Mit Journalisten rede er nicht, sagt er, da habe er keine Lust zu, die verdrehten immer alles, man kenne das ja“ (FAZ).

„Unverzüglich zu dieser Person eingeleitete Nachforschungen ergaben, dass Abu Hamza unter anderem auch dadurch bekannt ist, dass er christliche Positionen so darstellt, dass die Botschaft des Christentums verzerrt und entstellt wird. So zitiert er laut Zeitungsberichten das Alte und Neue Testament, um zu beweisen, dass im Gegensatz zum Koran Juden und Christen sehr wohl einen grausamen und rächenden Gott hätten. Eine solche agitatorische Position ist sachlich falsch. Sie dient nicht dem friedlichen Dialog, sondern fördert Polarisierung und Aggression“ (aus der Begründung der Erzdiözese München).

Der Landesverband Baden-Württemberg von Pax Europa protestierte unverzüglich bei Bürgermeister Waldenberger gegen die Vermietung der Stadthalle Lauffen an den türkischen Kulturverein in der Annahme, dass das Stadtoberhaupt gar nicht wusste, welche Laus es sich da in den Pelz zu setzen im Begriff war. Dies scheint in der Tat der Fall gewesen zu sein; denn jetzt machte die Stadt Lauffen die Vermietung ihrer Stadthalle für den Vortrag von Vogel rückgängig – ohne allerdings die Schreiben von Pax Europa einer Antwort zu würdigen. Damit können wir gut leben, erklärte der Geschäftsführer des Landesverbandes, Conny Meier, der die beiden Protestmails verfasst hatte. Der türkische Kulturverein Lauffen wird jedoch sicher einen anderen Weg finden, um Pierre Vogel ein Forum zu bieten, Integration hin oder her.

» Dankesschreiben an: k.p.waldenberger@lauffen.de




Hamburgs Elite zu Gast bei Milli-Görüs-Ableger

Birgit Schnieber-JastramNachdem letztes Jahr der Erste Bürgermeister der Hansestadt Hamburg, Ole von Beust (CDU), beim jährlich stattfindenden Iftar-Empfang den Muslimen einen Staatsvertrag in Aussicht stellte, waren beim diesjährigen Treffen vor knapp drei Wochen in den Räumlichkeiten der Hamburger Hochschule am Berliner Tor die stellvertretende Bürgermeisterin Birgit Schnieber-Jastram (Foto), Christa Goetsch (GAL) und Michael Naumann (SPD-Spitzenkandidat zur Bürgerschaftswahl 2008) sowie weitere Vertreter des Hamburger Establishments, jedoch auch Spitzenfunktionäre der Islamischen Gemeinschaft Milli Görüs (IGMG), wie der Generalsekretär Oguz Ücüncü, zugegen.

Im Jahresbericht des Hamburger Landesamtes für Verfassungsschutz (LfV) aus dem Jahr 2006 (S. 69) wird über Ücüncü berichtet, dass er auf einer Großveranstaltung in Hagen am 25.03. 2006 von Jugendfunktionären gefordert hat, Sunna und Koran offensiv zu verteidigen. Des weiteren weist das LfV in seinem Bericht darauf hin, dass die der IGMG nahe stehende Zeitung Milli Gazette (türk. National-Zeitung) Ücüncu dahin gehend indirekt zitiert, dass dieser in einer Rede herausgehoben habe, dass Milli Görüs das einzig richtige Rezept für die Menschheit sei. Die ganze Menschheit habe das Rezept von Milli Görüs nötig.

Ausrichter des Iftar-Treffens war das Bündnis der islamischen Gemeinden in Norddeutschland (BIG). Nach Erkenntnissen des LfV ist BIG eng mit Milli Görüs (IGMG) verschwistert und vertritt letztere daher in Hamburg. Zum BIG sind neun Moscheevereine in Hamburg und weitere in anderen norddeutschen Bundesländern zuzurechnen. Unter den dem BIG zugehörigen Moscheen gehört beispielsweise die von den Geheimdiensten beobachtete Centrum-Moschee im Szenestadtteil Hamburg-St. Georg und eine Moschee auf der Veddel. (S. 72 f.). Von ersterer ist vor einem halben Jahr ein von der GAL initiierter Stadtteildialog zwischen Schwulen und Muslimen aufgekündigt worden. BIG-Vorstandsmitglied Ahmet Yazici, der auf dem Iftar-Treffen eine Rede vor den Gästen hielt, wurde damals durch die Hamburger Morgenpost wie folgt zitiert:

„Öffentlich gelebte Homosexualität ist für uns ein Straftatsbestand.“

Dass dies nicht nur ein verbaler Ausrutscher gewesen sein dürfte, zeigt ein Filmausschnitt einer Reportage über die Islamisierung des Stadtteils Veddel und seiner Grundschule aus dem Jahr 2004. Dort äußerte sich Yazici gegenüber seinen Dialogpartnern wie folgt:

„Deutschland ist das islamischste Land, was ich kenne. […] Hier kann ich meine Religion besser ausleben als in der Türkei, im Iran oder in Saudi Arabien…“.

Auch sonst verteidigte Yazici damals die Abschottung der Muslime im Viertel, wie dieses Video beweist:

Wer nun vielleicht erwartet, dass die eingeladenen Dialogpartner das Iftar-Festessen als Möglichkeit zu kritischen Tönen wahrgenommen hätten, dürfte indes enttäuscht sein. Obwohl mittlerweile schon drei Wochen vergangen sind, ist weder in den Medien, noch in persönlichen Kommentaren oder Pressemeldungen über dieses Treffen etwas zu lesen. Den einzigen deutschsprachigen Anhaltspunkt bietet ein IGMG-Onlineartikel, demzufolge die Zweite Bürgermeisterin Schnieber-Jastram (CDU, hier auf dem Foto links) in einer Dhimmi-Rede mit Zufriedenheit feststellte, dass in der Gesellschaft Toleranz und Offenheit gegenüber anderen Kulturen entgegengebracht werde.

Vielleicht haben die Politiker im Hinterkopf, dass Anfang 2008 in Hamburg gewählt wird und waren deswegen so handzahm, weil sie es auf die Stimmen muslimischer Wähler zur parlamentarischen Mehrheitsbeschaffung abgesehen haben?

» Kontakt: birgit.schnieber-jastram@bsf.hamburg.de

(Gastbeitrag von glotz177)




TAZ: Voll beim Klauen erwischt

klaumich.jpgDass TAZ-Journalisten böse Blogs lesen, ist nichts Neues. Dass sie inzwischen das Böse nicht mehr beim Namen nennen, sondern nur noch „Muslimfresser-Blogs“ sagen dürfen, auch nicht. Sie haben schon genug Leser durch unvorsichtige Links an uns verloren. Aber die tägliche Lektüre hat auch einen positiven Nebeneffekt. Man versucht, besser zu werden. Das schlägt zwar noch nicht auf die Qualität der Beiträge in der Meinungspostille des linken Spießbürgertums durch, weswegen wir auch die heutige Printausgabe mit dem Schwerpunkt Günter Grass nicht zum Kauf empfehlen können, aber immerhin klaut man jetzt schon originelle Überschriften beim Feind. Eine, die der Spiegel so bewundert, dass er sie gleich selbst übernimmt, kommt uns irgendwie bekannt vor: „Voll Grass, Alter“.

Das erinnert voll an eine Überschrift im guten alten Blog „Outcut“: „Voll grass! Kamerad Gutmensch“. Die Erfindung datiert auf den 11. August 2006. Damals hatte der Dichterfürst beim Zwiebelschälen sein Gedächnis wiedergefunden und sich seiner SS-Vergangenheit erinnert. Aber der heutige Wind um Graß (schreibt sich jetzt mit „ß“, weil ihm SS kein Glück gebracht hat …. falls die TAZ mal wieder einen Kalauer klauen möchte!) hat damit nichts zu tun, sondern mit dem 80. Geburtstag des alten SS-Mannes und späterem schlechten Gewissen und noch schlechteren Erinnerungsvermögens der Nation.

Ob dem Jubilar zum Festtag auch die höchste Auszeichnung des deutschen Fernsehens, Einladung zum Rauswurf bei Kerner, zuteil wird, ist nicht bekannt. Passende Zitate gäbe es genug. Outcut berichtete:

Noch etwas ist dem Küchenhelfer beim vertrauten Duft des eigenen Graupensüppchens wieder hochgekommen: Eigentlich war das alles gar nicht so schlimm, damals. «Und für mich, da bin ich meiner Erinnerung sicher, war die Waffen-SS zunächst einmal nichts Abschreckendes, sondern eine Eliteeinheit, die immer dort eingesetzt wurde, wo es brenzlig war, und die, wie sich herumsprach, auch die meisten Verluste hatte.»

Also der Satz hätte nun auch wirklich Kurt Georg Kiesinger einfallen können, 1969, dann wäre Grass wohl der erste gewesen, dem Kameraden die Hand zur Versöhnung zu reichen. Aber Kiesinger war nun mal kein Dichterfürst, sondern nur Bundeskanzler. Deswegen versuchte er sich undeutsch zu entschuldigen, wo doch nichts zu entschuldigen ist, so oder so gesehen, zeigte Feigheit vor dem Feind und konnte nicht einmal einen Satz wie diesen hervorbringen, der doch alles wieder gut gemacht hätte:

«Mein Fähnleinführer war ein prima Kerl, und wir kamen uns viel besser vor als diese Parteiburschen. So fühlten und dachten damals viele.»

Das war, wie gesagt, August 2006. Aber wenn man heute, ein gutes Jahr später, „Kiesinger“ durch „Eva Herman“ ersetzt und „1969“ durch „2007“ ist es wieder topaktuell. Guter Stil ist eben zeitlos. Schön, dass die TAZ das auch schon merkt.




Im Gedenken an die Entführten

schalit.jpgDie Website „Habanim“ ist eine Homepage, die erstellt wurde, um die Familien der Soldaten Ehud Goldwasser, Eldad Regev und Gilad Schalit bei ihrem Kampf um die Freilassung der Entführten zu unterstützen.

Infos:

* Die Entführung von Gilad Schalit
* Die Entführung von Ehud Goldwasser und Eldad Regev
* Gilad Schalit
* Ehud (Udi) Goldwasser
* Eldad Regev
* Spenden an die Stiftung „Keren Maor“
* Resolution 1701 des UN-Sicherheitsrats
* Aktionen
* Kontakt

Um den Familien zu helfen, schreiben Sie bitte höfliche Mails an folgende Adressen:

» Rotes Kreuz: webmaster.gva@icrc.org

» Bundeskanzlerin Angela Merkel: internetpost@bundeskanzlerin.de