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„Palästina“ – in Grund und Boden finanziert

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Die Jüdische.at veröffentlicht einen Artikel von Daniel Pipes, der zeigt, wie die westlichen Finanzspritzen nach Palästina, den „perversen und der eigentlichen Absicht entgegen stehenden Effekt“ haben, statt des wirtschaftlichen Aufschwungs, Tod und Terror zu finanzieren. Dadurch werden die Palästinenser nur immer noch ärmer.

Zu Beginn einige Fakten zur palästinensischen Wirtschaft, unter Rückgriff auf die sehr gute Studie von Ziv Hellman in der Ausgabe der Jerusalem Post vom 24. Dezember, „Terminal Situation“ (Endstadium):

Das palästinensische Pro-Kopf-Einkommen ist seit seinem Höchststand von US$2.000 im Jahr 1992 (bevor der Oslo-Prozess begann) auf heute weniger als $1.200 geschrumpft.

Die palästinensische Autonomiebehörde bietet ein Lehrbuch-Beispiel dafür, wie man eine Wirtschaft ruinieren kann, indem man sie mit gut gemeinten, aber fehl geleiteten Spenden erstickt. Die neu versprochenen 7,4 Milliarden Dollar für den Zeitraum 2008-2010 werden diesen Schaden nur noch weiter verstärken.

Doch dies hat trotz allem gemäß Pipes etwas Gutes:

Paradoxerweise könnte dieser Fehler helfen den arabisch-israelischen Konflikt zu lösen. Um zu sehen, wie, sollte man über die beiden Modelle nachdenken, die palästinensischen Extremismus und Gewalt erklären: Elend oder Hochstimmung.

Die Erklärung durch Elend, das alle Staaten des Westens vertreten, schreibt palästinensisches Tun Armut, Isolierung, israelischen Straßensperren, dem Nichtvorhandensein eines Staates etc. zu. PA-Führer Mahmud Abbas fasste dies in seiner Darstellung auf der Konferenz von Annapolis im November so zusammen: „Das Nichtvorhandensein von Hoffnung und die überwiegende Verzweiflung… nähren den Extremismus.“ Beseitigte man dieses Elend, würden die Palästinenser, angeblich, ihre Aufmerksamkeit solch konstruktiven Dingen wie wirtschaftlicher Entwicklung und Demokratie zuwenden. Das Problem ist, dass die Veränderung nie eintritt.

Die Erklärung durch das Modell der Hochstimmung der Palästinenser stellt die Logik von Abbas auf den Kopf: In Wirklichkeit nähren das Fehlen von Verzweiflung und die überwältigende Hoffnung den Extremismus. Für die Palästinenser entsteht Hoffnung aus der Annahme israelischer Schwäche, was einen Optimismus und einen Erregungszustand bedeutet, dass der jüdische Staat beseitigt werden kann. Wenn im Gegensatz dazu die Palästinenser keine Möglichkeit erkennen gegen Israel vorzugehen, werden sie sich den nüchterneren Aufgaben des Erwerbs einer Lebensgrundlage und der Bildung ihrer Kinder zu wenden. Man denke daran, dass die palästinensische Wirtschaft sich 1992 auf dem Höhepunkt befand, gerade zu der Zeit also, nachdem die Sowjetunion verschwand und der Kuwait-Krieg vorbei war und die Hoffnung Israel zu vernichten sich auf dem Tiefpunkt befand.

Hochstimmung, nicht Elend sorgt für das kriegerische palästinensische Verhalten. Entsprechend ist alles gut, was die palästinensische Zuversicht schwächt. Eine versagende Wirtschaft drückt die Stimmung der Palästinenser, ganz zu schweigen von ihren militärischen und anderen Möglichkeiten, und bringt eine Lösung näher.

Die Palästinenser müssen daher wohl zuerst die bittere Niederlage erfahren, bevor sie ihr erklärtes Ziel – die Vernichtung Israels – fallen lassen und anfangen, ihre eigene Wirtschaft aufzubauen.

Pipes meint:

Zu diesem glücklichen Ausgang gibt es keine Abkürzung. Wer sich wahrhaftig um die Palästinenser sorgt, der muss wollen, dass ihre Verzweiflung schnell herbeigeführt wird, damit ein fähiges und würdevolles Volk sein derzeitiges Barbarentum hinter sich lässt und etwas Anständiges aufbauen kann.

(Spürnase: Jean)