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Türkendemos: Deutsche für dumm verkauft

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Als Türken vor 3 Wochen sogenannte Friedensdemonstrationen mit anschließenden Krawallen veranstalteten, feierten deutsche Zeitungen wie der Kölner Stadtanzeiger dies als friedliche Volksfeste. Zitiert wurden gerne die wenigen Parolen in deutscher Sprache, in denen zumeist der Friedenswille mit dem kurdischen Volk betont wurde (Foto: Köln). Was gleichzeitig auf türkisch propagiert wurde, blieb deutschen Journalisten verborgen. Aus München wurde jetzt der doppelzüngige Inhalt eines deutsch/türkischen Flugblatts bekannt.

Die Initiative „Bürger für Sendling“ übermittelte uns die folgende Presseerklärung des kurdischen Mitglieds des Ausländerbeirates in München, Memo Arikans, zur Täuschung der deutschen Öffentlichkeit durch eine „getürkte“ Übersetzung eines Flugblattes der Münchener Türkendemonstration:

Nachfolgend die Presseerklärung von Memo Arikans (Auszug aus Internet)
c/o Kurdistan-Zentrum, Pariserstr. 7, 80669 München:

„Sehr geehrte Damen und Herren,
Sie haben sicherlich aus den Medien vernommen, dass die besorgniserregende nationalistische Stimmung aus der Türkei sich innerhalb der türkischsprachigen Communtiy in in München als auch in der gesamten Bundesrepublik Deutschland ausbreitet.
Bereits zwei antikurdische und Pro-Krieg-Kundgebungen türkischer Nationalisten fanden in München statt. Auch für Samstag, den 10. November veranstalten türkische Nationalisten und Faschisten der Grauen Wölfe jeweils eine größere Demonstration in München und Augsburg unter dem fadenscheinigen Motto „Aufruf zur Demonstration gegen Terror“. Mehr als 23 türkische Vereine aus München und Augsburg rufen dazu ganz offiziell auf. ( von türkischen Fußballvereinen bis zur türkischen Gemeinde Bayern).

Die Veranstalter haben für diese Demonstration einen Aufruf für die deutsche Öffentlichkeit in Umlauf gebracht, die in zwei Hälften aufgeteilt ist. Auf der einen Hälfte steht ein deutscher Text, auf der anderen ein türkischer. Der deutsche Aufruf versucht die Absichten, die in dem türkischen Text unverhohlen ausgedrückt werden, zu verschleiern.
In den in Deutsch veröffentlichten Absichtserklärungen ist von Demonstrationen gegen den Terror, ja sogar von türkisch-kurdischer Bruderschaft (statt Bruderschaft, „Geschwisterlichkeit“ gibt es ja bekanntlich nicht) etc. die Rede.

In den türkischsprachigen Aufrufen hingegen wird eine eindeutigere Sprache gesprochen: jeder Türke solle die Fahne ergreifen und zur Aktion übergehen. Das Reden solle man sein lassen. Auch in Internetforen wird eine nationalistische, rassistisch antikurdische Stimmung durch die Verwendung einer vulgären, mordlüsternen Sprache angeheizt.

Auffallend ist auch die Gleichsetzung der Kurden und Kurdinnen als Menschen mit der politischen Organisation PKK. Dadurch sind der Jagd auf kurdische Einrichtungen und Menschen kurdischer Abstammung Tür und Tor geöffnet. Denn die Gleichsetzung soll suggerieren, dass die Kurden = PKK einen Angriff auf das in der türkischen Gesellschaft über alles andere gestellte sakrosankte Türkentum darstellen.

Für Außenstehende ist schwer zu verstehen, was genau alles unter dem Begriff „Türkentum“ zu verstehen sein soll, doch diese nationalistisch-rassistische Ideologie, die im Grunde das Zusammenleben mit nichttürkischen Menschen ausschließt, wird in der TR mit dem Beginn der schulischen Erziehung bis zur Universität, in den Medien , etc. traditionell in Form von Schlüsselworten, die mit starken Emotionen verbunden sind, vermittelt. Ein rationaler Zugang ist daher nach der ideologischen Gehirnwäsche, die in der türkischen Gesellschaft allgegenwärtig ist und bereits mit dem Kindesalter beginnt, kaum noch möglich. Aus diesem Grund kann in der TR innerhalb einiger Tage oder Wochen eine Lynchstimmung gegen Minderheiten aufkommen. Eine demagogische Hetze tut dazu ihr Übriges. Auch in der Immigration. Trotz aller Integrations-, Dialog- und Toleranzbeschwörungen.

Hinzu kommt der immer noch schwelende Machtkampf zwischen den türkischen Militärs und der amtierenden islamistischen Regierung. Jede der Parteien versucht die starken antikurdischen Gefühle für sich zu vereinnahmen oder im Falle der Regierung zeitweise auch abzuschwächen, indem sie ein Stück weit den Militärs nachgibt, um wieder die Oberhand zu gewinnen. Das Ergebnis bleibt jedoch weitgehend dasselbe, außer dass die amtierende Regierung stärker die Warnungen aus dem Ausland zu beherzigen gewillt wäre.

Wir sind der Meinung, dass wir in Europa den Drohungen, die in den Aufrufen enthalten sind, keineswegs wehrlos ausgeliefert sein brauchen.
Denn wir leben hier gemeinsam mit Deutschen und anderen Nationalitäten in demokratischen Staaten und offenen Gesellschaften, die unser Recht auf Unversehrtheit mit demokratischen Mitteln wahren können.

Daher unser Appell an Sie, sich für einen friedlichen Ausgang der türkisch-nationalistischen Demonstrationen und Drohungen einzusetzen und gegebenenfalls auf die türkische Gemeinde und die sie manipulierende Regierung einzuwirken.

Bisher kam es nach den jüngsten türkisch-nationalistischen Demonstrationen zu Übergriffen auf kurdische Einrichtungen und Menschen. Daher ist bei weiteren Demonstrationen wie die morgige in München und Augsburg Wachsamkeit und Entschlossenheit geboten. Wir setzen uns weiterhin dafür ein, dass aufkommende stimulierte „Konflikte“ mit Vernunft angegangen werden. Wir fordern klare Abgrenzungen gegenüber rechtsextremen türkischen Gruppierungen. Wir fordern die Kommunen auf „Runde Tische“ einzuberufen, damit wir diesem drohenden Unheil gemeinsam etwas entgegen setzen können.

Mit freundlichen Grüssen
Memo Arikan – Mitglied des Ausländerbeirates der Landeshauptstadt München“