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Berlin startet Projekt gegen Jugendkriminalität

Stark ohne GewaltDa sage noch mal einer, die Hauptstädter hätten keinen Sinn für Humor! Da sich die Angriffe auf Busfahrer durch Jugendliche (meist „Südländer“, wie PI-Leser wissen) häufen, wie gerade wieder in Kreuzberg und die Jugendlichen sich bereits online zum „Busfahrer-Klatschen“ verabreden, will Berlin jetzt „drakonische Maßnahmen“ ergreifen.

Man will Jugendliche und Polizei auf Streife in Bussen schicken. Aus Kostengründen erstmal nur ein bis zweimal im Monat und aus Sicherheitsgründen nicht etwa in den Brennpunkten jugendlich-südländischer Straftäter wie Kreuzberg, Wedding oder Neukölln, sondern erstmal in dem vergleichsweise harmlosen Spandau. Warum nicht gleich im gut-bürgerlichen Zehlendorf? Die Übergriffe gingen sofort von 0 auf 0 zurück, was den Erfolg des Blödsinns „beweisen“ würde.

Jetzt soll Schluss sein mit den Angriffen auf Berliner Busfahrer: Die BVG will nun Jugendliche gemeinsam mit Polizisten in Bussen auf Streife schicken. Sie sollen signalisieren: Der Busfahrer ist nicht allein, er wird geschützt.

Wir sind sicher, das wird die jungen Kulturbereicherer schwer beeindrucken.

Das Motto lautet „Stark ohne Gewalt on tour“ und soll zunächst ein- bis zweimal im Monat stattfinden, zunächst auf den Bezirk Spandau begrenzt. BVG-Sprecherin Petra Reetz sagte: „Wir haben intensive Gespräche geführt. Wir gehen davon aus, dass wir mit dem Projekt noch in diesem Jahr starten können. (…) Die Gewerkschaft Kommunaler Landesdienste Berlin (GKL) zählte in diesem Jahr bereits 100 Attacken auf Busfahrer. Nach Informationen von WELT ONLINE verabreden sich inzwischen Jugendliche im Internet zum „Busfahrer-Klatschen“, einer Art Mutprobe. Aus Sicht der Polizei wird oftmals auch einfach alltäglicher Frust an einem Uniformträger ausgelassen. „Wir müssen den Jugendlichen klar machen, dass das kein Spaß ist, sondern eine Straftat“, sagt der Initiator von „Stark ohne Gewalt“, der Spandauer SPD-Abgeordnete Raed Saleh. „Es muss Schluss sein damit, Busfahrer anzugreifen. Diese Angriffe sind asozial. Deswegen geht es um Wertevermittlung. Man muss den Jugendlichen deutlich machen, dass das nicht geht.“

Wie wärs vielleicht mal mit harten Strafen?

(Spürnasen: berlinberlin, AntonBln, Winterfell, Ian S.)