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Kalk: „Notwehr oder nicht ist mir egal“

kalk-linker.jpgDer Deutsche mit den schulterlangen blonden Locken (Foto) und dem Megafon fiel schon am Mittwoch auf. Kein Freund des verstorbenen Straßenräubers Salih. Deutsche Freunde hatte der wohl überhaupt kaum, denn gleichaltrige Deutsche nehmen nicht an den täglichen Demonstrationen teil. Dafür immer mehr Linke und Autonome, die darauf setzen, dass der Import des revolutionären Proletariats aus muslimischen Ländern sich endlich in brennenden Barrikaden auszahlt. Sogar der Kölner Presse wird es mulmig.

Während Oberbürgermeister Schramma auch am gestrigen Donnerstag in lustiger Kostümierung bis spät in die Nacht in den Kölner Sartorysälen Karneval feierte, wächst in der Stadt die Sorge über die zunehmende Fanatisierung der allabendlichen unangemeldeten Demonstrationen in Köln-Kalk. Es sind längst nicht mehr Verwandte und Freunde, die sich in verständlicher Betroffenheit trauernd am Ort des tragischen Ereignisses versammeln. Zunehmend machen sich Einpeitscher breit. Fanatische Muslime und jetzt auch Linke und Autonome, die hoffen, die muslimische Unterschicht gegen den deutschen Staat mobilisieren zu können.

Der Kölner Express berichtet:

Vom eigentlichen Anlass der Demonstrationen entfernt sich das Geschehen immer mehr: Der Frage, ob Salih einen 20-Jährigen berauben wollte und dieser dabei in Notwehr gehandelt hat.

Weil der 20-Jährige kein Migrant ist, behaupten Demonstranten in Unkenntnis der Rechtslage, dass die Justiz deutsche Täter schütze und Migranten sofort und wesentlich härter bestrafe.

Bei der Demonstration geht es mehr und mehr um gesellschaftliche Fragen, vor allem das Zusammenleben von Muslimen und Deutschen in Kalk. So erklärte der „Vorsprecher“ Mohamed den Zuhörern am Straßenrand: „Ihr hier seid alt, Euer Leben ist bald zu Ende. Es geht um die Jugend, die hier leben will.“ Darauf skandierten die jungen Muslime: „Wir bleiben hier, wir bleiben hier.“

Später trat eine Studentin vors Mikrophon: „Notwehr oder nicht ist mir egal. Aber wenn ihr hier gegen Rassismus und Ungerechtigkeit demonstrieren wollt, dann sind wir dabei.“ Deshalb wollen Autonome und Linke den Muslimen für die nächste Demo mit Mikrophonen und Flüstertüten aushelfen.

Der Stadtanzeiger berichtet:

Ein deutscher Mann, etwa vierzig Jahre alt, lässt sich das Megafon reichen. Er sei „der Hennes aus Kalk“, sagt er und ruft: „Was wir hier dringend brauchen, sind Arbeitsplätze, Schule und Ausbildung.“ Zwei Jugendliche verziehen das Gesicht, winken ab: „Schule, ey! Was soll das denn?“

Der ehemalige Polizeidirektor und jetzige CDU-Fraktionsvorsitzende Granitzka warnt bereits im Express:

Ein Mann nennt es beim Namen. CDU-Fraktionschef Winrich Granitzka: „Wir sitzen auf einem Pulverfass. Uns drohen Zustände wie in den Vorstädten von Paris.“

UPDATE: In der Kölnischen Rundschau kommt jetzt erstmals auch die Opferseite zu Wort. Eine Verwandte der überfallenen Jugendlichen berichtet von der unerträglichen Situation der Opfer und ihrer Familien:

„Wir alle sind vor Angst wie gelähmt“