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Glietsch: ÖPNV-Nutzung mit Leibgarde

[1] Um den durch die wachsende Zahl von Gewalttaten verunsicherten Bürgern zu beweisen, dass man gefahrlos auch in Problembezirken U-Bahn fahren kann, begab der Berliner Polizeipräsident Glietsch (Foto) auf einen Selbsterfahrungstrip. Die ihn begleitende Leibgarde diente dabei nicht etwa seiner persönlichen Sicherheit, sondern der Aufklärung von Straftaten.

Der Tagesspiegel verschaffte der Propagandashow dabei den nötigen Rahmen [2]. Neben „lustigen“ Einlagen

Sein Eindruck vom kurzen Aufenthalt am Kottbusser Tor? Glietsch antwortet mit einer Gegenfrage: „Haben Sie diese Situation als Bedrohung empfunden? Es halten sich dort viele Leute auf, die offensichtlich unter Drogen stehen. Im Regelfall bleiben diese Leute unter sich und haben gar kein Interesse an Kontakt zu den normalen Fahrgästen.“

erfahren wir auch Dinge, die wir uns eigentlich selbst denken konnten, z.B. dass die BVG im Grunde selbst Schuld an der anwachsenden Zahl der Angriffe auf Busfahrer ist, weil sie das Schwarzfahren unnötig erschwert hat:

Bis 2004 konnten es sich die Fahrgäste aussuchen, durch welche Tür sie einen Bus betreten. „Die Übergriffe gegen die Busfahrer sind nach meinem Eindruck angestiegen, seitdem die BVG angeordnet hat, dass die Fahrgäste nur noch über die Vordertür einsteigen dürfen“, sagt Dieter Glietsch. „Dadurch sind die Fahrer sehr viel häufiger Konfliktsituationen ausgesetzt.“

Denn ein jugendlicher Kulturbereicherer reagiert manchmal etwas temperamentvoll, wenn er beim Ungläubigen einen Fahrschein kaufen soll.

.Die entscheidenden Fehler sind in den vergangenen Jahren woanders gemacht worden. Wir haben junge Menschen produziert, die ein nicht akzeptables Verhältnis zur Gewalt und zum Umgang mit der Gesellschaft an den Tag legen. Deswegen muss das meiste Geld auch nicht in die Polizei investiert werden, sondern in soziale Projekte, in Bildung und Schule. Die Polizei kann noch so gut ausgestattet sein, die eigentlichen Probleme wird sie nie lösen können. Wir müssen an die Ursachen ran und nicht die Symptome bekämpfen.

An die Ursachen ran, mit mehr Schulen für Bildungsunwillige… Aha!

(Spürnase: crysis01)

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