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„Q-ragierter“ Kampf gegen gefährliche Christen

q_rageDer Islam sei eine echt coole Religion mit klaren Linien, das evangelikale (protestantisch-fromme) Christentum hingegen „verfassungsrechtsfeindlich“, eine Gefahr für wichtige Freiheitsrechte und dumm. Dies lernen Jugendliche in der Ausgabe für das Schuljahr 2008/2009 des von der Bundeszentrale für politische Bildung mitfinanzierten und von „Schule ohne Rassismus“ herausgegebenen Magazins „Q-rage“ mit dem Heft-Titel „Selam Deutschland“ (PDF-Ausgabe).

Eine Diffamierung des Christentums mit gleichzeitiger Islamwerbung, verpackt in einer jugendlich-peppigen Kampfschrift gegen Evangelikal-Rechts™.

Jugendliche im Alter zwischen 16 und 20 Jahren haben Artikel verfasst, die sich mit dem Thema Diskriminierung in Deutschland befassen. „Sie gehen der Frage nach: Wie steht es um das multikulturelle Zusammenleben im Land?“, kündigt das Heft an. „Sie berichten von gelungenen Beispielen des Miteinanders, aber auch von Problemen mit Diskriminierung der unterschiedlichsten Art.“

Das evangelisch-fromme Christentum wird als sektiererische, dümmliche Bewegung und Gefahr für die Jugendlichen dargestellt, die es im Antidiskriminierungsskampf gegen Rechts™ mit-auszumerzen gilt. Als eine echte Bereicherung gilt im Gegensatz dazu der Islam.

Diskriminierend scheinen den Heftmachern vor allem evangelikale Christen zu sein. Der Artikel selbst aber, der die Teilnehmer des Christival 2008 als dumm, intolerant, nervend und gefährlich darstellt, ist in den Augen der Herausgeber offensichtlich nicht diskriminierend oder intolerant. Im Islam dagegen scheint es das Problem der Intoleranz nicht zu geben. Demonstrationen wegen Karikaturen, Todesdrohungen und Terror gegen Andersgläubige im Namen Allahs, abgesagte Theateraufführungen aus Angst vor Vertretern dieser Religion – sie scheinen im „Q-rage“-Universum nicht zu existieren.

Zwischen 2004 und 2007 waren „mehr als 7.500 Deutsche zum Islam übergetreten“, berichtet das Heft. Die Autoren fügen kommentierend hinzu: „Der Wunsch nach einer Religion mit einer klaren Vorstellung von Gott und Richtlinien für den Lebensweg ist vielen ein Bedürfnis in der schnelllebigen materiellen Gesellschaft.“ Hier ist, wohl gemerkt, vom Islam die Rede, nicht von evangelikalen Christen, denen sonst „klare Vorstellungen von Gott“ sowie „Richtlinien“ als fundamentalistisch und intolerant vorgeworfen werden.

Was die Christen an der Diffamierungskampagne besonders stört, ist die bewusste Vermittlung falscher Tatsachen an Schulen und die Finanzierung der anti-christlichen Hetzschrift aus öffentlicher Hand.

Christen sind empört, dass solche Vorwürfe in einer mit öffentlichen Geldern finanzierten Zeitschrift verbreitet werden. „Es ist ungeheuerlich, dass ein solches Projekt aus unseren Steuermitteln finanziert und damit vom Staat subventioniert wird“, sagte der Geschäftsführer des Christlichen Medienverbundes KEP, Wolfgang Baake. „In dem Artikel werden die Evangelikalen massiv diskriminiert. Da die Bundeszentrale für politische Bildung dies unterstützt, fordere ich den Rücktritt des Präsidenten Thomas Krüger. Außerdem hat die Bundesregierung die Pflicht, sich von diesen Inhalten zu distanzieren“, schrieb Baake in einem Brief an Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble, dessen Ministerium für die Bundeszentrale für politische Bildung zuständig ist.

Das Heft bewirbt neben dem Übertritt zum Islam auch anti-Israel Demos und terroristische Symbole wie Palästinenserschals, die dann wiederum weder als verfassungsfeindlich noch als gefährlich eingestuft werden.

Update von Dr. G. Eussner: Schaut mal, wo Kirche, Moschee, Synagoge jeweils angesiedelt sind auf dem Deckblatt, und schaut, wie groß die drei Gebäude sind. Unter einer riesigen schwarzen, hässlichen und bedrohlichen Kirche mit zwei Türmen kommen erst noch schräg angeordnete Häuser, dann darunter die kleine niedliche Moschee ohne Minarette, davor ein lächelnder Buddha. Die Synagoge steht am höchsten im Bild, unter dem Bankenzentrum, – oder wie würdet Ihr die Wolkenkratzer einschätzen? – und neben dem Fernsehturm, also direkt neben dem Symbol für Medien. Juden, Banken, Medien gehören demnach zusammen.

(Spürnase: Bernd vS)