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Trotz Morddrohungen: Nassim Ben Iman in Kiel

Nassim Ben ImanWer vom Islam zum Christentum übertritt, lebt bekanntlich gefährlich. Trotzdem gibt es immer wieder Konvertiten, die sich in die Öffentlichkeit trauen und über die Gründe ihrer Konversion sprechen. Der prominenteste unter ihnen ist Nassim Ben Iman, Autor des Buches „Warum ich kein Terrorist geworden bin“. Am 19.11. hielt Ben Iman im Rahmen einer Veranstaltung der „SMD“ an der Universität Kiel einen viel beachteten Vortrag.

Die Kieler Nachrichten berichten (überraschend objektiv):

„Hut ab vor so viel Mut“, schwärmten die einen. „Schande über diesen Hetzer“, wetterten die anderen. Nassim Ben Iman polarisierte bei seinem Vortrag in Kiel in einer Art und Weise, die selten geworden ist in diesen Zeiten, in denen jeder alles und jeden zu verstehen scheint. Einer wie Nassim provoziert jedoch offensichtlich schon durch seine bloße Existenz.
Der freundliche kleine Mann mit der leisen Stimme ist von arabischer Herkunft, lebt in Deutschland, war dort nach eigenen Worten zeitweilig „an einem Punkt, wo ich Terrorist werden wollte“, trat schließlich vom Islam zum Christentum über und lässt heute als einer der schärfsten Kritiker seiner früheren Religion Muslime ebenso wie häufig auch Christen regelmäßig zusammenzucken.
Nicht anders war es im Audimax der Uni Kiel, wo Nassim Ben Iman auf Einladung der Studentenmission Deutschland vor nahezu 800 Zuhörern sprach und sich bereits nach den ersten Sätzen empörte Zwischenrufe aus dem Publikum einhandelte, in dem sich hartgesottene Atheisten ebenso wie überzeugte Christen und Muslime befanden. Dabei hob er immer wieder Versöhnliches hervor. „Es ist wichtig, einander die Hand zu reichen und Brücken zu schlagen“, betonte er, reklamierte aber gleichermaßen das Recht für sich, „auch kritische Fragen zu stellen.“ Auf der einen Seite die zahlreichen Muslime, die anständig, friedlich und tolerant leben. Auf der anderen Seite eine Religion, deren unmenschliche, unfriedliche und intolerante Elemente nicht zu leugnen sind. Auf diese Zuspitzung laufen Nassims Kernthesen hinaus. Und die haben viel mit persönlicher Erfahrung zu tun. „Das Mindeste, was passiert, ist der Bruch innerhalb der Familie“, beschrieb er das Schicksal, das ihm widerfuhr, nachdem er Christ geworden war. Morddrohungen seien an der Tagesordnung, fügte der Mann hinzu, der aus Sicherheitsgründen Alter, Herkunft und Wohnort geheim hält und sich bei öffentlichen Auftritten wie in Kiel von Leibwächtern schützen lässt. Was dabei selbst viele Muslime empört, die mit Gewalt rein gar nichts im Sinn haben, ist der Umstand, dass Nassim diese Bedrohungen nicht als Auswüchse religiösen Eifers betrachtet, sondern als logische Ableitungen aus dem Koran. Darin stehe schließlich klipp und klar, wie mit einem Abtrünnigen umzugehen sei: „Tötet ihn!“
„Ich wage zu behaupten, dass es keine Gewaltfreiheit und Religionsfreiheit im Islam gibt“, brachte Nassim Ben Iman seine Kritik auf den Punkt. Zudem zeichne sich diese Glaubensrichtung auch bezogen auf die einzelne Person durch Kälte und Unbarmherzigkeit aus, fordere mithin „nicht Hingabe, sondern Unterwerfung“. Das Gegenstück eines liebenden und verzeihenden Gottes habe er persönlich erst im Christentum gefunden, verkündete der Referent, für den die darin formulierte Feindesliebe den entscheidenden moralischen Unterschied macht.
„Heuchler“, schallte es ob solcher Worte aus den muslimischen Reihen im Publikum. Über „Hetze gegen den Islam“ schimpfte ein Besucher und ging vorzeitig unter Protest. Und ein wohlmeinender Christ äußerte am Ende die Vermutung, dass die Studentenmission einen solch provokanten Gast nicht noch einmal einladen werde. Nassim Ben Iman aber blieb standhaft und zitierte das im Grundgesetz verankerte Recht auf Religions- und Meinungsfreiheit: „Es muss einfach möglich sein, solche Dinge in Deutschland sagen zu dürfen.“

PI-Leser Claus-Christian Plaass war mit seiner Filmkamera vor Ort:

Deus Vult Caritatem schreibt:

Bei einem Islam-Vortrag des vorbildhaften „born-again“-Konvertiten und evangelikalen Missionars Nassim ben Iman (www.granum-sinapis.de) in der Kieler Uni kam es zu solch starken Störungen seitens muslimischer und gutmenschlicher Zuhörer, welche die Wahrheit über Christentum und Islam einfach nicht ertragen können, dass der Vortrag abgebrochen und der Referent unter Verfolgung und Bewurf ins Auto flüchten musste!

Zum Verlauf des Vortrags schickte uns Ben Iman folgende Stellungnahme:

Auf Grund verschiedener Reaktionen meiner Zuhörer vom Vortragsabend, möchte ich mich zum Verlauf des Abends und vor allem zum enttäuschenden Ende des Abends persönlich äußern.

In dem geplanten Vortrag war es beabsichtigt, den Islam mit dem Christentum zu vergleichen.
Es war auch Ziel, auf die verfassungsfeindlichen, antidemokratischen und antichristlichen Lehrinhalte des Islams hinzuweisen.

Des Weiteren beabsichtigte ich darüber zu sprechen, dass ich als Moslem davon überzeugt war,
für die Verteidigung des Islams mich persönlich auch mittels Terror einzubringen. Es ging mir ursprünglich darum zu berichten, wie ich eine Sinneswandlung erlebt habe vom Weg zum
Koordinator einer Terrorgruppe bzw. Selbstmordattentäter zum Glauben an den liebenden Gott des Friedens und seinem Sohn Jesus Christus.

Abschließend war geplant mit dem Veranstalter Fragen auszuwählen, die ich beantworten wollte,
bzw. die im Auditorium diskutiert werden sollten. Leider war der Verlauf des Abends völlig anders, als es geplant war. Bereits im Vorfeld der Veranstaltung hatte ich Morddrohungen erhalten.
Ich musste davon ausgehen, dass Vertreter der Extremistenszene, die nach meinen Kenntnissen aus erster Quelle auch in Kiel strukturiert sind, an dem Abend auch anwesend sein würden.

Eine Gruppe verschiedenster Moslems hatte sich im Hörsaal direkt vor den Rednerpult gesetzt und haben offensichtlich von Beginn der Veranstaltung an nur das Ziel verfolgt zu stören, mich zu unterbrechen und ihr Möglichstes zu tun, mich daran zu hindern, die aus islamistischer Sicht unangenehmen Fakten öffentlich aufzuzeigen.

Neben den Zwischenrufen war von Anbeginn an der Versuch der Moslems durch Mimik und Gestik störend einzuwirken. Im anschließenden Diskussions- und Frageteil wusste ich aus Erfahrung, dass eine Diskussionsgrundlage nicht gegeben war, da es nicht darum ging, ehrliche Fragen zu stellen.

Die Moslems haben nicht die Möglichkeit wahrgenommen ihre Fragen schriftlich zu formulieren.
Deshalb konnte ich bei der Auswahl der Fragen, die zur Diskussion stehen sollten, keine Fragen der Moslems auswählen, was von vorne herein eine Einseitigkeit beinhaltete.

Zur Begründung sagte mir ein muslimischer Herr, dass er seine Fragen nicht schriftlich formuliert hätte, weil er nicht schreiben konnte. Natürlich fragte ich mich, warum die 40 mitgereisten, intelligenten Moslems, die der deutschen Sprache in Wort und Schrift mächtig sind, nicht seine Fragen für ihn schriftlich eingereicht hatten.

Ich beschloss auf Grund der Morddrohung im Vorfeld und der fehlenden Diskussionsgrundlage wegen der anhaltenden Störung der Moslems die Diskussionsrunde abzubrechen und den Abend vorzeitig zu beenden.

Ich bitte hierfür um Entschuldigung aber auch um Verständnis. Da ich mich dennoch offen gebliebenen Fragen stellen möchte, biete ich an, dass man mit mir per E-Mail in
Kontakt treten kann: info@granum-sinapis.de

Nassim Ben ImanUnterstützung für Nassim Ben Iman:
Granum Sinapis e.V.
Postfach 1224
29652 Walsrode
Spendenkonto: KSK Walsrode, BLZ 25152375, Konto 8181158,
Zweck: Ben Iman (wenn für Familie Ben Iman) oder Missionsprojekte
IBAN: DE05 2515 2375 0008 1811 58
BIC: NOLADE21WAL

UPDATE: Der Film von Claus-Christian Plaass wird am Wochenende vier mal auf Kiel-TV – dem Bürgersender Offener Kanal Kiel – gezeigt. Kiel-TV ist nur zu empfangen auf Kabelkanal 9 im Kabelnetz von Kiel, Eckernförde, Rendsburg Neumünster (die sog. Kernzone um Kiel herum mit immerhin gut 200.000 Kabelhaushalten). Hier die genauen Sendetermine:

» Samstag, 01.12.2007, um 13.00 + 20.00 Uhr
» Sonntag, 02.12., 20.00 und 24.00 Uhr.