Nachdem sie sich von ihrem Regierungsauftrag erholt haben, die Moslems und die Guten in Köln vor den Falschdenkern zu beschützen, wenden die autonom-anarchistischen Mitarbeiter der Stadt Köln sich jetzt wieder dem gesamtdeutschen Alltagskram zu, dem Abfackeln von teuren Autos und dem ganz normalen Terrorisieren von Guten und Schlechten. In Berlin jubelt man im Kino beim Film „Baader-Meinhof-Komplex“, wenn die Vorbilder Menschen aus dem Leben bomben oder schießen und verprügelt anderere Kinobesucher.

Dienstag, Kinotag, um 20.15 Uhr waren fast alle der 436 Plätze im Saal 10 belegt. Schon während der Werbung erste Pöbeleien und Gegröle. „Das waren 20 bis 30 Chaoten, die auf Stress aus waren“, schildert ein Kinogast die bedrohliche Situation. Die Männer sollen sich Baader-Bärte angeklebt haben. Einige trugen T-Shirts mit dem Symbol der terroristischen RAF-Organisation.

Als dann der Film losging, spielten sich unfassbare Szenen ab. Jubel, Klatschen, Gejohle, wann immer die Terroristen im Film jemanden erschossen, eine Bombe explodierte oder deren Anführer sprach. „Nie, nie, nie wieder Deutschland“, schrien die Linksextremisten. Kinogäste, die sich beschwerten, wurden bedroht, viele verließen den Saal, ließen sich ihr Geld zurückgeben. Schließlich eskalierte die Situation. Es kam zum Handgemenge.

Um die freie Meinungsäußerung der tapferen Kämpfer gegen Rechts nicht durch die Staatsmacht zu stören, vermutlich auch, um deeskalierend auf die gespannte Situation einzuwirken, wurde die Polizei erst nach dem Ende des Films gerufen. Die Chaoten kamen – welch Überraschung – unbehelligt davon.

(Spürnase: Humphrey)

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50 KOMMENTARE

  1. „„Nie, nie, nie wieder Deutschland“, schrien die Linksextremisten.“

    Denen hat man den Ausreiseantrag wohl noch nicht bearbeitet.

  2. Es macht dermaßen fassungslos, was in diesem Lande vor sich geht und bei all dem gibt es noch immer Millionen von Menschen, die von nichts wissen wollen…

  3. na toll…und weil bald jede einrichtung sowas braucht, wird die security-branche wieder nen aufschwung erleben..infolge dessen auch die anwaltsbranche…man kenn die ja…die harten heulsusen

  4. Auf Französisch hieß BRD ja schon RFA, wird unser Land bald in RAF umbenannt werden:

    Republik der AntiFaschistInnen?

    Allerdings kann es nur einen geben, das muss allen Beteiligten „klar“ sein:

    Entweder wird dieses Land mohammedanisch oder antifantisch, beides wird nicht zusammenpassen, außer der Zweistaatenlösung des Kalten Krieges:

    BeuteRepublik der Dhimmis (BRD) und Sozialistische BessermenschInnen Zone (SBZ).

    Und das zum 3. Oktober, wenn das Schabowski geahnt hätte!

  5. Es ist traurig das es 30 aggressive Leute schaffen 400 friedliche Menschen einzuschüchtern und ungeschoren zu entkommen. Der Weg für eine faschistische Antifa Republik ist frei.

  6. Heute Nacht werden die SA Schergen wieder in Frankfurt, Berlin und Hamburg ihre „Verrecke Deutschland!“ Rufe erschallen lassen. Gewalt und Kommunismus predigen, aber die friedliche Pro Demo wird verboten.

    Krankes Europa. Das Volk ist so blöd, warum schreiben wir noch?

  7. Sollte mal jemand diese Spinner fragen, wieso es denn zur RAF kam, kaum einer wird wissen, dass das Verprügeln von Demonstranten durch iranische Moslems eine Rolle spielte. Ganz besonders nachdem der Moslemschützer Kurras (Polizist) den von Moslems verprügelten Benno Ohnesorg (Demonstrant) erschossen hatte.

    Heute demonstrieren die RAF Anhänger für die Gegenseite. Hat sich aber insofern nichts geändert, dass die auch heute noch nicht wissen worum es überhaupt geht.

  8. Ich war gestern in dem Film. Vieles, was die Links-Terroristen damals sagten, ist heute absolut Mainstream. Es war erschreckend! Der Springer-Verlag ging in Flammen auf, weil er aus Sicht der Linksextremisten zu amerika- und israelfreundlich und zu feindlich über arabische Staaten schrieb!

  9. Muhaaaaaaa was für Kinder, ich werde mir den Film noch anschauen, bin noch nicht dazu gekommen 😉

  10. Zukünftig werden mich Palästinenser-Tücher noch mehr nerven, als sie es eh schon getan haben.

  11. Der Film zeigt aber auch, wie eine von der Presse und der Öffentlichkeit lautstark bekämpfte Minderheit im Verlauf von 40 Jahren zu einer Meinungsbestimmenden „Mehrheit“ wurde 😉

  12. „Geniest“ einfach das Video: „Der Schwarze Kanal“ auf der Antifa-HP.

    http://www.antifa.de/cms/

    „Nach dem neuen Baader-Meinhof Film nun endlich auch Merchandise inkl. Computerspiel.“

    Der Film lohnt sich überigens wirklich. Erschreckend wievieles heute als „normal“ angesehen wird 🙁

  13. Man sollte BUNDESWEIT endlich mehr Geld und auch Personen in den Kampf gegen Rechts schicken. Wir brauchen auch RICHTER und POLIZISTEN die sich dieser Thematik wirklich annehmen.

    Nie wieder!
    Nie wieder!
    Niemals nicht nie nie nie wieder!!!!

  14. @Rheinperle

    Für mich war das ein Pro-RAF-Propagandafilm und sicher keine Entmystifizierung, wie es im Vorfeld überall zu lesen war!

  15. Das schlimme ist ja, das wieder ganze Schulklassen durch dieses bolschewistische Propagandawerk geschleust werden.

    PI:
    Ausserdem heisst das Baader-Meinhoff-Bande; nicht B-M-Komplex…
    Soviel Ehre muss PI diesen Sackratten nun nicht einräumen, das PI ebenfalls die verharmlosende Sprachregelung übernimmt.

  16. Wenn das so weiter geht, radikalisieren sich noch friedliche Islamkritiker, die ihr Recht auf eine freie Meinung einfordern.

    Ähnliches ist in den 68 schon einmal unter einem anderen Vorzeichen passiert.
    Aber zum Glück, werden heute alle viel besser überwacht, so das sich mit Sicherheit keiner mehr fürchten muss.

  17. #16 klandestina

    Sehe ich auch so. Es spornt gerade die Antifas noch mehr an. ( Erste Auswirkungen gibt es ja schon). Und linken Sympatisanten zeigt es was mit Gewalt alles erreicht wurde.

    Und die nächsten „Demos“, siehe im Textbeitrag „Aktionen zum 3. Oktober 2008“, sind ja auch schon angekündigt.

  18. Sich das Geld zurück geben lassen, weil die Chaoten Angst und Schrecken verbreiten, ist das eine. Und man hat sich vielleicht auch auf einen schönen Abend gefreut. Dennoch wäre es auch seitens des Kinos sinnvoller gewesen, die Vorstellung abzubrechen, die Türen zu verrammeln, auf die Polizei zu warten und Anzeigen gegen jeden einzelnen Antifanten zu erstatten, als daß das sein könnten Körperverletzung, Sachbeschädigung und auch Landesverrat. Gerade, wer „Nie, nie, nie wieder Deutschland“ brüllt, müßte doch eigentlich auch wegen Landesverrats angezeigt werden können.

  19. Was in Berlin passiert ist unglaublich. In dieser Musel und Antifastadt wäre ich bestimmt schon Amok gelaufen. Gut das diese Stadt weit weg ist.

  20. #21 vossy

    Da bekanntermaßen die Polizei bei linken und türkisch-arabischen Krawallmachern sehr lange zum Ausrücken braucht, sollte man beim Anruf das kleine Zauberwort verwenden. z.B: „randalierende Nazis im Kino“ – da kommen die wie der geölte Blitz an…

  21. cool!

    Fragt mal einen heutigen Teeny: „Kommunistenstern is cool, AK47 is cool!“

    Man kann diese Symbole in diesen Tagen massenhaft auf billiger Popperkleidung finden (oder sogar in den Gängen der entsprechenden deutschen Unis.)

    Dabei sind unter dem Kommunistenstern sogar mehr Menschen ermordet worden als unter dem Hakenkreuz.

    Die AK47, der „Angelking“ ist bis heute die Waffe, die die meisten Menschenleben dahinrafft.

    cool! 😉

    Jetzt wird sogar die RAF cool gemacht, …Moritz Bleibtreu ist ja auch irgendwie für einige Teenys „cool“.

    cool, Deutschland… 🙁 cool

  22. Natürlich kam die Polizei erst nach dem Film. Wann denn sonst? Die wollten den Chaoten doch nicht den Spaß verderben. Im Berlin der rot-roten Linksfaschisten wundert mich gar nix mehr.

  23. Das was die rote SA durchzog erinnerte an die Uraufführung des Kinoklassikers
    „Im Westen nichts Neues“ von Erich Maria Remarque.

    Bei der deutschen Uraufführung des Films im Metropol in Berlin kam es zu einem Skandal.
    Auf Anweisung des damaligen „Gauleiters der NSDAP von Berlin“ Joseph Goebbels besetzten
    die Nazis den Saal und hinderten andere Kinogäste am Besuch; die Vorführung musste
    abgebrochen werden. Nach mehrfacher Wiederholung der Störaktionen im
    gesamten Deutschen Reich, (z.B. durch Legen von Stinkbomben, Aussetzen großer Mengen
    weißer Mäuse und immer wieder durch Besetzen der Kinos durch Schlägertrupps der SA)
    wurde der Film abgesetzt. Da die bereits schwächelnde und zum Teil durch Notverordnungen
    regierte Weimarer Republik hier zeigte, daß sie nicht in der Lage war, etwas gegen diese
    Aktionen zu unternehmen, verbuchten die Nazis dies als „ihren Sieg“.

    Der Apfel fällt nicht weit vom Stamm.

    mfg.

  24. Antifa Verbot

    Ich würde diese selbsternannten „Nazi-Jäger“ das ganze Jahr von Termin zu Termin hetzen, bis ihnen das Geld und die Luft ausgehen.
    Dieser Anti-Islamisierungs-Kongress in Köln, hätte gleichzeitig in 10 Städten angemeldet werden müssen und erst am Vorabend hätte man aus Sicherheitsgründen den richtigen Ort bekanntgegeben.
    In den restlichen 9 Städten hätte man einen friedlichen Gedenkmarsch für die vielen Opfer des weltweiten Islamismus veranstaltet und per Public Viewing am eigentlichen Anti-Islamisierungs-Kongress teilgenommen.
    Ein Zeitfenster für Interessenten, zu kurzfristig für die Linke um ihren gewalttätigen, kriminellen Antifa-Mob zu mobilisieren.
    Diese Polizeieinsätze wegen paar friedlicher Demonstranten müssen so teuer werden, dass es richtig weh tut, vielleicht kommt dann das längst überfällige Verbot für die Antifa-Terroristen.
    Polizisten entwaffnen, Signaleinrichtungen sprengen und wild auf die Bevölkerung einprügeln ist Terror!
    Der gewalttätige, kriminelle kommunistisch-islamistische Antifa-Mob wird auch ohne sogenannte „Nazis“ die Städte anzünden und auf die einheimische Bevölkerung einschlagen, denn das Ziel ist das bestehende System zu stürzen, alles andere ist nur Vorwand.

  25. Die Antifa plant anlässlich des Tages der Deutschen Einheit Randale in vielen deutschen Großstädten:

    http://www.antifa.de/cms/content/view/887/1/

    2.10.08 – DEMO – FRANKFURT/M 21 Uhr | Südbahnhof
    2.10.08 – NO NATION-JAM – BERLIN 22 Uhr | Schlagwerk
    3.10.08 – DEMO – HAMBURG 12 Uhr | St. Pauli (Hafenstraße)
    3.10.08 – DEMO – BERLIN 21 Uhr | Rosa-Luxemburg-Platz
    4.10.08 – DEMO – HEIDELBERG 19 Uhr | Heidelberg-HBF

  26. Ergänzung zu
    #25 Weder Dings noch Bums

    „Wird die Gegenwart nimmer satt,
    ein Irrtum der Vergangenheit.
    So wird die Zukunft nimmermüd`ein Schrei
    nach Freiheit sein!“

    …manchmal bin ich doch ganz gut.

  27. #25 Meister Eder (02. Okt 2008 16:29)

    Auf dieser Seite dann noch eine glatte Lüge:

    In der Folge eines Brandanschlags auf die jüdische Synagoge in Düsseldorf in der Nacht auf den 3. Oktober 2000 wurde der „Aufstand der Anständigen“ ausgerufen und politisches und zivilgesellschaftliches Engagement „gegen Rechts“ angemahnt.

    Wie in Mittweida war der Anschlag aber keine rechtsradikale Aktion:

    http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,106612,00.html

    Anschlag auf Synagoge geklärt

    Zwei junge Araber sollen für den Anschlag auf die Düsseldorfer Synagoge verantwortlich sein. Das Attentat vom 2. Oktober war zunächst Rechtsextremisten zugeschrieben worden.

  28. Auf dieser Grafik wird die morgige Route der Antifademo in Hamburg angekündigt:

    http://antifahamburg.blogsport.de/images/maphp.gif

    Sie beginnt um 12 Uhr in der Hafenstraße – wo sonst – und führt über die Reeperbahn, durch „Planten un Blomen“ und die teilweise sechsspurige Ludgwig-Erhard-Strasse wieder hinunter zum Hafen, Nähe U-Bahn Baumwall. Dort findet eine so genannte „Abschlußkundgebung“ statt. Das Motto, lass mich raten: Nie wieder Deutschland? 🙂

    Vor der Polizeiwache Davidstraße/Reeperbahn soll eine „Zwischenkundgebung“ stattfinden. Vielleicht mit dem Motto: Nieder mit den „faschistischen Scheißbullen“? 🙂

    Die Damen Haiduk und Götsch (Die Grünen) werden ihrem Regierungspartner Ole von Beust sicherlich wieder schön die polizeilichen Hände gebunden haben, damit die Kundgebung all ihrer antifaschistischen FreundInnen vollkommen unbehindert in seiner ganzen Gewalttätigkeit über die Hamburger Bürger hereinbrechen darf.

    Vielleicht marschiert ja sogar das ein oder andere Grüne Regierungsmitglied mit. Zuletzt hatten sich Abgeordnete der Hamburger Grünen auch an einer Demo gegen das Kraftwerk Moorburg aktiv beteiligt. Ein klarer Protest auch gegen die Landesregierung – also gegen sich selbst!

  29. Dieser Film hat mit aufklärung über die Verbrechen der Bader Meinhof Bande nichts aber auch gar nichts zu tun. Es ist ein Machwerk von Linken ( Shreibern , Resigieuren und Produzenten ) welches an Lügen zum Himmel stinkt . Jeder einigermassen logich Denkende Mensch welcher die Zeit ( so wie ich ) selbst erlebt hat wird das ähnlich sehen. Wer hier jubelt und das für ein Kunstwerk der Filmschaffenden hält kennt nichts von unserer Geschichte.
    Das schlimmste ist das das Machwerk von der Filmförderung also durch Steuergelder finanziert wurde.
    Leider wird der Film wieder für weitere Sympatisanten sorgen.

    Schade wieder eine Gelegenheit verpasst

  30. So ähnliches hatte ich eigentlich auch vor. Aber Jubeln und klatschen wollte ich erst wenn sich diese feige Bande umbringt !

  31. @#20 klandestina (02. Okt 2008 15:33

    na sicher. denn sonst bekommt der film doch keine freigabe.

    mfg
    wien 1529

  32. Um die freie Meinungsäußerung der tapferen Kämpfer gegen Rechts nicht durch die Staatsmacht zu stören, vermutlich auch, um deeskalierend auf die gespannte Situation einzuwirken, wurde die Polizei erst nach dem Ende des Films gerufen. Die Chaoten kamen – welch Überraschung – unbehelligt davon.

    Die Polizei ist in diesem Fall entschuldigt. Sie mussten vor dem Eingreifen noch drei Radarfallen aufbauen und eine Oma verhören, die bei Rot über die Straße gegangen war. Und dann war da noch der Porschefahrer, der über eine durchgezogene Linie gefahren war….

  33. Die 68er Legende vom Kampf gegen den Faschismus war es aber, die enthusiastisch verblendeten jungen Leuten wie Ulrike Meinhof die Legitimation zu ihren Handlungen gab.

    Dass Opfer von Gewalt leiden, ist selbstredend. Wichtiger wäre es allerdings gewesen, die Rolle der Anstifter zu beleuchten, auch wenn diese sich selbst die Hände mit aktivem Kampf nicht schmutzig gemacht hatten.

    Dann hätte sich der Regisseur als alter 68er wohl auch selbst hinterfragen müssen, was 68er nur sehr ungern tun.

    http://aron2201sperber.wordpress.com/2008/09/22/ein-alter-68er-hat-einen-film-uber-die-raf-gedreht/

  34. Das lief nur über die Medien, weil es eher selten ist. Beispiel Heidelberg, Teil eins. Unpolitische Pop-Party in Halle2: Viele Studenten und ein paar von der Heidelberger Antifa. Die Polizei riegelt das Gelände ab und kontrolliert extrem langsam jede einzelne Tasche jedes einzelnen Besuchers. 200 Leute frieren sich im Freien den Hintern ab. Wegen „diffuser Verdachtsmomente“. Teil zwei: Ein Poetry-Slam im Deutsch-Amerikanischen Institut; gemischtes Publikum, viele Studenten, aber auch Schlipsträger, 50+ etc. In einem gediegenen Raum. Die Polizei schaut mal vorbei, ob da nicht vielleicht zum Staatsstreich aufgerufen wird. Teil 3: bis 2000 gab es keinen Aufenthaltsraum im germanistischen Seminar. Inoffizielle Begründung: „Da könnten Extremisten Bomben zusammenbasteln“. Usw.Usw.Usw. Die Antifa hat keine Freikarten von der Polizei.

  35. #5 Lucky_Bastard (02. Okt 2008 14:48)

    Der angebliche „Security“ Bereich ist fest in türkisch/arabischer Hand. Darum gehen diese Leute doch alle zum Kampfsport. Googeln Sie mal nach Sicherheitsfirmen und schauen Sie von wem diese betrieben werden.

    Sie werden sich wundern.

  36. #41 raymond a (02. Okt 2008 19:37)

    Lesen Sie bitte, was die Journalistin Bettina Röhl, Tochter der Ulrike Meinhof, zu dem Film und die RAF schreibt:

    Warum der neue RAF-Film der GAU ist

    von Bettina Röhl, Journalistin und Publizistin
    15.09.2008 – 16.24 Uhr

    Am Dienstag läuft die Premiere des Baader-Meinhof-Komplexes samt rotem Teppich in München ab. Am 25. kommt der Film in die deutschen Kinos. Bernd Eichinger behauptet, dass sein Film den Mythos des RAF zerstören würde. Zutreffend ist das Gegenteil. Der Baader-Meinhof-Film ist der
    GAU: mehr Heldenverehrung geht nicht!

    Technisch bei Steven Spielbergs „München“ abgekupfert, in der Sache nichts Neues, alte Mythen,alte Klischees und alte Geschichtsklitterungen für 20 Millionen Euro auf die Leinwand gebombt –das ist der Film „Der Baader-Meinhof-Komplex“. Die mit dem Thema „Mythos RAF“ hoffnungslos
    überforderte Dilletantenkombo Eichinger, Edel, Aust verfehlt mit ihrem Spielfilm das Thema.

    Es waren die Ermittlungsbehörden, die ihre Akten mit dem Titel „Baader-Meinhof-Komplex“
    überschrieben haben. Den hat der überengagierte Stefan Aust, früherer Spiegel-Chefredakteur, für sein gleichnamiges Buch übernommen. Jetzt tönt er, dass sein höchst persönlicher Baader-Meinhof-Komplex von dem Duo Eichinger /Edel verfilmt worden sei und dies weltweit. Damit steht zugleich der erste Mangel des Filmes fest. Es wird nämlich nicht die Realität der RAF verfilmt, sondern das,
    was Stefan Aust in seinem Buch als seine Realität der RAF seit zwanzig Jahren in den Markt presst.

    Das Buch „Der Baader-Meinhof-Komplex“ ist nicht, wie permanent behauptet, das Standardwerk zur RAF – ein solches gibt es noch nicht – sondern der Baader-Meinhof-Komplex von Stefan Aust ist das Standardwerk zum Mythos RAF. (Nebenbei bemerkt: Es gab nicht nur die RAF und nicht nur die Bewegung 2. Juni. Es gab die weitaus gefährlicheren Revolutionären Zellen, die aber keinen
    Stefan Aust als Ikonographen gefunden haben.)

    Aust gab jetzt zu Protokoll, dass er mit dem Begriff „Mythos“ in Bezug auf die RAF nichts
    anfangen kann. Das ist ganz offenkundig 100-prozentig richtig. Wie soll einer, der im Mythos abgesoffen ist, diesen Mythos reflektieren können?

    Und wie sollen die Heulsusen Uli Edel und Bernd Eichinger, die kokett und marktwirksam
    schwören, dass sie einzelne Szenen ihres eigenen Filmes nervlich nicht durchgehalten hätten, etwas zu der von ihnen behaupteten Entmythologisierung der RAF beitragen? Edel musste beim Drehen des Todes von Benno Ohnesorg seinen Assistenten holen und Eichinger litte jetzt an Depressionen.
    Hilfe sollte in den öffentlichen Subventionsgeldern für beide drin sein.

    Während Eichinger mit einer Botschaft auftrumpft und nach der überbordenden RAF-Diskussion des letzten Jahres für seinen zu spät gekommenen Film das aktualisierte Etikett der „Mythenzerstörung“ in die Werbemaschinerie gibt, läuft sein Schauspieler Moritz Bleibtreu, der
    Andreas Baader spielt, aus dem Ruder. Er spricht zum Beispiel im Spiegel letzter Woche von der „romantischen Liebe“ des Andreas Baader zu Gudrun Ensslin, die es eben gerade nicht gegeben hat.
    (Mehr Mythos in Bezug auf Baader/Ensslin geht nicht.) Und jetzt kommt Bleibtreu auch noch mit der Devise: Die Mittel und Methoden der RAF seien falsch (warum eigentlich?), aber der Anspruch der RAF gesellschaftlich etwas bewegen zu wollen sei letzten Endes positiv.

    Genau damit hat Bleibtreu des Pudels Kern des RAF-Mythos auf eine sehr simple Art und Weise

    höchst unfreiwillig auf den Punkt gebracht. Es zeigt sich, dass Bleibtreu nicht weiß, dass das, was er formuliert, der Mythos ist:
    Die Idealisten, die den falschen Weg gingen und abdrifteten, aber mit samt der 68er-Bewegung letzten Endes einen richtigen Impuls gesetzt hätten.

    Eichinger sieht sich offenbar im Zugzwang sein Machwerk im Wege dessen, was man in der Politik Etikettenschwindel nennt, verhökern zu müssen. Er kennt nur den Mythos, er weiß es selber nicht besser, ergo konnte er es auch seinem männlichen Hauptdarsteller Moritz Bleibtreu nicht besser erläutern.

    Der Film mit dem verantwortungslosen Prädikat „besonders wertvoll“ bereits vorab ausgezeichnet, schraubt den seit vierzig Jahren von Aust und anderen in ungeahnte Höhen getriebenen Mythos RAF noch einen ganzen Orbit höher und behauptet, dies sei seine technische Finesse, mit der er nun
    zum Wohle der Menschheit via Spielfilm den Baader-Meinhof-Mythos brechen würde. Wer den
    Film gesehen habe, müsse einfach genauso geläutert sein wie Eichinger selbst und Uli Edel und Stefan Aust.

    Wenn sich Baader, Meinhof, Ensslin im Himmel oder in der Hölle oder wo immer sie sonst ihr
    Dasein fristen (außer in den Köpfen von zig Millionen Menschen und ganzen 68er-Generationen, wo sie ohnehin ein komfortables Plätzchen haben), einen irdischen Vertreter ihrer Interessen wählen dürften, es wäre wahrscheinlich Stefan Aust mit seinen jüngst engagierten Assistenten Edel und Eichinger.

    Stefan Aust, der sich seit vierzig Jahren wie besessen ohne jede Distanz unter Ausnutzung seiner Medienmacht, die er mit seinem Baader-Meinhof-Komplex überhaupt erst erlangt hat, in einer höchst schizophrenen Weise mit „Baader-Meinhof“ beschäftigt, würde von den ohne ihn verdientermaßen längst in Vergessenheit geratenen, seit langer Zeit verblichenen Terroristen gleichmehrfach mit Ämtern besetzt. Die Ikonen der RAF würden Aust gewiss zu ihrem Pressesprecher
    und jetzt auch zum Außenminister der angeblich nur noch in den Köpfen lebenden RAF machen.

    Aust ist in Wahrheit der Generalsekretär der RAF, in der er Feinde hat, aber auch von ihm
    ausgehaltene Lieblinge, die er seine Zeugen nennt. Aust ist in vielerlei Hinsicht einer der vielen legalen Arme der RAF und nun brauchte die RAF – doch etwas gebeutelt durch die RAF-Diskussionen der letzten Jahre und auch gebeutelt durch die Tatsache, dass die Hauptfiguren nicht mehr jung und frisch sind die Energiespritze eines Top-Werbespielfilmes.

    Junge frische Gesichter der beliebtesten jungen Schauspieler Deutschlands, die Vermittlung der alten Storys und Ideologien im neuen Kleidchen. Die Zerknirschung, das Schicksal, die Tränen, der Streit, der innere Kampf der Ikonen um die Revolution und um ihr eigenes Leben: mehr Heldenepos, mehr Idealisierung der gebrochenen und abgebrochenen Revolutionsidioten geht nicht.
    Hier den Nerv zu besitzen von Mythoszerstörung zu sprechen, wie Eichinger es tut, ist sehr zynisch oder sehr dumm.

    Die RAF und die Massenbewegung der 68er haben es vor vierzig Jahren fertig gebracht ihren
    Zerstörungskampf gegen die Bundesrepublik Deutschland als „Widerstandskampf“ in die
    Gesellschaft zu tragen, was eine lächerliche und makabere Verdrehung der Realität in deren
    Gegenteil ist.

    Der Film „Der Baader-Meinhof-Komplex“ ist jetzt der Gau. In 68er-Denkshemata gesprochen kann man sagen, die 68er Aust, Edel und Eichinger wiederholen jetzt zwanghaft und neurotisch die RAF in virtueller Form. Das überwältigende Massenspektakel, das sich jetzt anbahnt, bringt die Bundesrepublik in Sachen RAF um vierzig Jahre auf LOS zurück. Und verkauft sich auch noch als
    „Aufklärungsfilm“. Das ist derselbe Wahnsinn, mit der die RAF sich „Widerstandskampf“ nannte.
    Das ist der letzte Kampf der 68er, die sich freuen ihren Enkeln und Urenkeln, den sie bisher einen vom Pferd erzählt haben, jetzt auch noch den Propagandafilm dieser Generation vorführen zu können.

    Die Bundesrepublik bezahlt eine filmindustrielle Beschädigung ihrer selbst, die de facto zu nichts

    anderem nützlich ist, als den alten Generalverdacht unter den die RAF die Bundesrepublik Deutschland äußerst erfolgreich gestellt hat, wieder auf Betriebstemperatur anzuheizen. Der Film
    konnte ja auch nicht mit drei Millionen Euro gemacht werden, sondern es mussten 20 Millionensein, darunter macht es die RAF nicht. Das ist, sieht man vielleicht von den Pyramiden in Ägypten ab, der teuerste Grabstein der Menschheitsgeschichte. Allerdings für Menschen, deren negative
    Bedeutung objektiv nicht über den Tag hinaus geht.

    Revolution wird mit Blut geschrieben

    Warum ist die RAF überhaupt zum finanziellen Nutzen weniger, die sie vermarkten, ein Thema?
    Bereits 1986 war die RAF dabei in das Stadium des Vergessenwerdens hinüber zu dämmern, als
    Aust den Leichnam RAF daran hinderte beerdigt zu werden und ihn stattdessen mit seinem Buch
    balsamierte.

    Warum muss es überhaupt einen RAF-Film geben? Warum müssen die RAF-Täter zum tausendsten
    Mal im Kulturbetrieb mit immer derselben Grundrichtung durchgekaut werden? Warum müssen die Täter die Identifikationsfiguren sein, wie es Eichinger jetzt auf die Spitze treibt? Warum muss das verquere Wahrnehmungsgeschehen in den Täter-Köpfen, warum muss deren kranke und kriminelle
    Sicht auf die Gesellschaft überhaupt dargestellt werden? Und die historisch realen und die wahren Geschichten zur RAF verdrängen?

    Es ist geradezu über alle Grenzen hinweg pervers, dass in diesem Eichingerfilm die Mordopfer der RAF, wie Edel es letzte Woche im Spiegel beschrieb, voyeuristisch mit dem Erleben ihrer letzten Atemzüge ins Bild gerückt werden, und zwar nicht, wie es war, sondern wie Edel und Eichinger und ihre Terrorzeugen sich entertainmentmäßig diese letzten Lebensminuten der RAF-Opfer
    vorstellen.

    Das soll Opfer-Einbeziehung sein? Das ist Opferverachtung pur!

    Nun soll also doch noch etwas reißerisch Neues im Film sein, es soll nämlich das Abschlachten der Opfer mit viel Blut und Schmerz gezeigt werden, damit wenigstens das Blut und der Schmerz den RAF-Mythos kille. Eine grausamere Menschenverachtung und eine noch primitivere Mythen-und Legendenbildung auf die existierenden Legenden und Mythen oben drauf kann es nicht geben.

    Revolution wird mit Blut geschrieben. Es ist gerade auch das Blut, oft mehr als die zum Handeln treibende Ideologie, das Menschen fasziniert und fanatisiert, um sich einer Revolution mit Haut und Haar und dem eigenen Leben zu verschreiben. Der Gedanke, für eine Idee bis zum eigenen Tod zu kämpfen, hat schon immer einen bestimmten Menschentypus angeschaltet, und die Versuchung für
    das Gute zu morden, hat schon immer manche Menschen in Aktion gesetzt. Mordgelüste für ein moralisch hohes Ziel quasi legitimiert sadistisch austoben zu dürfen, das kennzeichnet seit eh und je das Verhalten mancher Menschen, die Sonderrechte für sich beanspruchen.

    Revolutionsmythos, der Mythos Revolution ist genau so blutschwanger wie die Revolution selber.
    Der heilige Mord zur Erzeugung besserer, paradiesischerer gesellschaftlicher Verhältnisse, zur gewaltsamen Beseitigung der Verhältnisse – das ist der Realitätsverlust der Revolutionäre. Ein Che Guevara lebt bis heute und kann auch jederzeit in Gestalt einer anderen Person aktiv wieder
    auferstehen. Nicht wegen seiner etwa zutreffenden gesellschaftlichen Analysen, sondern wegen des Blutes an seinen Händen.

    Wer behauptet, dass Blut und Gewalt nicht faszinierend seien, der hat die Menschheitsgeschichte nicht verstanden.

    Der wahrscheinlich größte Völkermörder aller Zeiten, Mao Tse Tung, ist mit einer Revolution und einem sogenannten langen Marsch durch Blutbäder an die Macht gekommen. Dort hielt er sich durch weitere Permanent-Revolutionen und Permanent-Völkermord wie den Großen Sprung nach vorn und durch die Kulturrevolution, die bis zu seinem Tod 1976 anhielt. Diese „Revolutionen“ wurden blindwütig von der RAF kopiert und von der APO – und 68er-Bewegung bejubelt.

    Und vermittels solcher RAF-Täter will Eichinger nun die Zuschauer elektrisieren. Das wird ihm sicher gelingen. Dies ist angesichts des vor Kraft strotzenden PR-Motors, den unendlichen Geldquellen, der besten filmtechnischen Möglichkeiten, den beliebtesten deutschen Schauspielern
    und dem bereits seit vierzig Jahren bestens bestellten RAF-Feld kein Kunststück.

    Die RAF hatte in ihrer Zeit keinen Widerstandskampf zu leisten, weil sie „in“ war, weil sie von einer Massenbewegung getragen wurde:

    Von Massenmedien massenhaft unterstützt, von skrupellosen Einzelprominenzen unterstützt, von Politik und Justiz unterstützt und von einem Massenheer von selbsttätigen Claqueren unterstützt, ballerte die RAF auf die Gesellschaft und hatte die Lacher auf ihrer Seite.

    Wie es sein kann, dass die bundesrepublikanische Gesellschaft sich hat in eine solche Falle drängen lassen, erschließt sich kaum und ist wohl im Wesentlichen im Kalten Krieg und in den
    Infiltrationspotenzialen der DDR zu erklären. Und wohl auch in der Neuen Linken und dem damals neuen Weltrevolutionsmodell von Mao Tse Tung. Die Gesellschaft insgesamt ist ein Opfer der RAF und die Gesellschaft hat dieses Trauma bis heute nicht überwunden, weil es skrupellose Menschen gibt, die die RAF eigennützig am Köcheln halten.

    Der unlängst pensionierte Bundesanwalt Kay Nehm hat den Gedanken aufgegriffen und
    ausgesprochen, dass die RAF nicht einmal ein juristisch-faktisch abgeschlossenes Phänomen ist, aber seit vierzig Jahren mit vergoldenden Präjudizien von sympathisierenden Kulturbetriebsleuten
    auf Bühnen, in Kinos und in die Kunst gebracht wird. Die verkünstelten und verkitschten Bilder der RAF haben sich längst als „Realität“ durchgesetzt und der Aust/Eichinger/Edel-Film, der alle
    Grenzen sprengt, zementiert mit seinem globalen Denkmal, das er der RAF setzt, die Fiktion.

    Karl Marx erlebt gerade eine Renaissance.

    Der Film trifft nicht auf unvoreingenommene Zuschauer, sondern er trifft auf ein massenhaftes Halbwissen, durchtränkt mit tief sitzenden Fiktionen und das Gefährliche des Films liegt darin, dass er filmkünstlerisch gesehen auf der Höhe der Zeit ist und alle filmischen Bewertungskriterien erfüllt.

    Bei dem Film handelt es sich nicht einmal um ein schlampiges Faksimile der Wirklichkeit.
    Vielmehr ist es so, dass der Film in seiner so genannten Detailbesessenheit eine falsche Geschichte erzählt, die selbst dann, wenn sie in der erzählten Weise zuträfe, was sie nicht tut, unwichtig wäre.
    Kein Wunder, dass Stefan Aust, der nicht weiß, dass er einen schweren Baader-Meinhof-Komplex hat, unter dem er nur deswegen nicht leidet, weil er sich an der Sozialisierung dieses Komplexes dumm und dusselig verdient, jetzt zum xten Mal erneut mit Verschwörungstheorien kommt, denen
    gemäß die Bundesrepublik doch ein böser Finger war. Mit dem Verdacht und unterschwelligem Vorwurf: Die Bundesrepublik Deutschland hätte Baader, Ensslin durch Unterlassen eben doch ermordet.

    Das ist die Horrorsoße in Verbindung mit dem Eichingerfilm, die die Bundesrepublik gerade jetzt im Jahr 2008 erneut, beschädigt.

    Die sogenannte wertungsfreie Waage: hier der Staat und hier die RAF, oder besser, hier die RAF und da der Staat, die Aust und andere seit vierzig Jahren immer wieder als potemkinsches Dorf aufbauen, hat nichts mit irgendeiner Bemühung um redliche Geschichtsschreibung zu tun. Es gab
    auch keinen Staat Bundesrepublik, der so monolithisch hierarchisch durchstrukturiert, auf Knopfdruck dann zum Beispiel eines damaligen Bundeskanzlers Helmut Schmidt oder eines Schattenkanzlers oder böser Dämonen überhaupt hätte agiert haben können.

    Helmut Schmidt war und ist über jeden Zweifel erhaben, ein lupenreiner Verfassungsrechtler und Ethiker. Den Staat, den die RAF und in ihrem Gefolge die Auste und Konsorten immer wieder beschwören, in dem sie ihre Worthülse von „Staat“ propagieren, gibt es realiter nicht.

    Karl Marx erlebt aktuell eine Renaissance, Revolutionsphantasien wachsen nach. Die in diesen Zeiten von der Linkspartei gestellte Systemfrage auf der Basis uralter weltweit bereits hunderte von Malen gescheiterter Ideologien beeinflusst die Wahrnehmung des Durchschnittszuschauers.

    Die Linkspartei in Hessen hat sich öffentlich bei den Roten Hilfen, die tief im Terror verstrickt waren, danach erkundigt, wie die böse Bundesrepublik mit ihren Terrorabwehrdiensten zu beurteilen sei und wie man sich gegen die legalen Maßnahmen der Dienste geschickterweise zur Wehr setzt.

    Naiv und äußerst dümmlich daherkommen und sagen, die RAF hätte sich 1998 aufgelöst und nun können wir uns alle auf den roten Society-Teppichen der schönen neuen Kinowelt vergnügen, ist ein Ablenkungsmanöver von der Tatsache, dass der Film, wie schon gesagt, das Thema verfehlt.

    Da haben drei alte 68er-Herren sich einen makaberen Filmspaß gemacht und jetzt erhoffen sie sich wahrscheinlich das Bundesverdienstkreuz, den Oskar in Hollywood und einen prall gefüllten Sack Goldes.

    Die etwas tumben Äußerungen aus der Eichingersphäre, dass es allein die mörderischen Methoden der RAF, die man im Film plastisch zeige, seien, die die RAF im Ergebnis moralisch und politisch
    disqualifizierten, möchte man den Schauspielern und selbst dem Regisseur Uli Edel, der nach allem, was er sagt den Wald vor lauter Bäumen nicht sieht, gerne nachsehen.

    Dem geschassten Spiegel-Chefredakteur Aust, der sich als lebenslanger RAF-Flüsterer selber verdächtig macht und einem übereitlen Filmmenschen wie Eichinger, der nun als Belehrer und Heilsbringer die Bundesrepublik von ihrem RAF-Mythos befreien will, sich also auch noch die Feder der Geschichtsaufklärung anheften will, kann man so einen Unsinn nicht nachsehen.

    Eichinger hat sich mit seinem Machwerk jetzt selber in Erklärungsnot gebracht. Wenn seine
    Perfektionierung und Perpetuierung der Fiktion RAF, die die Realität verdrängt hat, das Schlachten eines Mythos sein soll, dann muss Eichinger dem Publikum, das er jetzt weltweit mit seinem Film beglücken will, erläutern, was er unter dem Begriff Mythos versteht.

    Bettina Röhl ist Publizistin und lebt in Hamburg.

    2006 erschien ihr Buch über die linke Geschichte der Bundesrepublik und ihre Familie „So macht
    Kommunismus Spaß. Ulrike Meinhof, Klaus Rainer Röhl und die Akte konkret“ (Europäische Verlagsanstalt) 1985 arbeitete sie als studentische Assistentin für Stefan Aust am Baader-Meinhof-
    Komplex.

    Mehr ist wohl nicht zu sagen.

  37. Dieser Film lößt bei mir eine Abscheu und Verachtung desselben aus. Mit welchem moralischem Recht werden skupellose, eiskalt mordende Wirrköpfe ewig und immer wieder beweihräuchert und diese Thematik wie bei einem Wiederkäuer immer wieder mit einem Genuß durchgekaut.

    Diese Leute, die den Film gedreht haben und jetzt ihre scheinheilige Moralsoße von sich geben, machen ein Tamtam und stumpfe Mörder.

    Die Baader-Meinhof-Bande hat gar nichts, aber auch gar nichts an sich, was auch nur in entferntester Weise etwas mit Heldentum zu tun hat.

    Ich habe vor geraumer Zeit einen Bericht gesehen, wo auch eher die Terroristen aus der zweiten Reihe von damals zu Wort kamen. Einer berichtete – sie waren mit Baader in einem Terrorcamp inm nahen Osten – daß er gewagt hatte, den Adreas Baader bei einer Meinungsverschiedenheit angerempelt zu haben. Dann geschah das unfaßbare: Nachdem alle entsetzt waren über den Anrempler, wurde dieser ausgeschlossen und nach einer einstündigen Unterredung kam der Rest der Gruppe zum Urteil: Tod durch Genickschuß. Unglaublich, aber scheints wahr. Der Anrempler flüchtete dann in der Nacht und entkam so der Ausführung des Todesurteils am nächsten Tage.

    Viel mehr braucht man über diese Gestalten nicht wissen. Die RAF waren stumpfe Mörder, die sich einbildeten all das Leid als zu billigende Notwendigkeit für ihre Idiotie zu sehen.

    Man muß sich doch nur den Herrn Klar ansehen: Dieser Wirrkopf ist heute noch bereit zum Kampf.
    Für solche Leute sollte es nie eine Gnade geben. Nie!

  38. Wer zu der Zeit der RAF nicht jung war, wird dieses Phänomen nicht nachvollziehen können.
    Ich habe es erlebt, ich werde mir diesen Film nicht ansehen.
    Die Situation der heutgen „Antifanten“ hat mit der der RAF von damals gar nichts, aber auch gar nichts zu tun.
    Während heute Antifanten von etablierten Politikern wie OB Schramma unterstützt und zu ihren Zwecken gebraucht werden, hatte die RAF den gesamten Staatsapparat und die Bevölkerung gegen sich.
    Die Aussagen von Bettina Röhl, Tochter der Meinhof sind psychologisch verständlich, entbehren aber teilweise jeglicher Grundlage.
    Die Aussage von Röhl in diesem Zusammenhang ist vollkommener Schwachsinn:

    „Die RAF hatte in ihrer Zeit keinen Widerstandskampf zu leisten, weil sie „in“ war, weil sie von einer Massenbewegung getragen wurde:
    Von Massenmedien massenhaft unterstützt, von skrupellosen Einzelprominenzen unterstützt, von Politik und Justiz unterstützt und von einem Massenheer von selbsttätigen Claqueren unterstützt, ballerte die RAF auf die Gesellschaft und hatte die Lacher auf ihrer Seite.“

    Damals reichte es jung zu sein und lange Haare zu tragen, um als RAF Sympatisant verfolgt zu werden.Die Zeiten sind überhaupt nicht vergleichbar.Bei manchem hier abgesondertenden Schwachsinn
    steigt schon wieder mein Blutdruck.

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