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Rondorf-Täter „leicht beeinflussbare Jugendliche“

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Die jugendlichen „Südländer“, die in Köln-Rondorf zwei Polizisten in einen Hinterhalt gelockt hatten (wir berichteten mehrfach) [2], um ihre Waffen zu rauben, sie zu erschießen und so den Heiligen Krieg nach Deutschland tragen wollten, sind nach Ansicht der Kölner Staatsanwaltschaft nur „leicht beeinflussbare“ Kinder, aufgestachelt durch den Konsum von Hassvideos im Internet. Deshalb läuft einer von ihnen bereits wieder frei [3] herum. Keine Haftgründe…

Einer der drei Jugendlichen aus Rondorf, die vor etwa sieben Wochen zwei Polizisten in einen Hinterhalt gelockt und angegriffen hatten, ist wieder auf freiem Fuß. Dies bestätigte Oberstaatsanwalt Rainer Wolf auf Anfrage. Der 16-Jährige, der sich jetzt regelmäßig bei der Polizei melden muss, werde lediglich als Mitläufer bei der Tat angesehen.

Der Haftbefehl gegen die drei Jugendlichen lautet mittlerweile auf versuchten schweren Raub und Verabredung zu einem Verbrechen. Zwei der Beschuldigten hatten nach ihrer Festnahme angegeben, sie hätten die Pistolen der Polizisten rauben wollen. Mit den Waffen hätten sie die Beamten dann erschießen und später amerikanische Militäreinrichtungen in Deutschland überfallen wollen. Da auch vom „Märtyrertod“ und „Heiligen Krieg“ die Rede war, gingen die Ermittler von einem islamistischen Hintergrund für die Taten aus.

Nach umfangreichen Untersuchungen scheint jedoch klar zu sein, dass es sich keinesfalls um eine Terrorzelle, sondern eher um leicht beeinflussbare Jugendliche handelt, die durch islamitische Hassvideos im Internet aufgehetzt.

Kann man sich eigentlich – nur ganz theoretisch – vorstellen, dass ein jugendlicher Neonazi, der einen Polizisten überfällt, um im nationalen Widerstand das Vierte Reich auferstehen zu lassen, jemals erfolgreich jugendliche Verwirrung geltend machen kann? Dass er aufgehetzt wurde, nicht meinte, was er tat und sagte?

Falls den Polizisten etwas zugestoßen wäre, oder Kollegen zukünftig etwas zustoßen sollte, möge der Umstand sie und ihre Familien trösten, dass es nicht so gemeint war. Tod durch Verwirrung sozusagen.

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