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Erdogan macht Messer

Als echter Führer aller Türken erwies sich erneut Tayyip Erdogan. Bei einem Besuch in Malatya – bekannt durch die Christenmorde in einer Bibliothek – zückte der Ministerpräsident ein Klappmesser, das er unter dem feinen Zwirn am Gürtel trägt.

Sichtlich ungeduldig einen Gebetsteppich zu betrachten, der dem Gast mit Papier und Schnüren verpackt überreicht wurde, zückte Erdogan mit gekonnter Bewegung ein Messer aus seinem Gürtel, um dem Geschenk zu Leibe zu rücken. Die Anhänger des fanatischen Moslems jubeln und türkische Medien berichten [1] in großer Aufmachung von der Demonstration männlicher Wehrhaftigkeit.

Uns Deutsche, denen seit dem 1. April das Führen solcher praktischen Messer durch das neue Waffengesetz verboten ist, bewegt nun die Frage, ob Erdogan bei seinem nächsten Besuch in Deutschland mit einem Ordnungsgeld bis zu 10.000 Euro rechnen muss, wenn er auch hier nicht auf seinen kleinen Freund verzichten will? Muss er nicht. Denn der deutsche Gesetzgeber hat ausdrücklich eine Ausnahme gestattet, wenn das Messer zur Berufsausübung oder einem anderen anerkannten Zweck benötigt wird. Bei einem türkischen Ministerpräsidenten dürfte das zweifellos gegeben sein.

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