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Bibliotheken: Koran immer on Top

Muslime zu beleidigen, kann sehr schnell gehen. Eine Geste oder eine „falsche“ Platzierung können dafür ausreichen. Muslimen gebührt stets der Ehrenplatz, selbst in der Bibliothek. So hatten Muslime im britischen Leicester mehrfach bemängelt, dass die Bibel – weil gegenüber der erhabenen Offenbarung Mohammeds minderwertig – nicht im Regal über dem Koran stehen dürfe, sondern stets unterhalb.

Die Muslime gingen sogar soweit zu fordern, dass der Koran als edelstes und heiligstes aller Bücher immer auf dem obersten Regal überhaupt zu stehen habe, unangefochten von minderwertiger profaner oder anders-religiöser Konkurrenz. Dies wird jetzt umgesetzt mit dem Resultat, dass die Bibliothekare als Kompromiss angewiesen wurden, alle religiösen Bücher – auch historische und literarische Werke – gemeinsam auf das höchst-gelegenste Regal in der ganzen Bibliothek überhaupt zu stellen und somit oft in von Hand unerreichbare Höhen.

Dies bedeutet, dass die christlichen Werke, die oft auch einen großen historischen und literarischen Wert besitzen, außerhalb der Reichweite und Sicht der meisten Leser stehen müssen. Dies würde die Regel verletzen, dass seit der Reformation alle Menschen Zugriff auf die Bibel haben sollen.

Kritiker meinten, es sei „enttäuschend, dass die Politik der Bibliotheken durch eine Gruppe diktiert würde“, weiter sprach man von einem „[…] Teil eines schleichenden Trends“. Ein im öffentlichen Leben bekannter Muslim sprach hingegen von einer „[…] willkommenen und rücksichtsvollen Geste“.

Die Bibel und die gesamte christliche und kirchengeschichtliche Literatur, ethische und philosophische Werke, werden aus Rücksicht auf den Islam in die Unsichtbarkeit verbannt, nur weil zuvor manchmal die Bibel ein Regal höher als der Koran stand.

Wie sieht es in unsern Bibliotheken und im Buchhandel aus? Wo steht die Bibel?

(Spürnasen: RheinWächter, Wex, John A. und Jan D.)