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Ach, wie human ist der Islam

Viele Mohammedaner in Europa wünschen sich nichts sehnlicher herbei als die Einführung der Scharia, damit sie endlich „nach den Gesetzen ihrer Religion leben können“. Entlarvend: niemand hindert sie daran „nach den Gesetzen ihrer Religion zu leben“ (sofern diese nicht kollidieren mit Grundgesetz, Strafgesetzbuch und Bürgerlichem Recht des jeweiligen Gastlandes), sie möchten vielmehr, dass Abweichler nach den Gesetzen ihrer Religion bestraft werden.

Viele Nicht-Mohammedaner in Europa haben indes Vorurteile gegenüber der Scharia, weil sie nicht wissen, was das ist. Die Scharia umfasst das Zivil- und Strafrecht der Mohammedaner, von dem sie glauben, dass es ihnen von „Allah“ gegeben wurde (per Koran und Hadithe).

Nach dem Familien- und Erbrecht bekommen hinterlassene Töchter nur die Hälfte von dem, was Söhne erhalten. Das ist aber ganz richtig so, weil letztere sich schließlich eine Frau (oder deren mehrere) kaufen müssen, erstere jedoch gekauft werden. Das Eherecht sieht die einseitige Aufhebung der Ehe durch den Mann (nicht jedoch durch die Frau) vor, indem er dreimal die sogenannte Scheidungsformel spricht: „Ich verstoße dich!?“ Auch das ist nur folgerichtig, weil Allah den Mann vor die Frau gesetzt hat.

Doch die Scharia enthält auch so toughe Strafen wie Auspeitschen, Steinigung, Kopfabschlagen und Handabhacken. Ja, und die Kreuzigung.

Nicht nur im Sudan, sondern auch in Saudi-Arabien und Iran, dort also, wo Islam und Scharia in ihrer reinsten und schönsten Form erhalten sind, dort wird gekreuzigt. Aktuell wurde gerade ein Straftäter in Saudi-Arabien zur Strafe der Kreuzigung verurteilt. Das Strafgesetzbuch der „Islamischen Republik Iran“ sieht als Strafe für „Verbrechen gegen Allah und den Staat“ nämlich eine dreitägige Kreuzigung vor. Doch der Islam ist nicht inhuman! Lebt der Verurteilte am dritten Tage noch, dann ist er frei und darf nach Hause gehen. Stirbt er vorher, dann kann er abgenommen werden und muss nicht die vollen drei Tage am Kreuz hängen bleiben. So human ist der Islam!

Links zum Thema:

» Der Prophet: Strafgesetze der Islamischen Republik Iran
» Multikulti-Ladies: Auszüge aus den Strafgesetzen der Islamischen Republik Iran

(Gastbeitrag von Yaab)




Russland droht mit Atomkrieg

Der Krieg in Georgien ist noch lange nicht vorbei und könnte ungeahnte Kreise ziehen. Nachdem US-Präsident Bush Russland aufgefordert hatte, Georgien zu verlassen und Polen sich als US-Stützpunkt zur Verfügung stellte, bleibt dies „nicht ungestraft“. Russland hat jetzt Polen bereits mit einer Atombombe gedroht. Die Warnung: Der russische General Anatoli Nogowizyn (Foto) sagte ausdrücklich, „Polen habe sich zu einem nuklearen Angriffsziel gemacht.“

Die Stationierung von amerikanischen Abwehr-Raketen in Polen könne „nicht ungestraft bleiben“, erklärt der russische General Anatoli Nogowizyn. Polen setze sich damit zu 100 Prozent der Gefahr eines Angriffs aus.

Nogowizyn, der stellvertretende Generalstabschef, erklärte laut einer Meldung der Nachrichtenagentur Interfax, die russische Militärdoktrin erlaube den Einsatz von Nuklearwaffen gegen Verbündete von Atommächten, wenn diese sich gegenseitige Hilfe gewährten. Dies gelte auch für den Einsatz von Elementen strategischer Abwehrsysteme.

„Es ist zu bedauern, dass die amerikanische Seite in einer Zeit, in der wir bereits in einer schwierigen Situation sind, das Verhältnis zwischen den USA und Russland weiter belastet“, sagte der General. (Quelle: SF)




Schächters Ethik

Markus SchächterWie Hohn klingen nach dem desaströsen Interview von Johannes B. Kerner mit Michael Johnson die Worte des ZDF-Intendanten Markus Schächter (Foto), die er jetzt bei einer Veranstaltung 500 Nachwuchsjournalisten mit auf den Berufsweg gab: „Nie waren handwerklich und ethisch gut ausgebildete Journalisten notwendiger als heute, um das Überleben des Qualitätsjournalismus in der digitalen Welt zu sichern.“

» info@zdf.de




Video der Nicht-Koranverbrennung

Koran verbrennenNach unserem Artikel „Norwegische Künstlerin wollte Koran verbrennen“ hat PI-Leser Gregor K. Kontakt mit Shabana Rehman (Foto) aufgenommen. Sie hat ihm daraufhin die Verlinkung des Videos aus der Zeitung Dagbladet geschickt, das – obwohl auf norwegisch – sehr beeindruckend ist.

Hier das Video auf YouTube:




Moscheebauten: Immer größer, immer höher

Da freut sich Eva Dähne bei den Stuttgarter Nachrichten: Die Moscheen in Deutschland werden immer zahlreicher und immer repräsentativer. Die Muslime wollen raus aus den Hinterhöfen, ihre Religionsfreiheit ausleben und unsere Gesellschaft prägen. (Bild: geplante Kölner Moschee)

Und da ihre Vertreter so friedlich und kompromissbereit sind, verzichten sie sogar auf Minarette.

Nebenbei wird mit Unverständnis erwähnt, dass es bei jedem Moscheebau kommunale Widerstände geben würde und ein Muezzinruf (leider?) undenkbar wäre.

Moscheebauprojekte stoßen kommunalpolitisch immer auf Widerstand, Minarette noch viel mehr, und ein Gebetsruf des Muezzin – das ist völlig undenkbar (nur bei der Eröffnung der größten Moschee in der Region in Sindelfingen wurde das im Oktober 2000 ein einziges Mal zugelassen).

Dabei gibt es nach anfänglichem, von Vorurteilen geprägten, Widerstand doch nur Friede, Freude, Eierkuchen.

„Moschee löst Ängste aus“ heißt eine Schlagzeile 1999 (Moschee in Schorndorf). Davon ist längst nicht mehr die Rede. Der transparente Bau mit Minarett und Glasdach statt einer Kuppel gehört zum Stadtbild, wird von Schulklassen besucht, kann im Internet (www.schorndorf-merkez-camii.de) mitsamt Vorstand begutachtet werden oder ist, wie an diesem Juliabend, ein „Ort multikultureller Begegnung“, wie es in einer Broschüre heißt.

Was in den hellen und freundlichen Begegnungsstätten so gepredigt wird, wenn der Dhimmi draußen bleiben muss, blenden wir eben aus.

Niemand behauptet, dass alle Muslime gewalttätig sind oder dazu neigen. Trotz ihres Glaubens sind das die meisten hier sicher nicht. Aber der Islam ist eine finstere, undemokratische und intolerante Gewaltideologie, die überall Leid und Unfreiheit verbreitet, die mit all ihren Nachbarn und gegen die eigenen Gemeindemitglieder Kriege führt. Sie wird nicht menschlicher, wenn wir ihr Raum geben, in hellen, wunderschönen und freundlichen Gebäuden verkündet zu werden.

(Spürnase: Lawrence W.)




Schweiz: Ramadan statt Mariä Himmelfahrt

Der Rektor der Universität Luzern (Schweiz), Professor Doktor Markus Ries, möchte – als Mitglied der Christdemokratischen Volkspartei (CVP) und Kirchenhistoriker – christliche Feiertage abschaffen und durch muslimische ersetzen. Statt – als römisch-katholischer Theologe! – am Christentum und seinen Traditionen festzuhalten, findet er es besser, sich dem Multikulti-Trend anzupassen.

Der Vorschlag von Ries sähe vor, das Ende des Fastenmonats Ramadan mit dem Fest Bayram zu feiern.

Bayram und das islamische Opferfest sind die beiden höchsten Feiertage des Islam. Nun will sie der Luzerner Professor auch in der Schweiz als offizielle Feiertage.

Der Kirchenhistoriker ist sich bewusst, dass sein Vorschlag kaum realisiert wird. Immer weniger Leute hätten Verständnis dafür, wenn die einen den anderen wegen ihres Glaubens vorschreiben, was sie zu tun hätten.

Ob sich die Kinder in Zukunft weiterhin mit „Schöni Wiehnachte!“ oder eher mit „Schöne Ramadan!“ in die Ferien verabschieden, ist noch ungewiss.

Der Widerstand konservativer Kräfte ist auf jeden Fall gewiss. (sda/odj)

» Mail an Prof. Dr. theol. Markus Ries

(Spürnasen: Daniel G. und Marco)




Zwangsislamisierung von Christenkindern

Christliche Kinder im Sudan werden entführt und in Koranschulen auf brutalste Weise gezwungen, Muslime zu werden. Sie werden den ganzen Tag lang ausgepeitscht, angekettet und Gehirn gewaschen – Spielen gilt als schädlich und hinderlich beim „Studium“ des Korans, welches die volle Aufmerksamkeit erfordert. Mädchen werden verkauft und islamischen Soldaten als Gespielinnen zur Verfügung gestellt.

Zehntausende christliche Kinder sind bereits im Kampf zur Auslöschung des Christentums verschwunden. Wann wacht die Welt endlich auf? Die Grüne Pest bringt die unangenehme Wahrheit ans Licht:

(Spürnase: Die Realität)




Gericht betont christlich-abendländische Werte

Bayern hat nicht nur das beste und modernste Schulsystem aller Bundesländer, in Bayern lernt man auch noch mit einem Kruzifix an der Wand. Ein besonders sensibler Lehrer, der dies seelisch nicht ertragen konnte, holte sich vor dem Augsburger Verwaltungsgericht eine Abfuhr. Die Kreuze bleiben – als Symbol der christlich-abendländischen Wertorientierung bayrischer Schulen.

Der Spiegel berichtet:

Lehrer an bayerischen Schulen können gegen Kreuze über ihren Köpfen wenig ausrichten. Erneut hatte ein atheistischer Lehrer gegen ein Kreuz in seinem Klassenzimmer geklagt, doch das Verwaltungsgericht Augsburg wies die Klage am Donnerstag ab (Az: Au 2 K 07.347). Im Grundgesetz sei nicht nur die Glaubensfreiheit verankert, sondern auch die besondere Gehorsams- und Tolerierungspflicht des Beamten, hieß es zur Begründung. (…)

Das Gericht wies die Klage mit der Begründung zurück, der Lehrer habe zwar ein Recht auf Gewissensfreiheit. Er sei aber als Erwachsener im Gegensatz zu minderjährigen Schülern in seiner Persönlichkeit weiter gefestigt und habe daher zu beachten, dass der Bedeutungsgehalt des Schulkreuzes gesetzlich festgelegt sei. Das Kreuz stehe nämlich als Ausdruck für die geschichtlich-kulturelle Prägung Bayerns und die christlich-abendländischen Werte. Das Gericht war nicht überzeugt, dass der Lehrer durch das Kreuz im Klassenraum eine schwerwiegende seelische Belastung erleide, die eine Ausnahme rechtfertige.

Nach der Auffassung des Klägers steht die Rechtslage in Bayern nicht im Einklang mit dem 1995 ergangenen „Kruzifix-Beschluss“ des Bundesverfassungsgerichts. Diese Entscheidung hatte sich mit dem Anspruch von Schülern und Eltern auf die Entfernung von Schulkreuzen befasst.

Das Kruzifix-Urteil besagt aber nicht, dass die Kreuze in den Klassenzimmern abgehängt werden müssten, sondern dass der staatliche Zwang zur Anbringung von Kreuzen verfassungswidrig sei. Das Kreuz im Klassenzimmer ist der von der bayerischen Regierung gewollte Regelfall, aber im Konfliktfall muss es abgehängt werden – diese Einzelfälle nennt das Gericht „atypische Sonderfälle“.

Pech für den sensiblen Pädagogen, der offenbar an einer Kreuz-Phobie leidet. Ein schlimmes Leiden, wenn man ausgerechnet in Bayern lebt, wo man mit dem Objekt der Angst nicht nur im Klassenzimmer, sondern schon auf dem Schulweg an Wegkreuzen und Kirchen konfrontiert wird und dem gefürchteten Kruzifix sogar in Wirtsstuben und Fremdenzimmern begegnet. In schweren Fällen hilft da nur die Umsiedlung in garantiert kreuzfreie Regionen: Was dem Heuschnupfler Helgoland, ist dem Kreuz-Phobiker Saudi-Arabien. Dort können auch sensible Lehrer angstfrei durchs Leben gehen.

(Foto: Im Gegensatz zu Bayern führt das Zeigen eines Kreuzes in Brüssel bereits zur Festnahme)

(Spürnase: wolf h.)




Zu Stein gewordenes Unrecht

Um die Gefährlichkeit des gemeinen Moscheebaugegners zu unterstreichen und den Muslimen bei ihrer Darstellung als verfolgte Minderheit im Lande ohne Religionsfreiheit Rückenwind zu geben, hat die linksextreme taz die fast fertiggestellte Ahmadiyya-Moschee in Heinersdorf unter Polizeischutz gestellt. Das „zu Stein gewordene Unrecht“ ist massiv bedroht. Immer wieder würden Türschlösser verklebt.

(Foto: Die 37 Tonnen-Kuppel der Ahmadiyya-Moschee in Heinersdorf)

Gleich sieben – natürlich rechtsextreme – gegen die Moschee gerichtete Straftaten hat die taz gezählt, dabei sicher auch der wegen eines technischen Defektes in Flammen aufgegangene Lastwagen.

Und die Männer auf der Baustelle glauben noch nicht einmal an die Gefahr, die die taz mit Händen greifen kann. Sie denken doch tatsächlich, die Menschen hätten sich mit der Moschee abgefunden und verklebte Türschlösser seien nur Dumme-Jungen-Streiche. Gut, dass die taz die Polizei zum Beweis des Gegenteils zitieren kann.

Die Polizei hingegen kann „nur im geringen Maß eine Abschwächung der öffentlichen Kontroverse“ erkennen. Mit weiteren „Störungen und Sachbeschädigungen von Unzufriedenen einschließlich von Personen der rechten Szene“ sei zu rechnen, erklärt Pressesprecher Frank Millert.

Gleichzeitig lässt die taz ihr offenkundiges Bedauern darüber erkennen, dass die Interessengemeinschaft Pankow-Heinersdorfer Bürger trotz massiver Proteste gegen den Moscheebau nicht durch gewaltsame Aktionen in Erscheinung getreten ist. Ja gibt es denn „rechtsextreme“ Gewaltlosigkeit? Kann man sich denn auf gar nichts mehr verlassen?

Kritik übt Swietlik (Anm.: Vorsitzender der ipahb) vor allem an den aus seiner Sicht fundamentalistischen Tendenzen der Ahmadiyya-Gemeinde.

Er bezeichnet sie als „ultrareligiöse Sekte“ und kritisiert die „frauenfeindlichen“ und „totalitären“ Strukturen.

Wie man in den miefigen Redaktionsstuben der taz Geschlechterapartheid, arrangierte Ehen und Hetze gegen Homosexuelle und Ungläubige anders bezeichnet, wissen wir nicht.

(Spürnase: xyz)




Kerners Antiamerikanismus

Kerner JohnsonJohannes Baptist Kerner wollte mal wieder die Rolle des kritischen Journalisten schauspielern: Donnerstagabend, es laufen die „ZDF-Olympia-Highlights“. Dem angeblichen ZDF-Starmoderator gegenüber sitzt ein gutgelaunter schwarzer Mann mittleren Alters in Schlips und Kragen: Michael Johnson.

Update I: Das ZDF hat den antiamerikanischen Beitrag mittlerweile aus seiner Mediathek entfernt. Es existiert jedoch eine Youtube-Aufzeichnung davon – siehe unten.
Update II: Das ZDF hat schnell auf die vielen Beschwerden reagiert und den peinlichen Kerner-Beitrag nun doch wieder freigeschaltet.

Er ist ohne Schlips bekannter als Wunderläufer über 200m und 400m mit schnellem Trommelwirbel-Schritt und starker Rückenlage, beides völlig ungünstig, um schnelle Zeiten zu erzielen, wie bis dahin alle Lauftrainer meinten. Doch der mehrfache Olympiasieger hat vor allem ein Problem: Er ist Amerikaner, „US-Amerikaner“, wie pseudo-genaue Journalisten nach alter SED-Art heute ständig zu sagen pflegen, als ob es ein anderes Land gäbe, dessen Staatsangehörige sich Amerikaner nennen. Bei diesen Amis, um es einfacher zu sagen, sind Deutsche gerne besonders „mutig“, ob nun als stets einheitlich „besorgte“ Politiker oder als ebenso einheitskonform „kritische“ Journalisten. Ist ja auch so gefährlich, etwas gegen Amerika zu sagen.

Michael Johnson wird zu Eva Herman, eine plumpe Kerner-Nummer reicht nicht. Kerner macht nicht auf phrasendreschenden NS-Aufklärer („Autobahn geht gar nicht“), er ist jetzt selbsternannter Dopingfahnder: Wenn andere in der Staffel gedopt waren, warum war es Johnson dann nicht. Johnson wagt es, Kerners große journalistische Leistung nur als „dumme Frage“ abzutun. Der ach so nette Herr Putenwurst-Kerner verliert seine künstliche Schwiegersohn-Fassade, wird säuerlich, muffelt ein paar unterstellende Sätze dazu. Pause. Johnson ganz cool: Was ist die Frage? Das ZDF-Publikum klatscht. Kann das sein? War das Publikum denn nicht „gebrieft“, wie man das heute zu nennen pflegt. Waren die Besucher nicht heißgemacht für ihren Star JBK? Johnson sagt dann noch so etwas wie „das erlebe ich nur im deutschen Fernsehen, dass ich ständig zu Doping gefragt werde“.

Was Michael Johnson nicht wissen kann: In deutschen Medien werden jetzt ständig Doping-Gerüchte ausgebreitet, aber fast ausschließlich bei amerikanischen Sportlern. Da laufen tagelang sogenannte „Hintergrundberichte“ im ZDF, über nicht nachweisbare Wundermittel wird dunkel gemunkelt. Als angebliche Beispiele werden nur amerikanische Schwimmer gezeigt. Eine Art Hilfsbeweis soll dabei sein, dass der fiese Ami am Ende der Staffel den tollen Franzosen überholt hat. Unerhört. Kann der Ami den Franzosen nicht siegen lassen? Dabei ist es seit jeher sportlicher Alltag: Der eine hat noch Reserven, der andere lässt am Ende nach.

Die gleichen Beispiele dann am Mittwoch in der ARD bei Frank Plasberg, einem Journalisten, der eigentlich diese Bezeichnung verdient. Und immer heißt es dazu: Wie können die Amerikaner einen Weltrekord gleich um zwei Sekunden oder vier Sekunden verbessern? In keiner Sendung der letzten Tage hieß es: Wie können die Franzosen, Chinesen, Italiener, Holländer, Australier oder Engländer ihre Bestzeiten häufig noch viel deutlicher verbessern? Denn sie waren oft weit von den bisherigen Rekorden entfernt und landen dann plötzlich alle massenhaft unter dem bisherigen Weltrekord. Überspitzt gesagt: Bei den Schwimmern scheinen sich bisher fast alle außer den Deutschen gewaltig zu steigern. Sind jetzt ganz viele gedopt, mit einem neuen Wundermittel? Eine erfolgreiche große Konspiration über verschiedene Kontinente, an der diverse Länder beteiligt sind? Eine gewagte Annahme. Immerhin hat aber der Fall Fuentes gezeigt, was über viele Länder verteilt im Radsport möglich ist.

Niemand behauptet, es gäbe kein Doping auch im US-Spitzensport. Die amerikanische Justiz und die Medien haben ja in den letzten Jahren den Fall des Balco-Labors aufgearbeitet. Natürlich sind die vielen Schwimm-Weltrekorde suspekt. Die Frage bleibt, ob verbesserte Schwimmtechniken und Trainingsmethoden oder ein neuer Anzug (wobei der hektisch gewebte deutsche Adidas-Anzug wohl nur eine schlechte Imitation zu sein scheint) richtig viel bringen können.

Es fällt mal wieder auf, wie gerne die deutschen Medien nur über das mögliche Doping der Amerikaner reden. Dabei gibt es genügend Länder, in denen überraschende Trainingskontrollen – die einzige echte Chance der Fahnder – kaum oder gar nicht stattfinden, man denke nur an Nordkorea, Kuba oder China.

Castros Gladiatoren wurden bei keinem ihrer Auftritte im deutschen Fernsehen mit Dopingfragen belästigt. Im ZDF-Sportstudio kam der frisch geflüchtete Skispringer und Trainer Aschenbach in den Achtzigern kaum zu Wort, als er detailliert über die zentral gesteuerten und organisierten Dopingpraktiken des DDR-Sports berichten wollte. Redakteure taten das ab mit der Aussage: Naja, das stand ja nur in der Bild-Zeitung! Zustimmendes Gelächter im Publikum.

Kostenloser Tipp für Kerner und Kollegen in Sachen kritischer Journalismus: Sie könnten mal in ihren ZDF-Sendungen öffentlich um Aufklärung im Fall Kristin Otto bitten. Die Leipzigerin schwamm jahrelang gedopt und hat 1988 sechs Goldmedaillen für die DDR eingesackt. Immer wieder leugnete sie ihre Doping-Vergangenheit trotz eindeutiger Beweise. Trotzdem moderiert sie seit vielen Jahren mit eher herbem Charme Sportsendungen und hat sich auch immer wieder „unbefangen“ über Dopingfälle auch im Schwimmen geäußert – als gut bezahlte Redakteurin im Sport des ZDF. Genau: da, wo unabhängiger und glaubwürdiger Journalismus mit Kerner und Otto eine Heimat hat.

» Das Kerner/Johnson-Interview in der ZDF-Mediathek
» Diskussion im Leichtathletik- und im ZDF-Forum zum Interview
» info@zdf.de

(Gastbeitrag von Beobachter)