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Vielfalt ist Chance, klar?

Mit der Aktion „Vielfalt als Chance“ wollte die Migrationsbeauftragte der Bundesregierung im vergangenen Jahr auf den ungeheuren Gewinn und die Bereicherung aufmerksam machen, den die Zuwanderung ungebildeter Menschenmassen für uns alle bedeutet. Speziell Unternehmen sollten durch Migranten nicht nur ideell bereichert werden. Ein schönes Beispiel einer mit Steuergeldern finanzierten Volksverblödungskampagne.

Der demografische Wandel erfordert neue Strategien in Ausbildung und Beschäftigung. Mehr als 15 Millionen Menschen in Deutschland haben einen Zuwanderungshintergrund. In Ballungsräumen stammen bis zu 40 Prozent der Jugendlichen aus Zuwandererfamilien. Sie bilden einen riesigen Talentpool, den es zu nutzen gilt.

Der riesige Talentpool beendet die Schule zu 75% ohne Abschluss. Für Unternehmen nicht unbedingt attraktiv.

Menschen mit Zuwanderungshintergrund sind eine wichtige Zielgruppe: Allein die 2,5 Millionen in Deutschland lebenden Türken haben eine Kaufkraft von 17 Milliarden Euro. Das entspricht dem Niveau des Saarlands.

PI-Leser Papstar hat sich die enorme Kaufkraft genauer angesehen: 17 Milliarden Euro durch 2,5 Millionen Türken geteilt, ergibt pro Kopf 6.800,- € im Jahr oder 566,67€ im Monat. Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung bewertete im August 2008 die in Deutschland praktizierte Zuwanderung eher negativ – als Belastung, nicht als Gewinn.

Die Globalisierung begünstigt Fähigkeiten im Umgang mit anderen Kulturen. Gelingt es Unternehmen, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit unterschiedlichen ethnischen Hintergründen zu gewinnen, eröffnen sich ihnen neue Märkte, neue Lieferantenbeziehungen, neue Wertschöpfungspotenziale.

Welche anderen Kulturen werden da wohl gemeint sein, die uns so viel Glück und Segen bringen und für deren positive Seiten man so massiv werben muss, weil sie sonst niemand zu erkennen vermochte? Auch die Realität nicht…

(Spürnasen: Papstar und Informant)