Kernkraftwerk
In vielen Medien ist die Meldung über die erhöhte Sterblichkeit von Kindern, die in der Nähe von Kernkraftwerken leben, heute das Topthema – so auch in der Süddeutschen. Die zitierte Studie des „Bundesamtes für Strahlenschutz“ gibt die SZ zwar richtig wieder, der Artikel darüber ist allerdings schlicht unseriös und ein Fall für den Presserat.

Zentrale Aussage:

„Forscher der Universität Mainz stellten fest, dass im Fünf-Kilometer-Umkreis der Reaktoren 37 Kinder neu an Leukämie erkrankt sind. Im statistischen Durchschnitt wären im Untersuchungszeitraum zwischen 1980 und 2003 aber lediglich 17 Fälle zu erwarten gewesen. Daher stünden 20 zusätzliche Leukämiefälle laut Analyse der Forscher im Zusammenhang damit, dass die Kinder so nah an den Kernkraftwerken wohnten.“

Also: weniger als EIN EINZIGER zusätzlicher, statistisch signifikanter Leukämiefall pro Jahr. Über eine Todesfolge wird nichts berichtet, wahrscheinlich ist sie geringer. Zum Vergleich: 2004 STARBEN etwa 100 Kinder unter fünf Jahren bei sogenannten „haushaltstypischen“ Unfällen, weitere ca. 50 bei Verkehrsunfällen (Quelle: Ellsäßer G. Epidemiologische Analyse von Unfällen bei Kindern unter 15 Jahren in Deutschland – Ausgangspunkt für die Unfallprävention. Gesundheitswesen 2006; 68: 421–428.).

Also mehr als 150 mal soviele Unfall-STERBEfälle wie LeukämieERKRANKUNGEN. Daraus macht die SZ einen reißerischen Artikel gegen Kernkraft und der Spiegel übernimmt ihn selbstverständlich ungeprüft.

Unseriöser Journalismus, der offenbar noch nicht einmal die Grundrechenarten beherrscht.

(Spürnase: corvus)

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40 KOMMENTARE

  1. Ich finde eine um 250% höhere Wahrscheinlichkeit an Leukämieerkrankung schon untersuchenswert. Aber wer will kann ja trotzdem weiterhin neben AKWs wohnen.

  2. Also bei mir sind das nur 117% Erhöhung. Untersuchenswert ist es allemal. Ein Grund zur Panik aber keinesfalls.

  3. Vielleicht hat ja doch Jemand im Mathematikunterricht aufgepasst … Statistik ist ein Werkzeug das dann -und nur dann- funktioniert, wenn es um die Auswertung großer Zahlen geht. Bei weniger als hundert Fällen in 23 Jahren sind statistische Methoden völlig ungeeignet – da könnt ihr jeden Mathematiker fragen. Untersuchen/überprüfen sollte man es sicherlich, aber Statistik ist manchmel nicht ganz so einfach, wie es dem gesunden Menschenverstand scheint.

  4. Das ist doch nachgewiesen, daß Kernkraft gesundheitsschädlicher ist als beispielsweise Rauchen… von den Langzeitfolgen ganz zu schweigen.
    So what’s the fuzz all about?

  5. Solche Statistken gab’s schon vor 20 Jahren, da war allgemein bekannt, dass in AKW-Nähe mehr Krebsfälle als im übrigen Umland zu verzeichnen waren. Die Statistiken sind seinerzeit ohne Konsequenz geblieben, da niemand einen „direkten Zusammenhang“ zwischen AKW und Krebsrate nachweisen konnte (oder wollte). Diesmal wird es ähnlich ausgehen, denke ich. Muss ja, ansonsten wäre EON wohl auch bald pleite.

  6. Zumal die Studie eine Gefärdung durch erhöhte Strahlungswerte ausschließt – so zynisch es klingt, manchemal ist die Anst vor einer Sache wesentlich gefährlicher und „krankmachender“ als die Sache selbst.

  7. @#7
    Das würde mich auch interessieren. Wie wurde denn der Zusammenhang mit dem AKW hergestellt? Kann es einfach keine anderen Ursachen geben?

  8. da war allgemein bekannt, dass in AKW-Nähe mehr Krebsfälle als im übrigen Umland zu verzeichnen waren

    dummerweise konnte es nie so richtig, mit Zahlen und so, bewiesen werden, obwohl es höchst intensiv versucht wurde. Aber „ein Gefühl“ ist eben wiederstandsfähiger als langweilige Beweise…

  9. nochmal ausschließlich für ElGreco :

    Statistik ist etwas, daß ausschließlich sehr große Zahlen -mindestens einige Tausend- betrifft.

  10. Also so langsam aber sicher nimmt hier die Qualität der Artikel spürbar ab.
    Bei einem solch schmutzigen Thema wie Kernkraft in Verbindung mit schwersten Erkrankungen bei Kindern sollte man keinesfalls irgendeine Art von Stimmung contra Aufklärung machen.

    Jeder der eine eigene Familie hat und sich vorstellt wenn sein eigenes Kind betroffen sein könnte zweifelt hier wohl zu Recht des Geisteszustand desjenigen an welcher hier unter PI diesen Artikel eingestellt hat .
    Sowas wirft ein viel schlechters Licht auf PI als alles worüber sich die Mainstreammedien im Bezug auf Islamkritik ergötzen.

  11. @ #11 KiraSteinkamp:

    Bei einem solch schmutzigen Thema wie Kernkraft in Verbindung mit schwersten Erkrankungen bei Kindern sollte man keinesfalls irgendeine Art von Stimmung contra Aufklärung machen.

    Könnte sogar die „Aufklärung“ an der Erkrankung der Kinder schuld sein?

    Sehe man sich mal dieses Video, das der Blog
    Mimus Vitae gepostet hat in Ruhe an, und frage sich was für seelische Folgen derartige „Aufklärung“ für Folgen für die Seelen kleiner Kinder haben mag:
    http://www.youtube.com/watch?v=uO9laiUXS1o

    Ich nehme an, das war noch nie Gegenstand irgendeiner Untersuchung.

  12. Was ich mich frage ist wer diese Nummer aus der Kiste geholt hat ?
    Das war doch schon lange durch das dieses ganze Gelaber unter „Moderne Mythen“ fällt. Cluster oder so ähnlich nennt sich das. Ich ziehe um jedes Kernkraftwerk , Hochspannungsleitung , Handysender oder was auch immer wo der der technologische Klabautermann wohnt einen Kreis den ich so ausdehne um wirklich alle natürlichen Fälle die es in der Gegend rum. Als nächstes ziehe ich einen zweiten mit viel bedacht so das ich möglichst wenig Fälle schneide. Alternativ ziehe ich einen Kreis mitten in den Alpen oder der Wüste Gobi. Im Prinzip auch egal und kriege die Horrormeldung des Tages.
    Das ganze liese sich auch Problemlos mit erhöhten Krebsfällen um Moscheen herum „nachweisen“. Allerdings sind wir ja nicht so unseriös so eine Nummer durch zu ziehen. Oder ;)?

  13. @willow
    Mag sein. Statistiken und Zahlen hab ich damals schon nicht getraut.
    Wir bekamen stattdessen eine Deutschland-Karte mit roten Markierungen, die alle erfassten Krebs- und Leukämiefälle innerhalb eines bestimmten Zeitraumes angezeigt hat.
    Ich halte es durchaus für möglich, dass es einen Zusammenhang gibt. Weder kenne ich die Grenzwerte, noch weiss ich, ob sie geeignet sind, Krebs duch Strahlung zu verhindern. Und selbst wenn, welcher AKW Betreiber würde zugeben, wenn ihm mal etwas Dampf „entfleucht“ ist?

  14. diese doofen handy antennen & windräder sind sehr viel gefährlicher als ein akw.

    ich weis noch als ich mit dem bauern hier sprach, viehzüchter, der sich darüber aufregte das schon die neunte kuh tot auf der weide lag. und sonst im ganzen jahr nicht eine einzige starb, aber seitdem die windräder in der nähe stehen fallen die wie die fliegen um. :S

  15. 37 Tote statt zu erwartender 17 (Mittelwert)? Das ist wohl mehr als Zufall. Jetzt muss man nur noch wissen, wie hoch die Varianz ist und schon kann man sagen, ob die Abweichung mehr als nur Zufall ist.

  16. Frankreich hat die höchste Dichte an AKW weltweit.
    Gibt es Daten von dort?

    Mir fiel in den 90-er Jahren persönlich auf, daß recht viele behinderte Kinder auf dem Land zu sehen waren (Familie mit 3 Kindern, 1 davon behindert), obwohl keinerlei Industrie, außer eben AKW in der Nähe waren. Das ist nur eine rein visuelle Einschätzung.

    Übrigens, Strahlenkrankheit ist wie Lotto. Es gibt zig Beispiele von der Tschernobyl-Katastrophe, wo Menschen trotz unmittelbarer Nähe zur Strahlungsquelle überlebten und andere, die direkt daneben standen, starben.

    Ehrlich gesagt, ich würde auch nicht unbedingt direkt neben(!) einem AKW leben. Und man kann nur froh sein, daß die Wiederaufbereitungsanlage in Hanau gestoppt wurde. Es ist doch Wahnsinn, in dichtbesiedelten Gegenden so was aufzubauen!

    Risikoindustrien gehören halt etwas weiter weg. Das ist schon ein großes Sicherheitsplus.

  17. Ich gehe davon aus, dass diese Studie aus der Uni-Kinderklinik Mainz kommt. Diese Klinik hat einen ausgezeichneten Ruf. Wenn es sich bei dieser Arbeit um eine prospektive Studie handelt und wenn eine vergleichbare KKW-freie Region mitgelaufen ist, dann haben einige ein Problem! Da ist dann nix mit Dampfplauderei – dann muss man genau hinschauen!

  18. Leute es ist doch alles ganz einfach. Eine weise Regierung (so eine wie ich sie mir wünsche) sorgt dafür, daß in einem Land und auch global die ökologischen Zustände langfristig so sind, daß sie ein optimales, harmonisches Leben für alle Beteiligten Menschen, Flora, Fauna, garantieren. Das ist doch reine Logik und eine Selbstverständlichkeit des gesunden Menschenverstandes.

    Ich weiß wirklich nicht wieso man über diese Frage länger nachdenken muß. Energieversorgung der Menschen muß sich der Natur einordnen, muß langfristig und großrahmig in Harmonie mit der Natur sein.
    Damit verbieten sich Energieversorgungsmaßnahmen die auf Raubbau begrenzter Ressourcen bestehen und solche Maßnahmen die irreversible Schädigungen und Gefährdungen bringen, wie die Atomkraft.
    Solche Maßnahmen dürfen nur als vorübergehende Notlösung genutzt werden, bis was besseres da ist. Bessere Ideen sind da, werden nur noch nicht umgesetzt weil leider zur Zeit Gier und Wahn die Welt regieren anstelle von Liebe und Vernunft.

  19. „Im statistischen Durchschnitt wären im Untersuchungszeitraum zwischen 1980 und 2003 aber lediglich 17 Fälle zu erwarten gewesen“

    Das ist weniger als einer im Jahr!
    Das ist keine Statistik, sondern Zahlenspielerei.

    Allergien haben inzwischen auch zugenommen. Übergewicht auch. Die Menschen leben ungesünder =weniger Widerstandskraft.

    Absolut unserös das Ganze!

  20. #19

    Tut mir leid, auch sog. Rennomiertheit schützt vor Peinlichkeiten nicht.

    Ok, wenn sie also eine Zunahme der Leukämiefälle um ca. 0,8/Jahr feststellen, sagt das noch lange nichts über irgendeine Kausalität aus.
    Vielleicht ist ja die Bevölkerung gewachsen, z.B. durch Stadtflucht…

    Ich sage es nochmal. Unseriös!

  21. Ich gehe davon aus, dass diese Studie aus der Uni-Kinderklinik Mainz kommt. Diese Klinik hat einen ausgezeichneten Ruf.

    „Die Mainzer“ sehen sich auf diesem Gebiet als Vorreiter – ich kenne aber etliche Leute aus dem Bereich „statistische Häufung von Erkrankungen/Fehlbildungen“ die nicht wirklich gut auf diese Einrichtung zu sprechen sind. Es gibt dort einen Trend aus „schwachen“ Zahlen möglichst spektakuläre Ergebnisse zu „erzeugen“. Teilweise recht bedenklich.

  22. #8 willow

    Kinder empfinden die Ängste der Eltern sehr stark mit. Ich kann mich noch erinnern, wie verängstigt ich war, als die Scheidung meiner Eltern im Raume stand. Ich konnte mich auf nichts mehr konzentrieren. Als die Spannungen sich abbauten, war ich richtig erlöst. Noch schlechter ging es meiner kleinen Schwester.

  23. Vor ca 20 Jahren wurde behauptet, dass das AKW-Krümmel, das östlich der Elbe liegt, für Leukämiefälle verantwortlich wäre, die in Ortschaften westlich der Elbe aufgetreten sind, obwohl die die Zahl Erkrankungen statistisch mit Orten übereinstimmte, die weit entfernt von einem AKW lagen.
    Das entsprechende Gutachten kam von der Universität Bremen.
    Peinlich war nur, dass die Gutachterin bewusst Messergebnisse vefälscht hatte und das „Gutachten“ zurückgezogen werden musste.

  24. … nur, wer weiß heute noch, daß dieses Gutachten nicht ganz sauber war? Aber viele erinnern sich – war da nicht etwas mit Leukämiefällen rings um Krümmel?

    Bei einem solch schmutzigen Thema wie Kernkraft in Verbindung mit schwersten Erkrankungen bei Kindern sollte man keinesfalls irgendeine Art von Stimmung contra Aufklärung machen.

    Völlig richtig! Aber erst die seriöse Aufklärung, dann die Stimmungsmache. Ich wiederhole mich: Statistik mit deutlich unter hundert Fällen ist keine Statistik, zumal wenn gezielt nach Auffälligkeiten gesucht wird.

  25. Die statistische Häufung von Blutkrebsfällen tritt auch weitab von Kernkraftwerken überall in Deutschland und in anderen Ländern auf. Eine bis zu 80fache Erhöhung ist z.B. in ländlichen Gebieten der USA gefunden worden, in denen weit und breit kein Kraftwerk zu finden ist. Diese Häufungen sind rein zufällig.

    Dass der von Kernkraftgegnern behauptete Zusammenhang zwischen Kraftwerk und Blutkrebs nicht existiert, ist so deutlich wissenschaftlich nachgewiesen, wie irgendetwas wissenschaftlich nachzuweisen ist.

    Interessant: Eine Untersuchung von 20 Kernkraftwerksstandorten ergab sogar, dass zwischen 1980 und 1990 um diese Kraftwerke herum die Zahl krebskranker Kinder unter 15 Jahren etwas niedriger lag als der Bundesdurchschnitt. Dagegen war die Leukämiehäufigkeit in der Nähe von geplanten, aber nicht gebauten Kernkraftwerken dreimal höher.

    Quelle: Walter Krämer, Die Panik-Macher.

    http://tinyurl.com/24554y

  26. Wahrscheinlich ein Fehler 1.Art (alpha-Fehler).
    Ho trifft zu, wird aber abgelehnt. Zu welchem Signifikanzniveau wurde denn der Ablehnbereich bestimmt? Die wollten halt ihre H1 unbedingt als bewiesen ansehn, dann haben sie ihre Prüfgröße so gebastelt, dass sie schon in den Ablehnbereich fällt. Geschweige denn wie sie überhaupt Ho gewählt haben. Solange darüber nix bekannt gegeben wird, kann man auch nicht sagen ob in der Stichprobe ein signifikanter Unterschied bestand, der eine solche Aussage zulässt, dass man mit einem höheren Risiko in AKW-Nähe rechnen muss.

  27. Ich verstehe nicht, wie hier von Seiten PI unseriöser Journalismus angeprangert, bzw. gar von „Ente“ gesprochen wird.

    – Es ist keine Ente, da die Zahlen und die übrigen Erwähnungen stimmen!

    – Das einzige Unseriöse was ich entdecke geht von Seiten PI aus, da versucht wird das eine Schlimme, mit dem anderen Schlimmen welches noch mehr Opfer fordert, schönzureden. Das hat allerdings nichts mit Journalismus zu tun.
    Das Fremdverschulder anderer kann man natürlich in keiner Weise mit der eigenen Fahrlässigkeit rechtfertigen.

    Zwischen den Vergleichen muss man aber deutlich unterscheiden, bzw kann sie als kaum zulässig betrachten.
    Bei haushaltstypischen Unfällen spielt die Fahrlässigkeit der Kinder oder der Eltern i.d.R. eine Rolle, man kann also meist in gewisser Weise von mitverschulden reden. Bzgl. AKW ist dagegen nur en Fremdverschulden da.

  28. Edit//
    Der Satz „Das Fremdverschulder anderer kann man natürlich in keiner Weise mit der eigenen Fahrlässigkeit rechtfertigen.“ sollte unter dem letzen Absatz.

  29. @ #30 Dirk Wessels :

    Bzgl. AKW ist dagegen nur en Fremdverschulden da.

    Falls es so ist, ist keineswegs geklärt wer denn der Fremdverschuldner war. Bereits #28 Frek Wentist deutete an: „Dagegen war die Leukämiehäufigkeit in der Nähe von geplanten, aber nicht gebauten Kernkraftwerken dreimal höher. „ Das nenne ich signifikant. Meine Annahme ist, dass die Erkrankungen einzig und allein aufgrund der gegen die AKW’s geschürten Hysterien entstehen. Ein sehr unangenehmer Gedanke für die AKW Gegner freilich.

  30. Es gibt auch eine natürliche Strahlung. Und die liegt in manchen Gebieten deutlich höher, als alle Grenzwerte, bei einem AKW. Außerdem, die Grenzwerte gelten für den Bereich, direkt daneben.
    Durch das Essen einer Banane, bekommt man eine höhere Strahlendosis ab, als wenn man ein ganzes Jahr neben einem AKW lebt.
    Außerdem, was ist mit der US-Navy. Gibt es dort fälle. Die Besatzungen von Flugzeugträgern und U-Booten leben über Monate direkt neben Reaktoren und sitzen praktisch auf taktischen Nuklearwaffen. Gibt es da fälle. So weit ich weiß nicht.
    Außerdem, mit Studien kann man so ziemlich alles beweisen. Es gab mal eine zum Thema Rotwein und Gesundheit. Die Studie kam zu dem Ergebnis, dass es gesund ist, jeden Abend ein Glas Rotwein zu trinken.
    Es hat sich herausgestellt, die Gruppe, auf der die Studie basierte waren Französische Weinbauern, die im allgemeinen ein relativ ruhiges Leben hatten und sich gesund ernährt haben. Also, warum leben sie länger, wegen dem Wein, den sie trinken, oder ihrem Lebenstil.
    Es ist unmöglich, über eine Studie einen Kausalzusammenhang zwischen einer Substanz und einer Gruppe von Menschen herzustellen.
    Das geht höchstens im Labor. Unter normalen Bedingungen gibt es zu viele Variablen.
    Und selbst wenn man die Leute in ein Labor gesteckt hätte, gäbe es immer noch andere Erklärungen.
    Es könnte Genetisch bedingt sein. Die Mobilität der Menschen ist selbst heute nicht sehr hoch und war es früher noch viel weniger. Die meisten sind in der Region gestorben, in der sie geboren wurden. Und dort haben sie auch geheiratet. Ich will es nicht Inzucht nennen, aber man könnte sagen, der Genpool, war begrenzt.
    Aus diesem Grund ist es auch nichts ungewöhnliches, dass bestimmte Krankheitsbilder in bestimmten Regionen gehäuft vorkommen. Das ist nichts ungewöhnliches. Die Menschen in der Region sind aufgrund ihrer Veranlagung für eine bestimmte Krankheit, als der Bundesdurchschnitt.
    Ich glaube eher, die hätten besser aufpassen müssen, wo sie ihr Kraftwerk hinstellen.

  31. Nun, jedes tote Kind ist eines zuviel. Und zur Vermeidung von Todesfällen sollte kein Preis zu hoch sein. Weit mehr als ein Todesfall im Jahr vermeiden ließe sich natürlich durch die gezielte Ausschaffung von… pardon, ich bin ja schon ruhig…

  32. Epidemiologie dürfte insgesamt zu wesentlich mehr Desinformation als Aufklärung beitragen.

    Für Anfänger:

    1) Korrelation sagt nichts über Kausalität aus (der Zusammenhang zwischen Schuhgröße und Einkommen)

    2) Nicht jede statistische Signifikanz (ein arbiträres heiliges Küchen) ist auch r e l e v a n t

    Die Studie, die Nuklearphobikern zu Sinnen bringt, kannes nie geben. Die retrospektive Untersuchung, welch Graus (bzw. NICHTgraus) Tschernobyl nun wirklich verursacht hat, wurde mißmutig totgeschwiegen. Lieber glaubt man weiter an 10 000 schwerst mißgebildete Kinder und 100 000 von „Strahlentoten“.

    Übrigens war es mir ein großer Spaß unsere verdunkelte Gasse zu erhellen, heute um 8….

    Die schlimmste Folge der Globalisierung ist das globale Irresein…

  33. Jetzt bin ich ja leider kein Statistiker, habe aber folgende Zahlen gefunden und ausgerechnet (Quelle: http://www.kinderkrebsregister.de/)
    Es gab etwa 7120 Leukämie Fälle in der Gruppe der Kinder unter 5 in den 23 Jahren, deutschlandweit.
    Insgesamt würden also 0.24% aller Leukämiefälle in den 5 km Zonen erwartet werden, stattdessen sinds 0.52%

    Was fuer Werte bräuchte man den noch, um das statistisch zu pruefen?

    Am Montag soll dann wohl auch ein Hintergrundpapier veröffentlicht werden (Quelle: http://www.bfs.de/en/bfs/presse/aktuell_press/Studie_Kernkraftwerke.html)

  34. Wie ich schon sagte: Man muss genau hinschauen.
    Es ist bekannt dass der Rückgang der Störche signifikant mit dem Rückgang der Geburtenrate korrelliert. Um die Geburtenrate bei uns zu heben wäre also dringend ein Prgramm zur Verbesserung der Lebensbedingungen für Störche erforderlich…..
    Die Häufung (?) von Leukämiefällen im Umkreis von KKW könnte natürlich auch primär soziologische Ursachen haben. Kein Öko und niemand der es sich halbwegs leisten kann wird in Sichtweite eines KKW sein Haus bauen oder sich mit Kindern dort freudig niederlassen.
    Die billigeren Baulandpreise und niedrigeren Mieten ziehen Menchen mit vermindertem „Umweltbewußtsein“ an, Rauchen sie in der Wohnung? – ernähren sie sich mit minderwertigen Lebensmitteln? kleiden sie sich mit „belasteten“ Kleidungsstücken? emittieren die Billigmöbel mehr Aldehyde? ….. die Liste möglicher Koinzidenzen ist lang.
    Es müßte aber auch genau untersucht werden, ob vielleicht die organo-bio-demeter induzierten Furzgase in den optimal gedämmten und kontrolliert belüfteteten Niedrigenergie-Behausungen eine carcinoprotektive Wirkung haben.

  35. Hat schonmal je einer danach gefragt, wie hoch das Krebsrisiko in der Nähe von Kohlekraftwerken ist ? Dort ist die Feinstaubkonzentration nämlich besonders hoch. Fordert dort jemand abschalten ?

  36. Es tut mir Leid, aber ich kann eure Analyse des Berichts in der Süddeutschen, den ich erst heute morgen gelesen habe, nicht nachvollziehen!

    Ganz im Gegenteil! Man muss eben auch rechts und links schauen und darunter. Dort findet man Berichte darüber aus anderen Ländern wie Großbritannien und auch mehrere Hypothesen.

    Schlusssatz: „Den britischen Forschern erscheint es nun fast wahrscheinlicher, dass Kinder in wohlhabenderen Gegenden Leukämie bekommen als solche aus der Nähe von Kernkraftwerken.“

    Im Hauptartikel wird auch erwähnt, dass es sich um „0,8 Fälle pro Jahr“ bzw. „1,2 Fälle pro Jahr“ handelt und dass noch fast alle dieser mehr erkrankten Kinder leben.

    Ergo ist das Risiko der Erkrankung in der Nähe von Kernkraftwerken also nur ganz leicht erhöht. Laut Artikel der Süddeutschen.

    Es wird auch ganz klar festgehalten, dass die Ursache für diese leichte Erhöhung an sich unbekannt ist.

    Einen „Fall für den Presserat“ kann ich darin beim besten Willen nicht sehen.

  37. #35 Idealist (09. Dez 2007 00:26) Nach derzeitigem wissenschaftlichem Kenntnisstand kann der beobachtete Anstieg der Erkrankungen nicht durch die Strahlenbelastung aus einem Atomkraftwerk erklärt werden. Die Strahlenbelastung der Bevölkerung müsste durch den Betrieb der Atomkraftwerke in Deutschland um mindestens das 1.000-fache höher sein, um den beobachteten Anstieg des Krebsrisikos erklären zu können. Die statistische Untersuchung und bekannte Ursachenzusammenhänge zwischen Krebsrisiko und Strahlung stehen damit nicht im Einklang miteinander.
    Quelle: http://www.bmu.de/pressemitteilungen/aktuelle_pressemitteilungen/pm/40564.php

    ………………………………………

    Irgendwie sind Kernspaltung im atomaren Bereich und DAS LEBEN nicht wirklich harmonisch vereinbar …….. und selbst der Kernfusionsgigant Sonne ist erfreulich weit genug abgesetzt worden von der Erde…..

    In Anbetracht der Dreistigkeit etwa dir UNTER DEIN HAUS TONNEN HOCHGEFAEHRLICHEN MUELLS ABZULADEN DER NOCH BIS IN VIELE GENERATIONEN DEINEN KINDESKINDERN >so gegeben < KUMMER< AERGER UND SORGE bereiten wird kommt dazu noch das CURIE Problem oder das Amalgam Problem …… nicht alles an Schaedlichkeiten was in einer Zeit gemessen werden kann entspricht der Gesamtzahl der Schadensmuster.

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