Bevor der Inhaber im US-Präsidentschaftsamt George W. Bush seinem Nachfolger Platz macht, kreisen die Aasgeier zu einem letzten Rundumflug. Ex-Staatsanwalt Vincent Bugliosi stellt Bush wegen des Irakkriegs mal eben unter Mordanklage, wie der KStA stolz berichtet, während SpOn den Princeton-Professor und „New York Times“-Kommentator Paul Krugman lobt, der seinen Nobelpreis für Wirtschaft wohl nicht zuletzt deshalb bekommen hat, weil er als profilierter Kritiker der Regierung Bush gilt.

US-Präsident George W. Bush wird am 20. Januar das Weiße Haus verlassen – Grund genug für den KStA, ihn noch einmal so richtig schlecht zu machen.

Selten in der US-Geschichte war ein Präsident zum Ende seiner Amtszeit so unbeliebt wie der glücklose Republikaner aus Texas, der für umstrittene Kriege und für Folter, für die Aushöhlung der Bürgerrechte, explodierende Staatsverschuldung und nun auch noch für eine schwere Finanzkrise verantwortlich gemacht wird.

Wer ein Held werden will, hat es heutzutage wirklich nicht schwer: Einmal kurz mit dem Finger auf Bush zeigen reicht. Schließlich hat er nicht einfach die Augen vor dem Terrorismus verschlossen, wie man das eben salonfähig korrekt so macht. Jetzt kann man darüber hinaus auch noch Nobelpreise gewinnen, wenn man nur genügend Bush-kritisch ist.

Nobelpreis für Paul Krugman: Die königlich-schwedische Akademie der Wissenschaften zeichnet den US-Ökonomen für seine Analyse auf dem Feld der Wirtschaftsgeografie aus. Krugman werde insbesondere für Forschungen über Folgen der weltweiten Verstädterung geehrt, hieß es. Der 55-Jährige habe neue Theorien über Freihandel und Globalisierung formuliert.

Krugman ist Professor an der Universität Princeton. Er wurde vor allem durch seine wöchentlichen Kolumnen in der „New York Times“ bekannt, in denen er die Politik der Bush-Regierung massiv attackierte.

Na dann ist er ja ein „guter Amerikaner“, den man auch in Schweden problemlos auszeichnen kann.

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41 KOMMENTARE

  1. Von einem Clinton-Anhänger:

    Big Media is pushing the narrative that the crowds at John McCain’s rallies are angry and getting angrier as a final act of desperation. But that is not why McCain rally attendees are angry.

    The anger displayed at the McCain rallies is the same anger and for the same reason that could be seen at Hillary rallies during the primaries. Recall that pedestrian statements by Bill Clinton were labeled “racist” and Bill Clinton himself was attacked as a “racist”.

    The anger comes from the blatant display of Big Media bias in favor of Obama. The anger comes from the shouts of “racist” at any criticism of Obama. The anger comes from the many unanswered and often simply unasked questions about Barack Obama. The anger comes because voters are aware of the Obama/Big Media bamboozlement and protection and voters expect John McCain, as in any political campaign, to raise the questions and demand the answers regardless of Obama/Big Media/Dimocrats false charges.

    http://www.hillaryis44.org/?p=754

  2. Und Paul Krugmann ist durchaus ein renomierter Ökonom. Ist Bush nicht auch in Maryland unter Anklage? Das ist eben auch Amerika, das ist Demokratie.

  3. Normalerweise hasse ich dieses OT´s, aber jetzt muss ich selber mal so unhöflich sein.

    Dieser Türke , hält sich nicht nur für einen Deutschen, einen Rheinländer und einen Kölner, nein, er hält sich gar für einen Kabarettisten.
    Dass er sich in allen Punkten irrt, kann man in der (kurzen) PDF-Leseprobe überprüfen.

    Achtung, Kotzgefahr!

  4. Krugman ist zweifellos zur Zeit im Trend, nicht nur wegen seines Bush-Bashings:

    Denn er wendet sich gegen Milton Friedman und freie Märkte, und er befürwortet Keynes und dessen utopische staatliche Schuldenpolitik, die letztlich immer und ausnahmslos in der Zerstörung des Staatswesens und der Vernichtung der Freiheit mündet.

  5. Krugman hat eine Professur in Princeton nicht Stanford – das macht keinen zu großen Unterschied, da alle Universitäten ziemlich links sind – es gibt lediglich Abstufungen.
    Ich würde z.B. nie im Leben nach Berkley gehen, obwohl dort als Europäer pro Bush sein würde die „liberals“ um den Verstand bringen…hehehe

  6. Oh ja, die Freiheit; wir sehen ja,. wohin sie un bringt, die Frieheit der Marktwirtschaftsfetischisten.

    Friedman hat den Preis bekommen (genau wie Hayek) obwohl er historisch blamiert ist. Krugman hingegen kann sich voll bestätigt sehen.

  7. George W. Bush gab vielen Menschen das erhebende Gefühl, klüger als der mächtigste Mann der Welt zu sein.

    Bei diesen Menschen wird Bushs Abgang eine Leere hinterlassen, die höchstes Sarah Palin wenigstens teilweise füllen könnte.

    Wird Obama gewählt, muss der Bush Hasser sein Ego damit trösten, dass der Präsident dann genauso machtlos (wie man selbst) ist, weil in den rassistischen USA in diesem Fall sofort ein Schattenkabinett aus CIA und Illuminaten wieder die Kontrolle übernehmen würde.

    http://aron2201sperber.wordpress.com/

  8. Na und? Nicht jeder muss Bush mögen oder seine verfehlte Politik gutheißen. Das heißt ja noch lange nicht, dass jemand wie Krugman einer der schafsdummen Dhimmi-Pazifisten ist, die von sich glauben, sie wären die wichtigsten Bush-Kritiker.
    Es gibt wesentlich „interessantere“ Nobelpreis-Entscheidungen, zum Beispiel den Preis für Martti Ahtisaari, der mit seinem Engagement die Zerstörung Jugoslawiens und Islamisierung Europas gefördert hat. Oder die Auszeichnung anderer illustrer Gestalten, z.B. der hässliche Scheich mit dem Wischmop aufm Schädel.

  9. #4 Roi Danton

    Naja so schlimm scheint er ja jetzt nicht zu sein. Und warum soll er sich nicht für einen Deutschen halten? Wenn seine Überzeugung stimmt und er die deutsche Sprache beherrscht sowie die deutsche Kultur achtet, ist er für mich ein Deutscher. Gerade dieses Land hat seit jeher das Charakteristikum, dass die Zugehörigkeit zur deutschen „Nation“ mehr auf der inneren Einstellung denn auf äußeren Faktoren wie Herkunft oder „Rasse“ beruht.

  10. Krugman hat eine Professur in Princeton nicht Stanford

    Wer hat das gesagt/geschrieben? 🙂

    Dort hat er u.a. (~5) „gelernt/gelehrt“. 🙂

  11. ICh kann nicht behaupten, dass ich ein ausgewiesener Bush-Fan bin, aber diese unverholenen Schmierereien Deutscher Journaille, diese Gesinnungsvergabe von Friedns-Wissens und sonstiger Preise stinkt einfach zum Himmel.

    Und Bush ist mir 10.000 mal Lieber als alle Obamas, Gores und Carters..

    Wobei ich den Bushs die eindeutigen Verbindungen zu den Saudis echt sehr sehr übel nehme!

  12. @10 Turgon

    Schlimmer!

    Gerade weil die Einstelling nicht stimmt. Er denkt türkisch und er fühlt türkisch. Er schreibt lediglich deutsch, und das schlecht.
    Warum halte ich mich nicht für einen Pudel, obwohl ich gerne eine Pudelmütze trage?

  13. Bisher waren die Wirtschaftsnobelpreise m. E. nochh nicht so politisiert. Inzwischen kann man also vergessen: Friedensnobelpreis, Literaturnobelpreis, Wirtschaftsnobelpreis.

    Nobelpreisträger waren früher für mich unantastbare Größen … Sic transit gloria mundi!

  14. Nobelpreisträger waren früher für mich unantastbare Größen …
    Sic transit gloria mundi!

    Yep;
    und jetzt hat´s massiv die „Wirtschaftler“ erwischt.

  15. @#7 Erwin_L

    Oh ja, die Freiheit; wir sehen ja,. wohin sie un bringt, die Frieheit der Marktwirtschaftsfetischisten.
    Friedman hat den Preis bekommen (genau wie Hayek) obwohl er historisch blamiert ist. Krugman hingegen kann sich voll bestätigt sehen.

    Du schreibst dummes Zeug.
    Lass Dir nicht von sozialistischen Politikern das Märchen einreden, dass die freie Marktwirtschaft an der sog. Finanzkrise schuld sei.

    Das, was wir hier erleben, ist keine Krise der Marktwirtschaft, sondern – mal wieder – die Folge unverantwortlicher staatlicher Steuerungseingriffe.

    Dass z.B. in den USA viele Leute Kredite bekommen haben, die im Grunde nicht kreditwürdig sind, war ja nicht zuletzt politisch gewollt: Gerade die US-Demokraten waren ja in den 90ern der Ansicht, man müsse auch das „Prekariat“ mit günstigen Mitteln versorgen, unabhängig von ihrer individuellen Bonität.

    Und ebenso planwirtschaftlich / staatswirtschaftlich geht es ja nun auch munter weiter:
    Statt einen freien Markt und ein reinigendes Gewitter zuzulassen, greifen Planwirtschaftler mal wieder beherzt zu und pumpen auf diese Weise die nächste Blase auf, die dann wiederum noch größer werden wird.

    In einer echten freien Marktwirtschaft gingen Unternehmen, die sich verspekulieren, konsequent unter, ebenso wie gierige Zocker, die den Hals nicht vollbekommen.

    Und das betrifft nicht nur gierige Manager:

    Wer sich beispielsweise ein Haus ohne eigenes Kapital kauft, dieses dann noch zu 120% beleiht und mit diesen neuen Krediten dann hemmungslos seiner Konsumlust fröhnt und seine Eitelkeit füttert, der darf sich dann auch nicht wundern, wenn der Schuss irgendwann nach hinten losgeht.

    Mein Mitleid mit gehirnlosen Zockern – ganz gleich welcher Einkommensklasse – hält sich nun wirklich arg in Grenzen.

    Die freie Marktwirschaft ist der natürliche Gegner der politischen Willkür. Je freier ein Markt, desto weniger Eingriffs- und Steuerungsmöglichkeiten hat ein Politiker, desto geringer ist seine Macht über das Individuum – und genau deshalb lehnen die meisten Politiker eine freie Marktwirtschaft instinktiv ab, denn das Streben der meisten Politiker ist auf eine Vergrößerung ihrer persönlichen Macht und ihres persönlichen Wohlstandes gerichtet.

  16. @Pinpong
    Du hast damit sicherlich recht. Tatsache ist aber auch das an vielen Stellen die gesetze des Marktes durch Quasi-Monopole und Kartelle aufgehoben sind.

    Eine Aktie war im Ursprung nie als ein Kurzfristiges Anlagemittel gedacht, das man im Minutentakt kauft und gleich wieder verhökert, sondern als sinnvolle und nachhaltige Unternehmensfinanzierung und Kapitalschaffungsmöglichkeit für Unternehmen und einfache Anteilseignerschaft für Jedermann. Diese Perversion und die unverantwortlichkeit und die moralische verwahrlosung der Bankerkaste haben ein übriges zur Krise herbeigetragen.

    Der Staat kann und sollte aber durchaus steuern eingreifen zur erhöhung der Eigentumsquote! Nur macht er es eben auf dem falschen weg. Hüben wie drüben..

  17. Ja, die Politisierung der Ökonomie hat derzeit leider Hochkonjunktur. Der Kapitalismus habe abgeschmiert und wer heute Karl Marx einfach abschreibt, wird morgen heißer Anwärter auf einen Nobelpreis. Die ökonomische Vernunft schlägt derzeit wilde Kapriolen. Bezahlen werden wir das alle; wenn nach den Banken demnächst die Schlüsselindustrien verstaatlicht werden, ist der Westen bald dort, wo der Osten 1990 angelangt war. Differenzierung täte Not, wo wilde Neid- und Regulierungsdebatten jetzt wieder fröhlich Urständ feiern.

    Nebenbei: es vergeht beinahe keine Talkshow im deutschen Gebührenfernsehen, wo der selbsternannte Wirtschaftsexperte und ATTAC-Gründer Sven Giegold nicht eingeladen wäre – und seine ökonomischen Plattheiten von sich geben darf.

  18. #18 Pingpong (13. Okt 2008 22:36)

    Im Grunde genommen offenbart diese Finanzkrise genau das, was uns im Falle einer Regierungsübernahme durch Links auch für die Realwirtschaft droht. Denn das Verteilen nicht erwirtschafteten Geldes ist ja die Spezialität der linken Umverteiler – und eine der staatsgemachten Ursachen auch dieser Finanzkrise.

  19. Tut mir Leid, aber ich stimme mit dem Tenor dieses Beitrags nicht überein.
    Natürlich spricht beispielsweise der SPIEGEL-Artikel nicht für journalistische Qualität; Allerdings ist „Bush-Bashing“ mehr als ein hirnloser Volkssport. Ich finde es bedenklich, den Mann derart einseitig in Schutz zu nehmen.

  20. Ich würde eine Bewertungsfunktion für Artikel hier bei PI begrüßen. So dass der Durchschnitt der Bewertungen direkt unter der News angezeigt wird.
    Dann wüsste man einerseits meistens woran man ist und auf der anderen Seite wüsstet ihr von PI was die Mehrheit der hier mitlesenden von euch/euren Meinungen hält.
    Denn dieser Blog lebt von seinen Lesern – nicht umgekehrt.

  21. Alles, was nicht auf reine Naturwissenschaft begrenzt wird, ist durch menschliche Wertung, Intuition, Interessen usw. befrachtet und beladen.

    Ökonomie gehört mit Sicherheit dazu, so ist es nicht verwunderlich, daß sich in einer Preisverleihung solch nachrangiger Fakultäten auch der Zeitgeist widerspiegeln kann.

    Ob der Krugman darüber hinaus was draufhat, das weiß ich nicht.

    Was ich jedoch weiß ist, daß es sich bei ihm um einen jener Zeitgenossen handelt, der die Welt aus einer lediglich intellektuellen, rationellen Sicht zu beschreiben versucht.

    Sonst wären beispielsweise seine einseitigen, also scheinrationellen Äußerungen zu Bush schlicht nicht nachvollziehbar.

    Die Welt aus einer lediglich intellektuellen Sicht wahrnehmen zu wollen, das ist zu kurz gesprungen. Denn da fehlt eine ganze Dimension.

    Eigentlich weiß dies ein Ökonom.

    Das Nobelpreiskomitee weiß es offenbar nicht.

    Zeitgeistige Äußerungen führen heutzutage offenbar zum Nobelpreis, können aber letztlich keine Ökonomen hervorbringen, die bleibende Impulse hinterlassen.

    E.Ekat

  22. @ #24 E.Ekat (14. Okt 2008 01:37)

    Alles, was nicht auf reine Naturwissenschaft begrenzt wird, ist durch menschliche Wertung, Intuition, Interessen usw. befrachtet und beladen.

    Ökonomie gehört mit Sicherheit dazu,

    Nein. Ökonomie gehört mit absoluter Sicherheit nicht dazu, E.Ekat.

    Ökonomie ist eine strikt logisch-deduktive Geisteswissenschaft – genauso stringent wie Mathematik oder Geometrie.

    Daß sich auf ökonomischem Gebiet massenhaft linke Scharlatane herumtreiben, ändert nichts daran, daß 1+1 = 2 bleibt.

    Ratio

  23. @ #19 Tempelritter (13. Okt 2008 23:14)

    Wer die sog. „Marktformenlehren“ der Ökonomie kennt, weiß daß die ganze Kartell- und Monopolhatz der „ordoliberalen“ Schule und der „Antitrust“-Eiferer in USA Schwachsinn hoch 10 ist.

    Ich sag dazu nur:
    ein Anbieter (Monopolist) ist immer noch besser als keiner.

    Das Gerede von „Marktmacht“, „Marktbeherrschung“ etc. auch in unserem GWB ist dummes Zeug – solange keine Gewalt insbesondere keine Staatsgewalt(!) im Spiel ist.

    Wer indessen verwerfliche Monopole fördert und absichert, ist kurioserweise allein der Staat.

    In Form gesetzlicher also mit Gewalt durchgesetzter Kartelle, Monopole, Gebietsmonopole etc. – vom Schornsteinfeger bis zu Gewerkschaften und Energiekonzernen, im Außenhandel durch Abschottung ganzer Märkte durch „Schutz“-Zölle usw.

    Das GWB – eine der wenigen Fehlleistungen Erhards – gehört ersatzlos abgeschafft, insbesondere auch der entsprechende Wahnsinn auf EUdSSR-Ebene.

    Ratio

  24. @ #18 Pingpong (13. Okt 2008 22:36)

    Volle Zustimmung.
    Wäre schön, wenn Du Dich öfter mal melden würdest, Pingpong.

    Echte Freiheitskämpfer, die wahren Menschenfreunde, sind leider auch in PI in der Minderheit.

    Sozialisten sind Feinde der Freiheit. Feinde der Freiheit sind Feinde der Menschheit.

    Ratio

  25. @27 ratio:

    Volle Zustimmung.
    Wäre schön, wenn Du Dich öfter mal melden würdest, Pingpong.

    Hallo ratio, danke!
    Auch ich freue mich immer, von Dir hier
    Kommentare zu lesen.

    Wie Du schon selbst allerdings angemerkt hast:

    Auch auf PI tummeln sich leider unerfreulich viele Sozialisten – und es wird wohl auch nicht mehr lange dauern, bis auch in diesem Diskussionsstrang die Befürworter staatlicher Bevormundung und kollektivistischer Enteignungspolitik wieder ihre sozialistischen Plattitüden ablaichen.

    Freiheit bedeutet eben auch Eigenverantwortung.
    Wer das nicht begreift, wird immer ein Mündel bleiben.

  26. Mir langt diese Sozialismus
    Juhuu..unsere Stasi/Verfassungsschutz-Schnüffelei hat eh immer recht;
    Scheiss auf die Bürgerrechte, solange sie nicht das richtige denkern;
    allmählich.

    Ich vertraue nur noch meinem K98k

  27. Paul Krugman ist und war schon immer „wissenschaftlich“ alles andere als brilliant. Seine „Theorie“ vom Freihandel ist vollkommen unrevolutionär, da schon über hundert Jahre zuvor Marx erklären konnte, dass Freihandel nicht nur auf komparativen Kostenvorteilen durch unterschiedliche Faktorausstattungen (Rohstoffe, Bildungsgrad…), sondern natürlich auch von der Massenproduktion abhängig ist. Ein Land, das Güter schon für den eigenen Markt produziert, kann diese Güter in andere Länder billig exportieren, weil schon Forschungsaufwand betrieben wurde und Produktionserfahrungen vorliegen.

    Dies ist zwar logisch und vollkommen richtig aber eben schon seit den 60 er Jahren des 19. Jahrhunderts bekannt und erklärt gewesen. Wie kann man dann jemanden, der noch allen Ernstes die protofaschistische Theorie von Keynes mit Vehemenz vertritt DAFÜR einen Nobelpreis bekommen? Die Träger des Ökonomienobelpreises der letzen 20 Jahre haben immerhin größtenteils zwar praxisfremdes und schwer anwendbares entwickelt aber immerhin eine wissenschaftliche Leistung erbracht.

    Man merke sich:
    Anti-Bush-Hetze
    +protofaschistischer Keynsianismus (gerne auch von Linksfaschisten sowie von Rechtsfaschisten belobhudelt)
    +Wiederholung von längst bekannten ökonomischen Erkenntnissen

    = Nobelpreis

    Bekomme ich dafür jetzt auch einen Nobelpreis?

  28. @ratio

    Ich sag dazu nur:
    ein Anbieter (Monopolist) ist immer noch besser als keiner.

    Das Gerede von “Marktmacht”, “Marktbeherrschung” etc. auch in unserem GWB ist dummes Zeug – solange keine Gewalt insbesondere keine Staatsgewalt(!) im Spiel ist.

    Krugman ist kein herausragender Gegner von Monopolen. Er ist Anhänger staatlicher Leitungswut. Das ist ein riesiger Unterschied:

    Private Monopole sind bekanntlich (man schaue in ein Ökonomiebuch oder zum einlesen auch nur in die Wikipedia) ökonomisch schaden stiftend. Mathematisch und mit dem „gesunden Menschenverstand“ ist dies leicht nachvollziehbar.

    Da in unserer Wirtschaftsordnung der größte Teil der Produktion nun privat organisiert wird, muss, um zu große Schäden zu vermeiden, der Staat Monopole verhindern. In D ist das Kartellamt z.B. hierfür zuständig und dementsprechend untätig. Die Kartelle der letzten Jahre wurden auf deutschem Boden durch die EU zerschlagen.

    Dass Regulierung zu „keinem“ Angebot führen würde, ist eine sehr kühne Behauptung, die sich als unbelegbar erweisen dürfte. Gegen Regulierung privater Monopole würden NUR die Kosten der Regulierung sprechen. Wennn die Kosten der Regulierung höher sind als die ökonomischen Gewinne aller Wirtschaftsteilnehmer durch Regulierung, dann würde sie durchaus schaden stiften können. Hierzu gibt es auch durchaus Quantifizierungsmodelle, die Lösungen entwickeln. Aber private Monopole zu leugnen oder für nicht negativ zu halten, ist und bleibt Schwachfug.

  29. Der Untergang der pervertierten westlichen Welt ist ganz recht so. Wer seine Freiheit zum Fenster herausschmeißt wie wir und sich lachenden Herzens vom Islam die Hände binden lässt und sagt ist ja nur Spiel, dem kann nicht mehr geholfen werden. Ich freue mich mittlerweile sogar, wenn Obama gewählt wird vielleicht wird in den nächsten 8 Jahren deutlich, dass Bush doch der bessere war. Aber vorerst freue ich mich auf den frenetischen Freudentanz dieser gottlosen Meute, die später einer beispiellosen Ernüchterung weichen wird. Lange und noch längere Gesichter und der beißende Geschmack des Irrtums und die Schamesröte die ihnen ins Gesicht steigen wird. Der einzige Nachteil wird sein, dass wir genauso wie alle anderen auch mitleiden werden und keine Ausweg haben.

  30. Weiss jemand ob Krugman Jude ist? Das würde mich nämlich freuen. Wieder ein Nobelpreis an die Juden und ich könnte auf der Webseite der Muslimbrotherhood (www.islamonline.net) im Kommentarbereich wieder einige Musel kotzen lassen……top

  31. Mal halblang, also ob es an Bush nicht vieles zu bemängeln gäbe !

    Man kann ein wirklicher Freund der USA sein, das geht auch ohne permanent Bush in den Hintern zu steigen.

  32. Inzwischen wünsche ich mir fast auch Obama, denn die Wahl erinnert mich an den Machtantritt Schröders – die CDU hätte damals die Agenda 2010 nicht durchbekommen, es musste schon von Roten und Grünen kommen, damit man den Verstand wieder einschaltet. Die gleiche Ernüchterung wie hier, wird sich dann natürlich auch in den USA einstellen – bin mal gespannt, wie die Obama Jünger reagieren, wenn er das Grenzgebiet zu Pakistan bombardiert.

  33. #16 Dummer deutscher Michel

    Da haste recht, die drei Nobelpreise kann man schon vergessen. Aber ich wage mal eine Prognose, in den nächsten Jahrzehnten werden auch die drei anderen nur noch politisch korrekt vergeben, und zwar für Forschungen im Zusammenhang mit der Klima“katastrophe“ und allen Randgebieten.

  34. Yip, der Nobelpreis ist vollkommen unverdient.

    Man merkt ja momentan wie unrecht Krugmann mit seiner Theorie hat. Der freie Markt funktioniert halt einfach, das bißchen Rezession und Kollaps des Bankensystems, Immobilienmarkts muß man eben aushalten. Und wer braucht schon Island.

  35. „In einer echten freien Marktwirtschaft gingen Unternehmen, die sich verspekulieren, konsequent unter, ebenso wie gierige Zocker, die den Hals nicht vollbekommen.“

    Sag mir wo man diese perfekte Marktwirtschaft findet, und ich wander dorthin aus.

    Da es sie nicht gibt und wir in nicht-perfekten Märkten handeln (mit menschlichen Grenzen, unvollständiger Information, etc) fällt eben nicht nur eine Bank, sondern alle.

    „Das, was wir hier erleben, ist keine Krise der Marktwirtschaft, sondern – mal wieder – die Folge unverantwortlicher staatlicher Steuerungseingriffe.“
    Der Staatseingriff wirkte an bestimmten Stellen leicht beschleunigend für den Aufbau der Immobilien-Blase. Jede andere Bubble hätte es aber auch getan.

    Die Verbriefung und Bündelung von Risiken, die Ausgründung von „Risikogesellschaften“ außerhalb des Basel II Raums (und damit der faktische Kontrollentzug für risikoreiche Bilanzposten), das vollkommene Versagen der Ratingagenturen und den Zusammenbruch des Interbankenmarkts… das ist alles originär auf dem Mist der Banken, sprich: des Marktes gewachsen.

  36. @Pingpong:

    Als Beispiel:
    Spanien hat eines der restrivsten Bankgesetze überhaupt. Seit den 80ern achtet hier der Staat penibel darauf dass die Bilanzen der Banken das tatsächliche (reale) Risiko bilanzieren. Die Ausgründung von Zweckgesellschaften wurde konsequenterweise verboten. Also: Viel Staat, viel Regulierung.

    Ergebnis?
    Die spanischen Banken bekommen von der Krise de facto nahezu nichts ab. Santander hat gerade ein glänzendes Ergebnis vorgelegt.

  37. Krugman – war das nicht der Typ, dessen große wissenschaftliche Leistung es war, Ricardos Außenhandelstheorie um skalenökonomische Überlegungen zu ergänzen? Das war nicht schlecht, aber einen Nobelpreis dafür zu vergeben, zwei jahrhunderte alte Theorien zusammenzuschmeißen…? Mir kommt auch der Verdacht, dass es bei der Vergabe um etwas ganz anderes ging als wirtschaftswissenschaftliche Leistungen. Krugman (und sein Team) können wirklich extrem gute Lehrbücher schreiben und rein technisch gesehen, sind auch seine Leitartikel gut gemacht. Aber das hat alles nichts mit wissenschaftlicher Leistung zu tun… genauso wie der Nobelpreis nichts mehr Wissenschaft zu tun hat.

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