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„Ich liebe Deutschland wegen den Deutschen“

PI-Serie: Warum ich Deutschland liebe! [1]Ja, ich bin ein Deutscher mit Migrationshintergrund. Schlimmer noch, ich bin Moslem (nicht praktizierend) und stamme aus der Türkei. Das ist ein kritischer Punkt und ich hoffe, Sie verschieben jetzt diesen Brief nicht in den Papierkorb, auch wenn Sie mein volles Vertrauen haben.

(Gastbeitrag zur PI-Serie „Warum ich Deutschland liebe!“ [2])

Meine Familie ist vor über 15 Jahren hierher gekommen, ob Sie es glauben oder nicht, wegen der Freiheit. Meine Mutter war stets eine Gegnerin des Kopftuches, und das im Osten der Türkei. Wie das für sie war? Stellen Sie sich einfach vor, sie wären bei einer „Solidarität-mit-Gaza“-Demonstration vor ein paar Wochen mit einer Israel-Fahne angetreten. Die Polizei würde Sie sicherlich nicht schützen.

Unser Bild von Deutschland war in der Türkei sehr rassistisch. Nicht wie Sie es jetzt vielleicht denken. Es hieß immer wörtlich „Das Gehirn der Deutschen arbeitet sehr gut“ oder „Die Deutschen können bauen“. Zu diesem Eindruck kamen viele Menschen, weil sie ständig im Fernsehen deutsche Autos, die deutsche Industrie und deutsche Hochhäuser sahen. Man bewunderte die Deutschen, war aber auch ein wenig neidisch.

In Deutschland wurden wir besser empfangen, als wir es uns jemals vorgestellt hätten. Niemals hatten wir als Kinder den Eindruck, man würde uns wegen unserer Herkunft anders behandeln. Ich sollte vielleicht noch erwähnen, dass wir in einem Dorf lebten, in dem wir wahrscheinlich die einzigen Ausländer waren. Wir lernten schnell die deutsche Sprache, denn nur so konnten wir mit den anderen Kindern spielen.

Wir gingen auf deutsche Schulen und nahmen am Religionsunterricht teil. Da wir den Unterschied zwischen Protestanten und Katholiken
nicht kannten, besuchte ich den Evanglisch-Unterricht, mein großer Bruder dagegen den Katholisch-Unterricht.

Weil ich mich als Deutschen sehe, habe ich die deutsche Staatsbürgerschaft angenommen. Der Einbürgerungstest ist im Übrigen ein Witz. Mehr als einen Tag braucht wirklich niemand zu lernen, um zu bestehen.

Ich liebe Deutschland wegen der Freiheit und der Sicherheit.
Ich liebe Deutschland wegen den Deutschen.
Ich liebe Deutschland wegen der Toleranz.

Und das ist wieder ein kritischer Punkt: Ich habe gelernt, dass Toleranz eine wichtige Eigenschaft sei. Doch man solle niemals der Intoleranz gegenüber tolerant sein. Das ist das wichtigste, was ich aus der Geschichte mitgenommen habe.

Die Nazis haben Deutschland übernommen, weil man tolerant sein wollte. Der Kommunismus dagegen kam nie an die Macht, weil man aus der Geschichte gelernt hatte. Man war den Kommunisten gegenüber nicht tolerant. Der Kommunsimus wurde nicht unter dem Deckmantel der Meinungsäußerung toleriert, er wurde mit allen Mitteln bekämpft.

Also stellte sich mir schnell die Frage, warum man das nicht auf andere Ideologien anwendete. Je mehr ich mich damit beschäftigte, desto mehr zweifelte ich an meinem urprünglichen Bild vom hochgebildeten Deutschen. Warum ließen es sich die Deutschen gefallen, von allen Seiten angegriffen zu werden? Warum ließen es sich die Deutschen gefallen, von Ländern beleidigt und verteufelt zu werden, die ohne die deutsche Entwicklungshilfe in Chaos zusammenbrechen würden? Und vor allem: Warum glauben die Deutschen, sie seien an allen Katastrophen in der Welt schuld?

Ich habe den richtigen Ansatz durch PI-News erhalten. Hier wurde erklärt, warum viele Gutmenschen so denken, warum sie sich so unterwürfig verhalten. Warum es scheinbar normal ist, dass ein Mann von einem Südländer erstochen wird, der auf Kosten dieses Mannes lebt und wahrscheinlich sich das Messer auch auf Kosten eben dieses Mannes gekauft hat.

Im Übrigen möchte ich diese Gelegenheit nützen, um ein paar Fragen aufzuwerfen, die leider auch in diesem Blog nicht deutlich genug zur Ansprache kommen:

Wer um Himmels Willen glaubt eigentlich, dass türkische Schulen in Deutschland die Integration fördern könnten? Das ist doch beim ersten Überdenken unlogisch: WARUM sollen türkisch-stämmige Kinder besser deutsch lernen, wenn sie eine türkische Schule besuchen mit türkischen Lehrern, türkischen Büchern und türkischen Mitschülern?

Warum fragt hier keiner nach? Integration ist für viele Ausländer gleichbedeutend mit „sich wohlfühlen“. Dass es damit gar nichts zu tun hat, scheinen aber nicht einmal die deutschen Politiker und Medien wahrzunehmen (bzw. wahrnehmen zu wollen).

Warum ist es so schlimm, kriminelle Ausländer abzuschieben? Ich muss das mal in aller Deutlichkeit sagen: Diese Ausländer sind nicht nur eine Bedrohung für die körperliche Unversehrtheit der Deutschen, sondern auch für unsere. Sie sind eine Bedrohung für Ausländer, sie sind eine Bedrohung für die Deutschen, sie ruinieren den Ruf der Migranten, sie sind eine psychische Belastung für die Eltern, die ihre Kinder nicht mehr alleine rauslassen können, sie sind eine finanzielle Belastung in jeder Hinsicht und das Schlimmste: Sie sind der Grund, warum immer mehr eigentlich tolerante und israel-freundliche Deutsche NPD und Co. wählen. Sie schaden also allen. Also, warum ist es dann nicht selbstverständlich diese abzuschieben?

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