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Neues Spiel: „The green Road to Allah Hell“

The green road to HellUm zu testen, wer in der Schule gut aufgepasst bzw. die „richtige“ Literatur gelesen hat, haben zwei österreichische Studentinnen sich etwas ganz besonderes einfallen lassen: Eine Show, bei der Wissen über den Islam abgefragt wird. Hauptgewinn ist eine Pilgerfahrt nach Mekka. Na wenn das mal kein Anreiz ist!

„Islam ist nicht nur Beten, Fasten und Kopftuch“, sagt Amal Abrahim. Und zu zeigen, was noch alles dazu gehört, hat sie gemeinsam mit ihrer Kollegin Claudia Sarah Shabaiek ein Islam-Quiz entwickelt.

Wie muss man sich das vorstellen? So in dieser Art? „Du kommst ohne Tschador aus dem Haus Deines Besitzers frei. Gehe zu Deiner Steinigung. Begib Dich direkt dort hin…“

Nein, sicher nicht. Man soll ja die Schönheiten der Religion des Propheten kennen lernen. Es gibt

zwölf Fragen in verschiedenen Schwierigkeitsstufen mit jeweils vier Antwortmöglichkeiten – so ähnlich wie bei der Millionenshow. Der Titel soll das Wissen als Grundpflicht des Islams thematisieren, über die man näher zu Gott gelangt. Die Farbe Grün steht dabei für den Islam und das Paradies.

Das Spiel, das im Januar in Wien ausgetragen wird, ist in ein buntes Rahmenprogramm eingebettet. Es gibt Stände mit Büchern, T-Shirts mit der Aufschrift „I love my Prophet“ und prominente Vertreter der muslimischen Welt werden dabei sein.

Die Studentinnen wollen zeigen, dass der Islam mit Gewalt und Terror nichts zu tun hat.

Einige der Quizfragen greifen auch provokante Themen auf, etwa ob Frauen geschlagen werden dürfen. Und, dürfen sie? „Nein“, sagt Abrahim, „das steht so nicht im Koran. Das wird nur hineininterpretiert.“

„Schlagt sie“ heißt also „schlagt sie nicht“, so wie eben Islam auch Frieden bedeutet. George Orwell lässt grüßen. Wer richtig antwortet, verliert. Einmal mehr zeigt sich, dass das Islamschönreden ohne handfeste Lügen nicht funktioniert. Und was macht eigentlich der ausdrücklich zur Teilnahme am Spiel aufgeforderte Ungläubige, wenn er den Hauptgewinn erzielt?

Wer übrigens die Teilnahme verpasst hat, kann sich trösten. „The green Road to Allah“ gibt es demnächst auch als Brettspiel. Für trübe Winterabende…

(Spürnase: Kunna)