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Bereicherter Antisemitismus

laterne.jpgWährend es beim „Wort des Jahres“ wie beim „Unwort des Jahres“ immer reichlich Diskussionsbedarf gibt, ist die Feststellung des beliebtesten Schimpfwortes unter Jugendlichen vergleichsweise einfach. „Jude“ führt klar vor „Opfer“. Die Welt berichtet [1], würdigt aber zu wenig den wichtigen Aspekt, dass wir es auch beim aktuell grassierenden Antisemitismus mit einen Fall von kultureller Bereicherung durch Muslime zu tun haben, dem die linke Lehrerschaft wenig entgegenzusetzen hat.

Der neue Judenhass in deutschen Schulen macht es zusehends schwieriger, den Holocaust in angemessener Form im Unterricht zu behandeln:

Der Geschichtsunterricht kann der heutigen Schülergeneration die Schrecken des Nationalsozialismus nicht mehr vermitteln. In einer noch unveröffentlichten Studie der Bayerischen Landeszentrale für politische Bildungsarbeit, die dem Bildungsmagazin „Focus-Schule“ in Auszügen vorliegt, berichten Pädagogen, dass sie bei ihren Schülern nicht die erwünschte Betroffenheit erzielen können.

„Da standen wir im KZ vor den Öfen des Krematoriums und die Jugendlichen fragten, über welche Leitungen das Gas wieder ausgeleitet wurde“, berichtete eine Lehrerin laut der Studie. Zahlen und Fakten des Nationalsozialismus seien den meisten Kindern und Jugendlichen präsent, urteilten Geschichtslehrer. Aber sie reichten nicht aus, um eine Vorstellung von dem Geschehenen zu geben. Deshalb suchen Pädagogen wie Historiker nach neuen Wegen.

Eine auch für judenhassende Muslime verträgliche Geschichtsdarstellung muss also her, denn zur Zeit erleben nach Darstellung der Welt linke Kuschelpädagogen beim leidigen Thema immer wieder den Supergau:

Je nach Schultyp und Bundesland stammt bereits jeder dritte bis fünfte Schüler aus einem anderen Land oder aus einer eingewanderten Familie mit oft unterschiedlichen Geschichtsbildern. Laut Robert Sigel von der Bayerischen Landeszentrale führt der wachsende Anteil muslimischer Schüler in England, Frankreich und den Niederlanden dazu, dass sich Lehrer scheuten, die Zeit des Nationalsozialismus zu unterrichten. Sie würden dann als „Israelfreunde“ bedroht oder beschimpft.

Das ist nun allerdings wirklich ungerecht und macht einen linken Lehrer sicher zutiefst betroffen. Es ist aber auch keine leichte Aufgabe, der zugewanderten Unterschicht den feinen Unterschied klar zu machen, die toten Juden des Holocaust zu betrauern und gleichzeitig die lebenden Juden in Form des Staates Israel zu hassen. Zumal es in türkischen und arabischen Elternhäusern, Moscheen, Koranschulen und TV-Sendern nicht so genau genommen wird, mit dem kleinen Unterschied.

Ausgerechnet Susanne Urban von der Europäischen Sektion der Israelischen Gedenkstätte Yad Vashem macht nun einen fragwürdigen Vorschlag für eine neue pädagogische Aufbereitung des Holocaust und fordert:

… eine Pädagogik, die an den heutigen Erfahrungen der Kinder anknüpfe, zum Beispiel an Migration und Vertreibung. „Kinder von heute leben in einer anderen Zeit als Anne Frank“, sagte Urban. Sich vorzustellen, plötzlich selbst alles zurücklassen und irgendwo ganz neu anfangen zu müssen, berühre die meisten persönlicher als die KZ-Gräuel. „Sie lernen dabei, dass man sich im Leben immer wieder neu entscheiden muss, selbst in scheinbar ausweglosen Situationen.“

Sie sollte es besser wissen. Der beliebte Selbstvergleich muslimischer Einwanderer mit „den Juden von damals“ ist keineswegs geeignet, den fanatischen Judenhass der notorischen Selbstbemitleider zu mäßigen, sondern leugnet geradezu die Einmaligkeit des Holocaust. Die Opfer der industriellen Massenvernichtung mit dem Schicksal von Zuwanderern zu vergleichen, die in ihrer großen Mehrheit aus wirtschaftlichen Gründen kommen, oder weil sie in ihrem politischen und religiösen Fanatismus selbst den muslimischen Heimatländern zu radikal sind, ist eine fatale Verhöhnung der jüdischen Opfer. Gerade deren Beispiel zeigt, dass es ausweglose Situationen gibt, in denen es für die Opfer keine Entscheidungsmöglichkeit mehr gibt, und es sie auch auf dem Weg dorthin niemals gab.

Wer ernsthaft dem heutigen – dem muslimischen – Antisemitismus in Deutschland entgegentreten will, muss einen schwereren Weg wählen, als vor den neuen Herrenmenschen bis zur Geschichtsfälschung zu Kreuze zu kriechen. Was fehlt, ist die schonungslose Auseinandersetzung des staatlichen Schulsystems mit den islamischen Wurzeln des Hasses, mit dem klaren Bekenntnis zu den christlichen und jüdischen Quellen des aufgeklärten Abendlandes, die die aktuelle Solidarität mit Israel unzweifelhaft einschließt. Verbunden mit der klaren Botschaft: Wer das nicht akzeptieren kann, hat in Deutschland nichts verloren, und sollte von der Möglichkeit, sich zu entscheiden besser heute als morgen Gebrauch machen und dorthin zurückgehen, wo er mit seinem Judenhass willkommen ist.

(Spürnase: HBS)

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