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Schweiz: Kampf um den Burka-Tourismus

Viele Eidgenossen sind die Burkas leid und möchten künftig in ihrer Heimat keine Kopftücher mehr zu Gesicht bekommen müssen – sie forderten daher, derartige Verschleierungen zu verbieten. Der Schweizer Tourismus indessen, der von reichen, arabischen Gästen nicht schlecht lebt, fürchtet Geschäftseinbußen. Business über alles contra Unabhängigkeit und Freiheit – ein typisch helvetisches Dilemma.

Pro Burkaverbot:

„Burkas will ich bei uns nicht haben“, sagt CVP-Generalsekretär Reto Nause und unterstützt damit CVP-Prä­sident Christophe Darbellay, der ein landesweites Verbot für Burkas fordert.

Pro Business:

Clemens Hunziker, Direktor des Hotels Schweizerhof, ist gegen ein Verbot: „Bei uns machen die arabischen Touristen rund fünf Prozent der Besucher aus.“ Die traditionelle Kleidung seiner ­Gäste akzeptiere er natürlich. Und FDP-Fraktionspräsidentin Helen Leumann sagt: „Wir haben eine Religionsfreiheit und müssen die Burka respektieren.“

Vielleicht sollte sich der Schweizer Tourismus zur Lösung des Problems wieder vermehrt um europäische Kundschaft bemühen – als Werbeslogan würde sich dann eignen:

„Genießen Sie Ihren Urlaub in der Schweiz – garantiert Burka-frei“

» info@schweizerhof-luzern.ch

(Spürnase: Mokkafreund)