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Allah könnte in den Schmutz fallen


Vor lauter Freude über die „Stärke der kulturellen Vielfalt“ hatte man in Wuppertal die islamische Einfalt ganz vergessen. Und so durfte die Stadt 14.000 Exemplare der Broschüre „Kulturelle Vielfalt ist unsere Stärke“ wieder einstampfen lassen. Ein arabisches Schriftzeichen hatte moslemischen Unmut verursacht.

Auf dem Flyer stand nämlich ein arabisches Schriftzeichen, welches das Wort Allah bedeutet. Die Interessengemeinschaft der Wuppertaler Moscheevereine setzte umgehend Kultur-Dezernent Matthias Nocke davon in Kenntnis und monierte, dass es unschicklich sei, wenn sich Menschen auf die Broschüre setzten oder diese in den Schmutz falle. Nocke kassierte das Faltblatt sofort. „Das hätte die Gemeinschaft der Gläubigen unter Umständen beleidigen können.“

Nicht auszudenken, wie verletzt die Gefühle erst wären, wenn jemand mit Allah den Mülleimer auslegen oder toten Fisch einwickeln würde! Im Jemen würden sofort deutsche Fahnen verbrannt!

Der Autor der WESTDEUTSCHEN ZEITUNG, Robert Maus, hat aber die islamischen Befindlichkeiten schon brav verinnerlicht und spricht von einem „peinlichen Fehler“ der Stadt. Und damit ist nicht das Einstampfen der Broschüre gemeint.

» robert.maus@westdeutsche-zeitung.de

(Spürnasen: Bernd v. S. und Bud F.)