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Frankfurt-Hausen: Veranstaltung am Nikolaustag

nikolaus.jpgAm morgigen Nikolaustag, Donnerstag den 6. Dezember, beschert der Frankfurter Magistrat allen Bürgern, die sich durch den geplanten Moscheebau in Hausen betroffen fühlen, eine weitere Informationsveranstaltung. Beginn 18 Uhr in der „Brotfabrik“, Bachmannstraße 2-4. Um zahlreiches Erscheinen wird gebeten!

Die Stadt Frankfurt gibt dazu bekannt:

Unter Leitung von Oberbürgermeisterin Petra Roth nehmen die Stadträte Jean-Claude Diallo, Edwin Schwarz, Lutz Sikorski und Volker Stein als zuständige Dezernenten für die Bereiche Integration, Stadtplanung, Verkehr und Sicherheit an der Veranstaltung teil. Diese werden das Projekt und die damit verbundenen Maßnahmen aus der Sicht ihrer fachlichen Zuständigkeit darlegen und sich den Fragen des Publikums stellen.

Besonders interessant dürfte die Mitwirkung des Integrationsdezernenten Diallo von den Grünen sein. Zu ihm findet sich im Archiv des WDR folgende Information:

Als Anfang der 80er-Jahre das Militärregime von Guinea beschloss, eine zivile Regierung einzusetzen, wurde Jean Claude Diallo Informationsminister und Regierungssprecher. Damals fragte ihn der Filmemacher Malte Rauch, wie denn die Erste Welt der Dritten helfen könne. „Die Europäer sollten sich selbst helfen, damit ihre Gesellschaft weniger kriegerisch und lebenswerter wird“, war Diallos Antwort. Da die Schwarzen den Weißen sowieso alles nachmachten, käme das dann den Afrikanern irgendwann zu Gute.

Inzwischen in Deutschland für die Integration von Migranten zuständig, entwickelte Diallo ähnlich originelle Ideen bezüglich des Geltungsbereiches unserer Verfassung für muslimische Einwanderer:

„Es muss uns allen bewusst werden, dass wir von Migranten nicht ernsthaft fordern können, dass sie sich an das Grundgesetz und die deutsche Rechtsordnung halten müssen, wenn das dort verbriefte Recht auf Religionsfreiheit nicht für islamische Religionsgemeinden gelten soll.“ Diallo plädierte für „eine Kultur der Anerkennung und des Respekts“.

In der Hoffnung, dass der afrikanische Verfassungsexperte den Frankfurter Bürgern mehr Respekt entgegenbringt als seine Parteigenossin und Mitarbeiterin Nargess-Eskandari Grünberg, die bei ähnlicher Gelegenheit die Moscheegegner neulich zur Auswanderung aufforderte, wünschen wir den Bürgern eine lebhafte Teilnahme und sind gespannt auf Ihre Berichte, die wir gern veröffentlichen werden (Außerdem wären wir dankbar, wenn die Hausener uns mal ein paar zum Thema passende Fotos schicken könnten. Schließlich ist nicht alle Tage Nikolaus).

(Spürnase: Hausener Bub)