Kai Diekmann hatte es in seiner gestern auf ARTE ausgestrahlten Nachtschicht mit Henryk M. Broder nicht leicht. Broder stellte Diekmann mit scharfzüngigen Bemerkungen über dessen manchmal allzu Gutmenschen-freundliche Boulevard-Journaille auf die Probe, provozierte mit einem überfallartigen Besuch auf einem Empfang der Walter Rathenau-Stiftung und pirschte mit dem Bild-Chefredakteur durch Restaurants und Cafés Berlins.

Broder war, wie gewohnt, allzeit schalkhaft-herausfordernd mit ständig-wechselnder Kopfbedeckung von islamisch bis amerikanisch. Das Namensschild, das er beim Einlass in die Bild-Redaktion erhalten hatte, tauschte er sich sogar durch den Namenszug eines Scheichs aus, angeblich „um damit besser reinzukommen“.

Das Video zur Sendung sehen Sie hier:

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41 KOMMENTARE

  1. Als Broder ihn fragte warum er damals die Mohammed-Karikaturen nicht in der Bild-Zeitung nachdruckte, sagte Diekmann, er würde nicht zuerst auf einen Altar pissen um danach mit dem Pfarrer einen Dialog zu führen.

    Bei der Veröffentlichung eines „Kunstwerkes“, wo ein Kaninchen anstatt Jesus am Kreuz geschlagen war, hatte er keine Hemmungen es zu veröffentlichen. Wenn das keine Heuchelei ist! Hauptsache die Auflage stimmt!

    Tja, wer schert sich schon um die Gefühle betroffener Christen.

  2. Bei aller Veehrung für Herrn Broder, aber wie man der BILD-Zeitung Gutmenschlichkeit vorwerfen kann, während man selbst ausgerechnet beim SPIEGEL bzw. SpOn arbeitet – nun ja.

    Man mag ja von der BILD-Zeitung halten, was man will, aber immerhin haben die einen der politisch unkorrektesten Kolumnisten weit und breit (Nikolaus Fest), ohne den sich manch anderer nie aus der Deckung gewagt hätte. Während der SPIEGEL in Sachen Gutmenschengetue eigentlich kaum noch zu ertragen ist und in Sachen Promi-Klatsch der BILD ebenfalls inzwischen in nichts mehr nachsteht. SpON: die „Frau im Spiegel“ für Leute mit Abitur.

    Mir ist jemand wie Diekmann tausendmal lieber als solche politischen Funktionärsplapperer wie Blumencron und Co. Ich weiß gar nicht, wie der Broder dieses ewige Pallywood und die Privatanrufe der Al-Quaida-Typen bei seinem einen Nahost-Schreiber noch aushalten kann. Aber auf die BILD-Zeitung einzudreschen ist natürlich hip, wenn man bei einem Magazin arbeitet, was nur noch von seime Ruf der sechziger und siebziger Jahre lebt und inzwischen zu einem Flagschiff der Ideologiepresse geworden ist, wie es selbst die BILD-Zeitung (in anderer Ausrichtung) tatsächlich noch nie gewesen ist.

  3. Köstlich!
    Broder mit Fez im Restaurant Diener sagt zu einem Gast: „Kucken sie nur, in 10 Jahren müssen sie auch sowas tragen!“

  4. @ Lord Byron

    Der Einwand Broders wegen der Karikaturen ist berechtigt, aber wo waren denn die Karikaturen im SPIEGEL – dem Moslem-Appeasement-Magazin schlechthin? Warum geht Broder nicht mit einem TV-Team zu seinem eigenen Chef und stellt den dann mal bloß? Weil der SPIEGEl heilig ist, aber die BILD-Zeitung die Deppenzeitung? Das ist so eine komische Haltung, die m. E. nach zu Broder eigentlich gar nicht so richtig passt.

  5. Ich erinnere mich noch gut daran das die BILD genauso viele Anwälte hatte wie Journalisten:)

  6. #5 Paula

    gut auf den Punkt gebracht.

    Was mich erstaunte, plötzlich waren es beim Broder 50 Nazis in Köln. In und seinem Artikel darüber sprach er noch von Rechten.
    Sind nun bei ihm Rechte = Nazis?
    Mich hat das doch befremdet und der Diekmann war für mich in seinem Auftreten glaubwürdiger.

  7. #8 Die Realitaet

    ich erinnere mich , daß er PI Richtung Sekte abschob, die aber gute Beiträge bringt.

  8. Es ist bemerkenswert, wie unsicher manche Politiker und Journalisten bei offiziellen Anlässen sind.

    Genial war auch Broders Spruch über die asiatischen Migranten aus dem China-Imbiss. „Migranten, von denen man nichts hört. Könnte es nicht sein, dass das daran liegt, dass die arbeiten gehen?“

  9. Also ich fand diese Folge klasse. Broder in Hochform. Absolut sehenswert. Zumal ich das Format als solches zum besten zähle, was es derzeit im deutschen Fernsehen zu sehen gibt.

  10. Diekmann:

    Ich behaupte, daß ich als Chefradakteur der Bildzeitung einer der beliebtesten Journalisten in Deutschland bin.

    Broder:

    …solange die Leute die Zeitung nicht LESEN!

  11. Köstlich!Herrlich, der Broder halt.
    Ich fand beide ganz gut. Lockerer Smalltalk zum Chill Out-Genuß!
    Broder nach meiner Defintion ein Rechter. Genau wie ein rechter Demokrat;- aufrichtig, direkt und rational denkend.Chuzpe!
    Das war ein lockerer Austausch zwischen BILD und dem freiem Publizisten Broder, nicht verkehrt und zweckmäßig. Für mehr war´s auch gar nicht gedacht. Ich hab an einigen Stellen sehr geschmunzelt.

    Herr Diekmann ist allerdings der typische Geschäftsmanagertypus, der seine Emotionen im Kühlfach der Kühltruhe hinterlegt hat. Ganz selten kam mal ein richtiges Schmunzeln durch, auf Broders Witz. Das war einfach nur zum Chillen und als Austausch vollkommen ok! 😀

  12. Broder kauft im KZ Auschwitz Ansichtskarten, schreibt „Wish you were here“ drauf und verschickt sie an seine Freunde. Mann, hat der einen schwarzen Humor!

  13. Ich muss leider sagen, dass Diekmann hier die bessere Figur abgegeben hat.
    Bei allem Respeckt für Broder: Einige seiner Aussagen oder besser Angriffe hätte er auch auf sich selbst beziehen können.
    Ansonsten: Sehr unterhaltsam.

    P.S. Ist außer mir noch jemandem aufgefallen, wie die Leute Broder in den Arsch kriechen ? 🙂

  14. #22
    Fand ich auch etwas übertrieben.Kann auch verstehen, dass da nicht jeder drüber lachen kann.

  15. #14
    Das war auch die Stelle des Beitrags, die mir am meisten aufgefallen ist.
    Ist doch was Wahres dran !
    Hab noch nie von Asiaten aufs Maul bekommen 🙂

  16. „Hier ist die Saat zu einer Männerfreundschaft gelegt worden.“

    Nun, ich wünsche Fruchtbarkeit.

  17. War doch nur ein lockeres Geplänkel.
    Hätte kürzer sein können, und von
    _Vorführung_ habe ich nix gesehen/gemerkt.

  18. Der beste Witz stammte weder von Diekmann noch von Broder, sondern von dem Maler: „Ich verkaufe meine entartete Kunst nicht an amerikanische Juden“.

  19. Man muss diese Werbesendung damit in Zusammenhang bringen, dass die Verkaufszahlen der Bildzeitung stark zurück gegangen sind.

  20. Paula rules!

    Liebe „Spiegel“-Leser, lest unbedingt den Beitrag von Paula
    #5 Paula (23. Jan 2009 16:23)
    durch!

    Sehr treffend.

    Dieser Broder mag ja zuweilen durchaus auch mal ganz interessante Einschätzungen bezüglich Islam, Islamisierung und der Tatsache, dass es zwischen „friedliebendem“ Islam, „gemäßigten“ Islam, „Islamismus“ oder Terror oder Terrorismus oder „mutmaßlichem“ Terrorismus ( 😉 ) keinen Unterschied gibt.
    Aber was er bei dem Boulevard-Proll-Hetz-möchte-gern-intellektuellen anti-israelischen und pro-islamischen sowie klimawandelnden Primitiv-Blatt „Spiegel“ zu suchen hat und wie er es dort aushält, läßt doch äußerst stark an Broder´s Intellekt und Intelligenz zweifeln…

    nun, wahrscheinlich ist Broder auch nur ein ganz normaler, durchschnittlicher gewöhnlicher Opportunist… wie es im deutschen Sprachraum ja so viele gibt…

    (in Russland scheint es noch kritische Journalisten zu geben -sonst sähen sich die Mächtigen dort nicht gezwunden, sie umgebringen zu lassen. In Deutschland dagegen?… 🙁 )

  21. Es ist sicherlich bemerkenswert, daß man sich mit so sehr wenig zufrieden gibt. Broder war eben Broder, ein Kommunist mit der einen oder anderen hellen Bemerkung, Diekmann eine Mainstreamhure mit der einen oder anderen hellen Bemerkung. Und nun? Vergessen wir beide.

  22. Nun, wer kann von sich sagen; er wechselt lieber den Geldgeber, nur weil dessen Geisteshaltung nicht zu 100% mit der eigenen Meinung identisch ist? Meinungsfreiheit!

    Warum sollte man den Kahn verlassen, wenn man Einfluß auf die Steuerung nehmen kann. Und ich denke, der Spiegel profitiert gewaltig von einem Broder, aber eben auch von unterschiedlichen Kommentatoren. Gäbe es nur eine politische Richtlinie, ist es doch genau das, was Pi-Lesern den rotlackierten Nazis vorwerfen; Einseitigkeit!

    Zudem hat Broder seine eigenen Seiten, wo er sich ausleben kann.
    Meinungsverschiedene Interessen bilden den intelligenten Menschen weiter, Gleichheit bedeutet Stillstand.

  23. Jetzt tappen die Linken in die selbstgestellte PC-Falle: Sie wollen nicht mehr nur „links“, sondern auch „bürgerlich“. Deshalb ärgern sie sich fürchterlich darüber, dass sie z. B. bei der Hessenwahl von den Medien einfach ins „linke“ und CDU/FDP pauschal ins „bürgerliche“ Lager einsortiert wurden. Nein! Sie möchten auch „bürgerlich“ sein. Bettina Gaus schreibt sich ihren Frust darüber in der taz von der Seele (und kürzlich jammerte auch die FR):
    http://www.taz.de/1/debatte/kolumnen/artikel/1/das-lager-der-anderen/

    Aber, liebe PI-Leser, ist das nicht eine absurde Entwicklung? Über Jahre ist es den politisch korrekten Gutmenschen endlich gelungen, alle irgendwie rechts von der linken SPD Stehenden in die böse „rechts(-radikale)“ Ecke zu drängen – und jetzt möchten sie auch noch „bürgerlich“ sein, aber werden einfach nicht so gesehen. Die letzte Verdrehung in Gestalt der Gleichsetzung von „links“ und „bürgerlich“ funktioniert nämlich nicht so einfach. Da müssen sie noch dran arbeiten…. Vermutlich ist der Widerspruch auch zu groß, wenn Linke (die alles irgendwie staatstragend-nationale im Ansatz hassen) plötzlich „bürgerliche“ Tugenden besitzen wollen. Auf die Fahne pinkeln und „bürgerlich“ sein, das geht einfach nicht.
    Weil es so köstlich ist, hier noch ein Auszug aus Bettina Gaus´ Gejammer in der taz:
    Wenn es ein bürgerliches Lager gibt, dann muss es auch ein anderes Lager geben. Zu dem also – wenn denn in Hessen die „Bürgerlichen“ gewonnen haben – die SPD, die Linke und die Grünen gehören. Was sind die? Eine revolutionäre Bewegung mit dem Ziel, den Arbeiter- und Bauernstaat zu schaffen? Da lachen ja die Hühner. Das glauben doch nicht einmal die Intendanten von MDR und Bayerischem Rundfunk.

    Es ist nicht anzunehmen, dass den Zuschauern mitgeteilt werden sollte, die Bourgeoisie habe die Landtagswahlen gewonnen. Obwohl dafür manches spricht. Aber der Bourgeois ist kein Sympathieträger und kommt deshalb in der öffentlichen Debatte schon lange nicht mehr vor. Mit dem Bürger ist stets der Citoyen gemeint, der Staatsbürger im Sinne der Aufklärung. Den repräsentieren also nur FDP und Union? Da sollten die Hühner auch lachen. Tun sie aber nicht. Leider.

    Die Rechte, die sich das Bürgertum in der Französischen Revolution erkämpft hat, gelten heute als Menschenrechte. Möchten jene Journalisten, die in Deutschland vom „bürgerlichen Lager“ sprechen, den „Anderen“ unterstellen, die Gültigkeit dieser Rechte in Frage stellen zu wollen? Sie sind wohl nur dankbar dafür, dass es einen anderen Ausdruck für „schwarz-gelbe Koalition“ gibt.

    Es war ja schon in der Schule so, dass man bei Aufsätzen dieselben Ausdrücke nicht allzu häufig wiederholen durfte, deshalb sind Synonyme prima. Auch in der Schule wusste man schließlich selbst nicht immer, was man da eigentlich so sagte oder schrieb. Ganz genau wie später wie im Fernsehen.

    Die Zeiten, in denen „bürgerlich“ ein Schimpfwort war, sind vorbei. Heute gilt das Bürgertum wieder als das Rückgrat der demokratischen Gesellschaft. Weshalb das Gerede vom „bürgerlichen Lager“ als Mittel der Eingemeindung aller klugen Rechtschaffenen und der Ausgrenzung sinistrer Gestalten besser funktioniert als jede noch so gut gemachte Werbekampagne vor einer Wahl. Das Klassenbewusstsein als positiv besetzter Begriff ist nämlich – zumindest in Westdeutschland – von der Verheißung einer allumfassenden Mittelschichtgesellschaft abgelöst worden. Spätestens mit dem Godesberger Programm der SPD 1959….

  24. #3 Lord Byron (23. Jan 2009 16:17) Als Broder ihn fragte warum er damals die Mohammed-Karikaturen nicht in der Bild-Zeitung nachdruckte, sagte Diekmann, er würde nicht zuerst auf einen Altar pissen um danach mit dem Pfarrer einen Dialog zu führen.

    Bei der Veröffentlichung eines „Kunstwerkes“, wo ein Kaninchen anstatt Jesus am Kreuz geschlagen war, hatte er keine Hemmungen es zu veröffentlichen. Wenn das keine Heuchelei ist! Hauptsache die Auflage stimmt!

    Tja, wer schert sich schon um die Gefühle betroffener Christen.

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    Wenns die Irdischen nicht tun …… nicht können ……. Engel……… oder Gott persönlich …….. oder einer seiner Söhne.

  25. @# Paula

    Ich habe den Spiegel schon sehr lange nicht mehr gelesen… Allerdings schreibt Broder auch regelmässig für die Weltwoche. Dort hab ich mir noch keinen seiner Artikel entgehen lassen. Von deinen Vorwürfen hab ich da nie was bemerkt. Auch in den Büchern „Hurra wir Kapitulieren“ und „Kritik der reinen Toleranz“ spricht er eine klare Sprache.
    Das er auch für den Spiegel arbeitet kann man ihm wohl kaum zum Vorwurf machen.

  26. @ migrant

    Räusper…erröt….

    @ Thomas A.
    Ich glaube, ich muss mein Posting offenbar noch mal erläutern. Ich kenne das Buch „Hurra, wir kapitulieren“ auch und fand es toll. Nur weil ich Broder in einem Punkt kritisiert habe, heißt das nicht, dass ich ihn komplett bescheuert finde, oder?

    Gerade aber weil Broder zig andere Tätigkeitsfelder hat, hätte er es überhaupt nicht nötig, für SpOn zu schreiben – es sei denn er betrachtet das als eine Art „späten Marsch durch die Institutionen der besonderen Art“, also dass er da hofft, Leute zu erreichen, die es besonders nötig haben in ihrer ideologischen Eingefahrenheit.

    Was mich an der Sendung, um die es geht, einfach gestört hat, ist das es seit jeher billig ist, auf eine Boulevard-Zeitung einzudreschen. Davon lebt seit 68 eine ganze Branche, das ist hip, das kommt immer gut an bei Leuten, die sich für intellektuell halten, da hat man sofort seine Claqueure.

    Wesentlich mehr hätte es mich jedoch beeindruckt, wenn Broder (oder irgendwer anderes) mal den Mumm hätte, eine „Gutmenschen“-Zeitung/Zeitschrift mal auf die gleiche Art und Weise zu zerlegen. Der SPIEGEL hätte es zumindest um Lichtjahre nötiger als eine Boulevardzeitung, die ja überhaupt nicht den Anspruch hat, ein Nachrichtenmagazin zu sein.

    Warum nimmt Broder nicht mal die Klimahysterie im SPIEGEL auseinander, der da ja schließlich die treibende Kraft ist? Oder diese Obama-Hysterie? Oder warum geht er nicht darauf ein, wieso ein „führendes Nachrichtenmagazin“ zur Hälfte nur noch aus Promi-Klatsch und Tratsch über Amy Winehouse und Britney Spears besteht? Oder warum SPIEGEL alle paar Wochen mit einer neuen Nazi-Hysterie a la Sebnitz, Mittweida, Mügeln, Potsdam usw. rauskommt und in keinem der Fälle anständig recherchiert hat? Von diesem ganzen Pallywood-Theater ganz zu schweigen?

    Er echauffiert sich darüber, dass die BILD Promi-Klatsch bringt (als Boulevard-Zeitung), findet das aber offenbar völlig normal, dass der SPIEGEL (als vorgebliches Nachrichtenmagazin) inzwischen ebenfalls randvoll damit ist.

    Die BILD-Zeitung ist halt ein leichtes Opfer, weil a) man deren Leser als blöd hinstellen und sie belächeln, und sich selbst damit im gleichen Atemzug erhöhen kann und b) die BILD-Zeitung Springer-Presse ist.

    Dass der SPIEGEL inzwischen aber auch zum großen Teil nur noch Agenturmeldungen bringt, die man in dutzenden anderen Zeitungen, vom Lokalblatt bis zur Süddeutschen Zeitung bis aufs letzte Komma genauso lesen kann – sorry, aber wo ist da noch der Unterschied, außer, dass die BILD-Zeitungsartikel noch ein bisschen kürzer sind.

    Wirklich verheerend war z. B. im SPIEGEL, dass ein einschlägig bekannter Journalist dort schon zwei Mal Hinweise auf den Aufenthaltsort von zwei mit dem Tode bedrohten Islamkritikern gegeben hat bzw. Hinweise gegeben hat, wie man sie finden kann, und zwar zwei Mal innerhalb von wenigen Wochen, so dass man unmöglich von „Versehen“ sprechen kann (zumal beim SPIEGEL ja immerhin noch Korrektur gelesen wird). Das ist wirklich der Hammer. Ich kann mich nicht erinnern, dass selbst die Boulevard-Presse sich so etwas geleistet hätte.

    Ich will hier die BILD-Zeitung nicht verteidigen, zumal ich vieles wirklich unterirdisch schlecht finde (damals die Feierei des Steinmeier-Sangespartners Muhabbet war z. B. katastrophal – haben die da eigentlich nicht mal recherchiert, was der vorher für Texte auf dem Kerbholz hatte?). Jetzt gerade im Fall Mannichl hat sich die BILD auch nicht gerade mit Ruhm bekleckert. Damit schneidet BILD aber kein bisschen schlechter ab als die durchschnittliche Zeitungswelt in Deutschland.

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