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Islamkritik = ganz normale Ausländerfeindlichkeit

So einfach kann alles sein, wenn man die Frankfurter Rundschau liest. Die „Faschisten“, „Nazis“, „braune Soße“ oder „ewig Gestrigen“ und „Halunken“, das sind wir. Wir, die wir es wagen, die zahlreichen Menschenrechtsverletzungen anzusprechen, die die Friedensreligion™ begleiten wie der Schatten das Licht.

Das ist nämlich unerhört. Es kennzeichnet die ganz normale Ausländerfeindlichkeit und schwirrt in den Köpfen der Hälfte der Bevölkerung, wie die Zeitung unter Berufung auf die Heitmeyer-Studie „beweist“.

Kaum ein Deutscher, der beim Stichwort „Islam“ nicht sofort an Intoleranz und unterdrückte Frauen denkt – ganz egal, wie viel ihm Toleranz und Feminismus ansonsten bedeuten.

Tja, liebe FR, man könnte sogar noch weiter denken: An zwangsverheiratete Kindbräute, an Auspeitschungen, Abhacken von Gliedmaßen, Steinigungen, Selbstmordattentate, Ehrenmorde… Wenn man zur braunen Soße gehört, schafft man es einfach nicht, diese Dinge auszublenden und irgendwo etwas Schönes am Islam zu sehen.

„Verharmlosung“ wird dem vorgeworfen, der sich theologisch mit der Religion des Islam auseinanderzusetzen sucht und dabei nicht auch gleich Erklärungen für die Existenz von Diktaturen und Semi-Dikaturen in Algerien, Saudi-Arabien und Pakistan gibt.

Und den Medien, die es wagen die – natürlich rar gesäten – unschönen Dinge auch mal anzusprechen, wird vorgehalten, das böse Denken anzufachen.

Der Perlentaucher, das Meta-Leitmedium der deutschen Feuilletons, ruft seit Jahren zur Vorsicht vor dem europäischen Islam auf und startet jetzt, wo die erste Serie in Buchform erschienen ist, mit Essays zum Thema „Kulturkampf“ durch. Als Maria Gresz am vergangenen Sonntag im spiegel tv-Magazin ihr Entsetzen über die Rechten zeigte, konnte man sich gar nicht vorstellen, dass Spiegel (print) selbst mit Titeln wie „Mekka Deutschland. Die stille Islamisierung“ oder „Allahs blutiges Land. Der Islam und der Nahe Osten“ dafür sorgt, dass sich die Triade Halbmond, Schwert und Gesichtsschleier jedem ins Gedächtnis brennt, der am Kiosk Zigaretten kauft.

Und völlig normal ist es für vermeintlich ausgewogen besetzte, öffentlich-rechtliche Rundfunkanstalten, Talkshows zu Themen wie „Wieviel Islam verträgt Europa?“ und „Wie weit geht die Toleranz?“ zu senden: Die Suggestivfrage, als journalistisches Mittel nicht gerade von höchster Qualität, hat sich in der Berichterstattung zum Islam zum Stilmittel erster Wahl gemausert.

Ein wunderbares Ventil für die ganz normale Ausländerfeindlichkeit war damit gefunden.

Menschenrechtsverletzungen thematisieren = Ausländerfeindlichkeit. Perverser gehts kaum.

(Spürnase: Cajun Coyote)