1

La „democratia tedesca“ all’opera

GänsemarschNoch immer erreichen uns täglich Zuschriften von schockierten Lesern, die über ihre Eindrücke aus Köln berichten. So wie Jutta S., die extra aus Hamburg in die Domstadt gereist war, um sich aktiv für die Meinungs- und Demonstrationsfreiheit – auch für Islamkritiker! – einzusetzen. Wie wir mittlerweile alle wissen, war von „Freiheit“ im ach so toleranten und weltoffenen Köln weit und breit nichts zu sehen.

Hier ihr Bericht:

Freitag, am frühen Abend des 19.09.2008

Die Pressekonferenz auf der geheuerten “Moby Dick” und die Beschädigung des Schiffes durch Gegendemonstranten ist bekannt. Etwa 80 Gäste des Antiislamisierungskongresses aus dem In- und Ausland inklusive Stadtratsmitglieder von Pro Köln warteten am Rhein vergeblich auf ein Schiff, auf dem ein Festempfang mit Abendessen stattfinden sollte. Manfred Rouhs meldete sich aus einem Polizeiwagen an der Anlegestelle von “Moby Dick”, “man wüsste nicht, wann und ob man dazukommen könnte“.

So wanderten die Schwierigkeiten gewohnten 80 Pilger den Rhein entlang, um eine Herberge zu finden. An einem Yachthafen mit größerem Restaurant wurden wir hineingelassen, stellten Tische zusammen, und mit dem Personal gemeinsam verschönte man diese mit Tischdecken. Kaum saßen fast alle, standen ein Spiegel-Reporter mit allerlei Filmapparaten behängt und der Wirt in der Tür. Letzterer schrie, wir sollten sofort verschwinden, er wolle in seinem Lokal keine Nazis/Rechtsradikalen.

Kummer gewohnt, standen alle brav auf, besänftigten einige Zorngeröteten und wanderten hinaus – aber eine imposante schmale Figur mit einem Stock blieb oberhalb der Treppe stehen und fing an, auf Italienisch dem Wirt die Leviten zu lesen, temperamentvoll, laut – und doch wie eine Grande Dame. Adriana BolchiniIch verstand immer nur „Fascista“! Sie sprach (wetterte) uns allen aus der Seele. Wir tauften sie Oriana Fellaci; sie heißt Adriana Bolchini (Foto links) und das ist ihre Homepage: www.lisistrata.com. Auf der kann man auch ohne Italienisch-Kenntnisse viel erkunden, u.a. Szenen vom Heumarkt mit ihr und Mario Borghezio.

Die Antiislamisierungs-Pilger wanderten weiter, freuten sich über das eine oder andere schon getrunkene Bier und dass der Wirt und seine Angestellten alle Tischdecken wieder zusammenlegen mussten – um schließlich zu einem schönen Platz, umgeben von mehreren Restaurants, zu gelangen. Draußen konnte man noch interessante Gespräche, z.B. mit Spaniern, über die fortschreitende Islamisierung in Europa und in Spanien und Deutschland im Besonderen führen. Diese Spanier erreichten den Heumarkt aus bekannten Gründen nicht. Bei PI haben sie aber unter “Bienvenidos à Colonia” beeindruckend und sichtbar geschildert, wie die Kölner Polizei – wohl von oben verordnet – den Antifanten das Hoheitsrecht überlassen hat.

Nach einem Abendessen in einem Restaurant fuhren einige mit dem Taxi nach Hause oder zur Unterkunft. Diese Taxifahrer beförderten sogar nicht ungern sich outende Pro Köln-Mitglieder!

Samstag, am Morgen des 20.09.2008

Pro Köln hatte die Losung ausgegeben, sich morgens am Flughafen zu versammeln. Darin war man mit der Polizei übereingekommen, die auch versprochen hatte, dass alle im Schutz der Kölner Polizei zum Heumarkt geleitet werden sollten. Dort hatte Vlaams Belang in sehr frühen Morgenstunden die Tribüne aufgebaut.

Um etwa 10 Uhr waren am Flughafen schon mindestens 400 Kongressteilnehmer versammelt. Wir sollten dann hinunter zur S-Bahn gehen. Dort warteten wir etwa zwei Stunden, während eine S-Bahn nach der anderen von uns nicht betreten werden sollte. Wo man hinschaute, waren Polizisten, die auch die Rolltreppe versperrten. Wir waren wohl in “Gewahrsam” genommen worden. Wir fingen an, Jutta S. am 20.9. in Kölneinige Transparente zu zeigen: das professionelle von PI, der Spruch von Ignazio Silone (Der neue Faschismus wird nicht sagen: „Ich bin der Faschismus.“ Er wird sagen: „Ich bin der Antifaschismus.“) und ein schlichtes mit der Aufschrift “Grundgesetz” und darunter “Scharia” durchgestrichen.

Endlich kam eine S-Bahn, in die wir einsteigen durften. Nun kam mein und wahrscheinlich auch für andere persönliches Kampf-Erlebnis, denn in den meisten Wagen standen schwarze Gestalten und blockierten die Türen. Rein oder “Nichtsein” war hier die Frage. Ich kämpfte mich rein, PI-Stangen (Transparent) in Sichtweite ermutigten mich, ich mobilisierte meine ganze Kraft gegen einen immensen Widerstand – und ich kam durch – und blickte in bleiche verblüffte Kindergesichter der so genannten Antifa. Und dann? Dann sollten wir auf Geheiß der Polizei alle wieder aussteigen.

Alle? Nein, die Grundgesetzverteidiger sollten raus, die “Deutschland verrecke”-Zecken blieben sitzen und fuhren davon. Nun war auch dem letzten Kongressteilnehmer klar: Der Schramma/Steffenhagen-Plan war, die Kundgebung auf dem Heumarkt nicht stattfinden zu lassen. DER ging wegen “Polizeilichen Notstands” auf, aber am Flughafen fand dann noch, wie bekannt, eine wunderbare Spontan-Kundgebung mit viel Presse statt. Wir waren dort wirklich “Das Volk”.

Am Abend gab es noch verschiedene Zusammenkünfte. Es gab viel Ungeheuerliches zu erzählen. Die Stimmung war sehr gut, obwohl man wusste, dass die Schramma-Postille lügen würde.