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Evangelische Kirche feiert Duisburger Moschee

Am 26. Oktober wird in Duisburg-Marxloh nach dreieinhalb Jahren Bauzeit die größte Moschee Deutschlands eingeweiht. Bei der Eröffnungsfeier möchte unbedingt auch der Präses der Evangelischen Kirche im Rheinland, Nikolaus Schneider (Foto), teilnehmen – gegen den Willen des Lutherischen Konvents, der findet, das entspreche gerade nicht der in der EKD-Handreichung geforderten „Klarheit und guten Nachbarschaft“.

Update: Es kommt tatsächlich noch schlimmer. Sogar der katholische Essener Ruhr-Bischof, Felix Genn, beehrt die Eröffnungsfeier mit seiner Anwesenheit. Noch mehr Gewicht hätte die Kirche der Moschee-Einweihung kaum geben können. Ebenfalls mit von der Dhimmi-Partie: Der PI-bekannte NRW-Ministerpräsident Jürgen Rüttgers (CDU).

Dem Lutherischen Konvent wäre wichtig gewesen, dass bei besonderen Veranstaltungen der Moscheegemeinden die Statusfragen beachtet werden.

„Es hätte genügt, wenn die Kirche durch den zuständigen Superintendenten vertreten würde“, sagte Reiner Vogels, Vorsitzender des Konvents… . Zudem verwies er auf die Pflicht der Kirche, auch unter Muslimen für die christliche Botschaft zu werben. Der Konvent habe im Frühjahr die rheinische Kirchenleitung gebeten, über Initiativen für eine christliche Mission unter den im Kirchengebiet lebenden Muslime nachzudenken. „Eine Antwort auf diesen Brief ist uns für die nächste Zeit angekündigt worden, sie liegt aber noch nicht vor“, so Vogels.

Die Landeskirche selbst denkt aber gar nicht an die Missionierung von Muslimen.

„Für das missionarische Handeln unserer Kirche gilt grundsätzlich: Wo immer wir als Christinnen und Christen im Gespräch mit Menschen sind, sind wir gefragt, unseren Glauben selbstbewusst, klar und einladend zu benennen und zu bekennen – und dies auch in unserem Leben sichtbar werden zu lassen. Das ist unser menschliches Tun. Ob unser Reden und Tun Früchte trägt, das bleibt dem Wirken des Heiligen Geistes vorbehalten.“

Das bedeutet in der Praxis leider oft: Wir passen uns lieber an, damit wir niemanden ärgern, vor allem nicht die Muslime. Zu Großveranstaltungen zeigen wir uns gern auf Seiten der „Guten“, weil wir dann von allen Medien so schön gelobt werden.

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