tannenbaum.jpgDer Kanton Zürich lockert seine Klimaziele und will ein neues AKW bauen, das berichtet heute der Zürcher Tagesanzeiger in der Printausgabe. Der CO2-Ausstoß soll demnach nur halb so stark gesenkt werden, wie bisher geplant. Damit hat der Kanton Zürich hat sein ehrgeiziges Ziel aufgegeben, bis zum Jahr 2050 die CO2-Emissionen pro Kopf und Jahr von heute sechs auf eine Tonne pro Kopf und Jahr zu senken.

Um die Klima-Ziele zu erreichen, setzt Baudirektor Markus Kägi (SVP) nicht auf Verbote und Verzicht, sondern auf Anreize und Information:

Zürich will in Zusammenarbeit mit anderen Kantonen zwei Schwerpunkte setzen: bei Neubauten und im Straßenverkehr. Bereits im nächsten Sommer soll die Baudirektorenkonferenz neue Mustervorschriften für Neubauten vorlegen, die sich am Minergiestandard orientieren. Und bis spätestens 2011 will der Kanton Zürich in Abstimmung mit anderen Kantonen eine verbrauchsabhängige Motorfahrzeugsteuer einführen.

Zu einem neuen Atomkraftwerk sieht Markus Kägi keine Alternative. Noch hat der Regierungsrat dazu zwar keinen Beschluss gefasst, dieser wird aber noch im Dezember erwartet und dürfte kaum anders ausfallen, als Kägi sich das erwünscht.

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21 KOMMENTARE

  1. Aha es gibt sie also doch noch die Länder in denen verantwortungsvolle Umweltpolitik gemacht wird statt des grünen Ökoterrors, der unsere Strompreise in die Höhe treibt!
    Sie SVP wird mir immer sympathischer!

  2. Hoffentlich muss man kein neues Atomkraftwerk bauen. Aber da die Grünen nicht viel mehr als Energiesparlampen anbieten und es bei jedem Windrad unzählige Einsprachen gibt wird man über das disskutieren müssen.

  3. Bravo.

    Wie wertvoll es doch für Rest-Europa ist, daß die Schweiz bisher noch nicht Mitglied der EU ist.

    Auch kann ich mir eine SVP außerhalb der Schweiß kaum vorstellen.

    So sehr die Schweiz sich als eine Konsens- Gesellschaft empfindet, so sehr bezieht sich dieser Konsens in erster Linie auf die Schweiz selber. Auch wenn die SVP dabei ein eigenes Spektrum besetzt. Genau das aber macht nun einmal Demokratie aus: die Gegenüberstellung von miteinander konkurrierenden Ansätzen, zum Wohle des Ganzen.

    Mit den Vorgaben eines Europa ist das nicht mehr möglich. Ich hoffe die Schweizer vergessen dies nicht.

    Darin bestünde dann eine weitere Hoffnung für uns, die aus der Schweiz herrührt.

  4. # 6 E.Ekat

    Wie wertvoll es doch für Rest-Europa ist, daß die Schweiz bisher noch nicht Mitglied der EU ist.

    Dem kann man sich nur anschließen. Es wäre nicht das erste Mal, daß die Schweiz als letzte Bastion der Vernunft in Europa verbliebe. Deutschland braucht ebenfalls eine SVP, damit die heimatlosen Konservativen endlich von der Weichspüler-CDU loskommen.

  5. Spätestens wenn wir durch dass Nichterreichen der CO2 Ziele Unsummen bezahlen müssen, wird diese hirnrissige Klimapolitik zum Glück auf Widerstand stossen.
    Die ersten die leiden werden unter dieser grünen unverantwortlichen Politik werden ironischerweise die Wähler sein von den Grünen und den Sozis. Auf gut deutsch die armen, unterbelichteten und somit unteren Schichten der Bevölkerung die sich eine so drastische Verteuerung des Lebens nicht leisten können.
    In dem Sinne… Prost

  6. Zentralismus ist nicht umsonst ein Merkmal, das man in nahezu allen totalitären Herrschaftsformen findet. Eine Welt Demokratie würde nie funktionieren. Die Mentalitäten, Bedürfnisse und Rahmenbedingungen sind einfach zu verschieden.
    Es hat schon einen Grund, warum die einzelnen Bundesstaaten in Amerika relativ viel Macht haben, während in Washington ein eher großzügiger Rahmen vorgegeben wird, in dem sie sich bewegen können. Die Staaten machen dann das gleiche und geben in vielen Bereichen ein zwar engeren aber immer noch großzügigen Rahmen für die Gesetzgebung in den Städten vor.
    Viele Entscheidungen können eben nur in kleinen Einheiten getroffen werden.
    Ich fand das föderale Modell, das wir in der BRD haben (auch wenn es kleine Schwächen, wie zum beispiel dieses ständige Gezänk im Bundesrat hat) eigentlich immer gut.
    Diese Verlagerung von Entscheidungen nach Brüssel sehe ich mit Sorge. Es zeigt den Sozialistischen Geist der Gleichmacherei.
    Und da ich festgestellt habe, dass auch hier auf PI immer mehr Leute unterwegs sind, die nicht in der Lage sind klar zu denken, sag ich’s lieber gleich selber.
    Ja, mir ist klar, dass manche Entscheidungen durchaus Zentral getroffen werden sollten. Das ist aber nicht die Mehrzahl der Entscheidungen.

  7. ..also, ich finde diesen Entscheid, ein weiteres Atomkraftwerk zu bauen, nicht gut. Die Schweiz, wie auch Deutschland und andere Länder haben umweltverträglichere Möglichkeiten zur Energieerzeugung, auf die ich hier aber nicht weiter eingehen möchte. Grundsätzlich wird uns immer Angst gemacht vor der Energiekrise in der nahen Zukunft – dabei verfügen wir schon jetzt über ausgezeichnetes KnowHow, entschuldigung -WISSEN. (Wind-, Wasser-, Gezeiten-Kraftwerke, etc.etc.). Übrigens ist es nicht ‚links oder grün‘, sich für die Umwelt oder Tiere ein bischen einzusetzen, und es ist nicht ‚rechts‘, sich für die Freiheit und das GG stark zu machen. ABER:Was wähle ich bei den nächsten Wahlen ? Gibt es hier oder sonstwo keine klugen Köpfe, die eine deutsche SVP gründen könnten ? Man sieht doch, wie neugegründete Parteiformationen aus dem Stand heraus erfolgreich sein können, siehe Linkspartei ( ein Alptraum) oder R. Schill..

  8. #11

    Naja, dass Single-Haushalte mehr Energie verbrauchen als nicht-Single-Haushalte, ist eigentlich trivial. Genauso wie Fleisch mehr Energie als Gemüse usw. Das kann man dann natürlich zu plakativen Schlagzeilen wie „Scheidungen verursachen Klimawandel“ machen.

    Und mal abgesehen vom Klimawandel: Energie sparen und alternative Energien sind alleine deshalb schon sinnvoll, weil man dann nicht Milliarden und Abermilliarden Dollar bzw. Euro in Saudi-Arabien und ähnlichen Ländern versenken müsste…

  9. Wird hier nicht auch vom „Global Warming Swindle“ geschrieben? Da gehts doch nur um Geld, somit nix neues, somit Sack Reis in China!

  10. #10 aufdemblauensofa

    Wie fühlt sich denn die Seife im Kopf an? ..oder wird umweltfreundlicherweise ohne Seife gewaschen? 😀

  11. Also ich werde ja den verdacht nicht los, dass immer noch nicht jeder den unterschied zwischen Umwelt und Klimaschutz erkannt hat.
    Klimaschutz ist nicht Umweltschutz.
    CO2 ist kein Umweltgift. Das hat mit Umweltschutz nicht das geringste zu tun.
    Also hört endlich auf, alle die gegen die Klimaspinner argumentieren als Umweltsünder darzustellen, das wird langsam langweilig. Das Verdrehen von Tatsachen ist linke rethorik und dafür sollte sich eigentlich jeder hier zu schade sein.

  12. Wann wird wohl jedem klar, daß Atomkraftwerke keine Alternative sind. Uran wird knapp und muß ebenfalls importiert werden genau wie Öl und Gas.
    Wer ist so blauäugig und glaubt, daß Atomstrom billiger ist oder wird, als alternative Energie. Die hier gegen erneuerbare Energie sind, sind genauso verblendet und fahren die Zukunft gegen den Baum wie die Dhimmis und Befürworter des Islams in Europa. Energie wird so teuer wie nie und ich bezahle lieber für neue Solartechnik und schaffe in Deutschland damit Arbeitsplätze, als den ganzen Arabern die Petrodollars in den Rachen zu schmeißen oder die Russen oder sonstige Operettenstaaten bitten zu müssen mir ein Tönnchen Uran rüber zuschicken, damit mein Brüter am Netz bleibt.

  13. Das mit den neuen AKWs ist ja ok. Aber so schlecht finde ich CO2 Ziele garnicht. Denn auch falls der Klimawandel nicht vom Menschen verursacht ist. Und auch wenn CO2 völlig harmlos ist.
    Ein paar gute Seiten haben die CO2 Ziele durchaus:

    Mehr Unabhängigkeit von den ölliefernden Ländern. Ich will von denen nicht wirtschaftlich abhängig sein, wenn man sich diese Länder anschaut.

    Und früher oder später geht das Öl zu Ende – wann sei mal Spekulation – Aber da ist es doch gut, wenn man schon rechtzeitig in der Lage ist, sich anders zu versorgen ?

    Und wenn wir diese Technologien zuerst entwicklen, können wir die spätestens dann an den Rest der Welt verkaufen.

    Die CO2 Argumentation ist eventuell albern. Aber nach Selbstständigkeit zu streben ist sinnvoll. Oder wollt ihr auch in 30 Jahren noch den Ölscheichs, alle Anhänger der Friedensreligion, Geld in den Rachen schieben ?
    Regenerative Energien sind langfristig besser als Öl !

  14. „Die Linken reiben sich etwas die Augen, aber mit Windrädli kann man keine Megawatt produzieren.“

    Richtig, Martin, damit kann man nur seiner Klientel einen Gefallen tun und Otto Normal viel Geld aus der Tasche ziehen.
    In Deutschland sind die Energiebetreiber verpflichtet, den Windradbauern deren teuren Strom abzukaufen, die Windrad- und Solarlobby wird unterstützt, während sich der Verbraucher verwundert die Augen reibt ob des hohen Strompreises. Eben die meine ich, wen ich von grünem Ökoterror spreche. Und man will uns in eine riesige Versorgungslücke rennen lassen- bewusst oder unbewusst? deutsche Grüne sind meist Loser und Faulpelze, kaum mal einer dabei, der Wirtschaft studiert hat oder überhaupt in der Lage ist,

  15. Jeder, der halbwegs bei Verstand ist weiß, dass man den Energiebedarf eines großen Industriestaates nicht mit Solar und Windenergie decken kann. Diejenigen, die das fordern wissen genau, was sie tun. Sie wollen uns am liebsten zwangsdeindustrialisieren. Wählt grün, mit uns geht es direkt zurück ins Mittelalter. Darum fördern sie auch den Islam. Das ist die passende Ideologie dazu.
    Diese Taktik ist durchschaubar. Erst erzählen sie die Story vom Pferd und der Klimakatastrophe und fordern wir müssen den CO2 verbrauch senken. Und wenn man dann mit der einzigen Alternative, nämlich der Kernenergie kommt dann heißt’s: nee, aber das geht nicht. Unsere Grundenergieträger sind Steinkohle, Braunkohle und Kernenergie. Wir können nicht alle drei abschaffen. Auch die, die an Alice im Wunderland und die menschen gemachte Klimakatastrophe glauben, müssen diese Entscheidung treffen und da bleibt meiner Meinung nach nur die Kernenergie als alternative. Mir persönlich ist es Offen gestanden egal, welchen wir nehmen. Die grünen wollen keine Atomkraft. OK, dann nehmen wir Kohle, hab ich kein Problem damit, aber dann will ich von CO2 nix mehr hören.

    Und zum dritten und letzten mal. Uran ist praktisch unendlich vorhanden. Und zwar im Mehr. Das lässt sich inzwischen gewinnen. Die Gewinnung ist zwar etwa 4 mal so teuer, wie auf konventionellem weg, aber da die Brennstoffkosten bei der Atomkraft nur einen Bruchteil der Kosten ausmacht, ist der Uran Preis zu vernachlässigen. Mal ehrlich, wie viel würde das ausmachen. 10cent pro Haushalt pro Jahr. Bei Solar, Wind und Biogas zahlen wir 10cent pro Kilowattstunde drauf. Dieses Argument ist lächerlich.

    Das gilt übrigens auch für alle anderen Energieträger, wie Kohle, Öl und Gas.
    Wir haben noch mehr als genug davon. Es werden immer noch ständig neue Vorkommen entdeckt.

    Die Steinzeit hat auch nicht geendet, weil den Menschen die Steine ausgegangen sind, sondern weil sie besser Alternativen gefunden haben.
    So wird das hier auch laufen. Aber bessere alternativen heißt auch, billiger. Also lassen wir den Wettbewerb entscheiden, dann ist sichergestellt, dass wir günstige Energie bekommen.

  16. #21 Andy
    ..eine späte Meldung zu Deinen Ausführungen: leider bist Du nicht auf dem laufenden was alternative, bzw. wiedererneubare Energien betrifft. Dänemark wird in einigen Jahren bereits 50% seiner Stromerzeugung NUR durch Windkrafträder erzeugen und IST FÜHREND in dieser Technologie, von der andere europäischen Länder profitieren werden. Die Liste liesse sich noch verlängern, jedenfalls ist es falsch, sich von fossilen Brennstoffen – die immer teurer werden (verschiedene Faktoren)abhängig zu machen. Unsere Politiker haben doch Angst, bzw. Brüssel, dass der Ölhahn zugedreht wird. Völlig unnötig.

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