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Seyran Ates: Der Multikulti-Irrtum

Seyran Ates ist eine der wenigen Autorinnen, die uns (Ur-)Deutsche auffordert, zu unseren eigenen kulturellen Errungenschaften, unserer Demokratie und Verfassung, zu stehen, statt einfach wegzusehen, wenn traditionelle Formen des Islams unter dem Schutz unseres Rechts versuchen, unsere Gesellschaft zu unterwandern, um sich als Parallelgesellschaft zu etablieren, in denen Freiräumen für ihre eigenen archaischen Sitten und Rechte bestehen.

Kritisiert wird von ihr vor allem die Blauäugigkeit der „Multikulti- Betonköpfe“ (S.98), die keine Integration von den Migranten fordern wollen, weil sie „selber nicht gerne deutsch sind.“ (S.38)

Frau Ates geht mit dem real existierenden Islam aufgrund seines frauenverachtenden Menschenbildes und seiner Grausamkeiten hart ins Gericht, sie fordert wie Basam Tibi einen Euro- Islam, der durch das Nadelöhr der Aufklärung und durch eine Reformation hindurch muß. Dazu sei es unter anderem notwendig, die Zeitbedingtheit der Aussagen im Koran zu erkennen. „Viele Regelungen scheinen so rückschrittlich, dass sie nicht nach modernen, liberalen Maßstäben ausgelegt werden können (…) Damit meine ich, dass sich die Religionsgemeinschaft der Muslime darüber einig sein muss, dass man sich von gewissen Teilen des Korans (…) verabschieden muß.“ (S.149f)

Ich habe mir erlaubt, eine Reihe von Zitaten aus ihrem Buch „Der Multikulti-Irrtum“ (Berlin 2007) zu verschiedenen Themen wie Moscheebauten, Kopftuchstreit usw. herauszusuchen. Wer außerdem mehr erfahren möchte über Zwangsheiraten (die nach Ates keineswegs Einzelfälle sind, wie viele Multikultis immer behaupten), Ehrenmorde (wegen falscher Ehrbegriffe), Jungfräulichkeitswahn usw., dem sei die Lektüre ihres Buchs ans Herz gelegt. Als Geschenk unterm Weihnachtsbaum macht es sich auch nicht schlecht…

Zu Moscheebauten:

„Moscheen werden hauptsächlich von Männern benutzt, die dort einen konservativen Islam praktizieren (…) Die aktuell diskutierten und im Bau befindlichen Moscheen werden meines Erachtens Orte zur Manifestierung der Parallelgesellschaften werden. Die Muslime werden in diesen Zentren über kurz oder lang alles anbieten, was Muslime benötigen (…) die Kontrolle ist einfacher. Ein Kontakt mit der urdeutschen Umgebung wird nahezu unmöglich. Die Muslime bleiben unter sich.“ (S.209)

Zur Religion:

„Jeder soll nach seiner Fasson und mit seiner Religion glücklich werden- diese Forderung ist in Zeiten des politischen Islam verantwortungslos.“ (S.210) „Der Islam muß sich seiner politischen Dimension entledigen. Um sich in Europa Anerkennung zu verschaffen, muß er sich auf die spirituelle Dimension beschränken und den Anspruch aufgeben, die einzig wahre Religion und als solche ebenso Staatsreligion wie Gesetzesgrundlage zu sein. Ich vertrete daher die Ansicht, dass Muslime, die sich eine islamische Gesellschaftsordnung wünschen, wenn auch „nur“ als Parallelgesellschaft, Deutschland bzw. Europa besser verlassen und in ein islamisches Land ziehen sollten.“ (S.214)

„… dass die Glaubensgemeinschaft der Muslime sich von Geboten, Verboten und Strafe, die im 7. Jahrhundert vielleicht ihre Existenzberechtigung hatten, nun aber überholt und menschenverachtend sind, verabschieden muß. (S.216) „Die Sozialordnung des Islam ist gegen das Selbstbestimmungsrecht der Frau gerichtet.“ (S.204) „Ich sehe da sektenähnliche Strukturen….“ (S.205) „Was wir brauchen ist ein islamischer Luther.“ (S.217)

Zur Kopftuchdebatte:

„Mir ist es im Grunde egal, ob der Koran oder die Überlieferungen des Propheten eine Pflicht zur Verschleierung begründen. Mir geht es darum, dass keine Religion das Recht hat, Frauen und Männer ungleich zu behandeln.“ (S.121) „Wenn eine Religion die vollständige Unterstellung der Frau unter die Autorität des Mannes fordert, oder religiöse Anschauungen dazu herangezogen werden, dann sind der Religions- und Glaubensfreiheit grenzen zu setzen. (…) Es demonstriert nicht die religiöse Unterordnung der Frau im Verhältnis zu Gott, sondern die gesellschaftliche Unterordnung der Frau unter die Herrschaft des Mannes. Daher ist es nicht- wie immer geschieht- mit dem Kreuz oder der Kippa gleichzusetzen (…) Das Kopftuch signalisiert den sexuellen Wert der Frau, welcher die Männer reizen würde, wenn sie sich nicht verhüllen würde. Es ist ein Symbol für die Reduzierung der Frau zum Sexualobjekt.“ (S.126)

Zwangsheiraten:

„In der Regel wagen die Töchter ohnehin nicht, gegen den Vater das Wort zu erheben (…) Nach einer Überlieferung des Propheten soll das Schweigen als Zustimmung gewertet werden. Auch soll Mohammed gesagt haben, dass Lachen oder Weinen als Zustimmung zu werten sei. (…) Das Alter der Zwangsverheirateten liegt meist zwischen 12 und 18 Jahren. Es kommt sehr oft vor, dass in der Türkei das Alter von Töchtern per Gerichtsbeschluß nachträglich hochgesetzt wird, damit eine Heirat möglich ist.“ (S.53) „Import- oder verkaufte Bräute sollen Geld in die Heimat schicken.“ (S.59) „Die Drohung, dass eine Frau bei Fehlverhalten mit dem Tod bestraft werden könnte, wird in türkischen und kurdischen Familien oft ausgesprochen.“ (S.103)

Zum DiaLüg:

„Wir kämpfen gegen Menschen, die nicht diskutieren, sondern töten, wenn ihnen etwas nicht gefällt.“ (S.9) „Von einigen türkischen und kurdischen Männern höre ich immer wieder „Deutsche Gesetze interessieren mich nicht.“ Nicht zufällig sagen einige Islamisten, Deutschland sei das islamischste Land der Welt, hier herrschten Religionsfreiheit und Demokratie. Und das heißt: „Hier kann ich mit meiner Frau machen, was ich will. Ich muß mich nur auf meine Religion berufen.“ (S.115) „In den meisten Islamverbänden überwiegen strengreligiöse Tendenzen“ (S.195). „Ich habe, offen gesagt, große Zweifel an der Demokratietreue solcher Herren.“ (S.207) „Die staatliche Neutralität gegenüber Religionen darf nicht so weit gehen, dass Grund- und Menschenrechtsverletzungen im Namen der Religions- und Glaubensfreiheit hingenommen werden. Jede Religion ist auf ihre Grundrechtsfestigkeit zu überprüfen.“ (S.202)

„Ich habe den Eindruck, dass der Islam und seine Verbände vom Staat mit Vorschußlorbeeren bedacht werden und eine unüberlegte und kritiklose Bevorzugung gegenüber anderen Religionen erfahren.“ (S.199)

Zur Bildungsmisere, Rütlischulen etc.:

„Während im Schuljahr 2003/04 nur 9,2 Prozent der urdeutschen Schüler ohne Abschluß die Schule verließen, waren es bei den Deutschländern (= Almancilar = türk. Immigranten in D.) 20,5 Prozent.“ (S.35) „Bildung stellt in einer modernen zivilen Gesellschaft den Schlüssel zur Freiheit, Macht und Geld dar.“ (S.222) „Ist Deutschland, einst Land der Dichter und Denker, wirklich so arm, dass es eines seiner wichtigsten und schönsten Kulturgüter, nämlich Bildung, einfach aufgibt?“ (S.223) „Bildung ist ein Genuß, aber davon haben die meisten Deutschländer nicht den leisesten Hauch einer Ahnung.“ (S.224)

Zu den Multikultis und 68ern:

„Sie sind am Entstehen der Parallelgesellschaften mitschuldig (…) Ich meine die Sorte von Linken und Liberalen, die der Meinung zu sein scheinen, dass sie das Gutsein für sich gepachtet haben. Es sind die so genannten Multikultis. Ich gehe sogar so weit, einige von ihnen als Multikulti- Fanatiker zu beizeichnen, wie sie von ihrer Idee einer Multikulti- Gesellschaft regelrecht besessen sind. Sie vertreten sie mit missionarischem Eifer, sind blind gegenüber der Realität.“ (S.14) „Die eigene Herkunftskultur, sprich die deutsche Kultur, wird abgewertet, die Kultur der anderen wird verherrlicht.“ (S.15) „Da der echte Multikulti im Grunde ein Staatsgegner, manchmal gar ein Staatsfeind ist, kann er auch nur schwer oder gar nicht davon überzeugt werden, dass der Sozialstaat die bisherige Form einer vermeintlichen Integrationspolitik nicht mehr tragen kann.“ (S.15) „Viele Linke wollen aber nicht an ihrem Weltbild von den guten Ausländern und den bösen Deutschen rütteln lassen.“ (S. 62)

„Wenn also die Mehrheit der Akademiker aus den „Problembezirken“ wegzieht, um ihre Kinder nicht der Multikulti-Idee zu opfern, dann ist doch etwas faul im System“ (S. 229)

Zitate, die, wie wir finden, neugierig machen.

(Gastbeitrag von: Ulrich)