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Bürgerbewegung Pax Europa vor Zerreißprobe

Schwend und UlfkotteAm Sonntag (30. November) findet in Würzburg eine außerordentliche Mitgliederversammlung der Bürgerbewegung Pax Europa (BPE) statt. Sah im Mai noch alles nach Friede, Freude, Eierkuchen aus, als die beiden islamisierungskritischen Vereine „Bundesverband der Bürgerbewegungen“ und „Pax Europa“ fusionierten, scheint jetzt die interne Eiszeit ausgebrochen.

Bei der außerordentlichen Mitgliederversammlung soll es im Wesentlichen darum gehen, ob der bisherige Pressesprecher Golo Ottweiler aus dem Verein ausgeschlossen werden soll, wie dies alle seine Vorstandskollegen verlangen. Offenbar hat BPE-Präsident Udo Ulfkotte diesen Antrag zunächst unterstützt, bekämpft ihn nun aber.

Da weder von der BPE-Geschäftsstelle noch dem Vorsitzenden Willi Schwend Auskünfte zu erhalten sind, können wir uns nur auf Informationen einiger Mitglieder verlassen, die sich bei PI gemeldet haben. Daraus ergibt sich in etwa das folgende Bild: Ausgangspunkt des Streits war, dass Ottweiler Ende Oktober einen BPE-Landesverband NRW gründen wollte, ihm das aber durch Mehrheitsbeschluss des Vorstands untersagt wurde. Daraufhin gründete Ottweiler dennoch einen Landesverband mit einer Handvoll Getreuer, was als vereinsschädigendes Verhalten gewertet wurde. Etwa zeitgleich tauchte in der WELT ein Artikel auf, der von einem „Karikaturenstreit der Islamkritiker“ sprach. Hintergrund: Diese Karikaturen, die übrigens von einem russisch-jüdischen Zeichner stammten, waren am 20. Juni auf PI erschienen, nachdem sie uns der Hersteller – ein BPE-Mitglied – mit dem Aufdruck „Eine Edition der Bürgerbewegung Pax Europa“ zugeschickt hatte. Keine Stunde später intervenierte Willi Schwend und wir nahmen die Zeichnungen vom Netz. Der große zeitliche Abstand zu dem längst bereinigten Ereignis deutet darauf hin, dass hier ein Vorwand gesucht wird, dem amtierenden BPE-Vorstand zu schaden.

Noch am 8. Oktober ließ Udo Ulfkotte in einer (PI vorliegenden) Rundmail an die BPE-Mitglieder verlauten: „Ich stehe zum gewählten Vorstand“. Zwei Wochen später teilte er dann in einem weiteren Rundschreiben das Gegenteil mit. Dieses wurde von einem empörten BPE-Mitglied dem „Patriotischen Forum Süddeutschland“ zugespielt und auf dessen Internetseite veröffentlicht. Interessant dabei ist, dass es den Betreibern der Website bis heute nicht gelang, sich die inkriminierten Zeichnungen zu besorgen, die also keinerlei Rolle in der öffentlichen Wahrnehmung spielen.

Sollte die Mehrheit der Mitglieder nicht für die Absetzung des bisherigen BPE-Vorstandes stimmen, will Udo Ulfkotte – dessen Ruf in der islamkritischen Szene durch seinen Schlingerkurs stark ramponiert wurde und der zuletzt in der SWR-Sendung Nachtcafé für Aufsehen sorgte – den Verein verlassen.

Wie auch immer steht zu hoffen, dass am Wochenende ein Schlussstrich unter die Selbstzerfleischung der Islamkritiker gezogen wird. Die Islamisierung Europas kann nur mit vereinten Kräften und nicht mit persönlichen Eitelkeiten aufgehalten werden.

(Foto oben: BPE-Vorsitzender Willi Schwend l. und BPE-Präsident Udo Ulfkotte)