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Köln: Neue Bürgerbeleidigung

[1]Beim Namen „Klingelpütz“ denken viele zuerst an das legendäre Kölner Gefängnis. Das ist zwar längst nicht mehr an der historischen Adresse, sondern wurde als JVA nach Köln-Ossendorf verlegt – ein Entgegenkommen für künftige Insassen, sozusagen. Dort wo der berühmte Knast einst war, ist heute ein kleiner Park. Die letzte Grünanlage der nördlichen Altstadt zwischen Mediapark und Ebertplatz. Nachbarn beginnen jetzt, für den Erhalt des bedrohten Parks zu kämpfen. Hoffentlich wissen sie, worauf sie sich da einlassen.

In einem Flugblatt [2], das in der Nachbarschaft kursiert, heißt es dazu:

Rettet den Klingelpützpark!

Generationen soll das letzte Grün der Altstadt-Nord genommen werden – Klingelpützpark wird zerlegt! Wird hier wieder geklüngelt? Wo fließt da wieder das Geld der Steuerzahler in Köln hin?

Liebe Mitbürgerinnen, liebe Mitbürger,

mit diesem Schreiben setzen wir Sie darüber in Kenntnis, dass die Stadt Köln beabsichtigt, den Klingelpützpark mit diversen Gebäuden massiv zu bebauen.

Deshalb bitten wir Sie, die Informationen zu lesen und die beigefügte Petition zu unterschreiben.

Die Petition können Sie bis zum Sonntag, den 29. Oktober 2008 in der Vogteistraße 16 in den mit „Aktion Klingelpützpark“ gekennzeichneten Briefkasten einwerfen.

Wir bitten um tatkräftige Unterstützung in unser aller Interesse.

Mit nachbarschaftlichen Grüßen

Mehr als die noch vorsichtigen Nachbarn hat die Bürgerbewegung Pro Köln herausgefunden. Demnach soll an der Stelle des jetzigen Parks die nächste Moschee [3]gebaut werden. Das aber würde bedeuten, dass die Anwohner, die jetzt noch mutig ihren Namen unter Flugblätter wie das obige setzen, die Wahl haben, sich schnellstens von ihren Bedenken zu verabschieden und den Moscheebau von Herzen zu begrüßen – oder aber nach Kölner Art unter Verlust ihrer Grundrechte zu vogelfreien Nazis erklärt zu werden.

Um ihnen bei der Entscheidungsfindung behilflich zu sein, haben die neuen Herren des Parks und der Stadt schon mal ihre Fahne gehisst (Foto). Wer da noch sentimentale Gefühle für Grünflächen und Kinderspielplätze hegt, ist selber Schuld, wenn er demnächst kein Restaurant mehr betreten darf.

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