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Bombenanschlag auf deutsche Botschaft in Kabul

Anschlag auf Botschaft in KabulAuf die deutsche Botschaft in der afghanischen Hauptstadt Kabul wurde heute ein Bombenanschlag verübt. Laut Associated Press wurden mehrere Fahrzeuge zerstört. Notfall- und Feuerwehrfahrzeuge waren am Ort des Anschlages um die Flammen zu löschen. Beim Anschlag wurden auch vier amerikanische Soldaten vom US-Stützpunkt gegenüber der Botschaft verletzt.

n-tv berichtet:

Das Auswärtige Amt in Berlin teilte mit, es gebe auch einige Verletzte unter den Mitarbeitern der Botschaft. Die radikalislamischen Taliban bekannten sich zu dem Anschlag, der auf Fahrzeuge der deutschen Botschaft gezielt habe.

Ein Sprecher des Auswärtigen Amtes bestätigte, dass es „unweit“ der Botschaft eine Explosion gegeben habe. Einige Mitarbeiter seien verletzt worden. Am Botschaftsgebäude sei Sachschaden entstanden. Einzelheiten konnte der Sprecher zunächst nicht nennen.

„Das war ein Selbstmordanschlag“, sagte der Sprecher des afghanischen Verteidigungsministeriums, Mohammed Sahir Azimi. Unter den Toten sei ein Kind. Mindestes acht Afghanen seien verletzt worden und in Krankenhäuser gebracht worden. Die US-Armee erklärte, vier ihrer Soldaten seien ebenfalls bei dem Anschlag verletzt worden, unter ihnen eine Frau. Die Soldaten seien aber nicht in Lebensgefahr, sagte Armeesprecherin Elizabeth Mathias.

Ein Sprecher der Taliban, Sabihullah Mudschahed, sagte vor Journalisten, ein Mitglied der Gruppe habe einen Selbstmordanschlag verübt. Das Ziel seien zwei Fahrzeuge der deutschen Botschaft gewesen. Der Anschlag müsse als Warnung an die Deutschen verstanden werden, die sich aus dem Norden Afghanistans zurückziehen sollten.

Der Anschlag ereignete sich im Zentrum Kabuls auf einer belebten Kreuzung vor der deutschen Botschaft. In der Gegend befinden sich auch Büros der Vereinten Nationen und ein großer US-Militärstützpunkt. Augenzeugen zufolge gingen durch die Explosion ein Tankwagen und zwei weitere Fahrzeuge in Flammen auf. Nach der Explosion eilten mehrere Krankenwagen zum Tatort. Ein Augenzeuge berichtete, einige der Verletzten seien städtische Straßenkehrer gewesen.