Wenn jemand den Geruch des Schweinefleisches beim Mittagessen im Kindergarten nicht mag, heißt das noch lange nicht, dass darauf andere verzichten müssen. Es war vermutlich ein Fehler, Gastarbeiter aus fremden Kulturen ins Land zu holen. Deutschland hat diesen Fehler gemacht, aber muss Südtirol die Fehler anderer nachmachen?

Gastbeitrag von Schlernhexe

Mit etwas mehr Willen, hätte man durchaus in Rom eine Zuwanderungsquote für Einwanderer verhandeln können. Aber wenn man intern mit Multikultiträumern zu keinen Konsens kommt, dann muß sich die Partei personell, eben anders aufstellen. Jahrelang wurden Einheimische bei der Vergabe von Sozialwohnungen und Sozialleistungen wie Menschen zweiter Klasse behandelt, in dem Falle hatte man letztes Jahr mit der Einführung von getrennten Ranglisten zu spät reagiert, die Ranglisten-Neuordnung hätte schon vor 10 Jahren eingeführt werden sollen.

Bis 1990 war das Gefängnis groß genug, jetzt muss ein dreimal so großes auf Steuerzahlerkosten gebaut werden – für die kriminellen Südtiroler oder für noch Südländischere?

Und warum muss der Südtiroler Landeshauptmann mehr verdienen, als die deutsche Bundeskanzlerin? Alle Südtiroler Parlamentarier verdienen im Schnitt ein Drittel mehr, als vergleichsweise deutsche oder Parlamentarier aus anderen EU-Ländern. Wenn man sich selbst solche Gehälter zuschanzt, die weit über den europäischen Durchschnitt sind, dann muss man auch den Unmut der Bevölkerung akzeptieren.

Dazu ein Zitat der Südtiroler Volkspartei (SVP):

Zurzeit sei man noch dabei die Wunden zu lecken, „und wenn man Wunden leckt, kann man nicht klar denken“.

Südtirol ist auch schon seit Längerem zu einen Einwanderungsgebiet geworden, im Moment kommen die Zuwanderer aus 40 Nationen, meistens „Wirtschaftsflüchtlinge “ aus dem arabischen Raum. Zum Wahlausgang im Südtirol kann man nur bemerken, dass die Südtiroler Volkspartei sich viel zu wenig um die Einwanderungspolitik gekümmert hat.

Die von einigen intellektuellen Idealisten so genannte multikulturelle Gesellschaft, also die Mischung europäischer und außereuropäischer Kulturen, ist bisher nirgendwo wirklich gelungen… Mit einer demokratischen Gesellschaft ist das Konzept von Multikulti schwer vereinbar. Vielleicht auf ganz lange Sicht. Aber wenn man fragt, wo denn multikulturelle Gesellschaften bislang funktioniert haben, kommt man sehr schnell zum Ergebnis, dass sie nur dort friedlich funktionieren, wo es einen starken Obrigkeitsstaat gibt. Insofern war es ein Fehler, dass wir zu Beginn der 60er Jahre Gastarbeiter aus fremden Kulturen ins Land holten.

Deutschland hat den Fehler auch gemacht, aber muss Südtirol die Fehler anderer nachmachen?

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18 KOMMENTARE

  1. Ein etwas wirrer Beitrag, wie mir scheint. Worum geht es jetzt eigentlich? Um die Gehälter der Südtiroler Abgeordneten? Um italienische Gastarbeiter in Deutschland? Um „noch Südländischere“, was immer das sein mag?

    Fragen über Fragen …

  2. Und mit dem Schweinefleisch in Kindergärten – gibt es das da oder generell nicht mehr? Fragen über Fragen.

  3. Irre!
    Diese Dahergelaufenen spielen sich hier (Österreich, Deutschland, Italien, Frankreich)
    in letzter Zeit immmer öfter – und immer auffälliger – als Herrenmenschen auf!
    In Wien mußten einem Kindergarten die kleinen Kinder statt Schweinefleisch Lammfleisch essen, aus Rücksicht auf die anderen muselmanischen Kinder- und prompt ist ihnen davon schlecht geworden. :krank:
    Bloß weil so ’ne bekloppte Wichtigtuerin von der SPÖ zu tief ins Bierglas geschaut hat. Oder ihr die Multi-Kulti-Bazillen das Hirn zerfressen hatten.
    Wenn diesen (sowieso nicht sehr erwünschten) Einwanderern an unseren Sitten, an unserer Kultur etc. etwas nicht paßt, ja dann bitte : Koffer packen und Tschüss- auf Nimmer-Wiedersehen.
    Bevor die unser Europa in eine islamo-faschistische Hochburg verwandeln. 😡

  4. Ist das vielleicht mit Südtirol wie mit dem Elsaß? Dort dient die Ansiedlung von Westenhassern und generell Landesfremden dazu, die letzten Reste des Deutschen im Elsaß möglichst endgültig auszumerzen. Es geht um ethnische Säuberung und Vertreibung von Deutschen.

    Einer Spekultion zufolge diente z.B. der ganze Indochina-Krieg der Franzosen nach dem 2. Weltkrieg hauptsächlich dazu, die Elsässer, welche vor die Wahl Ermordung oder Fremdenlegion in Indochina gestellt wurden, mit einem Himmelfahrtskomando in einem nicht gewinnbaren Einsatz auszurotten. So wurde ein großer Tel der männlichen elsässischen Bevölkerung ausgerottet.

    So schön ist das multikulturelle Europa: solange es nur deutschenrein ist.

  5. #5 Pit

    …Einer Spekultion zufolge diente z.B. der ganze Indochina-Krieg der Franzosen nach dem 2. Weltkrieg hauptsächlich dazu, die Elsässer, welche vor die Wahl Ermordung oder Fremdenlegion in Indochina gestellt wurden, mit einem Himmelfahrtskomando in einem nicht gewinnbaren Einsatz auszurotten. So wurde ein großer Tel der männlichen elsässischen Bevölkerung ausgerottet…

    Haben Sie dafür eine belastbare Quelle?

  6. @Schlernhexe
    Berlusconi wird’s schon richten 😉

    … aber zuerst muss er noch ein paar Gesetzesänderungen durchboxen, ähnlich wie Erdogan in der Türkei, damit man die noch ausstehenden Verfahren gegen ihn, unter den Tisch fallen lassen kann.

  7. Südtirol gehört zu Österreich oder zu Deutschland, aber nicht zu Italien.

    Wenn heute im Elsaß alte Leute aus dem ländlichen Raum ins Altersheim kommen, spricht da niemand Deutsch.

  8. Und solange es in Rom eine Moschee gibt, sind die Italiäner indiskutabel, Berlusconi hin oder her.

  9. @Schlernhexe

    Wozu wurden oder werden denn in Südtirol eigentlich Gastarbeiter aus dem Ausland gebraucht. Industrie gibt es doch kaum.
    Gastgewerbe, Hotellerie oder Äpfel pflücken am Kalterer See?

    Mir sind bei meinen Besuchen in Südtirol (Meran, Brixen, Bozen) noch nie Leute aufgefallen, die ich dort als nicht-europäische Gastarbeiter eingeordnet hätte.
    Wo sind die denn alle?

  10. zu #6 bavarian:

    http://dikigoros.tripod.com/pazifik.htm ,
    sehr weit nach unten scrollen.

    Ob diese Quelle belastbar ist, sei dahingestellt. Mir erscheint der Autor überaus interessant und originell, unzählige Zusammenhänge wurden mir durch ihn erst plausibel. Eine der besten Quellen im Internet, die ich kenne (was nicht viel heißen muß). Selber lesen und Meinung bilden.

    „auch sie werden vor die gleiche Wahl gestellt wie die deutschen Kriegsgefangenen: Langsam und qualvoll in den Todeslagern verrecken, oder ab nach Saigon“

    „Jahrezehnte lang haben sich mehr oder minder kluge Historiker die Köpfe zerbrochen über der Frage, was Frankreich überhaupt bezweckte mit dem Indochina-Krieg“

    „Die Franzosen haben den Indochina-Krieg schlicht und ergreifend geführt, um sich der Elsässer zu entledigen“

  11. Warum haben die Rest-Elsässer dafür gestimmt, Teil des französischen Staates zu sein?

  12. Mein og Beitrag, war nur eine Stellungsnahme, warum die SVP und Grüne diese Wahlschlappe erhalten haben. Es war sicher nicht für alle Informativ genug.Berichtigen möchte ich folgenden Text: Wir haben Zuwanderung aus 40 Nationen, davon sind zu 95 % bestens Integriert, u a.Latinos aus Peru -Venezuela usw.Es war , wie gesagt nur eine Wahlanalyse.
    Ein seperater Beitrag über “ Den Islam “ in Südtirol,ist in Bearbeitung, das braucht noch etwas Zeit,aber er kommt.
    Dazu erwarte ich noch ein par Fakten und Zahlen von zwei Parteien, aber durch die Wahl hat sich das eben leider alles etwas verzögert.
    Das angesprochene Problem mit dem Kindergarten, hat jemand meinen Mann erzählt, und wurde nie in der Presse veröffentlicht, ein typischer Fall, daß man bei uns auch vieles unter dem medialen Teppich kehren möchte.
    Grüße aus Südtirol.

  13. …wenn man fragt, wo denn multikulturelle Gesellschaften bislang funktioniert haben, kommt man sehr schnell zum Ergebnis, dass sie nur dort friedlich funktionieren, wo es einen starken Obrigkeitsstaat gibt.

    Dem kann ich nur zustimmen!

    Funktioniert aber, wie wir aus der Geschichte wissen, nur auf Zeit und auch nur solange es der „Obrigkeit“ gelingt nationale Identitäten zurückzudrängen bzw. zu unterdrücken.

    Den „Obrigkeitsstaat“ – EUdSSR haben wir schon. An Einwanderung und den daraus resultierenden Konflikten mangelt es auch nicht mehr.
    Was noch fehlt ist das unausweichliche grandiose Finale. Beispiele dafür gibt es genug, man erinnere sich nur an die jüngste Vergangenheit – Stichwort: Jugoslawien!

    @ Schlernhexe: finde ihren Beitrag übrigens sehr gut, wie ich überhaupt ihre Kommentare sehr schätze!

  14. Etwas wirr, aber Mültikülti war mehr als ein Fehler. Es war ein Verbrechen gegen die Ungläubigen.

  15. Eine friedliche Koexistenz zwischen verschiedenen Kulturen ist meiner Meinung nach unmöglich. Es ist berechenbar, dass eine Gemeinschaft aus einer Fremdkultur versucht, sich in den Vordergrund zu stellen, also sich in das System (Wirtschaft, Politik, Gesetze usw.) der Gemeinschaft der heimischen Kultur zu etablieren, um es zu schwächen oder assimilieren zu lassen. Diese ganze Ideologie über multikulturelle Bereicherung ist nur Illusion, Tagträumerei. Verschiedene Kulturen bedeuten verschiedene Ansichten, verschiedene Lebensweisen und Moralvorstellungen. Letzten Endes hat die heimische Kultur und ihr System unter diesen Begebenheiten zu leiden. Nach und nach vergessen ihre Bürger den Wert ihrer eigenen Idendität zu schätzen. Das ist ein gefährliches Gift. Wie soll eine Nation ohne Selbstbewusstsein gedeihen?

  16. @Schlernhexe

    Vielen Dank für Deinen Beitrag, ich fand ihn gut. Viele Deutsche übersehen und können es nicht nachvollziehen, glaube ich, dass Südtirol seit Jahrzehnten einem besonderen kulturellen Dilemma ausgesetzt ist. Eine Auseinandersetzung mit dem Islam ist das, was Südtirol im Moment am wenigsten gebrauchen kann, noch weniger als Deutschland.
    Vielen Dank für Deinen Beitrag.

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