Ich bin jetzt seit meinem 14. Lebensjahr für die Union aktiv. Ich treffe immer wieder auf Widerstand, Pöbeleien und Provokationen. Aber meine letzte Erfahrung mit Linksextremisten und Autonomen schlägt alles bisher gekannte. Sicherlich stößt man mit seiner Meinung immer auf Leute, die diese nicht teilen, so wie man selber auf Leute trifft, deren Meinung man nicht teilt.

Am Donnerstag, den 25.01.2008, habe ich an einer der letzten Wahlkampfveranstaltungen der CDU in Hessen teilgenommen. Zu Gast waren Dr. Angela Merkel, Roland Koch uvm. Es waren ca. 4000 CDU’ler innerhalb, 1000 Polizisten und gut 1500 Zuschauer und Antifanten außerhalb der Absperrung. Die Anreise war schon heikel, obwohl ich von meiner Arbeitsstelle nur ca 10 Minuten zum Opernplatz brauche, musste ich mit allem möglichen zurechtkommen. Von SED’lern die einem Flyer und Parolen nachgeworfen haben, bis hin zu einer menschlichen Barriere, die teilweise die gesamte Straße versperrte.

„Nun gut“, dachte ich mir noch zu diesem Zeitpunkt, „dass wird wohl das üblich harmlose linke Geplenkel sein, auf das man immer wieder trifft“. Aber da war mir noch nicht bewusst, in welche Gefahr ich mich im weiteren Verlauf des Nachmittages begebe.

Die Veranstaltung verlief plangemäß, ich hatte mich in der Zwischenzeit mit einigen bekannten aus der JU Frankfurt sowie Meingau weiter nach hinten gestellt um Sitzplätze für die große Anzahl der älteren Teilnehmer freizuhalten, die aufgrund der frühen Uhrzeit und des Tages die Mehrheit von ca. 3000 bildeten. Einige der älteren berichteten schon von Pöbeleien in der S-und U-Bahn.

Nach der Rede der Frankfurter Oberbürgermeisterin und des extra angereisten bayrischen Ministerpräsidenten spitzte sich die Lage außerhalb der Absperrung schlagartig zu. Erste Beschimpfungsparolen und Durchbruchsversuche, sowie vereinzelte Rauchbomben drangen zu uns hindurch. Als Roland Koch das Wort ergriff flogen erste Lebensmittel. Eine Orange traf mich am Rücken. Junge Linke, der schwarze Block und pöbelnde Studenten drangen immer weiter vor und pressten mit aller Gewalt friedliche Zuschauer in der ersten Reihe gegen die Absperrung.

Nach einiger Zeit wurden aus den Lebensmitteln auf einmal Flaschen und Steine. Ein JU’ler neben mir bekam eine Flasche an den Kopf und ging zu Boden. Trotz des Einsatzes unserer Ordnungskräfte mit Schlagstöcken und Ähnlichem war in den linken Mob keine Ruhe zu bringen. (Wo bleiben Wasserwerfer wenn man sie braucht!!?) Das zog sich bis zum Ende der Veranstaltung weiter so hin. Sogar ein Rollstuhlfahrer wurde mit Eiern beworfen, als er die Veranstaltung früher verlassen wollte.

Meine Heimreise wurde ähnlich interessant wie meine Anreise, nur dass ich in Begleitung unseres CDU Vorsitzenden und eines 82 jährigen Herrn abzog. Auf dem Weg zur S-Bahnstation wurden wir zuerst von einer Gruppe Antifanten eingekreist, die sich weniger für mich, jedoch mehr für unseren älteren Herrn interessierten. Sie beleidigten ihn als Nazi (wir wurden auch während der Veranstaltung so beschimpft, aber gut…). Nach einigen Wortgefechten und anderen Mitteln verschwanden unsere Freunde aus dem schwarzen Block. Der ältere Herr war fix und fertig und den Tränen nahe. In der Bahn hat er mir erzählt, dass er diese jungen Menschen nicht verstehen könnte, da er doch nach dem Krieg mit daran gearbeitet habe, dass sie in einer solchen Freiheit wie wir sie heute haben leben können… (In der U-Bahn gingen die Pöbeleien weiter, es flogen außerdem wieder Flaschen, jedoch konnten beherzte Mitmenschen [seltsamer Weise sogar mit Migrationshintergrund] uns helfen).

Nun mein Resümee:

Politische Differenzen hin oder her, was bilden sich Menschen ein, eine Veranstaltung auf der wohlweislich der Großteil der Teilnehmer im Rentenalter ist, so massiv vorzugehen? Was bilden sich Menschen ein, eine Partei die noch nie einen Wahlkampf mit dem Einsatz von körperlicher Gewalt geführt hat, mit Flaschen und anderen Wurfgeschossen zu attackieren? Machen wir das etwa bei deren Kundgebungen? Attackieren wie sie etwa? Was bilden sich Menschen im alter zwischen 16 und 25 Jahren ein, einen alten Mann mitten auf der Straße anzupöbeln und zu schubsen? Soll das eine politische Orientierung sein? Oder ist das bloß ein Vorwand um gewalttätig zu werden?

Prinzipiell begrüße ich eigentlich eine politische Vielfalt, diese bereichert unseren Alltag und es gibt immer wieder neue Denkanstöße. Aber nach meiner neuesten Einschätzung liegt wohl das potential bei Linken eher darin, Gewalt anzuwenden und stumpfsinnig – den Rechtsextremen gleich – gegen Mitbürger vorzugehen.

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