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Vorsicht: Nazi-Outfit

[1]Vielleicht müssen sich als ungefährlich gelten wollende Bürger bald dem Antifa- oder Muslim-Dresscode unterwerfen. Als tabu und rechtsradikal [2] gilt neu nämlich nicht allein die Marke Thor Steinar (PI berichtete [3]), sondern generell alles, was irgendwie „patriotisch“ oder „nordisch“ aussieht. Ganz gefährlich sind insbesondere Norwegerflaggen, aber auch isländische und dänische Fahnen. Jeder moderne Kämpfer gegen Rechts™ weiß den Rechten jetzt an seinen Kleidungsstücken zu erkennen oder zumindest zu denunzieren.

Der modebewusste Rechtsextreme von heute trägt Kleider der Marke Thor Steinar: „patriotische Kleidung“ mit „nordischer Attitüde“ Neonazis brauchen längst keine Nazi-Symbole wie die in Deutschland verbotenen Hakenkreuze mehr, um sich gegenseitig zu erkennen.

Jeder, der ein Kleidungsstück von Thor Steinar trägt, ist sowieso schon zum Nazi gestempelt. Neu trifft es zudem alle, die sich gerne nordisch, patriotisch oder speziell norwegisch, isländisch oder dänisch kleiden. Demnach müssten alle Nordländer, die ihre Fahne mögen, automatisch Nazis sein. Bobmberjacken, Glatzen und „schwere Stiefel“ sind sowieso schon auf dem Index. Obwohl es auch mal gute, linke Glatzen gab.

Früher war alles viel einfacher: Wer freiwillig Glatze trug und dies mit Bomberjacke und schweren Stiefeln kombinierte, war ein Rechtsextremer. Zwar war dieses Erscheinungsbild nicht von Beginn weg rechtsradikal besetzt — es gab in der Szene, die in der britischen Arbeiterschicht wurzelte, ebenso unpolitische und linke Skinheads. Doch im Bewusstsein der breiten Öffentlichkeit setzte sich die Gleichung Glatze = Nazi durch.

Das Problem: Der Rechtsradikale von heute verkleidet sich – zum Teil sogar als linker Antifant. So haben

manche Rechtsradikale den Dress-Code der autonomen Linken — schwarze Kapuzenpullis, schwarze Baseballcaps und dunkle Sonnenbrillen — vereinnahmt, so dass die Polizei bei Ausschreitungen zuweilen links und rechts nicht mehr unterscheiden kann.

Man merke: Als Antifant kann man machen, was man will, man gehört „bei Ausschreitungen“ automatisch zu den Guten.

Zum andern legen sich viele Rechtsextreme diskretere und modischere Kleidungsstile zu und versuchen so, völkische Symbolik und rechten Lifestyle salonfähig zu machen. Davon profitiert beispielsweise das Label Thor Steinar der Firma Protex aus Königswusterhausen (Brandenburg), das es den Rechtsradikalen ermöglicht, sich stilvoll und qualitativ hochwertig zu kleiden, ohne Verrat an der eigenen Gesinnung zu üben.

Die rechtsextreme Symbolik ist dabei aber so codiert, dass nur Insider sie entschlüsseln können.

Am ständigen Entschlüsseln und Verschwörungen Aufdecken sind insbesondere die linken Denunzianten, die auf Grundlage derartiger Stigmatisierungs-Regeln bald Hexen-Jagd auf „verdächtig“ Gekleidete machen werden.

Erste Fahndungsfotos für Jäger gegen Rechts™ im Dienste der Gesinnungsdikatoren finden sich hier [4].

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