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Barino: Ich will Muslime für die Freiheit gewinnen

Freedom for MuslimsIch sitze im Flieger zurück nach Köln und möchte meine Erfahrungen und Gedanken, die ich am gestrigen Abend bei meinem Vortrag und dem anschließenden Dialog machen konnte, einmal niederschreiben, um jeden interessierten Leser daran teilhaben zu lassen. Über den Vortrag an sich möchte ich an dieser Stelle nicht eingehen, da er noch online gestellt wird und sich jeder sein eigenes Bild darüber machen kann und ich bei Fragen über mein Forum jedem zur Verfügung stehe.
(Gastbeitrag von Barino)

Nachdem eine Orientalistin meine Darstellung des Islam zu relativieren wünschte über die Aussage, mein Islambild sei über eine salefitische Moschee geprägt, ist mir folgender Gedanke in den Sinn gekommen, den ich leider im Eifer des Gefechts nicht akkurat artikulieren konnte.

Die erste Phase die beschritten wurde, das Dogma „Islam heißt Friede“ aufrecht zu halten war die, dass man behauptete, es gäbe gar keine zu Gewalt aufrufende Verse, diese Verse seien nur falsch übersetzt. Diese Taktik konnte sich nicht lange halten.

In der zweiten Phase wurde dann gesagt, es gibt ja wohl diese zu Gewalt aufrufenden Verse, doch muss man sie im Kontext sehen, dadurch würden sie relativiert. Auch diese Phase ist durchbrochen. Betrachtet man diese Koranverse in ihrem Kontext, wird die dargestellte xxxxGewalt noch grausamer, denn es ist keine willkürliche Gewalt, sondern eine Gewalt mit System (Siehe Übersetzung auf www.DasIstIslam.de: „Der Jihad dient nicht nur der Verteidigung“ Ibn Baz). Nun glaube ich, dass wir in der Phase sind, in der man begriffen hat, dass der Sunnitische / Salefitische / Wahabitische Islam, sprich der Islam, der den Islamgründer Mohammed ernst nimmt, keine andere Interpretation zu lässt. Nun gilt es aber den Islam immer noch, koste es was es wolle, menschenrechtskonform auszulegen. Dies führt dazu, dass man den Islam, der sich auf den Koran und die Tradition des Propheten stützt, diffamiert und islamische Sekten als Vorbildmuslime darstellt, die den Koran nicht am Vorbild Mohammeds auslegen, sondern herum philosophieren, und praktisch nichts mit der Religion zu tun haben, von der Allah im Koran sinngemäß gesagt hat: Die Religion bei Allah ist „der Islam“ und wer einer anderen Religion folgt, niemals wird sie von ihm angenommen und am Tag des Jüngsten Gerichtes gehört er zu den Verlierern (vgl. Koran 3:85; 3:19).

Nun ist es so, dass diese Strömungen, da sie dem Westler anfangs eingängiger sind, ihn für den Islam begeistern, später aber stellt er fest, dass das sunnitische Verständnis das einzige ist, was den Koran und den Propheten Mohammed erst nimmt und diesen Quellen gegenüber aufrichtig ist, und die anderen Strömungen nichts anderes zu bieten haben als eine fragwürdige Philosophie. So haben viele Muslime, die den Islam in dieser Form von ihren Eltern übernommen haben, so wie viele Konvertiten, am Ende diese Philosophie abgestoßen, und ihren Weg in den sunnitischen Islam gefunden, der zwar keine tolle Philosophie zu bieten hat, aber eben koranische Argumente.

Warum nun wird versucht die Idee eines menschenrechtskonformen Islam, der nichts mit seinem Gründer Mohammed zu tun hat, in der westlichen Welt zu festigen und von allen Seiten zu verteidigen, von Kultur-Muslimen wie von Orientalisten?

Dies wird getan, so scheint es mir, um den Menschen aus dem islamischen Kulturkreis ihre fragwürdige Identität als Muslime zu bewahren, die sie vielleicht gar nicht hätten haben wollen, wenn sie über den Islam aufgeklärt wären. Dieser moderate Islam, der sein Heiliges Buch und seinen Gründer leugnet oder für nicht so wichtig an sieht, fährt spätestens in der nächsten Generation vor die Wand, denn diejenigen, die Ihre Religion nicht als geistiges Hobby praktizieren, sondern ihre Rechtleitung daraus ableiten wollen, wünschen ein festes Fundament, welches ihnen eben nicht die sich selbst leugnende islamische Philosophie bietet, sondern der Koran und das Vorbild Mohammeds, wobei wir wieder bei den Sunniten / Salafiten / Wahabiten angelangt sind.

Mit dem gut gemeinten Vorgehen den Muslimen ihre Identität zu wahren, nehmen wir ihnen jede Chance der Aufklärung und jede Chance, sich vollständig von dieser Ideologie zu lösen und dadurch ihre Kinder vor einen Rückfall in den mohammedanischen Islam (der Islam den Mohammed als Verkünder ernst nimmt und auch gerne als fundamentalistischer Islam bezeichnet wird), der eben nicht menschenrechtskonform ist, zu bewahren.

Die Probleme, die sich bei der Integration einstellen sind in der Religiosität begründet. Ein Vater, der seine Tochter beispielsweise nicht am Schwimmunterricht teilnehmen lässt, ist kein schlechter Mensch, er lebt lediglich seine Religiosität in der Verantwortung für seine Tochter aus.

Die Menschen aus dem islamischen Kulturkreis liegen mir am Herzen und sie sind wertvoll für mich persönlich und davon bin ich überzeugt, auch für diese Gesellschaft. Wir wollen sie für die Freiheit gewinnen, die ihnen diese Gesellschaft und ihre Rechtsordnung bietet. So können sie sich integrieren, wenn sie das konkurrierende Islamische Recht, die Scharia im privaten sowie im öffentlichen Leben, vollständig hinter sich lassen, denn dieses ist nicht mit den Grundzügen dieser Gesellschaft vereinbar.




Spanien: Schächtorgie wird Nationalfeiertag

Damit die Muslime ihr Opferfest und das damit einhergehende hunderttausendfache Gemetzel am unbetäubten Säugetier künftig in Ruhe zelebrieren können, wird Spanien ab 2010 für das „Hammelfest“ einen Feiertag einführen. Es wird der erste offizielle nichtkatholische Feiertag auf spanischem Boden sein. Nicht der flächendeckende Einzug der Barbarei am Tier bereitet den Behörden dabei Kopfzerbrechen, sondern nur die Sorge, dass der Termin des festlichen Ereignisses vielleicht nicht rechtzeitig in die Schulkalender aufgenommen werden kann. Mehr…

(Spürnase: Koltschak)




Dialügpreis für saudischen Halsabschneider

Sein Königreich ist auf Platz zwei der gewalttätigen Christenverfolgung in der Welt. Gleich hinter Nord Korea. Frauen werden dort gesteinigt, nachdem sie vergewaltigt wurden, Ärzte, die in Ungnade ihrer steinreichen Patienten fallen, zu Tode gepeitscht, Homosexuelle öffentlich ermordet. Kaum ein Land dieser Erde kann eine Latte von sadistischen Menschenrechtsverletzungen vorweisen wie das Königreich Saudi-Arabien. Der, der all dies zu verantworten hat, König Abdullah Bin Abdul Asis (84), erhält jetzt in Polen den „Lech Walesa Preis“ für seine „Verdienste um den interreligiösen Dialog“.

Die österreichische Nachrichtenseite Kathweb berichtet:

Der saudiarabische König Abdullah erhält den dieses Jahr erstmals vergebenen Lech-Walesa-Preis. Der König werde für seine Verdienste um den Dialog zwischen den Religionen sowie seine karitative Arbeit ausgezeichnet, teilte das Lech-Walesa-Institut am Mittwochabend in Danzig mit. Der mit 100.000 Euro dotierte Preis wird am Samstag in Danzig überreicht; der 6. Dezember ist der Jahrestag der Verleihung des Friedensnobelpreises an Walesa, den Gründer der polnischen Gewerkschaft „Solidarnosc“.

Mit dem Preis sollen die grundlegenden Werte der „Solidarnosc“-Bewegung gefördert werden. Der Jury gehören der französische Außenminister Bernard Kouchner, der polnische Staatssekretär Wladyslaw Bartoszewski, der frühere tschechische Staatspräsident Vaclav Havel und der weißrussische Wissenschaftler Stanislaw Schuschkewitsch an.

Im Juni fand auf Initiative von König Abdullah in Madrid eine Konferenz zur Intensivierung des interreligiösen Dialogs statt. Dabei rief der König die Anhänger aller Religionen zur Abkehr vom Extremismus auf.

Die polnische Tageszeitung „Gazeta Wyborcza“ kritisierte die Entscheidung der Jury für König Abdullah. In Saudiarabien gibt es keinerlei Religionsfreiheit. Auf Grund der Überzeugung der wahabitischen Theologie vom besonderen Charakter des „heiligen Bodens“ der arabischen Halbinsel ist in Saudiarabien auch im privaten Kreis keine Ausübung etwa der christlichen Religion möglich. Die saudiarabischen Grenz- und Zollbehörden sind streng angewiesen, Bibeln, Kreuze, Ikonen, Rosenkränze usw. bei der Einreise von Andersgläubigen zu beschlagnahmen. Eine eigene „Religionspolizei“ ist im Einsatz, um zu verhindern, dass die vielen – vor allem aus dem südasiatischen und afrikanischen Raum stammenden – christlichen Arbeitsimmigranten in Saudiarabien christliche Gottesdienste feiern.

Etwas lächerlich erscheint schon das Preisgeld von 100.000 Euro für einen der reichsten Männer der Erde. Damit kann der Foltergreis wohl kaum mit der ihm gewohnten Bequemlichkeit nach Polen reisen, um den Preis entgegen zu nehmen. Da sollte die katholische Gewerkschaft „Solidarnosc“ nochmal etwas nachlegen.

(Spürnase: Andreas K.)




Der Hass des Islams auf die Friedensstifter

Die muslimischen Dschihadisten reden offen von der Vernichtung Israels, ihrem Hass auf den Westen, ihren Mordfantasien über den Tod der Ungläubigen. Doch der Westen relativiert ihre Aussagen, erklärt sie psychologisierend mit Herkunft, Milieu und Vergangenheit und übt kollektives Verständnis bis hin zur Selbstvernichtung. Zur Freude von Osama und Co.? Nein, die finden unsere Sehnsucht nach Frieden entsprungen aus dem vordergründigen Wunsch nach Wiedergutmachung und unsere zur Schau gestellte Gutmenschlichkeit zum Kotzen.

Blogger Gideon Böss schreibt in der Welt-Debatte:

Egal was die kleinen und großen bin Ladens verlautbaren, es wird ihnen stets das Wort im Munde umgedreht.

Sie referieren über die Endlösung der Judenfrage und man unterstellt ihnen, dass der pazifistische Kern ihrer Rede durch die schlampige Übersetzung verloren gegangen ist. Sie träumen von der Unterwerfung ganzer Völker und anstatt das zu Kenntnis zu nehmen, geht man auf die metaphernreiche Sprache des Orients ein, in der nichts so gemeint ist, wie es gesagt wird und jede Kriegsdrohung eigentlich eine Einladung zum gemütlichen Teetrinken ist. Sie erhängen Schwule, aber wir im Westen sind ja auch nicht viel besser (soziale Kälte, Börsenspekulationen, McDonalds und Coca Cola bzw. Kulturimperialismus). Auf diese Weise demütigen die Westler die Islamisten systematisch.

Daneben existiert aber noch eine zweite Provokation. Kaum dass in Madrid oder London die Trümmer nicht mehr brennen, heißt es in Leitartikeln und Kommentaren, dass es sich bei den Attentätern um Menschen handelte, die den Islam missbraucht haben. Es waren also gar keine richtigen Moslems. Wie kann man religiöse Gefühle eigentlich noch mehr verletzen, als dadurch, gläubigen Menschen ihren Glauben abzusprechen?

Unser Verständnis und unsere Erklärungsversuche der islamischen Gewalt sind die schlimmsten Beleidigungen, die einen „ehrenhaften“ Kämpfer für Allah überhaupt treffen können.

Für den gemeinen Terroristen muss sich der Westen also folgendermaßen darstellen. Zwar hasst er dieses dekadente Gebilde und betet für dessen Untergang, doch darauf reagiert der Westen mit der schlimmsten Formen von Herablassung, die man einem zornigen Feind entgegenbringen kann: mit Verständnis. Hat er nicht auch allen Grund, uns zu hassen, fragt es da aus Bischöfen, Politikern, Wissenschaftlern und Friedensaktivisten? Denken wir doch nur an die Kreuzzüge, den Kolonialismus, an Palästina und diverse andere Demütigungen der islamischen Welt (zu denen u.a. gehören: Frauenrechte, Pornos, Religionsfreiheit, Menschenrechte, Mickey Mouse, Homosexualität). Von Mohammed-Karikaturen und Papst-Vorlesungen gar nicht zu reden.

So wird dem Islamisten sein nobles Ziel aberkannt, für das er bereit ist, sein Leben zu geben. Denn er will doch einfach nur ein Gottesreich herbei bomben. Nicht mehr und nicht weniger. Darum dürfte ihm jeder Soldat, der gegen ihn in Stellung gebracht wird und damit beweist, dass man ihn und seine Pläne militärisch bekämpft (und ernst nimmt), lieber sein als ein Ostermarschierer, der ihm seine Gefährlichkeit abspricht. Kein Wunder, dass solche Leute den Westen hassen. Bei so viel Ignoranz.

Interessant ist dazu vor allem der Kommentar von Emka Idziaszek (14.42 Uhr), der ein paar Hintergründe dafür benennt, warum wir die Terroristen durch Nicht-Ernstnehmen und Ostermarschieren auf die Palme bringen. Sie schreibt:

Die deutsche Friedensbewegung ist für mich der in der Wolle gefärbte Blinddarm der RAF. Im Grunde ging es dabei von den Anfängen her immer nur um eines: auf eine sehr bizarre, vielleicht eines Tages von der Psychoanalyse zu deutende Weise seinen Frieden zu machen mit dem Judenhass der Nazi-Eltern-Generation; als roter Schafspelz diente ein Anti-Amerikanismus und eine Kapitalismuskritik, die in Deutschland immer auch Antisemitismus waren. Die sich aus ganz anderen historischen Quellen speisende amerikanische Anti-Vietnam-Bewegung wurde dabei anfangs als willkommenes Vehikel benutzt, später waren es die Palästinenser und ihr ominöser Schal. Im Grund war´s ein „Bitte, bitte. Vati, hab mich lieb, ich bin ja auch gegen die Juden.“ Die erstaunliche „Karriere“ eines Horst Mahler ist da nur konsequent und alles andere als ein Betriebsunfall der Linken. Dass es in Deutschland anno 2008 konspirative Treffen zwischen Nazis und Islamisten gibt, wundert da nur den Naiven – und die Friedensbewegung…..




Von der heilen Welt in die globale Katastrophe

Der 23-jährige Schweizer Student Lukas Voellmy beschreibt in der Weltwoche treffend die Katastrophe seiner Generation. Die heute 20- bis 25-jährigen Westeuropäer sind in der Hochkonjunktur aufgewachsen, verwöhnt und kennen die Welt nur im Zustand des Friedens. Ausgerechnet die „Generation Fun“ erwacht jetzt aus den rosaroten Träumen der Sorgenfreiheit mitten in die Krise und findet sich am Abgrund eines Weltkrieges wieder.

Wir wurden in ein befriedetes Westeuropa hineingeboren, in dem große militärische Konflikte einer längst vergangenen Epoche anzugehören schienen. Natürlich wussten wir, dass der Zweite Weltkrieg kaum sechzig Jahre her war und wir das Ende des Kalten Krieges als Kindergärtler sogar noch miterlebt hatten. Und dennoch waren dies für uns Ereignisse einer fernen Vergangenheit, abstrakte Episoden aus den Geschichtsbüchern.

In einer Plastikwelt der unbegrenzten Möglichkeiten online und mobil, erschien es unmöglich, dass je wieder ein weltweiter Krieg ausbrechen könnte. Die westliche Weltsicht galt als selbstverständlicher Konsens, der global vorausgesetzt wurde.

Internet, unbegrenzte Mobilität, der als selbstverständlich empfundene Weltfrieden und, weniger bewusst, die unangefochtene Vormachtstellung des Westens waren die Eckpfeiler unserer Weltsicht. Wir fühlten uns so sicher, dass wir einen verächtlichen Antiamerikanismus pflegten, die Armee abschaffen wollten und die Nato auslachten. Nicht einmal ein 11. September konnte daran ernsthaft etwas ändern. Zu abstrakt, zu schwach schien die Bedrohung des islamistischen Terrorismus zu sein. Auch nach den Anschlägen in Europa fühlten wir uns in unserem Wohlstand und unserer Sicherheit immer noch unantastbar, die Schuld für die Attentate suchten wir beim Westen selbst, den wir auch sonst für mehr oder weniger sämtliche Probleme auf der Welt verantwortlich machten. Wer sollte auch sonst daran schuld sein? Da war ja sonst niemand.

Die letzte weltpolitische Herausforderung schien die Entwicklungshilfe für jene Länder zu sein, die man am Reichtum des Westens, bei dem man die Ursachen für alle Krisen suchte, teilhaben lassen wollte.

Im Umgang mit anderen Erdteilen ging es hauptsächlich um Menschenrechte und möglichst großzügige Entwicklungshilfe. Wenn ältere Leute gegenüber anderen Ländern aggressivere Töne anschlugen, hielten wir sie für senil oder verrückt.

Nach all den Jahren des Friedens stehen heue aber auf einmal neue Bedrohungen vor der Tür. Russland, China und andere Staaten drohen mit Waffen. Etwas, das wenige Jahre nachdem man die Armeen abschaffen wollte, kaum vorstellbar scheint. Der Antiamerikanismus ist zu einem Luxus geworden, den sich der Westen jetzt nicht mehr leisten kann.

Experten legen in Zeitungen dar, dass die westeuropäischen EU-Staaten eine starke Luftwache brauchen, um die östlichen Grenzen der EU jederzeit verteidigen zu können. Noch vor kurzer Zeit hätten wir über solche Gedanken nur den Kopf geschüttelt, nun stimmen wir heimlich zu. Plötzlich bemerken wir, dass China und Russland die Vormachtstellung des Westens bereits gebrochen haben. Unversehens sehen wir uns in einen neuen geopolitischen Kampf um die Vorherrschaft auf dem Planeten involviert. Die Kritik an den USA bleibt uns irgendwie im Hals stecken, und wir realisieren, dass Antiamerikanismus ein intellektueller Luxus ist, den wir uns nur in Friedenszeiten leisten können.

Die Illusionen des Wohlstands und Weltfriedens bröckeln immer mehr. Die weltgeschichtliche Ausnahme einer längeren Friedensperiode als Normalität und Selbstverständlichkeit wahrzunehmen, erweist sich zusehends als Fehler. Das Chaos noch zu leugnen, wäre naiv.

Die Periode der friedlichen, unbeschränkten Mobilität scheint eine Illusion unserer Jugend gewesen zu sein, und wir haben den historischen Ausnahmefall fälschlicherweise als Normalität interpretiert. Am Horizont taucht immer deutlicher ein weltweiter Konflikt um die knapp gewordenen Ressourcen auf. Genauso wie wir zuvor die europäischen Armeen als Relikte aus weit entfernter Vergangenheit belächelten, erscheint uns die noch vor wenigen Jahren als selbstverständlich empfundene radikal pazifistische Weltansicht nun als Utopie aus einer anderen Zeit.

Wir stellen in aller Deutlichkeit fest, wie stark unser bisheriges Weltbild von der Welthegemonie des Westens abhängig war. Ist sie nicht mehr gegeben, machen viele bisher kaum in Frage gestellte Grundsätze der Weltanschauung keinen Sinn mehr. Widerwillig muss der Blickwinkel angepasst werden. Wir sehen, dass der Westen nicht hauptsächlich helfen muss, sondern kämpfen. Kämpfen um sein Überleben. Es ist ein böses Erwachen, und erst langsam setzt sich die Einsicht durch. Der damit verbundene Kollaps der altruistischen Weltansicht schmerzt.

(Mit bestem Dank an alle Spürnasen)




Leseprobe aus „Allah im Wunderland“

Allah im WunderlandNachfolgend stellen wir ein so kurioses wie blasenbildendes Phänomen vor, das unter zwei Codenamen läuft. Zunächst betrifft PIG, die Profit-Induzierte Groteske, die Rahmenhandlung. Hier kommt es auf Macht, Geld, Frauen und die Eliten an, die bei der Entwicklung und Anwendung von Macht- und Herrschaftssystemen eine allgemein evolutionäre Rolle spielen.

(Leseprobe aus Kapitel 1: „Aufgang zur Biobühne“; siehe auch Inhaltsverzeichnis am Textende)

Eliten bewirken und nutzen Religionen, Weltbilder, Ideologien, „herrschende Verhältnisse“ und allerlei „Sachzwänge“, die seit Urzeiten die Menschen steuern und besteuern. Dabei nehmen sie diverse Formen an zwischen Kompetenz, Bürokratentum, Inkompetenz und Gewalt, wobei deren gezwungene Amtswürde oft unfreiwillige Komik erzeugt. Wenn wir von „Eliten“ reden, geht es also nicht um die oft vermuteten „Verschwörer“, sondern immer um die Erbhöfe der Macht, die Produkte der Zeit sind und ihre jeweiligen Strukturen, Herrschaftstypen und Profiteure hervorbringen.

Der gängige Machtbegriff geht nicht von irgendwelchen Finsterlingen aus, sondern von jenen, welche die „Fähigkeit oder Autorität besitzen, andere Individuen zu kontrollieren, ihnen bestimmte Verhaltensweisen vorzuschreiben und Gehorsam abzuverlangen“. Da man im Massenstaat dazu Institutionen braucht, können sich diese Fähigkeiten allerdings verselbständigen und „im Konformitätsdruck und im Umschlag von Macht in Herrschaft, Unterdrückung und Gewalt manifestieren“ (Hannah Arendt).

Unsere Aufmerksamkeit gilt der modernen Konsum- und Spaßgesellschaft, die sich in einem Zustand fortlaufender Innovation und Technisierung befindet. Seit der Wende ins neue Jahrtausend ist sie in eine verstärkt globale Phase eingetreten, die einige Komplikationen mit sich brachte. Angetrieben durch die EU-Verwaltung, vollzogen sich die verschiedensten „Reformen“ in Bereichen wie Renten, Gesundheit und Grundversorgung. Sie zu verstehen und zu verarbeiten, fällt immer schwerer, weil die Reiz- Informations- uns Erlebnisflut der Moderne das „Psychotop“ der Gesellschaft enorm verändert hat. Spezialisierung und Zeitverknappung führten zu einer technischen Verflachung der Denk- und Gefühlstiefe, die nicht nur den effizienten, kinderarmen „Jobnomaden“ hervorbrachte.

Sie war ebenso begleitet von einer wachsenden Zuwanderung, mit der man zum einen die schwache Geburtenrate aufzufangen hoffte. Zum anderen hielten es die Verantwortlichen für angezeigt, den Anteil muslimischer Immigranten – bei einem Weltanteil von gut 20 Prozent – nicht wesentlich unter die Hälfte sinken zu lassen, um zwei Effekte zu erreichen. Ad eins sollte der traditionelle „Frieden des Islam“ die gestressten Gesellschaften Europas beruhigen, ad zwei erschien es möglich, daß die islamischen Öl- und Geld-Eliten ihre Investments in Europa steigern würden, je freier sich die Kulturkolonien der Glaubensbrüder entwickelten. Was die Demographie betraf, konnte man Allahs Frauen ohnehin vertrauen.

Um dies volksverträglich zu begleiten, entstand über die Jahre eine Einrichtung, die man den „interkulturellen Dialog“ nennt. Unter Führung von Wirtschaft und Medien durchdringt sie inzwischen alle Institutionen – Parteien, Universitäten, Stiftungen, Justiz, Kirchen – wo Referenten, Beauftrage und allerlei Experten eine neue Zunft bilden. Selbst eingebettet in die Konsumgesellschaft, wirken sie als „Kulturgenossen“, als Relikte gescheiterter Euro-Konzepte, die unter dem Ideo-Logo der „68er“ die Eigenschaften der Volksgenossen einer links-rechten Sinnesfusion erneuern.

Ihre Aufgabe ist es, die Ansiedlung der Muslime und ihre authentische Integration in die Rechts- und Sozialsysteme zu sichern sowie einen zukunftsfähigen Moscheebau zu fördern. Dazu bedarf es geeigneter Formprogramme auf allen Ebenen der öffentlichen Pädagogik. Unter Nutzung der modernsten Kognitions- und Sprachtechnik sind die Kulturgenossen gehalten, sich in ihren diversen Sparten überall dort einzubauen, wo sie den „Sachzwängen“, also den übergeordneten Interessen, dienen.

Zu diesen Interessen gehören Geldpotentiale und billige Arbeitskräfte, welche die Islamstaaten überreichlich liefern können. Allah fügt es, daß seine Länder sich nach einem Prinzip anordnen, das sich perfekt in die Wirtschafts- und Finanzstrukturen der globalen Märkte einpasst und bei uns unter der Bezeichnung der „Kommunizierenden Blasen“ oder der Kürze halber auch „Kommunblasen“ bzw. „Kombiblasen“ läuft. Dabei ist die Kommunblase von der ähnlich klingenden „Konsumblase“ zu unterscheiden, obwohl sie eine Menge mit Konsum zu tun hat. Wir verstehen darunter zwei voneinander abhängige Systeme, die in ihrer Bedingtheit eine sich beeinflussende Einheit interaktiver Blasenbildung darstellen.

So bilden die Islamländer eine klassische Kommunblase, indem diejenigen, die über Öl verfügen, in der Regel volkarm sind, aber reiche Eliten haben, und solche, die kein Öl haben, über umso mehr Menschen verfügen, die nicht nur Arbeit suchen, sondern auch besonders fest an Allah glauben, weil sie arm sind. Ihre Blasenbildung ergibt sich aus einem dem Islam eigenen Expansionszwang, der sich auf zwei Ebenen vollzieht. Indem er mit den reichen Eliten kollaboriert und sie teilweise erpresst, dehnt sich der orthodoxe Islamismus, der dem Volk das Wort redet, einerseits in der Islamregion, andererseits auch im externen Westen aus, wo sich eine gleichermaßen dynamische Moscheeblase aufbläht.

Zum Ausgleich entwich Volumen aus der Christenblase, die den Muslimen im Orient schon immer das Atmen erschwerte und z.B. in der Türkei, dem „Bollwerk des Friedens“, im Verlauf des 20. Jahrhunderts von etwas über 20 Prozent auf 0.2 Prozent absackte. Sie ist Prototyp und Praxismodell für die interkulturelle Verdrängung, die zunehmend auf den Westen übergreift.

In Europa, das wir innerhalb des Westens bevorzugt betrachten, zeigt sich eine dazu gut passende Konstellation. Sie geht von der Kommunblase des „Strukturwandels“ aus, in dem die „Shareholder“-Eliten die Produktivität durch Nutzung der weltweiten Potentiale optimieren. Während sich in dieser Blasenvariante das Einkommen der Eliten aufbläht, schrumpfen die „Besitzstände“ des komplementären Westvolks, das mit zugleich ansteigender Toleranz für die Moscheeblase einen doppelten Beitrag leisten darf. Hier kommt das „Prinzip der kommunizierenden Blasen“ in seiner übergeordneten, wahrhaft globalen Form zum Vorschein. Da die elitären Interessen – oder auch „Sachzwänge“ – Vorrang haben, bilden sie nun eine Art „Überblase“, welche die eigenen Finanz- und Konsumblasen sowie zugleich auch die islaminternen Prozesse in Gestalt der Moscheeblase umfasst.

Mit anderen Worten: Die ideologische „Bereicherung“ durch Zuwanderung ist ebenso Teil des „Strukturwandels“ wie die fortlaufende „Verschlankung“ und „Deregulierung“ des Staates, der „Besitzstände“ der Bevölkerung und der mitlaufenden realen Bereicherung der „Shareholder“. Nicht wenige äußern sich in diesem Kontext immer wieder erstaunt über den abschätzigen Begriff des „Stammtischs“, mit dem insbesondere die Kulturgenossen die Bevölkerung belegen, obwohl man gerade sie eigentlich pfleglich behandeln sollte. Denn sie muß den Hauptteil der steigenden Belastungen tragen, im Finanzbereich durch abschwellende Einkommen und Sozialleistungen, im Toleranzbereich durch anschwellenden Moscheebau.

Daß diese Blasen sich nicht endlos aufpumpen lassen, die Toleranz für den Gelddruck, die Belastbarkeit des „Stammtischs“ nicht unbegrenzt ist, wollen natürlich am allerwenigsten diejenigen wahrhaben, die davon profitieren. Wie jedoch die andere Richtung, das Ablassen des Blaseninhalts, funktioniert, zeigte die Finanzkrise von 2008. Regelmäßig bricht bei solchen Vorgängen Verunsicherung aus, weil ihnen grundsätzlich nicht anzusehen ist, ob sie der Anfang einer vorübergehenden Korrektur oder eines endgültigen Platzens sind. Für unsere Zwecke ist festzustellen, daß weil die Kommunblase Finanz- und Islam-Toleranz untrennbar verbindet, die Finanzkrise erhebliche Auswirkungen auf die interkulturelle Blasenbildung haben wird.

Da sich mit dem Aufpumpen der Blasen auch der Druck auf die Bildung der Akteure erhöhte, weiteten sich die Felder aus, an denen sich ihre Ineffizienz ablesen ließ. Damit wuchs zwar einerseits die Neigung zu Radikalität infolge Inkompetenz, andererseits aber auch die Zahl der Ratlosen, die in einem Rest von Einsicht nach nützlichen Anregungen suchen, wie sie ihre „Performance“ verbessern können. Aus den dargestellten Gründen sind die Muslime und ihre Moscheeblase zu wichtig für die Zukunft der Euro-Gesellschaften, als daß die Kulturgenossen es versäumen sollten, den Wissensschatz zu heben, der inaktiv in der „Wissensgesellschaft“ schlummert. Insofern erscheint es empfehlenswert, als warnendes Beispiel auf die dürftige „Performance“ der Bank- und Börsenleute zu verweisen. Auch die Kulturblase muß – im „wohlverstandenen“ Interesse beider Blasenbereiche – besser kontrolliert werden, wenn das gemeinsame Projekt, die Kombiblase der Finanzeffizienz und Kulturtoleranz, intakt bleiben soll.

Im öffentlichen Raum wird inzwischen so konkretes wie unnötiges Räsonieren gegen den Islamtrend vernehmbar, das auf Lücken in der Kultur- und vor allem Medienarbeit schließen läßt. Nach unserer Beobachtung mangelt es dabei keinesfalls an Techniken der Einübung und Nachahmung, sondern lediglich an ihrer wirksamen Anwendung. Hier können wir von unseren primatischen Vorfahren lernen, die uns auch den zweiten Codenamen geben: APE – Adaptions-Produzierende Evolution. Da wir über erhebliches Knowhow im Bereich des Wissenstransfers und des „Dialogs“ selbst verfügen, sind wir in besonderer Weise aufgerufen, unseren Beitrag zu leisten.

Leicht erkennbar geht es darum, ein schwieriges Thema sensibel zu behandeln. Es kommt darauf an, weder die Gefühle der Muslime, noch anderer Kulturmenschen, noch der Kulturgenossen, noch der Finanzmanager, noch der Investmentbanker, geschweige denn der Eliten zu verletzen. Wir brauchen eine Darstellung, die komplexe Inhalte atmosphärisch korrekt einfängt und sachlich angemessen diskutiert. Denn dort, wo Wunsch und Realität sich trennen, werden die „Betroffenen“ zur Zielscheibe der zahlreichen Besserwisser im Finanz- und Kulturbereich bzw. des völkischen „Stammtischs“.

Diese Lage entstand allerdings durch Eigenverschulden der Blasengenossen, die jeweils auf ihre Weise dem Volk erfolgreich eintrichterten, daß man weder im Finanz- noch im Kultursektor von nennenswerten Risiken sprechen konnte. So wie die Börsenbullen nur den Plustrend kennen, fordern die Kulturgenossen undifferenzierten „Respekt“ für andere Kulturen. Insofern letztere mit den Börsenbullen in einem Boot sitzen und die risikofreie Weltsicht teilen, kann man sie auch „Islambullen“ nennen, weil sie Allahs Aktien an der globalen Kulturbörse besonders optimistisch handeln – eine natürliche Folge ihrer Situation. Denn da der finanzkulturelle Bullenbund durch Missbrauch und Korruption, die mit dem Verfall der Demokratie einhergehen, selbst an Volkes Respekt eingebüßt hat, sind nicht nur dessen Ämter und Berufe beschädigt, sondern auch der Amts-„Respekt“ insgesamt, den die besonders amtsgläubigen Deutschen damit verbinden. Unweigerlich wirkt indes die Forderung nach Respekt für ein mißbrauchtes Amt komisch, so daß es umso klüger war, nach alternativen Respektsobjekten zu suchen.

Hier bot sich aus nachfolgend diskutierten Gründen die Ersatzlösung einer multikulturellen „Anerkennung“, in deren Rahmen dann der Islam zu besonderem „Respekt“ gelangte. Im anschwellenden Politchor – „Wir brauchen mehr Moscheen“ – blähen ihn die Eliten massiv zum neuen, offiziellen Respektsobjekt und zwangsläufig auch zu einer Art Amtsreligion auf. Damit diese im gefährlichen Kielwasser der Finanzblase nicht das gleiche Schicksal ereilt wie die Blasenmanager selbst, nämlich der erkannten oder gar komischen Betrüger, ist die Islamblase mit der Aura der Wunschreligion zu verkleiden. Sie ist mit Tabuzäunen der „Toleranz“ zu umstellen, die ihre Funktion als Macht- und Investment-Prothese sichern und sie vielleicht auch zur neuen Blasenreligion aufbauen.

Nun drohen die Akteure allerdings in selbstgestellte Komikfallen zu laufen, weil sie sich Scheuklappen gegen die zwei wichtigsten Aspekte ihres Metiers angelegt haben. Nicht nur weigern sie sich, ihre Blasengemeinschaft mit den Finanzmanagern zur Kenntnis zu nehmen, sondern wehren sich in geradezu vormoderner Prüderie gegen die Sexfreude des Islam. Während dessen warten die völkischen Kreise des Stammtischs immer wieder mit polemischen oder gar rassistischen Anwürfen auf, die nicht nur die Kulturaktivisten beleidigen, sondern auch Konflikte in der Masse schüren.

Hier sollten wir unsere Expertise vorbeugend einsetzen. Dazu empfiehlt sich ein gehobenes Aufheiterungsdrama zwischen guten und gutgemeinten Ratschlägen, Satire und einer besonderen Form progressiver Sozialberatung. Deren Mischung wirkt informativ und gefühlsschonend zugleich. Es nimmt allerdings auch das Risiko des Lachens in Kauf, weil es das Leben selbst ist und dämpfend auf Radikalismus einwirkt. Solch hoher Anspruch lässt sich nicht durch Klischees, sondern nur durch erweiterte Perspektiven bewältigen. Das erkannte auch schon der Vitalphilosoph Henti Bergson: „Und doch könnten sie (kleine radikale Gruppen – d.Verf.), wenn sie sich gar zu sehr absondern, der Gesellschaft gefährlich werden. Das Lachen hat aber gerade die Aufgabe, jeden Versuch einer Absonderung zu unterdrücken. Es ist seine Funktion, jede Starrheit in Geschmeidigkeit zu verwandeln, jeden Sonderling der Gesellschaft zurück zu gewinnen, alle Ecken abzurunden“.

Zwar haben wir nicht den Ehrgeiz, „alle Ecken abzurunden“, doch verfahren wir ähnlich. Wir siedeln unsere Betrachtungen über Gottheiten, Geld und Geschlecht zwischen Spaß und Ernst an und betten ihre weltlichen Dresseure und Dressanten sowie deren interkulturelle Dinge in größere Ablaüfe und Vergleiche ein. Wir nutzen dabei die Ergebnisse der Evolutions- und Geschichtswissenschaft, die der herrschende Meinungs-Mainstream indes als „essentialistisch“, d.h. der Desinformation abträglich aus dem Verkehr zu ziehen sucht. Dabei lehren uns die Deregulierungen des Finanzmarkts sowie die PIG- und APE-Codes die Fetischwerte zu schätzen, die vom Volk oft unverstanden, die bewährte Leitkultur von Macht, Geld und Sex abbilden. So werden wir den einschlägig Bedürftigen nützliche Einsichten in ihre „wohlverstandenen Interessen“ geben und ihnen zeigen, wie man sie für die interkulturelle Blasenzukunft elitenverträglich umsetzt. Dabei bleibt den Betroffenen überlassen, ob und wie sich weiterhin ernst nehmen wollen.

Inhaltsverzeichnis von „Allah im Wunderland“:

1. Aufgang zur Biobühne 6
1.1.1 APE und PIG in der Kombiblase 7
1.1.2 Der Wo-Go-Grenzgang 11
1.1.3 Nietzsche-Affe und Freud-Witz 14
1.1.4 Der Sinn eleganten Unsinns 17
1.1.5 Darwin und das Penis-Ornament 19

2 Kultur im Affentheater 21
2.1 Horde und Herde 21
2.1.1. Welt, Natur und Pythagoras 21
2.1.2 Sind Aufklärer noch Wildbeuter? 23
2.1.3. Das Weibliche und das Alphamännliche 24
2.2 Elite und Masse 27
2.2.1 Sündenfall und Elitenglück 27
2.2.2 Respekt vor Sintfluten 30
2.2.3 Wem nützt der Teufel? 32
2.2.4 Schleiertanz der Ismen 35
2.2.5 Die „Ummatidien“ des Islamauges 37
2.2.6 Assel-Logo für Wurzellose 38
2.3 Friedensaffe und Gewaltclown 42
2.3.1 Das Theater der Moderne 42
2.3.2 Codes der Dressur 44
2.3.3 Missbrauch der Herrenrasse 46
2.3.4 Kulturgenossen und Scharlatane 48
2.3.5 Clowns, Humor und Ironie 49
2.4 Affen-Logo und -Dialogo 52
2.4.1 Diskurs zwischen den „Wahrheiten“ 52
2.4.2 Dhimma – Biotop für Affen und Schweine 54
2.4.3 Nietzsche und der „Wille zum Affen“ 56
2.4.4 Kritische Affen = demütige Menschen? 57
2.5 Überaffe und Übermensch 61
2.5.1 Gott als Macht-Design 61
2.5.2 Religion und das Glücksmonster FEEL 63
2.5.3 Staat und Affenstaat 65
2.5.4 Zuchtwahl des Eliten-„Raubtiers“ 69
2.5.5 Evolution durch Entmündigung 71

3 Allahs Fetisch-Zoo 73
3.1 Affen und Schweine an der Leine 73
3.1.1 Affen im Islam 73
3.1.2 Affe + Schwein = Schweineaffe 76
3.1.3 Das Schwein und die Religion 77
3.2 Frauen und Haremshunde 80
3.2.1 Penispilot in Richtung Saatfeld 80
3.2.2 Nietzsche und das Tier im Islam 83
3.2.3 Die Frau als sozialer Hund 84
3.2.4 Vom Tier zur Kindfrau 87
3.3 Allah, Teufel und Djinnen 89
3.3.1 Der Teufel im Islam 89
3.3.2 Mystiker, Narren und „Luqmanisten“ 91
3.3.3 Was heißt im Koran „schwanzlos“? 93
3.3.4 Allah – Beender der Geschichte 95
3.3.5 Muhammad und die Knotenbläser 97
3.3.6 Djinnen – Geburtshelfer des Islam 99
3.4 Der Fetisch in Allahs Geschäft 103
3.4.1 Kultur zwischen Konsum und Magie 103
3.4.2 Vom Geld zum Superfetisch 105
3.4.3 Imperium zwischen Arbeit und Sklaverei 107
3.4.4 Allahs Wucher – Kein Zwang im Glauben 108
3.4.5 Das Geld – über dem Koran 112

4 Kultur des Money Monkey 113
4.1 Geldgeist und Kulturautomat 113
4.1.1 Die Kapitalmaschine 113
4.1.2 Das Wesen des Geldes 115
4.1.3 Geld und Information 120
4.1.4 Westliche Wirtschaftsimame 122
4.1.5 Die Tsunamis des Gewaltkapitals 126
4.1.6 Evolution der Investmentblase 131
4.1.7 Am Altar der Kapitalreligion 133
4.2 Blomon und die Blasebälge 137
4.2.1 Schaumschläger in der Kulturblase 137
4.2.2 Blomon und die Megablase 141
4.2.3 Evolution der Inkontinenz 143
4.2.5 Kulturwachstum aus dem Fetisch 146
4.3 Falsche und Nützliche Idioten 149
4.3.1 Die Verschwörung der Dummheit 149
4.3.2 „Komplexität“ und die Unanständigen 150
4.3.3 Dummheit als Institution 152
4.3.4 Hohe Schule der Idioten 155
4.3.5 Vom Kultur-Affen zum Interkultur-Menschen 157
4.4 Hitler-Stalin-Affen und Schlaraffen 159
4.4.1 Im Fadenkreuz der Gewaltspießer 159
4.4.2 Hitler, Stalin und „lachende Mörder“ 162
4.4.3 Das Spektrum der Blasenlinken 164
4.4.4 Sind Kulturgenossen Antisemiten? 166
4.4.5 Theorie der Unzurechnungsfähigkeit 170
4.5 Sozialpsyche und Fäkalien 172
4.5.1 Geldgesellschaft und Fetischismus 172
4.5.2 Narziss und Goldlack 173
4.5.3 Interkulturelle Homosexualität 175
4.5.4 „Phallische Frau“ und Penisersatz 177

5 Dialog der Körper 180
5.1 Frauenspektrum und Mannmaschine 180
5.1.1 Körper- und Geschlechts-Design 180
5.1.2 Frauen und Flächen 184
5.1.3 Das Weibliche in der Medienmühle 186
5.1.4 Körperwahn und Streßspirale 188
5.1.5 Verhüllung als Altersschutz 190

5.2 Windmühlen gegen Sex und Tod 193
5.2.1 Keuschheitsgürtel der Kulturgenossen 193
5.2.2 Die FEEL-Blase der Ungläubigen 195
5.2.3 Schwell-, Schlaff- und Volkskörper 197
5.2.4 Alte Körper und der Tod 199
5.3 Medien-„Sinn“ und Kulturation 201
5.3.1 Die Herde in der Fernsehreligion 201
5.3.2 Betrug als Kultursinn 203
5.3.3 Was ist ein Schäubling? 210
5.4 Elitäre Black-Box-Blasen 214
5.4.1 Sternstunden der Gewaltclowns 215
5.4.2 Zuchtwahl der Ballonbläser 216
5.4.3 Von „Komplexität“ zur Ignoranzmoral 218
5.4.4 Kulturspirale mit Schrumpfradius 220

6. Sex-Djihad für Allah 222
6.1 Moderne Körper im Hamsterrad 222
6.1.1 Allah und das feudale Freßrecht 222
6.1.2 Gender-Mainstream unter der Burka 225
6.1.3 Stromstöße für die Herde 228
6.2 Kulturfusion durch Körperinfusion 231
6.2.1 Gewaltnostalgie der Eurokraten 231
6.2.2 Großtest der Volksdressur 234
6.2.3 Ritual– „Der Islam sagt uns …“ 237
6.3 Horden in der Seifenoper 241
6.3.1 Allah – der gute Gott der Moderne 241
6.3.2 Schariavorteil im Dialogmatch 244
6.3.3 Comicstrip des Kulturboulevards 247
6.4 Mode-Joker und Moschee 251
6.4.1 Spaßmasse auf Augen- und Ohrenhöhe 251
6.4.2 Qitmir-Mode und Frauentrend 254
6.4.3 Islambalz mit Musik und Explosionen 258
6.4.4 Konsumglaube und Islamglück 263
6.5 Saatfelder für Allah 266
6.5.1 Freiheit für den Orientsex! 267
6.5.2 Der Penis – Organ des Naturglaubens 269
6.5.3 Koitusbuchung im Paradies 273
6.5.4 Allahs ultimatives Kuckucksei 276
6.6 Die Roben der Sexophoben 277
6.6.1 Stilles Stillen in Allahs Büros 277
6.6.2 Die Renaissance des Aufreitens 279
6.6.3. Der Alphamann – Stellvertreter Allahs 282
6.6.4 Kastraten des Kulturbetriebs 284
6.6.5 Fesseln bürgerlicher Sexophobie 287
6.6.6 Vollendung im korrekten Doppelgänger 291

» Hans-Peter Raddatz; Allah im Wunderland – Geld, Sex und Machteliten; ISBN 978-3-00-026269-2; 296 Seiten; 15,2 x 23,2 Paperback.

Die Satire kann bis zum 31. Dezember 2008 exklusiv über PI zu einem Subskriptionspreis von € 17,90 (ab 1. Januar 2009 kostet es dann € 19,90) inkl. portofreiem Versand bestellt werden. Bitte füllen Sie dazu nachfolgendes Bestellformular aus:




Haftstrafen für Vergewaltigung von Bewusstloser

Vor sechs Wochen berichtete PI über die Vergewaltigung einer bewusstlosen jungen Frau durch vier Männer, deren ethnische Herkunft damals ganz offen genannt wurde. Inzwischen wurde das Urteil verkündet, und es herrscht medienübergreifendes Schweigen über nähere Angaben zu den Tätern (s. hier, hier, hier oder hier).

Es sind eben einfach vier Hamburger.

Die Verteidigung lässt jeglichen Anstand vermissen und verhöhnt das Opfer:

Polizisten hatten die vier Männer mit teils heruntergelassenen oder geöffneten Hosen neben der wehrlosen jungen Mutter angetroffen und festgenommen. Vor Gericht hatten sie geschwiegen. Ihre Verteidiger hatten behauptet, das Erbmaterial des Opfers könne auch durch „nicht-sexuelle Handlungen“ an die Geschlechtsteile ihrer Mandanten geraten sein und beantragten Freisprüche.

Die Richterin verurteilte die vier zu mehrjährigen Haftstrafen.

„Die Tat war besonders verwerflich“, sagte die Amtsrichterin, „die junge Frau muss ihr Leben lang an dem tragen, was in diesen Minuten mir ihr gemacht wurde.“

Nicht jede Frau kann das ertragen:

Der Lebensweg der jungen Frau schien steil nach oben zu führen: Ausbildung mit der Auszeichnung „Beste Bäckereifachverkäuferin Deutschlands“ abgeschlossen, Abi nachgeholt, BWL-Studium begonnen. Doch Nadine M. (22), bildhübsch und ehrgeizig, nahm sich im August 2008 das Leben – acht Monate nachdem zwei Männer sie vergewaltigt hatten. Die mutmaßlichen Täter stehen derzeit in Lübeck vor Gericht.

Es war die Nacht zum 1. Dezember 2007, die Nadines Leben zerstören sollte. In einem Lübecker Szene-Lokal lernte die lebensfrohe Studentin einen jungen Mann kennen. Einen Discjockey, dunkelhäutig, attraktiv. Die beiden unterhielten sich, fanden sich sympathisch, so erzählte Nadine es später einer Freundin. Nadine ließ sich am frühen Morgen von dem jungen Mann in dessen Wohnung einladen, wo sie in einen Albtraum aus Drogen und Gewalt geraten sein soll.

Ihrer Freundin sagte Nadine, dass sie durch eine Substanz betäubt wurde, sich nicht wehren konnte, als ein zweiter Mann in das Zimmer trat und sich gemeinsam mit dem Discjockey an ihr verging. Sechs Stunden lang sollen beide Männer Nadine immer wieder vergewaltigt haben, erst mittags gelang dem geschockten Opfer die Flucht.

Nadine alarmierte die Polizei, Isaac B. (21) und Collins Y. (25) wurden in der Wohnung festgenommen. Laut Lübecker Staatsanwaltschaft sollen beide vorbestraft sein. Dennoch sah das Gericht keine Gründe, die Männer in Untersuchungshaft zu nehmen.

Für Nadine wurde nach jener Nacht nichts mehr, wie es einmal war. Nadine hatte ihren Beruf geliebt, hatte während ihrer Ausbildung auch in der Filiale der Hansebäckerei an der Wandsbeker Königstraße gearbeitet. Für ihre exzellenten Leistungen hatte sie ein Stipendium erhalten. Nun trieben Scham und Verzweiflung die begabte junge Frau in eine Depression, weder die Liebe ihrer Eltern noch ein Aufenthalt in einer Klinik konnten ihr den Lebensmut zurückgeben. „Ich ekle mich vor mir selbst“, sagte sie einmal einer Freundin.

Weil Nadine Opfer war, gab’s keinen Therapieplatz, nur eine Warteliste. Nadine nahm sich das Leben.

(Spürnasen: Gerhard L., Roman, Volker, Heinz W. und Francois)




Christian Klar priviligiert gefangen und entlassen

Der neunfache Mörder und RAF-Terrorist Christian Klar ist nicht nur während der Haft bevorzugt behandelt worden. Der zu sechsmal lebenslänglich Verurteilte wird auf Bewährung entlassen, ohne – wie sonst bei Lebenslänglichen üblich – einen längeren Aufenthalt im Offenen Vollzug oder auch nur eine nachvollziehbare Tataufarbeitung unter Bekennung zu seinen Straftaten. „Der Hinweis auf den Gleichheitsbehandlungsgrundsatz wirke für Klars Mitgefangene deshalb wie eine Verhöhnung“, betonte der Sprecher der Gefangenenvertretung der Justizvollzugsanstalt (JVA) Bruchsal in einem Brief an die BADISCHEN NEUESTEN NACHRICHTEN. (Foto: Gedenkstein für die Opfer des Terrorimus in Köln)

Auch das Sozialverhalten des Mithäftlings wird in dem Schreiben thematisiert: «Dass sich der sicherlich intelligente Herr Klar auch einmal in der Haft für Schwächere oder nicht so intelligente Mitgefangene sozial engagiert hätte, konnte von hier ebenfalls nicht festgestellt werden.»

Der SPIEGEL schreibt:

Die Gefangenenvertretung sei „völlig irritiert“ über eine Äußerung von Bundesjustizministerin Brigitte Zypries, wonach Klar behandelt werde wie jeder andere Gefangene auch, schrieb demnach der Sprecher des von den Häftlingen gewählten Gremiums, Peter Lambert.

Von Gefangenen werde vor der Entlassung „regelmäßig ein längerer Aufenthalt im Offenen Vollzug, eine – unter Bekennung zur Straftat – nachvollziehbare Tataufarbeitung, oftmals die Absolvierung einer beruflichen Ausbildung im Strafvollzug oder gar die Durchführung (Sozial-)Therapeutischer Behandlungen etc. erwartet“.

Bei Klar habe dagegen offenbar ein nur gelegentliches Nachkommen der Arbeitspflicht, eine mehrmonatige „Teilnahme an der Tischtennisfreizeit“ vor einigen Jahren „sowie die spärliche Äußerung, er werde zukünftig ein legales Leben führen, zur Erfüllung von entlassungsvorbereitenden Maßnahmen genügt“. (…) Die Gefangenenvertretung erklärte: „Wäre es also so, wie es u.a. Frau Zypries darstellt, dann müssten bereits jetzt ein gutes Dutzend anderer Gefangener aus der JVA Bruchsal entlassen werden“.

Durch diese zur „regelmäßigen Arbeit“ umpriviligierte Gelegenheitsarbeit hat Klar sogar Urlaubsansprüche erworben und kann noch früher raus. Weihnachten wird er schon zu Hause Weihnachtslieder unter dem Tannenbaum singen.

Einem Bericht des Nachrichtenmagazins «Focus» zufolge soll Klar bereits um Weihnachten herum aus der JVA Bruchsal entlassen werden. Er werde den Urlaub, den er sich aufgrund seiner regelmäßigen Arbeit in der JVA in den vergangenen Jahren angespart habe, jetzt beantragen, berichtete das Magazin.

Einer, der die Entlassung der Bestie Klar besonders herzlich begrüßt ist Hans-Christian Ströbele. Der sähe am liebsten alle RAF-Killer frei. Das mag wohl daran liegen, dass der ehemalige RAF-Anwalt Ströbele wie sie noch immer ein gestörtes Verhältnis zu eigenen Nation hat. Bauchweh bereiten ihm daher nicht freilaufende Mörder, sondern nur deutsche Fahnen.

(Allen Spürnasen zu Klar und Ströbele herzlichen Dank)




WAZ-Gruppe wird Einheitsblatt

Nachdem bereits die Süddeutsche Zeitung ihren Mitarbeitern eine bessere Zukunftsperspektive als den von ihr betriebenen vorgestrigen Meinungsjournalismus empfehlen musste, folgt nun die WAZ-Gruppe. Weil keiner die unerträglichen Belehrungsaufsätze aus dem müffelnden SPD-Filz mehr lesen will, sollen 260 Mitarbeiter entlassen werden. Die Zeitungen der Gruppe unterscheiden sich in Zukunft nur dem Namen nach und erscheinen mit identischem Inhalt. Damit das ganze ohne viel Lärm über die Bühne geht, wird der Gewerkschaftsfunktionär, der bisher die Mitarbeiter vertrat, zum Chefredakteur befördert.

Die ebenfalls in Auflösung befindliche Süddeutsche Zeitung wundert sich, warum sie nicht selber so eine gute Idee hatte:

Wenn eine Firma große Sparwellen plant und radikal umbauen will, dann empfiehlt es sich, den natürliche Gegner von der Arbeitnehmerseite einfach einzubinden – und einen Chefstuhl anzubieten.

Malte Hinz, Vorsitzender der Deutschen Journalistenunion (dju), ist auf diese Weise aufgestiegen. Die dju gilt zwar als die schärfere Interessensvertretung im Journalistengewerbe, doch Hinz hat auch noch den Vorteil, jahrelang Betriebsrat bei der Westfälischen Rundschau in Dortmund gewesen zu sein.

Und so kommt es, dass der Gewerkschafter nun Chefredakteur des Blattes wird, das mehrheitlich zum WAZ-Konzern in Essen gehört und an dem auch die SPD über ihre Medienholding DDVG beteiligt ist. Die überraschende Personalie bestätigte der Unternehmenssprecher der WAZ-Mediengruppe.

Über die Planungen, das Zeitungsimperium auf eine der journalistischen Qualität angemessenere Größe abzuwickeln berichtet der Spiegel. 260 Mitarbeitern soll empfohlen werden, sich um eine alternative Zukunftsperspektive zu bemühen:

Das sind beinahe so viele, wie Geschäftsführer Bodo Hombach im Oktober angekündigt hatte. Damals hieß es, von den Sparmaßnahmen könnten rund 300 Stellen betroffen sein.

Als Grund für den Stellenabbau gibt die Mediengruppe Defizite an, welche die vier Titel „Westdeutsche Allgemeine Zeitung“ („WAZ“), „Neue Ruhr/Neue Rhein- Zeitung“ („NRZ“), „Westfälische Rundschau“ („WR“) und „Westfalenpost“ („WP“) zusammen erwirtschaften.

Schuld daran seien die Auflagenrückgänge und ein Anzeigenverlust, der laut Geschäftsführer Hombach im Vergleich zum Vorjahr rund 30 Prozent beträgt. Der Verlag, der eine Unternehmensberatung eingeschaltet hat, will rund 30 Millionen Euro einsparen.

Zusätzlich zum Stellenabbau ist geplant, die Mantelredaktionen von drei der vier Titel in Nordrhein-Westfalen zusammenzulegen. Der Vorsitzende des Deutschen Journalisten-Verbandes (DJV), Michael Konken, kritisierte diese Umstrukturierung. Es drohe der Verlust journalistischer Vielfalt und Qualität, sagte er. Als gleichförmiges Einheitsblatt mit vier verschiedenen Titeln werde die WAZ-Gruppe ihre Rendite bestimmt nicht steigern.

Geschäftsführer Bodo Hombach, der die Abwicklung der Firma organisiert, ist selbst kein unbeschriebenes Blatt im nordrhein-westfälischen Sozialistenfilz. Der ehemalige Gewerkschaftsfunktionär, NRW-Wirtschaftsminister, Wahlkampfmanager und Kanzlermacher von Gerhard Schröder musste sein Belohnungspöstchen im Kanzleramt wieder räumen, nachdem gewisse Unregelmäßigkeiten beim Bau seiner Privatvilla behauptet wurden, deren Nennung inzwischen per Gerichtsbeschluss untersagt wurde. Wie viele, die sich erwischen ließen, wurde er in die Brüsseler Bürokratie verbannt, wo er EU-Sonderbeauftragter für Ex-Jugoslawien wurde. Nach intensiven Korruptionsstudien auf dem Balkan ist Hombach, wie berichtet, nun Geschäftsführer einer der größten Zeitungsgruppen Deutschlands, und beaufsichtigt die die deutsche Politik beaufsichtigenden Qualitätsjournalisten in SPD-Lohn. In Zukunft glücklicherweise im etwas bescheidenerem Rahmen des künftigen Westdeutschen Einheitsblattes.