Jason KenneyKanada hat seine Teilnahme an der groß angelegten UN-Konferenz zum Rassismus in Durban (Durban II) abgesagt, da diese aller Erwartung nach in „bedauerlichen Antisemitismus“ absinken werde. Die Konferenz sei, so der kanadische Minister für Multikulturalismus und kanadische Identität Jason Kenney (Foto), „völlig aus der Bahn geraten“, und Kanada wolle daran nicht mitwirken.

Bei der für nächstes Jahr geplanten UN-Konferenz wird Libyen den Vorsitz und Kuba den Vize-Vorsitz innehaben; auch der Iran ist in das Komitee berufen worden. Zugleich mehren sich im Vorfeld anti-israelische Aktionen und Reden.

Kanadas Außenminister Maxime Bernier sagte in einer Stellungnahme:

„(Wir) hatten gehofft, dass der Vorbereitungsprozess für die Konferenz von 2009 die Fehler der Vergangenheit ausgleichen würde. Trotz unserer Bemühungen sind wir zu dem Schluss gekommen, dass dem nicht so ist. Kanada wird daher nicht teilnehmen.“

Die Vorgängerveranstaltung, die 2001 in Durban stattfand, war von arabischen und muslimischen Teilnehmern zu einer antiisraelischen Plattform umgewandelt worden. Israel und die USA verließen die Konferenz daraufhin aus Protest, die damalige liberale kanadische Regierung blieb jedoch, um für Israel zu sprechen. Kenney bezeichnete ‚Durban I’ nun als „Zirkus der Intoleranz“.

(Quelle: Yedioth Ahronot, 23.01.08)

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